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Die medizinische Yamswurzel - indianisches Heilwissen



Achtung! Bitte aufpassen, denn hier ist nicht die Yamswurzel (lat. Dioscorea batatas) gemeint, die vor allem im asiatischen Fachhandel erhältlich ist, sondern die medizinische Yams-Wurzel (lat. Dioscorea villosa), auch unter dem Namen "Wild Yam" bekannt.
Die Dioscorea villosa ist eine von vielen unter den Yamswurzel-Gewächsen. Ihren lateinischen Namen hat sie dem griechischen Arzt Pedanios Dioskurides (1. Jahrhundert nach Chr.) zu verdanken. Der Zusatz "villosa" bedeutet zottig, abgeleitet vom lat. villus, was Zotte bedeutet.

Ihre Heimat befindet sich ursprünglich in Nordamerika, sie hat sich aber vor allem im tropischen, aber auch im subtropischen Bereich niedergelassen und ebenso in unseren Breitengraden ist sie mittlerweile heimisch geworden. Die meisten Heilkräfte werden allerdings der Yamswurzel zugesprochen, die in den Tropen beheimatet ist.

Der Hauptwirkstoff der Yamswurzel ist das Diosgenin, welcher affin ist zu dem in den Eierstöcken produzierten Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt. Die positive Wirkung des Diosgenin bei allen möglichen Frauenleiden haben bereits die Ureinwohner Nordamerikas geschätzt und auch als Verhütungsmittel wurde es damals u.a. eingesetzt.
Interessant ist, dass in der Mitte unseres letzten Jahrhunderts Wissenschaftler aus dem aus der Pflanze isolierten Stoff Diosgenin den Weg zur "Anti-Baby-Pille" ebneten.
Auch die männliche Bevölkerung der Ureinwohner Nordamerikas sprachen der "Wilden Yams" eine stärkende und jungerhaltende Wirkung zu. Aber nicht nur bei Frauenleiden kommt die Wurzel zum Einsatz, auch bei anderen Beschwerden kann sie Abhilfe leisten:

Einsatzgebiete:

Zyklusstörungen, Menstruationsbeschwerden: die Inhaltsstoffe bringen den weiblichen Hormonhaushalt ins Gleichgewicht und wirken obendrein noch krampflösend und schmerzstillend

Vorbeugend bei Osteoporose: es wurde festgestellt, dass die Yamswurzel die Vermehrung der knochenbildenden Zellen unterstützt und die Aufnahme von Calcium in den Knochen verbessert. Demzufolge werden die Knochen stabiler und so einer Osteoporose vorgebeugt.

bei Wechseljahrbeschwerden: aufgrund ihres Progesteron ähnlichem Wirkstoff Diosgenin gleicht die Yamswurzel den Östrogenhaushalt aus und wirkt dadurch Wechseljahrbeschwerden wie z.B. Scheidentrockenheit, Blasenschwäche, Haarausfall oder Wassereinlagerungen entgegen.

Verdauungsprobleme: schon die Medizinmänner der Ureinwohner in Nordamerika setzen die Yamswurzel bereits bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich ein. Die Yamswurzel hat einen hohen Gehalt an Kalium. Dieser Mineralstoff reguliert die Verdauungsarbeit in der Darmmuskulatur und die zudem enthalten Ballaststoffe fördern zusätzlich den Verdauungsprozess.

Gelenkbeschwerden/rheumatische Erkrankungen: auch hier wurde die Yamswurzel bereits von den Ureinwohnern in den USA zur Schmerzlinderung genutzt. Die Yamswurzel hat sowohl eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, so dass sie vor allem bei entzündlichen Gelenkerkrankungen (Arthritis) Linderung schaffen kann.

Hautentzündungen: aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften kann sie durch äußerliche Anwendung (Aufguss) auch Abhilfe bei Hautentzündungen (z. B. bei Rosazea) schaffen.

Anti-Aging: auch hier wird der Yamswurzel eine positive Wirkung nachgesagt (dies wussten bereits die alten Indianer-Stämme). Sie sorgt für mehr Vitalität und wirkt der Hautalterung entgegen.

Anwendung:

Die medizinische Yamswurzel wird als Tee, als Creme (Salbe), in Tablettenform und als Pulver in Apotheken oder Drogeriemärkten angeboten.
Auch frisch kann sie verzehrt werden - im Salat oder als Pommes (ähnlich wie die Süßkartoffel)

Nebenwirkungen und Risiken:

- es können in Einzelfällen nach dem Verzehr der Yamswurzel Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Bauchkrämpfe auftreten
- während der Schwangerschaft wird von der Einnahme von Yamswurzel-Produkten abgeraten!!
- der Verzehr von Yamswurzel-Produkten kann, wenn auch selten, eine allergische Reaktion auslösen!

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