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Wegwarte - Heilpflanze des Jahres 2020



Wegwarte

Die Wegwarte (Cichorium Intybus) zählt nicht zu den bekanntesten Heilpflanzen und vielleicht wurde sie auch deshalb zur Heilpflanze des Jahres 2020 auserkoren. Denn aufgrund ihrer tollen Heilwirkung verdient sie es keines Wegs ein Leben im Schattendasein zu führen. Obwohl sie sich selbst definitiv nicht in den Mittelpunkt stellt. Das zeigt schon ihr Blüteverhalten. Ihre kleinen hellblauen Blüten (Blütezeit: Ende Juni bis Anfang Oktober) bekommt man nur vom frühen Morgen bis kurz vor Mittag zu Gesicht, spätestens nach dem Mittagsgeläut zieht sie ihre Blütenbracht zurück und wartet wieder bis zum nächsten Morgen.
Sie zählt zu den bei uns heimischen Wildkräutern und wie ihrem Namen entnommen werden kann, findet man sie am Wegesrand, an Bahndämmen oder sogar auf Schuttflächen.
Die Wegwarte wird auch Zichorie, Kaffeekraut oder auch blaue Distel genannt. In schlechten Zeiten wurden ihre Wurzeln aufgrund ihrer Kaffeesäure-Derviate als Kaffee-Ersatz ("Muckefuck")genutzt.
Als Arzneipflanze wurde sie bereits aufgrund ihrer Bitterstoffe im Mittelalter bei Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen und Gallenbeschwerden eingesetzt. Auch der Naturarzt Sebastian Kneipp verordnete sie bei Magenbeschwerden.
Desweiteren werden ihr entzündungshemmende, leicht schmerzlindernde und appetitanregende Eigenschaften zugesprochen.
Auch für den Entdecker der Bachblüten Edward Bach spielte die Wegwarte (Chicory) eine wichtige Rolle im Rahmen seiner Blütentherapie. Er verordnete sie Persönlichkeiten deren eine große Führsorglichkeit und eine starke Selbst-Aufopferung nachgesagt wird.
Eine weitere Kulturform der Wegwarte ist der Chicorée, welcher zur eine leckeren Salatbeilage zählt.

heilpflanzliche Wirkungen der Wegwarte:

Verdauungsprobleme: bei Verdauungsbeschwerden empfiehlt sich 1 - 3 mal täglich eine Tee, hergestellt aus dem Wurzelwerk (Zichorienwurzel) zu trinken. Die enthaltenen Bitterstoffe unterstützen den Verdauungsprozess im Körper. Zudem wird dem Darm dadurch das Präbiotikum Inulin (in den Wurzeln enthalten) zugeführt, welches zu einer gesunden Darmflora beiträgt.
Eine Tasse Zichorie-Kaffee (koffeinfrei), der aus der Wurzel der Wegwarte hergestellt wird, nach dem Essen oder zum Frühstück unterstützt ebenso die Verdauungsfunktionen im Körper.

Ekzeme, Hautunreinheiten: der milchige Saft der Wurzel enthält antivirale Alkaloide, die eine reinigende Wirkung auf die Haut haben. Ein paar Esslöffel Wurzelstücke und ein paar Blütenblätter mit Wasser aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Den Sud etwas abkühlen lassen und auf ein sauberes Tuch (z. B. Gaze) geben und für ca. 10 Minuten auf die erkrankte Haut legen. Dies mehrmals täglich wiederholen.

bei Lebererkrankungen: Untersuchungen haben ergeben, dass die Wurzeln der Wegwarte leberschützende Eigenschaften aufweisen. Ihre enthaltenen Bitterstoffe helfen bei der Regeneration der Leberzellen.

regt den Gallenfluss an: die Bitterstoffe Lacucin und Lactucopikrin wirken positiv auf die Gallenflüssigkeit, was zur Folge den Prozess der Fettverdauung unterstützt.

regulierend für den Säuren-Basen-Haushalt: Inhaltsstoffe wie Eisen und Bitterstoffe wirken basenbildend und unterstützen den Körper bei der Basenbildung. Es empfiehlt sich täglich 1 - 2 Tassen Wegwarten-Tee zu trinken.

Sammelzeit:

Die beste Erntezeit der Blüten ist von September - Oktober. Die Blüten können u.a. zum Salat gegeben werden.
Die Blätter können bereits ab dem Frühjahr geerntet werden. Auch sie können in der Küche zur Zubereitung von Suppen, als Spinat oder als Salat genutzt werden. Ab der Blütezeit werden die Blätter bitter im Geschmack.
Die Wurzeln empfiehlt es sich ab dem Herbst auszugraben. Sie können getrocknet als Tee oder gemahlen und geröstet als Kaffee genutzt werden.

Achtung! Besteht eine Korbblütenallergie können allergische Hautreaktionen auftreten.


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