Diese Webseite benutzt Cookies. Wenn Sie cysticus.de weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.Mehr Infos Akzeptieren


Zurück zur Hauptseite





-

Der Wacholder - Gin mit Heilkräften


Wacholder

Wer an den Wacholder (bot. Juniperus communis) denkt, dem kommen Bilder von einer Ginflasche, ein Gläschen Wacholderschnaps oder eine Schüssel Sauerkraut in den Kopf. Auch als Gewürz ist er bekannt und verfeinert viele deftige Fleischgerichte.
Aber nicht nur als Genussmittel kommt er zum Einsatz, er stellt darüber hinaus auch ein wertvolles Heilmittel dar. Sogar Pfarrer Kneipp schätzte diese und entwickelte sogar eine spezielle Kur, die er vor allem bei Magenerkrankungen und bei rheumatischen Leiden einsetzte.
Doch er war nicht der Erste, der die Heilkräfte des Wacholders entdeckte. Erste Nachweise dafür fand man vor vielen tausend Jahren auf alten ägyptischen Papyrusrollen und auch Hippokrates verordnete diesen zur äußerlichen Anwendung bei Wunden und Fisteln. Hildegard von Bingen schätzte den Wacholder vor allem bei Lungenerkrankungen und als harntreibendes Mittel.
Im Mittelalter schützte er nicht nur vor bösen Geistern und Hexen, sondern war auch ein wichtiger Schutz gegen die Pest. In vielen Dorfplätzen wurden Notfeuer aus Wacholderholz angezündet und Räucherungen damit durchgeführt. Aber auch die antiseptische Wirkung des Wacholderöls hat damals schon eine bedeutende Rolle gespielt.
Von Aussehen ähnelt er einer Zypresse und hat auch deshalb den Beinamen "Zypresse des Nordens", er ist sogar botanisch besehen mit der Zypresse verwandt. Heimisch ist er in ganz Europa, aber auch in Nordasien und in Nordamerika. Da ihm auch kälteren Temperaturen nichts anhaben, wächst er auch in höheren Ebenen. Der Wacholder kann bis zu 10 m hoch und sehr alt (bis zu 500 Jahren) werden. Erkennen kann man ihn an seinem säulenartigen Aussehen. Seine Blätter sind wie Nadeln geformt und stechend spitz.
Nicht nur seine Früchte, welche im Herbst geerntet werden, haben Heilkräfte. Auch die Triebspitzen, das Holz und sogar die Wurzeln des Wacholders können zu Heilzwecken eingesetzt werden.
2002 wurde der Wacholder als Baum des Jahres ausgezeichnet.

Einsatzgebiete:

Blasenentzündung: das im Wacholder enthaltene ätherische Terpinen-4-ol verbessert durch die Reizung des Nierenepithels die Durchblutung der Nieren, was die Harnproduktion fördert. Desweiteren haben die Inhaltsstoffe des Wacholders noch eine antibakterielle Wirkung, was die Keime, die für die Blasenentzündung verantwortlich sind, abtötet.
Es empfiehlt sich 1 - 2 mal täglich eine Tasse Wacholdertee zu trinken.

Verdauungsbeschwerden: der Wacholder beruhigt und regt zugleich die Verdauungsprozesse an, lindert Blähungen und Koliken und stärkt den Magen. Vor allem beim Verzehr von schwer verdaulichen Speisen unterstützt die Beigabe von Wacholderbeeren die Verdauung und regt die Produktion der Magensäfte an.

rheumatische Erkrankungen:
es empfiehlt sich mehrmals jährlich eine ausleitende Therapie bei rheumatischen Erkrankungen. Auch hier kann der Wacholder gute Unterstützung leisten. (z. B. Kneipp-Kur, Tee). Aber auch die äußerliche Anwendung des Wacholder sorgt für eine Linderung der Beschwerden (Bäder oder Einreibungen mit Wacholder-Öl).

Muskelkater: das Öl des Wacholders wirkt sowohl entspannend als auch belebend auf die verspannte Muskulatur. Eine Massage mit Wacholder-Öl nach dem Sport oder nach starker körperlicher Beanspruchung kann manchen Muskelkater vorbeugen oder auch lindern.

Mundgeruch und Sodbrennen: oft reicht es aus regelmäßig einige Wacholderbeeren zu kauen um die Beschwerden los zu werden. Auch Mundspülungen mit kalten Wacholder-Tee können bei Mundgeruch Abhilfe schaffen.

Husten: ein Dampfbad mit ca. 4 TL zerdrückten Wacholderbeeren und etwas Honig kann die Beschwerden lindern.

Nebenwirkungen und Risiken:

- bei einer Schwangerschaft sollte auf Wacholderbeeren verzichtet werden, da die ätherischen Öle des Wacholders vorzeitige Wehen auslösen können!
- bei Nierenerkrankungen können die Wacholderbeeren die Niere zusätzlich belasten und deshalb sollte auf eine Behandlung mit Wacholderbeeren verzichtet werden!


Naturheilkunde Forum
Schüssler Salze  Klassische Homöopathie  Heilpilze  ätherische Öle   Top


 Impressum    Datenschutz