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Okra - Was ist das? Eine Bohne, eine Peperoni?



Okra, auch Gemüse-Eibisch oder "Ladyfinger" genannt, was ist das? Manch einer der die grüne, kantige und längliche Pflanze in einem afrikanischen oder asiatischen Laden oder im gut sortieren Bioladen liegen sieht, fragt sich, handelt es eine um eine besondere Form einer Paprika, einer Bohne oder gar einer Zucchini?
Die Okra-Frucht ist eine der ältesten Gemüsesorte der Welt. Ihren Ursprung (vor ca. 4000 Jahren) hat die Power-Schote, die zur Familie der Malvengewächse zählt, in Äthiopien und in den Hochlagen Ostafrikas. Heutzutage wird sie vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten, wie z.B. in Indien, Thailand und in der Karibik angebaut. Da sie viel Wärme braucht um zu gedeihen, ist der Anbau hierzulande nur in Gewächshäusern möglich.
Der Strauch, an dem die Okra-Frucht wächst, kann bis zu zwei Metern hoch werden. Die Frucht wird unreif geerntet, da sonst die Gefahr besteht, dass sie holzig wird.
Die Schoten sind meist grün oder leicht rötlich, von außen kantig und ihr Ende hat die Form eines Schnabels. Äußerlich haben sie eine Form aus einer Mischung zwischen Paprika, Zucchini und Peperoni. Im Inneren der Frucht befinden sich in den Fruchtkammern kleine, weißliche Samenkörner, die auch essbar sind.
Was ist das besondere an der Okra-Frucht?
Sie enthält kaum Kalorien und ist obendrein reich an Mineralien und vielen wertvollen Vitaminen (Vitamin A, Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe). Sie unterstützen den Verdauungsprozess positiv und können in der Küche vielseitig eingesetzt werden. Ob als Salat, angebraten mit Knoblauch in Olivenöl, in Eintöpfen oder in Scheiben gegrillt, lässt sie sich leicht zubereiten und wertet viele Gerichte auf.
Sie ist ein Allround-Talent, die nicht nur schmackhaft ist, sondern sie stärkt unsere Darmflora und das enthaltene Beta-Carotin weist nicht nur einen Anti-Aging-Effekt auf, sondern unterstützt die Gesundheit unserer Augen.

Einsatzgebiete:

Magen- und Darmbeschwerden: durch das Erhitzen der Schoten entstehen Schleimstoffe, die nicht nur zum Binden von Soßen und Suppen genutzt werden können, sondern darüber hinaus pflegen sie unsere Darmflora und machen sie widerstandfähiger. Dank der reichlich enthaltenen Ballaststoffe lindert der Verzehr der Okra-Frucht Blähungen und Verstopfungen (wichtig ist, dass gleichzeitig viel getrunken wird).

stärken das Immunsystem: die Okra-Frucht enthält sehr viele Antioxidantien und einen hohen Anteil an Vitamin C. Diese Inhaltsstoffe machen den freien Radikalen das Leben schwer, was somit den Körper robuster macht und grippalen Infekten und Entzündungskrankheiten vorbeugt.

lindern das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall: die antioxidativ wirkenden Polyphenole senken den Cholesterinspiegel und die Entzündungsparamenter die im Zusammenhang mit Herz- und Gefäßerkrankungen stehen.

Diabetes Mellitus II: Studien haben gezeigt, dass sich durch einen regelmäßigen Verzehr der Okra-Frucht der Blutzuckerspiegel senkt und dauerhaft stabilisiert.

stärken die Sehkraft: aufgrund des enthaltenen Beta-Carotin und den Pflanzenstoff Lutein schützen sie das Auge, beugen Augenkrankheiten vor und unterstützen die Sehkraft.

dient der Krebsprävention: nicht nur die bereits erwähnten vielen Antioxidantien, sondern darüber hinaus das in der Frucht enthaltene Chlorophyll lassen das Gewächs zu einem "Antikrebsgemüse" (so wird es in den USA bereits genannt) aufsteigen. In den Südstaaten in den USA ist die Okra-Frucht in dem dort beliebten Eintopf "Gumbo" nicht wegzudenken.

während der Schwangerschaft: die in der Okra-Frucht enthaltene Folsäure ist ein für den Körper wichtiger Mineralstoff während einer Schwangerschaft, denn er fördert die Entwicklung des Embryos. Deshalb empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr der Okra-Frucht in der Schwangerschaft.

Zubereitung/Rezepte:

roh:
z.B. im Salat; die Schoten waschen und den Flaum mit den Fingern von der Schale reiben.
Anschließend den Ansatz der Stiele und die Spitze abschneiden. Die Schoten dann in kleine, mundgerechte Stücke schneiden und in den Salat geben.

gekocht:
die Schoten waschen, den Flaum mit den Fingern von der Schale reiben und den Ansatz der Stiele und die Spitze abschneiden. Den Rest in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Okra-Stücke können so z. B. zu einem Eintopf, Suppe, etc. zugefügt werden.
Achtung!
Durch das Garen tritt nach kurzer Zeit ein milchig, weißer Schleim aus. Vorteilhaft an dem Schleim ist, dass er ein natürliches Bindemittel darstellt und für eine sämige Beschaffenheit der Suppe oder des Eintopfs sorgt. Obendrein ist dieser milchiger Schleim auch noch sehr gesund für unsere Darmflora!

Der Schleim ist allerdings nicht Jedermanns Sache. Sollte die Schleimbildung nicht erwünscht sein, so sollten die zerkleinerten Schoten vorab in kochenden Essigwasser oder Zitronenwasser blanchiert werden (max. 5 Minuten). Nach dem Blanchieren die Okra-Schoten kalt abschrecken, abtropfen lassen und erst dann zur Zubereitung von gegarten Speisen verwenden!

Kauf/Aufbewahrung

Beim Kauf sollte auf eine hellgrüne Farbe der Okras geachtet werden.
Okras werden auch als Trockenware angeboten. Diese sollten ca. 24 Stunden vor der Zubereitung gewässert werden.

Okras sollten nicht zu lange gelagert werden. Weniger geeignet ist die Lagerung im Kühlschrank, denn die niedrigen Temperaturen schaden ihnen und sorgen für Kälteschäden.
Eingefroren halten die Okras bis zu 1 Jahr im Tiefkühlfach.


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