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Entzündungsherde mit der richtigen Ernährung löschen!



Krankheiten, deren Auslöser oft ein chronischer Entzündungsherd im Körper ist, haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Hierzu zählen u.a. Auto-Immunerkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Gelenksentzündungen, Diabetes-Typ 2, chronische Bronchitis, Arteriosklerose, Demenz und letztendlich kann eine chronische Entzündung Ursache einer Krebserkrankung sein.
Manchmal sind wir uns lange eines solchen Entzündungsherdes nicht bewusst bzw. denken nicht daran, dass dieser Herd der Auslöser für vielerlei Beschwerden ist.
Eine akute Entzündung ist leicht zu diagnostizieren, da uns der Körper eindeutige Signale, wie z. B. Schmerzen, Fieber, Rötungen und Schwellungen sendet (= klassische Merkmale einer Entzündung).
Bei einer chronischen Entzündung sind die Hinweise nicht so eindeutig. Sie zeigen sich meist erst nach und nach, z.B. die körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, Erschöpfungszustände häufen sich, die Allergiebereitschaft nimmt zu, eine starke Infektanfälligkeit besteht, Schlafstörungen mit z.T. starken Schwitzen oder es tritt eine der o.a. Erkrankungen auf.

Ingwer wirkt auch wunderbar entzündungshemmend
Feststellbar sind solche Entzündungen anhand des CRP (C-reaktive-Protein)-Wertes im Blut. Dieses Protein lässt sich mit dem Kapillarblut bestimmen. Je höher dieser Wert, desto heftiger ist das Entzündungsgeschehen im Körper.

Forschungen haben gezeigt, dass zu den Hauptverursachern dieser stillen Entzündungen mangelnde Bewegung, Stress und die veränderten Ernährungsgewohnheiten in den letzten Jahrzehnten zählen. Vor allem unsere Nahrungszufuhr, die insbesondere auf schnelles Essen, schnelle Zubereitung mit vielen Kohlenhydraten und ungesunden Fetten gekennzeichnet ist, ist mitunter Ursache für das Auftreten von versteckten Entzündungen.


Kurskorrektur unserer Ernährungsgewohnheiten

Reduzierung bzw. Verzicht auf Haushaltszucker

Die Zunahme des Pro-Kopf-Verbrauchs an herkömmlichen Haushaltszucker ist in den letzten 100 Jahren um das 50fache gestiegen. Unser Industriezucker (Saccharose), der mittlerweile in nahezu fast jedem Lebensmittel vorkommt (z. B. in der Wurst, in Fertigmüslis, im Studentenfutter, im Brot) gilt als stark entzündungsfördernd und trägt zur Entstehung vieler Krankheiten wie z. B. dem metabolischen Syndrom, Rheuma, Diabetes II, Fettleber oder/und Adipositas bei.
Die WHO empfiehlt einen maximalen Zuckerkonsum von 25 g pro Tag.

Gute

Alternativen zum Haushaltszucker sind:

Kokosblütenzucker
Diese Zuckerart weist bedeutende Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Haushaltszucker auf. Zum Einen hat der Kokosblütenzucker einen niedrigen glykämischen Index, d. h. er lässt den Blutzuckerspiegel langsam und gleichmäßig steigen, deshalb ist er auch sehr gut für Diabetiker geeignet.
Der hohe Anteil an Ballaststoffen fördert die Verdauungsprozesse. Obendrein ist er reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie z. B. Vitamin C und B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B9 (Folsäure), B12, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink.

Stevia (E960)
Die Stevia-Pflanze kommt aus Südamerika und ist ebenso eine gute Alternative zu unserem Industriezucker (die Süßungskraft ist um ca. 300mal höher als beim Zucker).
Die gesundheitlichen Vorteile, der Steviaglykoside:
- kalorienfrei
- glykämischer Index liegt bei 0 (gut für Diabetiker)
- Stevia verursacht keine Karies
- Stevia hat zudem eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung

Weitere empfehlenswerte Alternativen sind Xylit(E67) und das Lucuma-Fruchtpulver.
Keineswegs empfehlenswert sind Süßstoffe wie Aspartam, Cyclamat und Saccharin. Allen drei stehen im Verdacht krebserregend zu sein!

Die richtigen Fette

Nahrungsfette haben einen hohen Anteil in unserer täglichen Ernährung. Man unterscheidet Fettsäuren in drei verschiedene Arten: gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Obendrein kommen noch die besonders gesundheitsschädlichen und entzündungsfördernden Transfette hinzu.

Leinblüte

Entzündungshemmende Öle

Zu empfehlen sind hier das Leinöl, Hanfnussöl, Walnussöl, Olivenöl und das Leindotteröl.
Zum Anbraten und Braten ist am besten das native Kokosöl in Bio-Qualität geeignet. Dem Kokosöl wird eine antivirale und antibakterielle Wirkung nachgesagt. Obendrein wirkt es auch noch kreislaufanregend.

Verzicht auf Transfettsäuren
Transfette weisen ein stark entzündungsförderndes Potential auf und sind zum Teil in einigen Ländern bereits verboten. Sie werden industriell durch eine chemische Teilhärtung hergestellt. Leider sind sie in sehr vielen Produkten enthalten. Sie kommen vor allem in Fertigprodukten, Keksen, Nuss-Nugat-Creme, Mayonnaisen, Kuchen vor und entstehen durch das wiederholte Erhitzen von Frittieröl.
Da es hier zu Lande keine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel gibt, sind sie nur schwer zu erkennen. Man kann aber davon ausgehen, dass der Zusatz "teilweise gehärtete Fette" oder "gehärtete Fette" auf das Vorhandensein von Transfetten hinweisen kann.

Besonders entzündungshemmende Nährstoffe

Zu den antioxidativen Vitalstoffen zählen die Vitamin D, C und E, B12, die Mineralstoffe Zink und Magnesium und reduziertes L-Glutathion.

Vitamin D ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und hat auf die Entzündungsbereitschaft unseres Körpers einen lindernden Einfluss. Insbesondere bei entzündlichen Darmerkrankungen ist Vitamin D eine gute Hilfe. Stress blockiert die körpereigene Herstellung von Vitamin D und auch in den Wintermonaten kann unser Körper aufgrund des mangelnden Sonnenlichts meist nicht ausreichend Vitamin D produzieren und ist so auf eine Zufuhr von außen angewiesen.
gute Vitamin-D-Lieferanten sind fettreiche Fische wie z. B. Makrele und Aal, Eigelb und Steinpilze

Vitamin C
Vitamin C gilt nahezu als Alleskönner und ist ein bedeutender Radikalfänger, der unseren Körper vor schädlichen Einflüssen schützt. Zudem hat es eine krebshemmende Wirkung und ist ein wichtiger Bestandteil für unser Immunsystem.
gute Vitamin-C-Lieferanten sind Obst und Gemüse. Hervorzuheben sind hier Johannisbeeren, Sanddornbeeren, Kiwis, Hagebutten, Brokkoli, rote Paprika und der Fenchel.

Vitamin E
Neben seiner antioxidativen Wirkung blockiert Vitamin E die Herstellung entzündungsfördernder Stoffe und ist somit im Rahmen von akuten und chronischen Entzündungen ein wichtiger Mitstreiter.
gute Vitamin-E-Lieferanten sind Olivenöl, Paprika, Haferflocken, Lachs, grüne Bohnen und Grünkohl.

Vitamin B12
Vitamin B12, hochdosiert wirkt stark entzündungshemmend, das dann subkutan verabreicht werden muss, besteht jedoch ein B6 Mangel können Nervenschäden entstehen, daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass kein Vitamin B6 Mangel vorliegt oder sich einstellen kann. Ich schlucke daher täglich eine B-Komplex Kapsel, in der eine ausreichende Konzentration von B6 enthalten ist.

Reduziertes L-Glutathion
Glutathion wirkt sehr stark entzündungshemmend; Glutathion kann man als Kapsel schlucken oder als Pulver einnehmen, am besten vor dem Essen oder 2 Stunden danach.

Zink
Zink zählt zu den essenziellen (lebenswichtigen) Spurenelementen und kann unserem Körper nur über die Nahrung zugeführt werden. Zink ist ein wichtiger Baustein im Rahmen von entzündlichen Prozessen, da Zink eine blockierende Wirkung auf das Entzündungsgeschehen ausübt.
Es ist zu beachten, dass Softgetränke wie Cola und Limonaden die Aufnahme von Zink behindern können.
gute Zink-Lieferanten sind Vollkornprodukte, Haferflocken, Weizenkleie, Linsen und Edamer-Käse.

Magnesium
Mandeln

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Höhe der Entzündungsparameter, wie z. B. das C-reaktive Protein sinkt, wenn täglich mindestens 100 mg Magnesium aufgenommen werden.
gute Magnesium-Lieferanten sind Quinoa, Amaranth, Mandeln, Vollkornreis, Spinat, Kartoffeln und der Löwenzahn.

Besonders entzündungshemmende Lebensmittel

Manuka-Honig
Dem aus Neuseeland stammenden Manuka-Honig wird eine hervorragende anti-entzündliche und auch anti-bakterielle Wirkung nachgesagt. Das Besondere an ihm ist sein hoher Methyglyoxal-Gehalt (MGO). Der Honig wird aus der Südseemyrthe gewonnen und enthält um das 4fache mehr an MGO als unsere heimischen Sorten. 1 TL aufgelöst in einem Glas Tee stärkt bereits unser Immunsystem.

Ingwer
Der Ingwer enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, denen ein großes anti-entzündliches Potential nachgesagt wird. Die Hauptwirkstoffe des Ingwers sind die Gingerole und die Shoagolen. Besonders bei Darmentzündungen und bei Arthrose lindert er den Schmerz und baut Entzündungsherde ab.

Kurkuma
Der Inhaltsstoff von Kurkuma ist Curcumin (E100) hat ebenso eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Obendrein wirkt es prophylaktisch gegen Krebs und unterstützt die Ausleitung von Schwermetallen aus dem Körper. Desweiteren wurde festgestellt, dass Kurkuma der Bildung der Arachidonsäure entgegenwirkt und so die Bildung von Entzündungsstoffen blockiert. Besonders gute Erfolge gibt es im Zusammenhang mit Arthrose-Beschwerden. 1 TL Kurkuma täglich hat bereits eine vorbeugende Wirkung. Optimal ist die Einnahme mit etwas Leinöl und 1 kleinen Prise schwarzen Pfeffer.

Zimt
Empfohlen wird hier lediglich der Ceylon-Zimt (echter Zimt). Der Cassis-Zimt wird aus den Rinden von älteren Bäumen geerntet und enthält mehr Cumarin, welches eine gesundheitsschädigende Wirkung haben kann. Der aus Sri Lanka stammende Ceylon-Zimt weist eine starke antioxidative Wirkung auf, zudem besitzt er entzündungshemmende Eigenschaften und neuere Untersuchungen belegen, dass er einen anti-diabetischen Effekt hat; d. h. er wirkt blutzuckersenkend und letztendlich senkt er sogar noch die Blutfette.

Schwarzkümmel
Bereits Hildegard von Bingen erwähnte die Heilkraft des Schwarzkümmels in ihren Schriften. Hervorzuheben ist der wertvolle Ölanteil des Schwarzkümmels. Seine mehrfach ungesättigten Fettsäuren, allem zuvor die Gamma-Linolensäure besitzt einen starken entzündungshemmenden Effekt. 1 TL Schwarzkümmelöl vor dem Frühstück stärkt das Immunsystem. Das kaltgepresste Öl ist eine Bereicherung zum Salatdressing oder einfach einen Esslöffel über warme Kartoffeln geben.

Knoblauch
Knoblauch ist eine der ältesten und bekannteste Heilpflanze weltweit. Seinem Wirkstoff Allicin wird eine antibiotische Wirkung nachgesagt und zudem hat es einen regulierenden Einfluss auf den Blutdruck. Obendrein hindert das Allicin die Bildung von entzündungshemmenden Zytokinen.

Kreuzkümmel, Kardamon und Muskat
Auch die Gewürze Kreuzkümmel, Kardamon und Muskat wirken gut entzündungshemmend!

No go´s, also schädliche Stoffe

Verzicht auf Geschmacksverstärker, Emulgatoren und Konservierungsmittel
Diese vor allem in Fertiggerichten, aber leider nicht nur dort enthaltenen Stoffe haben ein bedeutendes entzündungsförderndes Potential. Hervorzuheben sind hier Glutamat (E621) und Carrageen (E407). Carrageen findet man in Sahne, Puddingpulver, in Eiscreme und in vielen Süßigkeiten. Beim Carrageen hat man im Rahmen von Tierversuchen festgestellt, dass es negative Veränderungen im Immunsystem bewirkt und darüber hinaus Geschwürbildungen verursachen kann.
Konservierungsstoffe wie z. B. Benzoesäure, Natriumnitrit und Natamycin sind dafür ausgerichtet, dass sie ein Lebensmittel länger haltbar machen. Sie wirken dabei gegen Bakterien die die Lebensmittel angreifen und letztendlich verderben. Leider haben sie dabei, vor allem bei empfindlichen Menschen, eine negative Wirkung auf die Darmschleimhaut, da sie sich auch gegen die Bakterienstämme dort richten.

Weißmehlprodukte meiden
Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), welche das Getreide vor Fraßinsekten schützt, können beim Menschen dafür verantwortlich sein, dass diese im Verdauungstrakt Entzündungsstoffe ausschütten, die im Laufe der Zeit für Darmentzündungen sorgen. Vor allem Weißmehl-Produkte insbesondere Weizen-Produkte werden stark mit den ATI´s in Verbindung gebracht.
Gute Alternativen sind glutenfreie Pseudogetreidesorten wie Amaranth oder Quinoa.

Um Entzündungen und deren daraus entstehenden Krankheiten vorzubeugen, empfiehlt sich darüber hinaus
- der Verzicht bzw. die Reduzierung des Verzehrs von rotem Fleisch insbesondere Schweinefleisch (hoher Anteil der Arachidonsäure!),
- langsames Essen,
- frische Zubereitung von Mahlzeiten,
- kein Fast-Food,
- die Reduzierung von Stressfaktoren,
- mehr Bewegung,
- ausreichend guter Schlaf




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