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Das Bindegewebe und unsere Gesundheit


Hört man das Wort "Bindegewebe" denkt man schnell an Bindegewebsschwäche und in diesem Zusammenhang an die Cellulite (Orangenhaut).
Aber nicht nur die Cellulite ist dem Bindegewebe zuzuschreiben, sondern für viele andere Beschwerden und Erkrankungen kann im Bindegewebe die Ursache stecken.
Das Bindegewebe (auch Fasziengewebe genannt, also eine derbe Hüllschicht, die Muskelgruppen oder einzelne Muskeln umgeben) ist primär für die Formgebung und -erhaltung des Körpers ausschlaggebend.
Desweitern ist das Bindegewebe zuständig für die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen, für die Entsorgung der Zellschadstoffe, als Wasserspeicher und der Weiterleitung von Nervenimpulsen. Obendrein steuert es auch noch den Säuren-Basen-Haushalt im Körper.

Unterteilt wird das Bindegewebe in das lockere Bindegewebe , in das straffe Bindegewebe und in das retikuläre Bindegewebe. Das lockere Bindegewebe dient als Stroma (Füllmaterial der Hohlräume zwischen den einzelnen Organen und Teilen einzelner Organe). Zudem ist es zuständig für Abwehr- und Regenerationsvorgänge im Körper.
geschmeidige Faszien
Das straffe Bindegewebe enthält deutlich mehr Kollagenfasern als das lockere Bindegewebe und wird nochmal unterteilt in das geflechtartige Bindegewebe (z. B. zu finden in der Lederhaut des Auges) und das parallelfaserige Bindegewebe (z. B. werden daraus Sehnen und Bänder gebildet).
Das retikuläre Bindegewebe besteht aus sternförmigen Retikulumzellen, die ein weitmaschiges Netz bilden und äußerst zugfest sind. Sie befinden sich im Knochenmark und in den lymphatischen Organen.

Ist das Bindegewebe durch Abfallprodukte überfüllt, kommt es schnell zu einer Übersäuerung, zu Verklebungen und/oder Verhärtungen im Bindegewebe. Aber auch hormonelle Veränderungen (z. B. Wechseljahre), seltene Gendefekte, längerfristige Medikamenteneinnahme und falsche Ernährung (schlechtes Säuren-Basis-Verhältnis) können das Bindegewebe schwächen. Das Bindegewebe kann seinen Aufgaben nicht mehr ausreichend nachkommen und so kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen. z.B.:

Schwaches Bindegewebe kann begünstigen

Varizen (Krampfadern): ein schwaches bzw. schlecht arbeitendes Bindegewebe fördert die Entstehung von Krampfadern, da ein schwaches Bindegewebe eine Venenwandschwäche und eine Venenklappeninsuffizienz begünstigt.

Hämorrhoiden: eine Bindegewebsschwäche unterstützt die Entstehung der krampfaderähnlichen Hämorrhoiden-Knoten.

unreine Haut: ist die Konsistenz der Bindegewebsflüssigkeit gestört, so ist der Entgiftungsprozess des Organismus beeinträchtigt, was unreine Haut und Akne hervorrufen kann.

Kopfschmerzen: ein schwaches Bindegewebe, welches die Körperspannung stört und die Entsorgung des Zellmülls nicht mehr gewährleistet, kann eine Ursache für Kopfschmerzen sein.

Stoffwechselstörungen, Verdauungsbeschwerden, Übergewicht: kann das Bindegewebe aufgrund Übersäuerung und Verhärtungen nicht mehr ordentlich arbeiten, schlägt sich dies auch auf die Verdauungsprozesse als auch auf den Stoffwechsel nieder, was sich letztendlich auch auf das Körpergewicht auswirken kann.

Haltungsprobleme, Gelenksbeschwerden: ein schwaches Bindegewebe wirkt sich negativ auf die Sehnen und Bänder im Körper aus. Sind die Faszien an den Sehnen und Bändern geschwächt, kann sich dies schnell auf die Funktionalität der Gelenke erweitern und Entzündungen hervorrufen.

Tipps zur Stärkung des Bindegewebes

- basenreiche Kost: viel frisches Obst und Gemüse, ballaststoffreiche Ernährung, beim Getreide auf Hirse und Hafer ausweichen bzw. in den Speiseplan mit einbauen (enthalten viel Kieselsäure)

- viel Trinken: ca. 2 Liter je Tag trinken, bevorzugt stilles Wasser

- viel Bewegung: damit das Bindegewebe gut durchblutet wird und um Verhärtungen und Verspannungen zu vermeiden ist die tägliche Bewegung am besten an viel frischer Luft unerlässlich (z. B. Springen auf einem Mini-Trampolin, Walken).

- tägliche Wechselduschen und Bürstenmassagen zur Anregung der Durchblutung und Festigung der (Binde-)haut.

- Schröpfen: diese naturheilkundliche Therapie empfiehlt sich sowohl zur Prophylaxe als auch zur Beseitigung von Verhärtungen und Verklebungen des Fasziengewebes (Bindegewebe).

- Schüssler-Salze: Schüssler-Salz Nr. 1 Calcium fluoratum als auch das Schüssler-Salz Nr. 11 Silicea haben eine stärkende Wirkung auf das Bindegewebe. Bei der Einnahme der Nr. 11 sollte auch gleichzeitig immer an die Nr. 9 Natrium phosphoricum gedacht werden, um einer Übersäuerung entgegen zu wirken.

- Phytotherapie: Schachtelhalm-Tee (bis zu tägl. 3 Tassen) enthält sehr viel Kieselerde und stärkt dadurch das Bindegewebe. (bei Wassereinlagerungen oder Herzerkrankungen unbedingt vorher Rücksprache mit dem Arzt halten!)



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