gute öle erkennen?

Frau Zimmermann ist viel auf Reisen, daher kann sie nur ab und zu vorbei schauen (etwa alle 2 Wochen).
Ich bitte um Euer Verständnis.

Moderator: Eliane Zimmermann

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oeli
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gute öle erkennen?

Beitrag von oeli » 14.12.2012, 22:08

Hallo, kann mir jemand sagen wie ich als Leihe erkennen kann welche ätherischen Öle wirklich rein sind, Bzw. von guter Qualität? Und kann mir jemand etwas zu den Ölen von baccararose.de sagen? Hat die schon mal jemand probiert? Würde dort gern bestellen wollen, weil dort mit Ökozertifikaten geworben wird. Bin mir aber unsicher ob die für den günstigen Preis auch wirklich gut sind.

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Eliane Zimmermann
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qualität von ölen

Beitrag von Eliane Zimmermann » 16.12.2012, 10:59

leider kann man als laie fast gar nicht beurteilen, ob eine ölefirma ehrlich und zuverlässig ist. klar, die fläschchen müssen aus schützendem braun- oder blauglas sein, die etiketten müssen lateinischen namen der pflanze (zb ceylon-zimt oder china-zimt), pflanzenteil (zb zimtrinde ist ganz anders zusammengesetzt als zimblätter), herkunft (zb lavendel aus china kann ein anderes inhaltsstoffeprofil als lavendel aus frankreich aufzeigen; salbei aus kroatien kann potenziell schädigendere inhaltsstoffe als salbei aus frankreich besitzen) und herstellungsart (zb rosendestillat wirkt anders als rosenabsolue, ingwerdestillat ist mild und ingwerextrakt per co2 gewonnen ist sehr scharf) angeben.

die preise müssen der ergiebigkeit der pflanze entsprechen (rose, echte melisse, jasmin, immortelle sind nicht nicht sehr ergiebig und darum sehr wertvoll, dagegen pfefferminze, eukalyptus, orangenschale, citronella sind sehr ergiebig und darum eher preiswert. gute firmen mit knowhow in hintergrund sollten möglichst keine öle, die potenziell toxisch sein können für jedermann/laien anbieten (für den kauf von von thuja, wermut, sassafras etc haben zumindest früher manchen firmen beim kunden gecheckt, ob er/sie heilpraktiker ist oder erfahrener anwender/in). bio-zertifikate sind schon mal gut, doch "bio" aus china ist nicht zu vergleichen mit "bio" in einem möglichst europäischem-europa-nahem familienbetrieb. einige deutschsprachige öleanbieter unterstützen solche kleinbetriebe (weltweit).

mit "bio-eukalptusöl" oder "bio-zitronenöl" für circa 2 euro pro 10 ml oder "bio-lavendelöl" aus frankreich für rund 5 euro oder "bio-teebaum" für die hälfte (pro 10 ml) lässt sich kaum geld verdienen, wenn solche projekte unterstützt werden würden, wenn selbst vor ort geprüft und eingekauft würde. wenn man als firma preisgünstige ware anbieten möchte, kann man ganze fässer beim anonymen großhändler erwerben, das ist eine frage des geschmacks und des ethischen hintergrundes. [ich unterstütze beim kauf von kartoffeln oder eiern lieber den erzeuger in meiner nähe als eine international agierenden supermarkt-kette]
auf der anderen seite sollte man sich nicht ins bockshorn jagen lassen und völlig utopische preise zahlen, die das vier-fünf-und-mehrfache der anerkannten firmen verlangen – leider inzwischen eine praxis, um maximale qualität vorzugaukeln. man sollte also die preise von drei oder vier anbietern vergleichen. bei einem einkaufskorb von circa 10 ölen kommt am ende immer eine ähnliche summe raus, auch wenn einzelne öle recht unterschiedliche im preis sind. ich kenne und schätze die menschlichen werte der gründer und/oder der geschäftsführer von etlichen deutschsprachigen firmen und habe sie darum auf meiner blog-website aufgeführt: http://blog.aromapraxis.de/shop/ole-lieferanten

kurz gesagt: man bekommt selten hervorragende qualität für unter 1 euro pro ml, bei kostbaren düften ist es ein vielfaches davon. wer lebendige heil- und duftpflanzen achtet, wer einen emotionalen bezug zu ihnen und zur natur hat, wer sie schon einmal vermehrt, gepflanzt, gejätet, geerntet, destilliert, abgefüllt und etikettiert hat, weiß, dass dieser preis nicht zu hoch ist.
AIDA Aromatherapy International
www.aromapraxis.de
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