Mittellappen Syndrom bei Kinder

Sie sind sich unsicher, welche Therapieform bei den betreffenden Beschwerden oder der Erkrankung sinnvoll ist? Dann sind Sie hier richtig.

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Melanie
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Mittellappen Syndrom bei Kinder

Beitrag von Melanie » 21.01.2013, 21:31

Hallo,

ich benötige hilfe. Meine Tochter 3 1/2 Jahre, hat seit ihrem 1 Lebensjahr mit ihrer Lunge zu kämpfen.
Es würde die Diagnose Mittellappen Syndrom in der rechten Lunge fest gestellt.

Sie bekommt Antikiotiker seit gut 1 jahr (Cefaclor), sie Inhaliert mit Budenobronch und Sabutamol 2xtägl und nun das es wieder schlimmer mit dem Husten ist 1-2 mal tägl. Sabutamol+Kochsalz.

Wir machen auch wieder übungen auf dem Gymnastikball.

Doch durch die Winterzeit nun, bring es nichts und ich möchte meine Tochter noch irgenwie Pflanzlich unterstützen. So das der Schleim, besser abgehustet werden kann.

Sie wurde nun schon 4 mal Bronchoskopiert und danach hatten wir auch immer eine lange zeit ruhe.

Gibt es noch irgend eine möglichkeit, wie ich ihr helfen kann???

Viel haben mir schon die eigen Urin Therapie vor geschlagen, aber ich weis nicht was ich davon halten soll.

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Fr. Laurence Gromier-Heim
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Beitrag von Fr. Laurence Gromier-Heim » 27.01.2013, 13:39

Liebe Melanie,
natürlich bittet jede Therapeut/in, was er/sie am Besten kann. Daher würde ich Ihnen nah legen eine klassische Homöopathie zu beginnen. Die Vorteile sind, dass wenn Infekte sich anbahnen, diese Beschwerden sehr schnell mit homöopathischen Mittel behandelt werden können. Wenn der Therapeut/in Sie und Ihre Tochter kennt, kann er/sie mit Ihnen eine homöopathische Hausapotheke zusammenstellen, die " individuell auf Ihrem Kind zugeschnitten" ist. (Damit meine ich bitte nicht irgendwelche Mittel in Internet aussuchen). Die Individualität der Verschreibung ist ausschlaggebend für eine seriöse gute Behandlung.
Vielleicht kann ich Ihnen bei der Suche nach einem Therapeut/in helfen.
Sie dürfen mich unter meiner Emailadresse (s. mein HP) kontaktieren.
Herzliche Grüße
Laurence
Laurence Gromier-Heim, B.Sc., Heilpraktikerin.
Psychologische Beratung
Klassische Homöopathie-Phytotherapie/
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WWW.heilpraktiker-direkt.de
Sprechzeiten: Di-Do: 18h-18h30

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wattebällchen
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Beitrag von wattebällchen » 08.02.2013, 12:31

Hallo Melanie,

was soll das für eine Diagnose sein ? Mittellappen-Syndrom ? Was ist da die Ursache ?

Ist da nur der mittlere Lungenlappen befallen ?
(Info: links hat man aus Platzgründen nur 2 Lungenlappen wegen des Herzens).

Hat man eine Differentialdiagnose gemacht ?
Wurde Mukoviszidose (Cystische Fibrose) ausgeschlossen ?

Wie sieht die Lungenfunktion (Bodyplethysmografie) aus ?

Wird regelmäßig alle 4 Wochen das Sputum untersucht oder ein Abstrich gemacht (Spezialnachweis Pseudomonas aeruginosa und Staph. aureus bei Lungenschädigung ) ?

Was hat das Kind sonst noch für Symptome ?

Wart ihr schon mal in einer Mukoviszidose-Spezialambulanz ?
Wurde bei der Bronchoskopie eine Lavage (Bronchialspülung) gemacht ?

Mit 3 1/2 kann deine Tochter mit autogener Drainage beginnen. Das ist eine Atemtechnik, um den Schleim besser abhusten zu können.
Dies zeigen euch Physiotherapeuten mit einer entsprechenden Ausbildung.

Auf jeden Fall solltest ihr geschult werden, wie man im Haushalt Lungen-Infektionen bei vorgeschädigter Lunge vermeidet.

Z. B. erst das Wasser morgens eine Minute so heiß wie möglich laufen lassen (macht Mama. Kind ist nicht dabei, denn es kommt zu einer Aerosolwirkung, die die Keime hochwirbeln kann und die das Kind dann einatmen würde.

Wenn das Kind Wasser laufen lässt, immer den Stöpsel zu machen, damit die Keime nicht aus dem Siphon hochgewirbelt werden. Jeden Tag in jeden Abfluss (Dusche, Wanne, Spüle, Waschbecken) kochendes Wasser gießen zur Keimreduzierung. Beim Clo spülen immer den Deckel zu machen. Gleiche Gründe.)

Mein Tipp:
Auf der Homepage des Mukoviszidose e.V. findest du eine Liste mit CF-Ambulanzen und auch Therapeuten, die Autogene Drainage anbieten und dazu die therapeutischen Körperstellungen.
Du solltest dir diese Homepage mal intensiv durchlesen. Vielleicht fällt dir noch das eine oder andere auf.

Am besten wäre, ihr würdet mal eine Mutter-Kind-Kur in der Klink "Satteldüne" auf der Insel Amrum machen. Das ist eine Lungenfachklinik, wo alle diese Techniken gelehrt werden. Auch die Eltern werden darin geschult.
Auch in Wangen im Allgäu ist eine Lungenfachklinik (Waldburg-Zeil-Kliniken).

Dort lernt sie auch den Peak-Flow (Atemwegswiderstand) und die Technik mit dem "Flutter". Das ist wie eine kleine Pfeife mit einer Kugel drin, die durch den Atemstrom zu vibrieren anfängt. Dadurch bleiben die Bronchien geöffnet und der Schleim wird nach oben transportiert. Je nachdem, wie steil man das Mundstück hält, vibriert die Kugel stärker oder schwächer.
Sehr empfehlenswert und es macht den Kindern Spaß.

Alle Spielzeuge, wo reingeblasen werden muss, sind gut (Pfeife, Styroporbällchen über einem Blasrohr durch den Atemstrom halten etc.).
Auch Blockflöte für später ist gut.

Wurde euch gezeigt, wie man den Inhalierapparat wartet ? z. B. Wechseln des Filters, Reinigen (sterilisieren und lagern des Medikamentenbehälters und des Mundstücks etc. ).

Mit dem Salbutamol muss man sehr vorsichtig dosieren. Nicht mehr Tropfen als das Kind alt ist.
Nebenwirkung ist Herzrasen ...

Zum Abhusten kannst du einen Tee geben aus Eibischwurzel (Apotheke).
Lutschpastillen Isla-Moos Johannisbeere (schmecken wie Gummibärchen).

Gib auch mal den Begriff "Angocin" in der grünen Suchleiste hier oben ein. Da habe ich schon viel drüber geschrieben. Das sind allerdings Dragees, die ein kleines Kind noch nicht so einfach nehmen kann. Aber für später hilfreich.

Deine Tochter sollte sehr viel trinken (Tee, Wasser, verdünnte Säfte).

Von der umstrittenen Eigenurin-Therapie rate ich ab. Etwas, was der Körper ausgeschieden hat, will er nicht nochmal haben ..... Vielleicht trinkst du selbst mal einen Schluck von deinem Urin ....

Auf jeden Fall sollte die Differentialdiagnose Ausschluss Mukoviszidose gestellt werden.
Jede der Atemtechniken, die Mukobetroffene machen, ist auch für deine Tochter hilfreich.
Alles wird von den Kassen übernommen.

Ggf. Antrag auf einen Behindertenausweis (Versorgungsamt) mit dem Merkzeichen H (hilflos) und B (Begleitperson). Das gibt dann auch Steuererleichterungen auf der Steuerkarte.
Ggf., wenn es wie Mukoviszidose angeboren ist, gibt es eine rückwirkende Steuerrückzahlung.

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