Anhaltende Darmbeschwerden - Was kann ich noch tun?

Sie sind sich unsicher, welche Therapieform bei den betreffenden Beschwerden oder der Erkrankung sinnvoll ist? Dann sind Sie hier richtig.

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molo
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Anhaltende Darmbeschwerden - Was kann ich noch tun?

Beitrag von molo » 13.01.2012, 13:19

Hallo liebes Forum,

zurzeit weiß ich nicht mehr, was ich noch tun kann, damit es mir wieder besser geht. Vielleicht kann mir hier im Forum jemand helfen?
Ich versuche mich kurz zu fassen.

Seit meinem Urlaub 09.2010 in Kroatien, in dem ich heftige Magen-Darm-Beschwerden hatte (starke Magenschmerzen und Durchfall) geht es mir immernoch nicht gut. Mein Hausarzt meinte ich hätte eine gestörte Darmflora und müsste auf eine gesunde Ernährung achten. Dies habe ich getan und zudem ein Homöop. Mittel (Anagallis) eingenommen. Es wurde nicht besser. Sie meinte dann es sei psychisch. Nun bekomme ich alle paar Monate ein Mittel. Besser wurde es nicht. Ich bin dann zu einer Heilpraktikerin. Sie meinte mittels Biosresonanztest ich hätte Hefepilze, schlechte Bakterien und Parasiten im Darm, angegriffene Magen-Darm-Schleimhaut, bin übersäuert und vertrage deswegen keinen Zucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Weizen, Säure etc.

Ich habe dann meine Ernährung komplett umgestellt und alles "Schlechte" gemieden. Dazu habe ich folgende Mittel bekommen: Mucan, Gastritol und Mutaflor. Dies habe ich einen Monat genommen. Mir ging es super! Sie meinte dann der Hefepilz sei weg. Dann habe ich die Mittel Mucokehl, To EX und Opsonat zur Entgiftung bekommen. Mir ging es mit meiner Ernährungsweise gut. Zwischendurch gab es Tage, da hatte ich dann doch wieder Blähungen, aber nicht so schlimm wie vorher.

Ende Dezember 2011, hatte ich dann meinen letzten Termin und sie testete dass ich wieder alles vertragen würde und langsam wieder Obst und Weizen etc. essen kann. Letzte Woche habe ich das erste Mal wieder Sahne gegessen. Mir ging es richtig schlecht. Ich habe mich wie ein Luftballon gefühlt. Als ich Tage später Sauerkraut gegessen habe, war es noch schlimmer.

Vielleicht liegt es daran, dass ich meinen Darm über die Monate entwöhnt habe oder daran, dass ich keine Homöop. Mittel mehr einnehme???
Ich bin wirklich ratlos und weiß nicht, was ich noch tun kann. Beim Allgemeinmediziner war ich auch noch und der meinte nach Blut und Stuhluntersuchung es ist alles in Ordnung.

In einem Reformhaus meinte eine Verkäuferin zu mir, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis der Darm wieder gesund ist und man zusätzliche Probiotika einnehmen muss. Sie empfahl mir Darmflora plus select von Dr. Wolz. Dies kostet auch wieder sehr viel. Da frage ich mich, ob es sich lohnen würde?

Ich habe außerdem darüber nachgedacht, einen Lebensmittelunverträglichkeitstest (Blut) zu machen, z.B. Impru 300. Dies ist natürlich alles mit hohen Kosten verbunden und ich möchte nichts mehr investieren, wenns nichts nützt.

Ich weiß zurzeit nicht, was ich noch machen kann bzw. wem ich glauben soll. Ist es psychisch oder physisch??? Braucht mein Darm länger bis es sich regeneriert hat und sollte ich eine Probiotische Kur (z.B. Dr. Wolz) machen?

Vielen Dank schon mal im Voraus:)

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Laurent Richter
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Darm

Beitrag von Laurent Richter » 13.01.2012, 14:50

In der Tat eine belastende Situation, die durch das ständige Auf- ind Ab verschlimmert wird. Dies verschlechtert die psychische Verfassung natürlich...
Die angewandten Mittel erscheinen probat, wenn sie lange genug (3-6Monate) genommen wurden sollte Besserung eintreten. Der langsame Kostaufbau ist auch in Ordnung.
Wichtig zu wissen wäre natürlich das Alter des Patienten.
Bezüglich des Stuhls sollte man einmal die Pankreas-Elastase testen sowie die Gallensäuren um die Verdauungsleistung zu erfassen. Auch "Verdauungsrückstände" wären hilfreich!
Allergietests sind in der Tat teuer: Gemäß TCM ist die Allergie als "Milzschwäche" zu verstehen und zu behandeln, siehe hier:
http://heilpraktiker-richter.de/tl_file ... zMagen.pdf
Bei 100 getesteten Nahrungsmitteln werden 20 anschlagen - bei 1000 schlagen 200 an....

Ich bin da immer für eine Kombination der Methoden: Homöopathie - TCM - Darmsanierung, das ergänzt sich gut.
Mit den besten Wünschen
für Ihre Gesundheit,
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molo
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Beitrag von molo » 15.01.2012, 16:39

Vielen Dank für die schnelle Antwort:)
Eine Kombination aus Homöopathie - TCM und Darmsanierung.
Was genau meinen Sie damit?

Also die Mittel, die ich von der Heilpraktikerin bekommen habe bis zu 6 Monaten weiter einnehmen? Auch die probiotischen Kulturen, wie z.B. Mutaflor im genannten Zeitraum?
Was genau geschieht bei einer Darmsanierung bzw. was muss man da machen? Und welche Rolle spielt die TCM?


Über weitere Infos bin ich sehr, sehr dankbar.
Ich bin übrigens 26 Jahre alt.

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Laurent Richter
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Darm

Beitrag von Laurent Richter » 16.01.2012, 06:14

Die Kombination macht's

Soll Naturheilkunde richtig funktionieren, ist ein ganzheitliches Konzept nötig. Dabei wird nicht nur ein Organsystem, sondern auch die Ver- und Entsorgung, die energetische Gesamtsituation des Körpers und auch die seelische Verfassung mit einbezogen.
Eine optimale Therapie setzt sich aus

individueller Behandlung
Einnahme von ausgesuchten Arzneien
Ernährungsanpassung (bzw. therap. Einsatz von Lebensmitteln)

zusammen.

Das bedeutet für mich: Darmsanierung nach Laborbefund (Ganzimmun, s.d.)
Musterbehandlung nach Zungen und Puls diag. gemäß TCM. Hierbei Behandlung der innernen Muster und Eleminierung der äußeren pathogenen Faktoren.
Mit den besten Wünschen
für Ihre Gesundheit,
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Darmbeschwerden

Beitrag von monika monkos » 16.01.2012, 10:24

Hallo Molo,

zunächst einige Fragen:
wurde die Darmflora mittels einer Dysbioseuntersuchung genau untersucht ?
Nur dann läßt sich feststellen welche Keime wirklich fehlen und die können dann auch ganz gezielt ersetzt werden.
Auch einige Vital-Heilpilze können das.

Sind andere Ursachen ausgeschlossen worden ?

Magenentzündung, Schwäche der Funktion des Magen-Darmtraktes.
Gibt es noch weitere Beschwerden, die bisher nicht beachtet wurden?

Die Ernährung nach den 5 Elementen kann gut eingestellt werden. So das kein Mangel & keine Beschwerden entstehen bis die Darmflora wieder regelrecht ist. Oder die Funktion der Organe gebessert ist.

Nur gezieltes Vorgehen kann hier auch zeitnah Besserung bringen .
Wenn nur auf Verdacht etwas gegeben wird, geht das möglicherweise "nach hinten los" und verstärkt den Mangel einseitig sogar noch, da nicht klar ist was gefördert werden sollte.

Nicht die Zeit ist entscheidend sondern die gezielte, regelrechte Herangehensweise.

Viele Grüsse & gute Wünsche für Ihre Gesundheit

aus der "Voreifelmetropole" Rheinbach Mona Monkos
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Beitrag von LauraW » 21.09.2017, 23:09

Hallo zusammen,
ich habe mich zu dem Thema Darmsanierung intensiver auseinandergesetzt. Mein Hausarzt meinte ebenfalls ich hätte eine gestörte Darmflora. Ich habe meine Ernährung geändert doch immer gelesen, dass eine Ernährungsumstellung allein nicht reicht. Eine Darmsanierung ist anscheinend nötig um eine gesunde Darmflora wieder aufzubauen. Daraufhin habe ich für einen Monat eine Darmsanierung mit Flohsamenschalen, Bentonit und Probiotika gemacht. In dem Monat habe ich keine tierischen Produkte, kein raffinierten Zucker/Mehl und keine verarbeiteten Lebensmittel gegessen und versucht mich hauptsächlich pflanzlich, frisch und ausgewogen zu ernähren. Nach einer Woche habe ich mich ziemlich schlecht gefühlt. Ich habe mich weiter Informiert und herausgefunden, dass dies wahrscheinlich sogenannte Entgiftungserscheinungen waren. Jetzt nach einem Monat geht es mir wirklich gut und ich habe Motivation die Darmsanierung einfach weiter durchzuziehen. Es ist eine Darmsanierung wie hier beschrieben www.darmsanierungkur.com
Was halten die Experten hier von dieser Methode? Nachdem sich meine Magenbeschwerden verbessert haben, hoffe ich jetzt auch meine Allergien durch die Darmsanierung loszuwerden.
Viele Grüße
Laura
Zuletzt geändert von LauraW am 12.07.2019, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Darmsanierung

Beitrag von monika monkos » 22.09.2017, 08:11

Hallo Laura,
Schön, dieser Erfolg mit diesem Konzept der Darmsanierung.
Hatten Sie auch eine Darmbesiedlungsuntersuchung machen lassen?
Das macht Sinn um zu erkennen welche Bakterien tatsächlich im Ungleichgewicht sind.
Könnte man auch jetzt machen um zu sehen hat sich alles gut regeniert. Beim Biolabor in Hemer lasse ich das für meine PatientInnen untersuchen. Eine Darmsanierung ständig durchzuführen wenn alles im Gleichgewicht ist,wäre unsinnig. Die Ernährung ohne Industriezucker, vollwertig, wenig Fleisch oder keines ect. Ist sehr hilfreich.
Die Allergien zu heilen braucht es etwas mehr. Chin.Heilkräuterrezepturen und gut zusammen gestellte Heilpilzmischungen sind erfolgreich in der Praxis.
Gerne helfe ich da weiter.

Beste Grüße für Ihre Gesundheit und gute Wünsche aus der Voreifelmetropole Rheinbach
Mona Monkos
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Re: Anhaltende Darmbeschwerden - Was kann ich noch tun?

Beitrag von Yvonne79 » 02.03.2021, 09:03

Hallo, mein Bruder war ebenso im Urlaub und hatte diese Beschwerden. Nach Monaten haben die dann endlich herausgefunden das er sich einen Virus eingefangen hatte, der recht selten hier in Deutschland vorkommt. Bitte lass mal eine Probe vom Stuhl untersuchen und äußere mal bitte diesen Verdacht. Mein Bruder bekam 14 Tage lang dann Antibiotika und seine Beschwerden waren weg. LG

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