Vaskulitis

Sie sind sich unsicher, welche Therapieform bei den betreffenden Beschwerden oder der Erkrankung sinnvoll ist? Dann sind Sie hier richtig.

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Rosamunde
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Vaskulitis

Beitrag von Rosamunde » 08.10.2009, 11:44

Ich habe schon einmal bei den Ätherischen Ölen gepostet, aber ich glaube, ich bin hier an der richtigen Stelle.

Meine Nachbarin leidet an Vaskulitis. Sie hat eine lange Behandlungsphase hinter sich und Kortison und anderen starken Medikamenten, die auch bei Tumoren eingesetzt werden.

Ich kannte diese Rheumaart bisher noch gar nicht.
Wäre es gut, "Durchspülungstees" anzuwenden wie Birke, Brennessel, Goldrute?
Mir fällt da auch noch Leinsamenöl ein, oder evtl. Weihrauch?

Ich werde ihr empfehlen, sich einen Heilpraktiker zu suchen oder einen Arzt, der auch naturheilkundlich arbeitet. Aber da ist es schwierig, den richtigen zu finden.

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wattebällchen
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Beitrag von wattebällchen » 08.10.2009, 16:18

HAllo Rosamunde,

VAskulitis ist eine Autoimmunerkrankung, die zu dem rheumatischen Formenkreis gehört.

Sie ist nicht heilbar, jedoch behandelbar.
Vor allem wird zuerst Cortison eingesetzt, das später, nach Besserung der Symptomatik, wieder reduziert oder sogar abgesetzt werden kann. Dies entscheidet der Arzt. Bitte keine eigenmächtigen Veränderungen an der Dosierung.

Zweitens kann man so genannte Immunsuppressiva geben (wirkt auf die überschießende Immunabwehr), wie man sie bei Rheumapatienten einsetzt. Auch dies sind verschreibungspflichtige Medis, wo der Arzt die Dosierung bestimmt.

Wichtig sind Urin- und Blutkontrollen.

Manchmal wird auch TNF (Tumor-Nekrose-Faktor) eingesetzt, weil man festgestellt hat, dass der auf die überschießende Zellproduktion wirkt.
Dies bestimmt der Arzt.

Der Patient selbst kann eigentlich nur über die Ernährung selbst etwas tun. Eine vegetarische Kost, bzw. wenig tierisches Eiweiß, hat sich als günstig erwiesen.

Viel trinken ist auch wichtig, damit die Nieren genug Flüssigkeit angeboten bekommen, um die Abbauprodukte der Medis ausscheiden zu können.

Die genannten Pflenzen sind harntreibend. Ich würde aber auf eine zusätzliche Reizung der Nierengefäße verzichten. Ganz normaler Früchtetee oder Kräutertee reicht aus. Allerdings genug davon (ca. 1,5 - 2 Liter im Tag) oder Wasser.

Genug zu trinken ist auch wichtig, damit das Blut nicht "eindickt" und es zu Thrombosen kommt.

Auch wegen dem Weihrauch den Arzt fragen. Die Boswelliasäuren können bei vorgeschädigter Niere evtl. nicht angebracht sein. Kommt auf die Schwere der Erkrankung an.

FAlls du das Leinsamenöl wegen des Vitamin-E-Gehaltes anwenden willst, kannst du auch Argan-Öl verwenden zur Nahrungszubereitung.

Bei dieser Diagnose bitte immer den Arzt fragen, ob es sich mit den verordneten Medis verträgt.
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

Rosamunde
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Beitrag von Rosamunde » 08.10.2009, 19:41

Vielen Dank, Wattebällchen.
Die Frau ist beim Arzt in Behandlung. Ich werde Deine Tipps einmal an sie weiterleiten, damit sie mit ihm darüber sprechen kann oder damit sie sich einen fachkundigen Arzt wenden kann, der sich mit dieser Behandlung auskennt.
->> ((())) ->>

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wattebällchen
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Beitrag von wattebällchen » 09.10.2009, 07:17

Guten Morgen Rosamunde,

es gibt auch Selbsthilfegruppen z. B. bei der Rheuma-Liga, wo sie sich mit Betroffenen austauschen kann.

Einfach mal "Selbsthilfe-Gruppe Vasculitis" googeln.
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

Rosamunde
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Beitrag von Rosamunde » 09.10.2009, 07:34

Vielen Dank für den Hinweis.

Auf die Idee wäre ich nicht gekommen.

Danke und liebe Grüße
Rosamunde

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