Tuberculinum Nachwirkungen

Moderator: Fr. Laurence Gromier-Heim

Antworten
Bella
Beiträge: 1
Registriert: 17.09.2019, 10:05

Tuberculinum Nachwirkungen

Beitrag von Bella » 17.09.2019, 10:27

Guten Tag,

mein Sohn (4 jahre) wurde von einer Heilpraktikerin mit tuberculinum bovinum d200 behandelt. Wir sollten das Mittel ein Mal wöchentlich geben, drei Globuli. Wir haben dies drei Wochen lang getan.
Der Grund, dass wir die Beratung suchten, liegt in seinen Allergien, obstruktiven Bronchitiden und beginnendes Asthma.

Leider haben sich nach der Gabe die Allergien verschlimmert. Er reagiert jetzt auf mehr Dinge allergisch, zum Beispiel Sellerie, Hund, Koskosnuss. die Reaktionen sind spontaner mit niesen, juckenden Augen, Pickelchen im Mund. Er ist unasugeglichen, launisch, leidet unter den REaktionen, denen wir wieder ausgesetzt sind (Milch und Nuss kannten wir, die Ernährung war eingestellt).

Er hat schon mal als Baby schlecht auf eine homöopathische Behandlung reagiert ( Sulfur, fast 2 Wochen nachts zwischen 1 und 5 nicht geschlafen, bis wir coffea gegeben haben)

Die Heilpraktikerin hat jetzt ein anderes Mittel in einer M Potenz vorgeschlagen. Ich habe als Mutter aber nach diesen ERfahrungen gar kein gutes Gefühl etwas neues "auszuprobieren". Würde am liebsten erst mal die Beschwerden wieder abmildern! Wir haben schließlich 3 4 Allergien dazu gewonnen, können Dinge nicht mehr machen (Freund mit Hund besuchen) Essen wie bisher usw.

Hat jemand damit Erfahrung und kann uns helfen?
Vielen Dank!

Es gibt noch so viel mehr zu berichten, aber ich wollte erstmal schauen, ob sich jemand meldet.

Benutzeravatar
Stefan
Administrator
Beiträge: 438
Registriert: 20.09.2003, 16:52
Wohnort: Waldkirch
Kontaktdaten:

Re: Tuberculinum Nachwirkungen

Beitrag von Stefan » 26.09.2019, 20:01

Hallo Bella,
eine Freundin und Homöopathin hat mir folgendes geschrieben:

Wenn sie bei einer seriösen klassischen Homöopathin in Behandlung ist (hoffentlich ist es eine!),
müßte sie eigentlich Vertrauen haben und Reaktionen auf die Mittel natürlich mit ihr sofort besprechen.
nicht erst nach 3 Wochen Verschlimmerung!
Die Therapeutin hat ja (hoffentlich!) eine große Anamnese gemacht und den Überblick.
Es ist auch in der klassischen Homöopathie nicht üblich kochbuchartig z. B. "3x wöchentlich"
ein Mittel zu geben, schon gar nicht Nosoden oder hiohe Potenzen, eigentlich gibt man eine Gabe
und wartet dann ab was geschieht.
Wenn eine Verschlimmerung auftritt, darf man sowieso niemals das Mittel in der gleichen Form wiederholen.
Dann muß man absetzen und wenn die Verschlimmerung nachläßt anders dosieren oder evtl
je nach Lage der Dinge ein anderes Mittel wählen, bzw. manchmal sogar antidotieren.

Also es gibt 2 Möglichkeiten:
entweder die Therapeutin hat keine Ahnung
oder
die Mutter hat kein Vertrauen zu ihr oder z.B. die Dosierung mißverstanden (Verschlimmerungen kommen
immer mal vor, darauf muß man die Patienten vobereiten, damit kann man umgehen und adäquat darauf reagieren)

Leider ist die Homöopathie ja so eine individuelle Therapie, die auf diesen persönlichen Patienten abgestimmt ist,
so daß man in solchen Fällen keinen konkreten Rat geben kann.
Es gibt ja auch leider jede Menge sog. Homöopathen die mit Hochpotenzen nur so um sich werfen.
Homöopath kann sich ja jeder nennen, der mal einen Wochenendkurs mitgemacht hat, auf der sicheren Seite ist man,
wenn maneinen Therapeuten sucht, der zertifiziert ist entweder von BKHD (Bund klass. Hoöopathen Deutschlands) oder SHZ
(Stiftung Homöopathiezertifikat).

Antworten