Pornosüchtig sein?

Bei chronischen Erkrankungen leidet meist nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Seele; leider wird jedoch oft unsere Seele vernachlässigt. Die Psychoecke soll Mut machen, sich seiner Seele bewusst zu werden.
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Marianne1
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Pornosüchtig sein?

Beitrag von Marianne1 » 23.03.2017, 20:30

Hallo,
ich bin mit meinem Mann mittlerweile 10 Jahre zusammen und grundsätzlich sehr glücklich. Leider ist unser Sexualleben sehr eingeschlafen, wir haben nur noch selten Sex...und wenn ist es oft so, dass er keine Erektion bekommt.
Ich habe ihn schon mehrmals drauf angesprochen was los ist...aber wie Männer so sind redet er mit mir nicht darüber.
Nun habe ich ihn - zu meinem Leid :( - bereits mehrmals dabei erwischt er er Pornos guckt und dazu sich befriedigt...

Da hat er auf einmal wieder eine Erektion und Spaß "an der Sache" )))
Ich habe ihn bereits drauf angesprochen, aber er bestreitet das und "es wäre doch völlig normal".
Wenn der Reiz nach einem Porno anstatt nach einer echten Frau stärker ist und man(n) es nicht mehr kontrollieren kann ob man jetzt wirklich masturbieren will oder es einfach muss. Dabei betrifft es nicht mal nur Singles: 40 % der Süchtigen sind in einer Beziehung oder Ehe.
Quelle: meine-penispumpe.de/pornosucht.php

Jede Sucht ist schlimm und Betroffene wollen sowas sich meistens nicht eingestehen...im ersten Moment zumindest.
Mich verletzt es gleichermaßen. Habt ihr Ideen, wie ich damit am besten umgehen kann? Und meinen Mann wieder "für mich" habe?
Ich habe schon über Therapiemöglichkeiten nachgedacht:

http://www.aerztezeitung.de/panorama/ar ... ndung.html

ABER: was bringt sowa,s wenn er das gar nicht einsieht? Ohne Einsicht, keine Heilung...
Gruß Marianne

PS: Könnte ja das Internetabo mal kündigen 0++0

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Stefan
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Beitrag von Stefan » 26.03.2017, 20:50

Guten Abend Marianne,
das Problem vieler Ehen ist, dass sie zu wenig miteinander reden! Würde Mann bzw. Frau das Innenleben dem Partner besser offenbaren, als es meist hier und da der Fall ist, würden viel weniger Ehen geschieden werden.

Ich vermute, dass Dein Mann Dir nicht seine Wünsche und sexuellen Träume mitgeteilt hat und Du vermutlich ihm auch nicht. Bleibt ein unerfülltes Sexleben über längere Zeit bestehen, besteht eben die Gefahr, dass der Eine oder die Andere sich wo anders Ersatz sucht, hier eben Pornos. So lange er nichts ändern will, sehe ich kaum eine Möglichkeit auf Abhilfe. Eine Möglichkeit wäre ja, einen Sexualtherapeuten aufzusuchen, davon gibt es jedoch nur wenige in Deutschland und dann muss er natürlich auch wollen...
Viele Grüße
Stefan

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mystischerVersprecher
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Beitrag von mystischerVersprecher » 13.10.2017, 10:33

klingt plausibel...

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