Stress in der Abiturvorbereitung

Bei chronischen Erkrankungen leidet meist nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Seele; leider wird jedoch oft unsere Seele vernachlässigt. Die Psychoecke soll Mut machen, sich seiner Seele bewusst zu werden.
Antworten
missmarpel
Beiträge: 8
Registriert: 16.10.2008, 08:52
Wohnort: Köln

Stress in der Abiturvorbereitung

Beitrag von missmarpel » 11.11.2008, 09:50

Hallo
Meine Tochter 19 Jahre macht im Mai ihr Abitur und hat jetzt schon Vorbereitungsstress.
Sie macht Sport zum Ausgleich ist aber trotzdem sehr nervös, launisch und süsshungrig.
Sie hat Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden, Schwindel, Sehstörungen und übelkeit. Mal mehr mal weniger. Müde ist sie sehr oft, doch das kommt wohl vom diagnostizierten Eisenmangel(sie isst kein Fleisch) für den sie aber Homöopat. Mittel einnimmt
Sie ist ärztlicher Seite abgeklärt und für gesund befunden. Nächste Woche geht sie noch zum Augenarzt.
Doch ich denke sie ist psyschich überlastet und würde gerne etwas für sie tun damit sie das Abitur etwas gelassener übersteht.
Sie ist gut in der Schule(ohne viel zu lernen), setzt sich aber zur Zeit selber unter Druck. In ihrem Freundeskreis haben zur Zeit zwei Freundinnen Liebeskummer und sie ist die Gespächspartnerin.

Es wäre schön wenn mir jemand einen Tip geben könnte.
Ich geben ihr zZ Bach Notfalltropfen vor den Klausuren.

Hier zu Hause habe ich ihre Aufgaben soweit reduziert das sie nur für ihr Zimmer und den Müll zuständig ist. Sie hat hier Ruhe zum lernen und am Abend und Wochenende immer Ansprechpartner zum reden, was sie auch nutzt. Ich versuche vitaminreich und vollwertig zu kochen was ihr schmeckt, was nicht einfach ist wenn sie ihre launen hat.

Grüße
Christine

Benutzeravatar
wattebällchen
Beiträge: 987
Registriert: 09.07.2008, 14:21

Beitrag von wattebällchen » 11.11.2008, 11:01

Hello missmarpel,

es ist verständlich, dass deine Tochter jetzt zum Endspurt mit körperlich-seelischen Symptomen reagiert. Das geht ja nahezu jedem so ...

Und wir alle wissen, es geht vorüber.
Man tut, was man kann und wenn man weiß, dass zuhause die Welt nicht untergeht wegen einer versauten Klausur, darf man bei bester Konzentration die Sache angehen. Gib ihr die Sicherheit, dass ihr als Eltern zu ihr steht, egal, was passiert. Das nimmt ganz viel Druck.

Wir wissen auch alle, dass bis jetzt noch niemand vom Prüfer gefressen wurde.
Angst muss nur haben, wer nicht gelernt hat. Die jedoch ist ja bei deiner Tochter nicht der Fall.
Wer sich gut vorbereitet (niemand kann jedoch "alles" wissen und kein Prüfer fragt "alles" ab) und auch mit ein paar "Orchideen" (Extrawissen) glänzen kann, kann evtl. mit diesen Zusatzpunkten etwas anderes ausgleichen.

Systematisches Lernen und dann das Verstauen in Schubladen (jeder hat da sein eigenes System) ist notwendig, damit man weiß, wie man wieder Zugriff hat. Am Besten man verknüpft es mental mit irgendeinem Symbol oder Farbe (Ich habs so gemacht. D. h. farbig markiert etc.).

Um die Zappeligkeit in den Griff zu bekommen, empfehle ich verschiedene Entspannungstechniken wie z. B. Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training, Mudras (Fingeryoga) etc. Oder ein Seminar gegen Prüfungsangst, wo sie verschiedene Visualisierungstechniken lernt.
Schau mal in meine Homepage.

Unter "Therapien" findest du "Prüfungsangst bewältigen". Lies einfach mal durch. Vielleicht meldet sich deine Tochter mal über mail bei mir. Mal sehen, was sich aus der Ferne machen lässt. Oder, wenn ihr nicht zu weit weg wohnt, kommt mal zu mir.

Dass sie ihren Freundinnen hilft, den Liebeskummer durchzustehen, ist sehr lieb von ihr. Dazu hat man ja seine Freunde.

Auch von der Familie hat sie ja Verständnis, dass sie in dieser Ausnahmesituation ihre Launen hat. Nimms gelassen. Nach der Prüfung ist sie wieder "normal".

Du zeigst ihr deine Liebe, indem du so gesund kochst und ihr den nötigen Freiraum zum Pauken gibst. Das ist wunderbar.
Druck hat sie in der Schule schon genug.

In meinen Prüfungsangstseminaren sammelt jeder auf einem Spaziergang (frische Luft ...) einen Kieselstein. Diesen Stein nennen wir "Kraftstein" als Symbol für Ruhe, Kraft und Konzentration.

Zuhause "lädt" ihn Mama, Papa oder sonst jemand auf, indem er/sie ihn in die Hand nimmt, an sich drückt und sagt:"Ich lade diesen Stein jetzt mit all meiner Liebe und meinen guten Gedanken für dich auf. Immer, wenn du ihn in der Hand hältst oder ihn anschaust wird er dich als Symbol daran erinnern und du kannst ganz ruhig und konzentriert sein. In Gedanken bin ich bei dir." (Dies ist eine positive Suggestion).

Deine Tochter kann sich z. B. diese Suggestion sagen: "Ich weiß, dass ich gelernt habe. Ich weiß was ich kann und ich bin gut. Konzentriert gehe ich in die Prüfung und behalte die Ruhe. Ich spreche langsam und deutlich. Mein Atem geht ruhig und gleichmäßig. Ich nehme diese Prüfung als Herausforderung an, um zu zeigen, was ich drauf hab."

Diese Sätze soll sie sich mehrmals ausdrucken und überall in der Wohnung, auf dem Schreibtisch, im Geldbeutel, unter dem Kopfkissen, im Zahnbecher, auf dem Clo, am Spiegel, in der Schultasche usw. deponieren und immer wieder lesen. Das wirkt auch "im Vorbeigehen" über das Unterbewusstsein.

Dies sind z. B. Techniken, mit denen ich im Seminar oder in der Einzelsession arbeite. Es gibt noch unendlich viele Möglichkeiten.
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

missmarpel
Beiträge: 8
Registriert: 16.10.2008, 08:52
Wohnort: Köln

Beitrag von missmarpel » 11.11.2008, 12:01

Danke, das mit dem Spruch und dem Stein finde ich sehr toll und das werde ich auch für sie machen.
Stress wegen schlechten Noten hat sie bei uns nicht zu fürchten, höchstens macht sie sich selber dann runter, egal was wir dann sagen.Da hilft dann kein aufmuntern sondern nur "lass sie".

Vielen Dank für die schnellen Tips ich werde ihr alles weitergeben.
Grüße
Christine

missmarpel
Beiträge: 8
Registriert: 16.10.2008, 08:52
Wohnort: Köln

Beitrag von missmarpel » 11.11.2008, 12:03

Wobei für SIE eine 3 schon eine schlechte Note ist !

Benutzeravatar
Marianne Ermisch
Beiträge: 359
Registriert: 22.03.2007, 14:10
Wohnort: Berlin

Beitrag von Marianne Ermisch » 19.11.2008, 21:15

Hallo!

Möchte auch noch kurz einen Tip geben:

Magnesium phoshoricum als Schüssler Salz (Nr. 7) hilft Ihrer Tochter zu entspannen und ist gleichzeitig gut gegen den Hunger auf Süsses!

Silicea ist gut zur Unterstützung der Nerven und hat im Mittelbild fehlendes Selbstwertgefühl, Angst zu versagen. Sie kann diese Mittel über den Tag verteilt lutschen oder im Mund zergehen lassen.

Ferrum phosphoricum fällt mir noch ein, hilft, Sauerstoff ins Gehirn zu transpotieren und so den Kopf "freizubekommen" zum Lernen. ;-)

Liebe Grüße

Marianne Ermisch
Marianne Ermisch - Heilpraktikerin
Chinesische Medizin - Homöopathie
Berlin-Lankwitz
Bruchwitzstr. 12
12247 Berlin
Tel. 030 26 32 53 19 / 0179-48 73 639
marianneermisch@arcor.de

missmarpel
Beiträge: 8
Registriert: 16.10.2008, 08:52
Wohnort: Köln

Beitrag von missmarpel » 04.12.2008, 12:00

OK, vielen Dank für den Tip.

Welche Potenz und wie oft sollte sie das nehmen ?

Eine besinnliche Adventszeit
Christine Bach

Benutzeravatar
Marianne Ermisch
Beiträge: 359
Registriert: 22.03.2007, 14:10
Wohnort: Berlin

Beitrag von Marianne Ermisch » 04.12.2008, 13:09

Liebe Christine,

hier dürfen wir keine Dosierungen angeben. Aber die Schüsslersalze haben eine "festglegte" Potenz und eine Überdosierung kann praktisch nicht geschehen.

Lassen Sie sich in der Apotheke beraten...

Auch Ihnen einen schöne und besinnliche Adventszeit! <>

Marianne Ermisch
Marianne Ermisch - Heilpraktikerin
Chinesische Medizin - Homöopathie
Berlin-Lankwitz
Bruchwitzstr. 12
12247 Berlin
Tel. 030 26 32 53 19 / 0179-48 73 639
marianneermisch@arcor.de

Antworten