Strophanthin

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Kathrin
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Strophanthin

Beitrag von Kathrin » 25.11.2003, 18:48

Hallo.
in den letzten Tagen habe ich im Internet sehr viel über Strophanthin-Kapseln gelesen - sie sollen vor allem bei akuten Herzerkrankungen sehr hilfreich sein, aber auch bei Zystischer Fibrose helfen können. Ist da was dran?

Viele Grüße ((()))
Kathrin

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Stefan
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Re: Strophanthin

Beitrag von Stefan » 27.11.2003, 06:37

Hallo Kathrin,
ich kenne Strophanthin nur als Herzmittel mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen, ))) in wie weit soll das bei CF interessant sein? OOO

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Re: Strophanthin

Beitrag von Kathrin » 27.11.2003, 15:52

Stefan hat geschrieben:Hallo Kathrin,
ich kenne Strophanthin nur als Herzmittel mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen, ))) in wie weit soll das bei CF interessant sein? OOO
...weiß ich auch nicht... ??? Auf dieser Seite hab ich's gelesen:

http://www.melhorn.de/Strophbuch/index.htm

Gruß Kathrin ((()))

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Fortsetzung....

Beitrag von Kathrin » 12.12.2003, 20:25

Hallo Stefan,
noch was zum Thema Strophanthin, das mich nicht so richtig loslässt, wie Du schon bemerkt haben wirst...
Auf der folgenden Seite steht noch mehr über den möglichen Einsatz bei Herzerkrankungen. Vielleicht wäre es auch hilfreich bei Herzschwäche? <> Würde mich jedenfalls sehr freuen.

strophanthin.de

Viele Grüße ((()))
Kathrin

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Re: Fortsetzung....

Beitrag von Stefan » 16.12.2003, 23:04

Kathrin hat geschrieben:Auf der folgenden Seite steht noch mehr über den möglichen Einsatz bei Herzerkrankungen. Vielleicht wäre es auch hilfreich bei Herzschwäche? Kathrin
('') Hallo Kathrin,
unter http://www.melhorn.de/Strophbuch/index.htm steht auch was recht interessantes (ein Unterlink von http://www.strophanthin.de/ ).
Aber darin kenne ich mich leider gar nicht aus...
???
Zuletzt geändert von Stefan am 26.08.2007, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.

Kathrin
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Re: Fortsetzung....

Beitrag von Kathrin » 19.12.2003, 20:01

Stefan hat geschrieben: Aber darin kenne ich mich leider gar nicht aus...
???
Ooooooooohhhhhhh schaaaaaaaaade... (g19)

Schönes Wochenende, Stefan. OOO
Gruß Kathrin

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Klarstellung zum Strophanthin

Beitrag von RJ Petry » 03.11.2005, 18:43

HAllo liebe Kathrin, lieber Stefan,

ich bin der Autor des Buches über Strophanthin und habe diesen Beitrag von 2003 eben erst gesehen. Herr Melhorn stellte diesen Punkt leider SEHR undifferenziert dar. Hervorragend und unerreicht wirksam ist orales g-Strophanthin bei Angina pectoris + Herzinfarkt, Linksherzinsuffizienz. Nachgewiesene Wirkungen gibt es bei Gehirn-Mageldurchblutung, Asthma bronchiale, Depressionen, 1 bescheidener Hinweis bei Parkinson + MS. Bei allen anderen (ca. 30) aufgezählten Erkrankungen habe ich in meinem Buch nur die Situation der Strophanthin-Rezeptoren = die Natrium-Kalium-Pumpen der Zellwand dargestellt, die meist in Anzahl und/oder Aktivität gemindert sind. Strophanthin als Stimulator der Na-K-Pumpe (in niedrigen, physiologischen Konzentrationen mittlerweile anerkannt von immer mehr Wissenschaftlern, von den Lehrbüchern noch nicht, die nochnur die Hemmung der Na-K-Pumpen durch hohe KOnzentrationen kennen) könnte hier möglicherweise eventuell günstig wirken, möglicherweise aber auch nicht.

Mehr Info zu Strophanthin (Therapie, Wirkweise, Widerlegung derangeblich schlechten Resorptions-Behauptung, Entdeckung als Hormon, Geschichte und die skandalösen Anfeindungen durch die orthodoxe Medizin) auf
http://herzinfarktundanginapectoris.twoday.net/

Mein Buch hat 1380 Quellenangaben und ist trotzdem man Konzentration aufwenden muß, auch für den Laien weitestgehend verständlich. Ein anerkennendes Vorwort schrieb Prof. Hans Schaefer / Heidelberg, ein jahrzehntelang führender Physiologe, der so unangreifbar war, daß er es sich leisten konnte, zu diesem Tabu-Thema Stellung zu nehmen.

Viele Grüße, Rolf-Jürgen Petry

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Re: Klarstellung zum Strophanthin

Beitrag von Stefan » 04.11.2005, 10:18

RJ Petry hat geschrieben:Hallo liebe Kathrin, lieber Stefan,
ich bin der Autor des Buches über Strophanthin und habe diesen Beitrag von 2003 eben erst gesehen.
Lieber Rolf-Jürgen,
ich freue mich sehr, dass Du dir als Autor die Zeit nimmst, uns zu informieren.
Wenn ich richtig gelesen habe, wirkt Strophanthin bei einer Linksherzbelastung, Lungenkranke Patienten haben ja, wenn überhaupt eher das Problem der Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale), ist das dann doch nicht für uns so geeignet?
Wie hoch darf die Dosis max. sein, um Nebenwirkungen zu vermeiden?

Interessant ist jedoch laut Deiner Site die Anregung des Melatonins. Nach neueren Studien glaubt man ja, durch Melatonin die Lebenserwartung steigern zu können,
demnach müßte Strophanthin uns alle glücklich machen...
Was hältst Du davon???
herzliche Grüße
Stefan ((()))
Zuletzt geändert von Stefan am 26.08.2007, 08:33, insgesamt 2-mal geändert.

RJ Petry
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Beitrag von RJ Petry » 04.11.2005, 14:14

HAllo lieber Stefan,

ich antworte sofort spontan, obwohl ich mich erst auch noch genauer schlau machen muß, bei einem der Ärzte, die umfangreiche Erfahrungen mit Strophanthin haben. Es gibt welche, die haben hunderte jedes Jahr. Provisorische Antwort: Ich denke, es wirkt sich auch bei Rechtsherzinsuffizienz und also Lungenstau positiv aus. Bei der schweren Rechts-Herzinsuffizienz wirkt orales g-Stroph. alleine nicht ausreichend, evtl. weil man hier doch eine Hemmung der Natrium-Kalium-Pumpe braucht ? Es ist ja ein offen zugegebenes Paradox, daß bei der Herzinsuffizienz zuviel Calcium in der Zelle ist (u.a. weil die Na-K-Pumpe nicht mehr gut "läuft), aber eine weitere Hemmung durch Digitalis (so wird es ja jedenfalls offiziell gesehen, müßte man nochmal ganz genau prüfen) wieder eine Kraft-Steigerung bewirkt. ...

Auf jeden Fall haben hier auch die Strophanthin-Praktiker, vor allem wenn es mit Tachykardie (zu schneller Herzschlag) einhergeht, Digitalis (Digoxin ist ungiftiger als DigiTOXIN) gegeben, aber stets mit Strophanthin zusammen, um die negativen Folgen von Digitalis abzumildern.

Lunge: Strophanthin (als Spray) wirkt gut bei leichtem und mittelschwerem Asthma bronchiale (laut Studie der renommierten Mayo-Klinik), vielleicht sollte da nochmal mit anderen Dosierungen geforscht werden, um eine Wirkung auch bei schwerem Asthma hinzubekommen (?).

zum Melatonin: ichhab nochmal meine Seite durchgesucht nach Melatonin, aber nix gefunden. Darf ich fragen, woher Du das mit dem Melatonin hast ? Ansonsten stimmt es ja: 10 hoch minus 9 Mol = 1 nano-Mol = 0,585 mikro-Gramm pro Liter (= mitten im Bereich der Konzentrationen, die nach oraler Einnahme einer Strophanthin-Kapsel gemessen wurden) stimulierte im Tierversuch bei der Ratte die Melatonin-Synthese um das Vierfache (Laut meinem Buch). In Pubmed habe ich grade nochmal geschaut, da steht nur was von "small stimulation". Werde nochmal in die Original-Studie reinschauen, wenn ich sie finde (bin im Umzugs-Prozeß). Aber das hatte ich schon öfter, daß die abstracts in pub-med nicht genau das wiedergeben, was in der Studie steht. Und ich habe normalerweise sehr pingelig genau gearbeitet.

Auf jeden Fall steigert Strophanthin die Gehirn-Durchblutung, auch bei Menschen ohne Herzinsuffizienz, und wirkt sehr wahrscheinlich Apoplex-verhindernd. Dr. Kern, der Entwickler des Medikaments und andere sprachen von einem "Strophanthin-Schwips" bei höherer Dosierung. Ach so, in aller Regel kann es bei oralem Strophanthin nur "Nebenwirkungen" bei der Resorption, also Reizerscheinungen der Schleimhaut des Magen-Darmtraktes geben. Ersteinmal im Körper, gibt es das in einem großen Dosierungs-Rahmen nicht, also unbedenklich nach Erfolg und Bedarf dosieren (sowieso gering anfangen aus Sparsamkeitsgründen). Selbstmordversuche mit 300 Kapseln zwar sind ohne bleibende Schäden verlaufen.

Ich sprach vorhin nochmit einer Ärztin, die 37 Jahre Strophanthin-Erfahrungen (oral) hat (jedes Jahr hunderte von Patienten) und nur ca. 10 % der üblichen Herzinfarkt-Rate, obwohl oft gerade die schweren Fälle zu ihr kamen.

Bis bald mit der Antwort zu Stroph-Therapie bei Lungenstauung vom Rechtsherz her.

viele Grüße, RJ Petry

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Stefan
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Beitrag von Stefan » 04.11.2005, 14:43

RJ Petry hat geschrieben:zum Melatonin: ich hab nochmal meine Seite durchgesucht nach Melatonin, aber nix gefunden. Darf ich fragen, woher Du das mit dem Melatonin hast ? Grüße, RJ Petry
unter www.melhorn.de/Strophbuch/index.htm hab ich es gefunden.
Ich freue mich auf Deine weiteren Recherchen
Stefan ((()))
Zuletzt geändert von Stefan am 26.08.2007, 08:34, insgesamt 1-mal geändert.

Kräuterpeter
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Beitrag von Kräuterpeter » 29.11.2006, 13:22

Zu dem Melatonin und Strophanthin

Die Anti-aging (Ageing) Hypothese zu Melatonin ist widerlegt. Seit etwa 2 Millionen Jahren gibt es den Menschen und er brauchte bislang kein zusätzliches von aussen zugeführtes Melatonin eines Pharmaherstellers. Die ständig steigenden Lebenserwartungen in Industriestaaten haben auch nichts mit Melatonin zu tun. Die von Pierpaoli und anderen Autoren (Reiter RJ) verbreiteten Ansichten beruhen auf fehlerhaften Studien bei Ratten mit einem Gendefekt aus den 80er Jahren. Ohne diesen speziellen Gendefekt wäre bei den Pierpaolistudien auch nichts besonderes herausgekommen. Daher wurden und werden die entsprechenden Arbeiten auch im wissenschaftlichen Bereich nicht mehr ernsthaft weiterdiskutiert. Ein Mensch der aufgrund dieses Effekts seine durchschnittliche Lebenserwartung erhöhen wollte, müsste schon bei Geburt anfangen hohe Dosen an Melatonin (zur Freude der NEM-Industrie) einnehmen und bekäme neben Schlafstörungen erhebliche Probleme mit der sexuellen Entwicklung. Daher gibt es auch in Deutschland keine Zulassung für Melatonin als Arzneistoff. Melatoninanaloga gibt es nur in Ausnahmefällen auf Rezept.

Strophanthin zur Infusion (nur durch Infusionen werden ja konstante Konzentration im Blut erreicht) hat 2005 die Zulassung in Deutschland verloren und spielte sowieso keine Rolle in der Praxis mehr.
Der oben angeführte Beitrag hat einen Werbetextcharakter für die Meda-Pharma !
Das Strodival von Meda enthält sowieso das umstrittene Dibutylphthalat, dies kam bei einer Untersuchung von Ökotest bei raus.
Auch Strodival spielt heute in Praxis keine Rolle mehr in der Behandlung der Herzinsuffizienz. Man sollte sich heute (2006) auf die heute gültigen Leitlinien der Kardiologie berufen und nicht auf uralte (zum großen Teilen anekdotenhafte) Studien der 60er oder 70er Jahre.

Die Rolle des Ouabain bei der Genese des Bluthochdrucks muss hier auch beachtet werden !

Peter

Rainald Irmscher
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Strophantin

Beitrag von Rainald Irmscher » 02.03.2011, 15:45

Kräuterpeter hat folgendes geschrieben:
Auch Strodival spielt heute in Praxis keine Rolle mehr in der Behandlung der Herzinsuffizienz. Man sollte sich heute (2006) auf die heute gültigen Leitlinien der Kardiologie berufen und nicht auf uralte (zum großen Teilen anekdotenhafte) Studien der 60er oder 70er Jahre.
Das halte ich für blauäugig. Die Erfahrungen mit Strophanthin werden bis heute gemacht und sind großartig.

Ich selbst nehme seit drei Tagen Strophantin und fühle mich sehr wohl damit. Möglicherweise berichte ich ausführlicher, wenn der Anfangserfolg sich als langfristige Verbesserung erweist.

Eine moderne, wissenschaftlich anerkannte Studie, die diese Erfahrungen als mögliche Einbildung entlarven könnten, gibt es nicht. (Warum wohl?) Die Ablehnung von Stophanthin ist nirgends glaubhaft begründet.

Der Unfug, Strophanthin die gleichen Nebenwirkungen anzuhängen wie Digitalis (wie es selbst bei dem Strophanthin-Präparat der Firma Meda im Beipackzettel zu lesen ist,) nur weil beide als Glycoside der gleichen Gruppe angehören, ist geradezu ungeheurlich und keineswegs wissenschaftlich abgesichert.

Die Kampagne, die gegen Strophanthin gefahren wird, erinnert viel mehr an einen Glaubenskrieg als an eine wissenschaftliche Diskussion.

Wen es interessiert, kann selbst gockeln zu Strophanthin oder auch hier weiter lesen:

http://www.strophantus.de/
http://www.strophantus.de/mediapool/59/ ... _Rosen.pdf
Friedliche Grüße Rainald

Rainald Irmscher
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noch ein interessanter und neuerer Link zu Strophanthin

Beitrag von Rainald Irmscher » 02.03.2011, 16:37

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... x/abstract

zum Verständnist des Textes: Ouabain ist der internationale Begriff für Strophanthin
Friedliche Grüße Rainald

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Beitrag von sfonia » 11.12.2012, 19:26

Ich kann dem letztem Beitrag nur zupflichten. Strophanthin sollte jeder der was am Herzen hat kennen. In Facebook gibt es eine Gruppe diesbezüglich. Mein Mann nimmt es und es hilft ohne Nebenwirkungen

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