Juckreiz ohne Ausschlag und vermindertes Schwitzen

verschiedene Naturheilverfahren wie Blutegeltherapie, Hypnose, Gua Sha u.a.
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Schlummifix
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Juckreiz ohne Ausschlag und vermindertes Schwitzen

Beitrag von Schlummifix » 19.03.2006, 15:57

Hallo zusammen,

ich verzweifle seit etwa Dezember an merkwürdigen Beschwerden, die meinen bislang konsultierten Ärzten Rätsel aufgeben. Ich werde so kurz wie wöglich mal die Symptome beschreiben:

Jedesmal wenn ich warm/heiß bekomme (Temperaturwechsel weil zB anderer Raum, Anstrengung), oder in hektischen, stressigen Situationen (Aufregung, Anspannung, peinliche Situation...) bekomme ich einen starken Juckreiz im Rücken, der über die Seiten bis zum Bauch, Ellbogen und über den Nacken zur Stirn wandert. Die Haut verändert sich dabei optisch nicht (keine Rötung usw). Kratzen ist fast unausweichlich, verschlimmert es aber jedesmal, weil ich dann hektisch werde. Los bekomme ich ihn nur durch den Versuch mich beruhigt zu aklimatisieren, oder eben an einen kühleren Ort zu wechseln.
Seit der Zeit fällt mir auch auf, daß ich kaum noch schwitze. Normalerweise schwitze ich in erster Linie am Rücken und auf der Stirn. Seitdem schwitze ich praktisch garnicht mehr, nur noch minimal unter den Armen, dann auch etwas stärker riechend, was alles nicht zu meinem mein "normalen" Schwitzen paßt.

Extremes Beispiel:
Auf der Sonnenbank schwitze ich üblicherweise. Jedoch war ich seit Auftreten des Problems 1x gewesen und seitdem meide ich die Sonnenbanl. Denn dieses eine Mal schwitzte ich nicht, die Bank war danach staubtrocken und der Juckreiz durch die hohe Temperatur war so extrem, daß es überall wo es juckte zu Krampfen begann. Also auch ein Schwitzen provozieren geht nach hinten los.

Seit Januar bin ich deswegen bei meinem Hausarzt, der einen erhöhten GPT-Wert im Blutbild fand, was mit der Leber zusammenhängt.
Aber:
- Blutwerte sonst OK, nur minimal überhöhtes Cholesterin
- Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Mils, Magen/Darm sind im Ultraschall absolut OK
- Urinwerte OK
- Hepatitis ABC negativ

Mein Hausarzt ist in die Ratlosigkeit gefallen und läßt mich nur noch alle 3 Wochen zur Beobachtung des GPT Wertes antanzen. Parallel gab er mir diverse Antiallergika, bei denen ich unsicher bin ob sie anschlugen oder nicht, da das Problem immer mal schlimmer, mal weniger schlimm auftritt. Zumindest 2-3x hatte ich wirklich wieder Gelegenheiten, bei denen ich wieder mal normal schwitzte, so wie ich es je nach Situation gewohnt bin.

Vor kurzen war ich beim Hautarzt, der mir erstmal 3 Wochen Behandlung mit Xusal, ebenfalls einem Antiallergikum verordnete. Danach will er je nach Ausgang einen Allergietest machen. Er vermutet eine Histaminunverträglichkeit und gab mir eine Art "rote Liste" mit entsprechenden Lebensmitteln.

Die Tabletten nehme ich seit 10 Tagen und kann keine wirkliche Besserung feststellen. Auch habe ich versucht zu provozieren, indem ich Lebensmittel aus dieser roten Liste zu mir nahm. Aber auch da stellte ich keine Veränderung fest.

Ich weiß noch nicht, ob nun eine Allergie festgestellt werden kann. Aber ich vermute fast, daß es vielleicht doch etwas anderes ist und komme einfach nicht weiter.
Ein wenig Panik macht mir, daß der Winter zu Ende geht und es wieder wärmer wird. D.h. bald werde ich mich vor hohen Temperaturen nicht mehr verstecken können.



Tut mir leid, daß ich soviel getextet habe. Aber ich wollte eben mein Problem halbwegs vollständig rüberbringen. Mir ist klar, daß ich hier keine Antwort oder DEN Tipp zur "Heilung" bekomme. Aber die bislang befragten Ärzte und ich treten seit 3 Monaten quasi auf der Stelle und vielleicht kennt jemand von Euch diese Symptome und kann mir einen Hinweis geben, wo weitergesucht werden könnte.

Vielen Dank für Eure Geduld.

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Stefan
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Ohne Schwitzen mehr Juckreiz?

Beitrag von Stefan » 19.03.2006, 18:32

Hallo Schlummifix,
ich sehe einen Zusammenhang zwischen wenig oder gar nicht mehr Schwitzen und Juckreiz; die Haut scheidet ja auch über den Schweiß Giftstoffe aus, wenn Du wenig oder gar nicht schwitzt, stauen sich Abfallprodukte Deines Stoffwechsels, Giftstoffe sammeln sich unter der Haut an und lösen möglicherweise Juckreiz aus - dies ist jedoch nur eine Vermutung...
Es stellt sich dann die Frage, warum Du nicht mehr normal schwitzen kannst! ???
Du schreibst ja selber, dass nach Stress Dein Zustand sich verschlimmert -
starker Juckreiz usw. - wenn ich im starken Stress bin, bekomme ich Schweißausbruch, für mich sehr unangenehm, für Dich würde das vielleicht weniger Juckreiz bedeuten. Stress wirkt sich direkt auf unser vegetatives Nervensystem aus.

Vielleicht solltest Du entspannende Übungen machen, die Dir ermöglichen,
das ganze Geschehen etwas gelassener anzugehen:
Tai Chi, Yoga, Meditation usw.
Verstehe mich nicht falsch, ich nehme Deine Beschwerden ernst, sonst würde ich mir jetzt nicht die Mühe machen und dies hier schreiben. Aber unser Körper lässt sich nun mal nicht per Knopfdruck steuern...

Dann empfehle ich Dir es mal mit dem sogenannten Heilpilz
Eichhase / Polyporus in Form von Pilzpulver zu versuchen: er öffnet Deine Schweißporen, wirkt sich günstig auf die Hautbeschaffenheit aus und wirkt entwässernd.
Achte also bitte darauf, im Sommer (bei Hitze) genügend Kochsalz (NaCl) zu Dir zu nehmen, weil wie erwähnt, der Eichhase Kochsalz ausscheidet und zu wenig Kochsalz im Körper kann auch ungesund sein. Der Eichhase hilft Dir auch bei Deiner Leber und den Cholesterinwerten...
Mit offenen Schweißporen müßte dann auch der Juckreiz besser werden,
ein Versuch ist es auf jeden Fall Wert, ob es Dir tatsächlich hilft mußt du einfach ausprobieren. Und denke an entspannende Maßnahmen wie oben beschrieben, auch wenn Du keine Beschwerden mehr haben solltest, es wird Dein Leben auf jeden Fall bereichern!
((()))

tammie
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Registriert: 31.03.2011, 14:38

Beitrag von tammie » 31.03.2011, 14:50

Hallo schlummiefix. Habe exakt das selbe problem. Hast du eine lösung gefunden ?

Schlummifix
Beiträge: 3
Registriert: 19.03.2006, 15:30

Beitrag von Schlummifix » 03.10.2011, 13:22

Echt spaßig, dass es diesen meinen alten Thread noch gibt ;)
Bin auf ihn gestoßen, auf der Suche nach Tipps/Berichten, da ich derzeit seit etwa 2 Monaten wieder genau das gleiche „Leiden“ habe, wie oben. Ich hatte wirklich lange Ruhe, und erfuhr leider nie so recht warum.

Wie wurde es damals besser?
Zunächst hatte ich mangels Erfolg mein Glück bei einer Homöopathin gesucht, die sich anfangs wirklich sehr gut mit mir und meinem Problem befasste. Augenscheinlich. Später hin schlug sie mir diverse Tests auf Unverträglichkeiten vor, die natürlich eine Latte kosteten. Aber was tut man nicht in seiner Verzweiflung? – Natürlich explodierte die Liste vor angeblichen Unverträglichkeiten mit Lebensmitteln, die ich fortan aus meinem Ernährungsplan verbannen sollte. Auch wenn sich hier meine Bequemlichkeit zeigte, klang dieses Ergebnis für mich absurd, bzw dass genau darin die Ursache für mein Problem liegen sollte. Schlussendlich vermute ich, dass der Hautarzt richtiger lag, als er Histaminintoleranz vermutete und auch meinte, dass das oft nach einigen Monaten von selbst verschwinden kann.
Tatsächlich hatte ich einige Monate später diese Beschwerden nicht mehr. Vielleicht noch ganz minimal, aber nicht der Rede wert.

Seit etwa 2 Monaten hab ich wieder das gleiche Problem. Es juckt, wenn ich hektisch, nervös werde, heiß bekomme oder mich anstrenge. Beim Sport meist nur bis zu einem Punkt, an dem ich richtig schwitze. Sobald ich am Schwitzen bin, ist der Juckreiz quasi weg. Nicht weil der Schweiß kühlt, sondern es wirkt vielmehr, als wäre der Juckreiz nicht mehr „nötig“, wenn ich schwitze. Allerdings habe ich das Gefühl, ich schwitze „später“ als normal. Davor eben dieser Juckreiz, so als wären die Poren verstopft, und wenn genug „Druck“ ist, gehen sie auf, und alles ist normal.

Die Ursache ist natürlich weiterhin unklar. Könnte es an meinem Umzug liegen? Ich nutze seitdem anderes Waschpulver, weil andere Supermärkte in der Nähe sind. Halte ich aber für unwahrscheinlich, weil ich das Waschpulver in den beschwerdefreien Jahren oft gewechselt habe. Vielleicht die neue Wohnung? Ich habe seit 3 Monaten eine Dachwohnung, wie damals 2006 auch ;)
Damals hatte ich auch keinen Sport gemacht und später damit begonnen. Also vermutete ich, dass der Körper in den Jahren meiner Untätigkeit vielleicht das Schwitzen „verlernt“ hatte. Dem ist aber nicht so, denn heute treibe ich 2-4x die Woche Sport.

Ich denke eher dass es mit der Ernährung zusammen hängt, auch wenn ich nicht so recht ausmachen kann, dass ich zuletzt manche Dinge besonders häufig gegessen hätte. Insofern suche ich jetzt noch mal einen Hautarzt auf und halte mich an den Sport, weil das Schwitzen echt Erleichterung bringt. Und weils Spaß macht ;)
Unterschied zu damals ist auch, dass ich das Problem heute nicht so eng sehe wie damals. Das Jucken ist zwar echt grauenvoll, und ich könnte manchmal um mich schlagen. Aber in Summe weiß ich, dass es in den Griff zu kriegen ist, vor allem ohne teure Mittelchen oder dubiosen Hokuspokus. Das macht mich gelassener.

Wie ist es bei Dir weiter gegangen Tammie?


Und generell an alle: Wer das Geschriebene hier (er)kennt und Tipps/Hinweise hat, gerne her damit!

Vielen Dank

oliver799
Beiträge: 1
Registriert: 03.01.2012, 21:58

Beitrag von oliver799 » 03.01.2012, 22:37

Hallo,

ich habe exakt dasselbe Problem und habe eine Vermutung. War bisher noch nicht beim Arzt, weil ich so wie du eine lange Zeit Ruhe hatte mit dem Jucken, werde aber bald hingehen vllt findet mein Arzt ja was. Ich habe einfach mal bei google gesucht und diverse themen gefunden mit dem Problem, so auch dieses hier ;)
Ich habe leider keinen Link mehr aber es waren diverse Ursachen, hier welche es bei mir sein könnten:
1. urticaria in verschiedenen Formen ( zb durch Wasser, Schweiß, Wärme)
dort gibt es normalerweise immer Rötungen oder Quaddeln (ist bei mir aber nicht der Fall ). Soll es aber auch ohne optische Symptome geben. Die ursache der Urticaria meinte jemand könnte irgendeine Entzündung sein (zb Mandelenzündung) eventuell hattest du sowas ja vor kurzem?

2. Süßmittelallergie, trinkst du coca cola oder nimmst Kaugummies? Ich habe die Vermutung bei mir liegts an den Kaugummies. Hatte damals als die Probleme anfingen auch relativ viel gekaut wenn ich mich recht erinnere. Hab dann aufgehört und die Probleme ebenfalls, nun kaue ich wieder etwas mehr und hab wieder Probleme. Ich weiß nicht ob das was miteinander zu tun hat und wie es bei dir ist aber vllt hast du ja ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich werd auf jedenfall mal zum Arzt und testen obs mit den Süßmitteln zu tun hat.

grüße oliver

ps: sry wenn der thread schon sehr alt ist und ich ihn nicht herauskramen sollte, da das Problem noch aber noch nicht gelöst ist war ich mal so frei

Schlummifix
Beiträge: 3
Registriert: 19.03.2006, 15:30

Beitrag von Schlummifix » 13.03.2012, 22:58

Zwischenbericht:

Weg ist das Problem noch nicht wirklich, wird aber besser.
Mein Hausarzt meinte, dass das eine Durchblutungsstörung der Haut sein kann, die gerade im Winter in der trockenen Heizungsluft gefördert wird. Ist auch so, dass ich im Winter eher zu tockenen Handrücken und Schuppen neige.

Zu der Diagnose passt auch, dass meine Beschwerden während und nach dem Sport für 24-48 quasi weg sind. Momentan habe ich nur dann weiterhin diese Probleme, wenn ich mal 3-4 Tage keinen Sport hatte, erst recht wenn ich gleichzeitig nicht viel Bewegung hatte.
Es hilft also wirklich, spätestens alle 3 Tage Sport zu machen. In meinem Fall ist es Volleyball 2-4x die Woche. Kann aber auch schon reichen, 1x am Tag den Kreislauf mal ein paar Minuten auf hohen Puls zu treiben.

Ich gehe davon aus, dass es in den warmen Monaten nun auch besser wird oder gar ganz verschwindet.

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