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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Viburnum opulus, Gemeiner Schneeball


Herzbeere, Wasserholder, Familie der Caprifoliaceae (Vib.)


Viburnum opulus (Gemeiner Schneeball) Der Schneeball ist ein 1,4 bis 6 m hoch wachsendes Ziergehölz, welches in ganz Europa, Asien und Teilen Nordamerikas verbreitet ist und vorwiegend auf feuchten Lehmböden gedeiht. Der Name Herzbeere erklärt sich aufgrund der herzörmigen Samen, Wasserholder wird die Pflanze im Volksmund wegen seines bevorzugten Standortes in Gewässernähe genannt und weil seine Blüten denen des Holunderstrauches ähneln. Rinde und Blätter der Pflanze sind giftig, über die Giftigkeit der Beeren finden sich widersprüchliche Aussagen in der Literatur. Vor allem nach dem Verzehr der unreifen Beeren wird über Erbrechen und Durchfall berichtet, beim Verzehr von Blättern und Rinde kann es zu Magen- und Darmentzündungen kommen. Nach der Aufnahme größerer Mengen wurden auch Vergiftungen mit Todesfolge beschrieben.
In osteuropäischen Ländern wird aus den roten Beeren eine Arznei gegen Erkältung hergestellt; man zerdrückt sie in heißem Wasser und süßt sie mit Honig. Die Ernte der Beeren erfolgt erst nach dem ersten Frost, erst dann gelten sie als reif; vermutlich werden durch das Gefrieren die Giftstoffe abgebaut.
In der klassischen Homöopathie ist Viburnum opulus ein wichtiges Frauenmittel und wird vorwiegend bei krampfartigen Beschwerden verordnet.

Viburnum opulus wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Zentralnervensystem, weibliches Genitale, besonders Uterus, glatte Muskulatur, Magen-Darm-Kanal

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Schwangerschaft, Geburt, Schreck

Hauptanwendungsgebiete von Viburnum opulus


- Abort
- Abortneigung
- Dysmenorrhoe (schmerzhafte Menstruation)
- falsche Wehen
- Nachwehen
- Krampfschmerzen
- Koliken
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Schwindel
- Lumbago (Rückenschmerzen)
- Harninkontinenz
- Nackenschmerzen
- Wadenkrämpfe

Extremitäten

Beschwerden der Extremitäten, für die Viburnum opulus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Schmerzen der Rückenmuskeln bessern sich durch festen Gegendruck. Rückenschmerzen nötigen zum Herumgehen im Zimmer, werden besser wenn etwas gegen das Kreuz gepreßt wird oder durch Druck auf den Rücken mit gekreuzten Armen. Rückenschmerzen ziehen die Voderseite der Oberschenkel hinunter und enden in Uteruskrämpfen. Wadenkrämpfe treten auf vor der Menstruation.

weibliches Genitale/Abdomen

Beschwerden des weiblichen Genitale, für die Viburnum opulus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Menstruation ist gering, tritt zu spät ein, dauert nur wenig Stunden und ist mit krampfartigen Schmerzen verbunden. Das Regelblut hat einen üblen Geruch. Die Betroffenen haben ein Gefühl des Nach-unten-Drängens im Leib oder ein schmerzhaftes Zusammenziehen im Bereich der Eierstöcke. Krampfartige Schmerzen ziehen bis in die Oberschenkel. Die Schmerzen werden besser beim Einsetzen der Blutung. Rückenschmerzen ziehen vom Rücken in die Lenden bis zum Uterus. Gefühl als ob Eierstöcke und Uterus sich herumdrehten, als ob das unterste zuoberst gekehrt würde. Früh morgens sind die Beschwerden schlimmer. Drohende Fehlgeburt. Falsche Wehen treten Wochen vor der Geburt ein, anhaltende Nachwehen. Viburnum soll einen Abort verhüten können, wenn es gegeben wird bevor die Fruchtblase gesprungen ist.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Viburnum opulus

Ein Mittel für krampfartige Schmerzen besonders der Beckenorgane, vor allem ein Frauenmittel. Schmerzhafte Regel, Krampfschmerzen von Uterus und Ovarien. Falsche Wehen, Gefahr von Abort (Fehlgeburt) oder häufige Fehlgeburten. Menstruation zu spät, zu spärlich und zu kurz mit Krampfschmerz, der sich die Oberschenkel herunter erstreckt. Gefühl des Nach-Unten-Drängens. Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schmerzen in Kreuz- und Schambein. Falsche Wehen, anhaltende Nachwehen. Zusammenpressender Kopfschmerz. Schwindel und Ohnmachtsgefühl beim Aufsetzen. Jucken der Genitalien mit wundmachendem Ausfluß (Leukorrhoe). Bauchkrämpfe und plötzliche kolikartige Schmerzen mit Druckempfindlichkeit um den Nabel. Appetitlosigkeit und anhaltende Übelkeit ohne Brechreiz, besser durch Essen. Häufiger Harndrang mit reichlich blassem Urin und Inkontinenz bei Husten und Gehen. Große harte Stühle mit schneidenden Schmerzen im Rektum. Wadenkrämpfe vor der Regel. Beschwerden sind häufiger linksseitig.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Viburnum opulus als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Ruhe, im Freien, Druck

Verschlechterung der Beschwerden durch:
abends, nachts, Liegen auf der linken Seite, im warmen Zimmer, vor der Regel

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Viburnum opulus-Fall

H. Richter und M. Heidvogel berichten über einen Fall von drohender Frühgeburt: Die 26jährige Patientin ist das 3. Mal schwanger und ist in der 25. Schwangerschaftswoche. In der Vorgeschichte finden sich 2 Aborte und die Patientin ist sehr besorgt und hat große Angst, auch dieses Kind zu verlieren. Weiterhin berichtet sie über Schmerzen im Kreuzbereich auf der linken Seite und stechende Schmerzen links inguinal sowie auch leichte Schmerzen im Unterbauch. Sie hat das Gefühl, alles würde nach unten drängen, auch im Unterbauch zieht es nach unten. Aufgrund der geschilderten Symptome bekommt sie Viburnum opulus und bei der Kontrolle in der 29. Schwangerschaftswoche ist sie beschwerdefrei. Das Mittel wurde dann in der 33. Schwangerschaftswoche abgesetzt und 3 Tage nach dem errechneten Geburtstermin brachte sie einen gesunden Jungen zur Welt.




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