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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten

Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Tuberkulinum-Nosode, Tuberkulose


(Tub.)



Bei dieser homöopathischen Arznei handelt es sich um eine sog. Nosode, d.h. das Präparat wurde aus menschlichen oder tierischen Krankheitsprodukten hergestellt, in diesem Falle aus Tuberkelbazillenstämmen.
Unter dem Namen Tuberculinum wird eine Vielzahl von Präparaten zusammengefaßt, die alle aus menschlichen oder tierischen Tuberkelbakterien gewonnen wurden. Das ursprüngliche Tuberculinum wurde von dem Homöopathen Samuel Swan (1815 - 1893) in die Materia medica eingeführt und vor allem durch Dr. A. Nebel (1870 - 1954) bekannt gemacht und gefördert.
Inzwischen ist eine große Anzahl verschiedener Tuberkuline gebräuchlich wie z. B.
Tuberculinum bovinum, Tuberculinum Koch alt, Tuberculinum aviare, Tuberculinum Marmorek, Tuberculinum Residuum Koch, Tuberculinum Denys, Bacillinum Burnett.
Diese Präparate wurden aus menschlichen Bazillenstämmen sowie aus Erregern von Rindern, Vögeln, Schildkröten usw. hergestellt.
In vielen homöopathischen Arzneimittellehren sind die verschiedenen Tuberkuline nicht klar getrennt; manche Autoren sprechen nur von „Tuberculinum“, so dass nicht klar ist, welches Mittel gemeint ist, was zwangsläufig zu etwas verschwommenen Arzneimittelbildern führt. Die meisten genannten Symptome beziehen sich auf das Tuberculinum bovinum Kent; diesem Arzneimittelbild wurden viele Symptome anderer Tuberkuline zugeordnet, obwohl sie teilweise zu anderen Präparationen gehören. Obwohl die verschiedenen Herstellungsarten zwar von einander abweichen, so weisen sie insgesamt aber so viele Gemeinsamkeiten auf, dass dieses Vorgehen teilweise zu vernachlässigen bzw. tolerieren ist.
Die Homöopathen am Ende des 19. Jahrhunderts hofften, mit der Einführung der Tuberkuline endlich ein Heilmittel für die Tuberkulose gefunden zu haben, was sich allerdings als Irrtum erwies. Der isopathische Einsatz hatte nicht die gewünschte Wirkung erbracht und somit sollte die Verordnung der Tuberkuline nicht nach isopathischen sondern streng nach homöopathischen Gesichtspunkten erfolgen. (Isopathie= Gleiches mit Gleichem heilen, Homöopathie= Ähnliches mit Ähnlichem heilen).

Polychreste - Konstitutionsmittel Tuberkulinum

Während einige „kleine“ Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die „großen“ Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Tuberculinum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Atmungsorgane, Gemüt, Kopf, Drüsen.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Folgen von Antibiotika, Impfungen, Tuberkulose in der Familiengeschichte.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Tuberculinum als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Der typische Tuberkuliniker ist blass im Gesicht mit Röte der Wangen und Neigung zu Herpes. Er sieht oft viel jünger aus als er ist, die Bindehaut der Augen ist blau. Vom Typ her ist er nervös und unruhig mit Bewegungsdrang, er erkältet sich leicht, schwitzt leicht und ist schnell erschöpft, schon bei geringer Anstrengung. Trotz gutem Appetit magert er ab. Der Homöopath Voisin charakterisiert den Tuberkuliniker wie folgt: „Der magere und nervöse Astheniker mit großer Erkältungsneigung.“ Weiterhin zeigt er ein unruhiges unstetes Wesen mit einer Neigung zu Reisen und Ortsveränderung. Allgemein ist er physisch und psychisch übermäßig empfindlich und labil.

Kinder

Kinder, für die Tuberculinum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Diese Arznei ist angezeigt bei eigensinnigen dickköpfigen Kindern mit Unruhe und einem ausgeprägten Bewegungsdrang, die zu wiederkehrenden Infekten der Atemwege neigen, zu Heuschnupfen und Asthma, Nasenbluten, Mandelentzündungen, Ohrentzündungen und zu Drüsenschwellungen. Kleinkinder schreien extrem viel, rollen im Bett mit dem Kopf oder schlagen ihn ans Bett oder auf die Erde. Sie leiden unter Bettnässen oder knirschen nachts im Schlaf mit den Zähnen. Es ist eines der wichtigsten Mittel beim sog. „Nachtschreck“, wenn Kinder voller Furcht nachts erwachen und völlig außer sich sind. Schulkinder leiden unter Kopfschmerzen durch zuviel Lernen, sog Schulkopfschmerz. Der Appetit der Kinder ist sehr groß, sie essen große Mengen, nehmen aber nicht zu oder magern sogar ab. Milch verschlimmert ihre Beschwerden. Kinder leiden wochenlang unter erschöpfendem Durchfall.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Der Tuberculinum-Patient reagiert übermäßig empfindlich auf Reize: er erschrickt leicht und ist empfindlich gegen Geräusche, auch empfindlich gegen Musik. Jede Kleinigkeit reizt ihn, besonders morgens beim Erwachen, er zeigt heftige Wutanfälle, wirft mit Gegenständen und wird handgreiflich. Eine innere Unruhe macht ihn unzufrieden, er verlangt nach ständiger Veränderung, kann nicht lange an einem Ort bleiben, hat Angst etwas zu verpassen. Häufig findet man eine Abneigung gegen Arbeit; durch geistige Anstrengung verschlimmern sich die Beschwerden. Das Gedächtnis ist schwach, die Konzentration schwierig. Widersprüchliche Stimmungen stellen sich ein: z. B. Manie abwechselnd mit Melancholie. Mitteltypisch ist auch die Angst vor Tieren, besonders vor Hunden. Abscheu vor dem Leben kann sich einstellen und quälende Gedanken in der Nacht. Weiterhin mitteltypisch sind zwanghaftes Verhalten, Rituale und Aberglauben.

Kopf

Chronische Kopfschmerzen und Migräne, auch mit Schwindel und Übelkeit, kommen in bestimmten Abständen immer wieder, ausgelöst durch Wetterwechsel, durch geistige Überanstrengung oder durch Verdauungsbeschwerden, auch durch den Geruch von Kaffee. Kopfschmerzen über dem rechten Auge, die bis zum Hinterkopf ziehen. Kopfschmerzen bei Schülern und Studenten, ausgelöst durch geistige Überanstrengung. Die Augenlider sind morgens beim Aufwachen geschwollen; häufig bilden sich Gerstenkörner, vorwiegend am rechten Auge. Bindehautentzündungen mit brennenden und stechenden Schmerzen, Blinzeln, Rötung und Lichtscheu. Neigung zu Ohrentzündungen, aus den Ohren fließt chronisch ein schmerzloser Ausfluß. Sausende Geräusche im Ohr oder das Gefühl eines Fremdkörpers. Neigung zu Nasenbluten und zu kleinen Furunkeln der Nase mit grünlichem Eiter. Chronischer Schnupfen und Heuschnupfen. Die Mandeln sind vergrößert mit Neigung zu Mandelentzündungen und Lymphknotenschwellungen, feste Speisen können nur schwer geschluckt werden. Heiserkeit mit rauer Stimme und/oder Stimmlosigkeit sowie Schwellungen, Ödeme oder Geschwüre im Kehlkopf. Kinder werden mit überzähligen Zähnen geboren oder die Zähne stehen zu eng und zeigen eine Fehlstellung.


Brust/Atemwege

Fast alle Erkrankungen der Atemwege fallen in das Arzneimittelbild Tuberculinums: Bronchitis, Pneumonie, Pleuritis, Asthma, Heuschnupfen. Der Reizhusten ist trocken, schlimmer abends und hindert den Patienten am Einschlafen. Oder die Patienten husten im Schlaf ohne zu erwachen. Die Heiserkeit wird besser durch Sprechen. Die Patienten klagen über Erstickungsgefühl und verlangen nach immer mehr frischer Luft. Beklemmung und Atemnot sind schlimmer im Liegen und bessern sich in frischer Luft. Schleimrasseln ist hörbar in der Brust; die Atemnot wird durch den Husten verschlimmert. Die Absonderungen sind häufig, dick, gelb oder grünlich. Atemwegsbeschwerden wechseln sich ab mit geistigen Beschwerden. Herzklopfen begleitet viele Beschwerden, Herzklopfen beim Tiefatmen, morgens beim Husten, nachts und nach dem Essen. Schweregefühl und Druck auf der Brust. Der Puls ist stark beschleunigt und unregelmäßig oder schwach.

Verdauung

Die Betroffenen neigen zu vermehrter Zahnsteinbildung. Der Atem ist übelriechend, der Geschmack im Mund schlecht wie nach Metall oder ranzigem Fett; die Zähne sind empfindlich gegen kalte Luft, sind überzogen mit einer zähen klebrigen Masse, Gefühl als ob die Zähne lose wären, vermehrt Karies. Die Zunge ist belegt, mit Bläschen und Aphten oder imponiert als sog. Himbeerzunge. Die Patienten haben keinen Appetit und klagen über Druckgefühl in der Magengrube. Geruch und Anblick von Speisen lösen Ekelgefühle aus. Oder Heißhungeranfälle wecken den Patienten nachts. Der Bauch ist aufgetrieben mit krampfartigen Magenschmerzen. Magenbeschwerden sind häufig begleitet von Kopfschmerzen. Erbrechen mit Kopfschmerzen, kaltem Schweiß und allgemeiner Schwäche. Dringender Durchfall morgens gegen 5.oo Uhr wird gefolgt von Schweißausbruch und Schwäche. Der Stuhl ist wäßrig, braun-schwärzlich und übelriechend. Durchfälle wechseln sich ab mit Verstopfung. Trotz gutem Appetit magert der Patient ab.

Uro-Genital-Organe

Tuberculinum hat mehr Bettnässer von ihrem Leiden geheilt als irgendein anderes Mittel der Materia medica. Auch wenn das Bettnässen nach einem Infekt oder einer fiebrigen Erkankung beginnt so ist das ein Hinweis auf Tuberculinum. Blasenschwäche, die Patienten müssen zum Stuhl pressen um Wasserlassen zu können. Chronische Blasenentzündung mit häufigem Harndrang mit trübem braunroten Urin mit gelbem Schaum. Die Nierengegend schmerzt, vor allem die rechte Seite. Junge Mädchen leiden unter zu früher schmerzhafter Menstruation mit starken Krämpfen und Rückenschmerzen, meist ist die Blutung vermehrt oder sie fehlt ganz (Amenorrhoe). Die Gegend der Eierstöcke schmerzt und strahlt aus in den Rücken, was das Gehen erschwert. Alle Beschwerden bessern sich in der Schwangerschaft. Das sexuelle Verlangen bei Männern ist vermehrt, sie neigen zu häufigem Partnerwechsel. Der rechte Hoden ist schmerzhaft geschwollen.

Extremitäten

Die Patienten sind unruhig und müssen sich bewegen, alle Schmerzen sind schlimmer im Stehen. In Gliedern und Gelenken sind die Schmerzen wandernd, schlimmer bei feuchtem Wetter, vor Regen und vor Sturm. Zu Beginn einer Bewegung sind die Gelenke steif, was sich durch fortdauernde Bewegung bessert. Ziehende Schmerzen in den Schultern, Beinen, Muskeln und Gelenken. Auch in den Knöcheln und Füßen zieht es schmerzhaft. Die Knochen fühlen sich an wie gequetscht. Frösteln zwischen den Schulterblättern oder den Rücken hinauf. Rückenschmerzen strahlen bis in die Beine aus und verschlimmern sich bei Druck. Beim Zubettgehen oder während des Schlafes zucken die Muskeln.

Haut

Die Haut ist trocken und rau, sehr empfindlich und bräunt leicht an der Sonne. Sie juckt in kühler Luft, Wärme bessert das Jucken. Das Jucken wechselt die Stelle beim Reiben. Weiterhin besteht eine Schweißneigung, der Schweiß schwächt die Patienten, sie schwitzen trotz Frösteln. Mitteltypisch sind viele Hautbeschwerden wie chronisches Ekzem, Neurodermitis, kleieartige Schuppung, Schuppenflechte und ringförmiger Herpes. Nässendes Ekzem hinter den Ohren und auf der behaarten Kopfhaut. Hautausschläge durch den Genuß von Milch. Wunden haben eine langsame Heilungstendenz.

Schlaf

Der Schlaf ist schlecht und unruhig mit Frösteln und Schaudern beim Einschlafen und Hin- und Herwerfen im Bett. Die Betroffenen erwachen in der Nacht und können ab 3 Uhr nicht mehr einschlafen. Sie erwachen mit Angstgefühlen oder der Vorahnung eines nahen Unglücks; tagsüber sind die Betroffenen dann extrem schläfrig. Kinder und auch Erwachsene knirschen nachts im Schlaf mit den Zähnen oder schreien im Schlaf. Sie erwachen durch den eigenen Husten, Hitzegefühl und Nachtschweiß. Die Träume sind lebhaft von Scham und Schande, sie erschrecken den Träumenden und er erwacht voller Entsetzen.

Schmerzen

Der Tuberkuliniker ist übermäßig schmerzempfindlich. Seine Schmerzen sind häufig wandernd und neigen zu Periodizität, kehren z. B. alle 3 Wochen wieder. Oft sieht man einen ständigen Wechsel der Symptome oder die Zustände sind widersprüchlich und sich abwechselnd. Die Schmerzqualität ist reißend, wie zerschlagen oder wund schmerzend, letztere Schmerzen besser sich bei Bewegung. Wetterwechsel kann Schmerzen auslösen oder verschlimmern, besonders naßkaltes Wetter oder der Wechsel von kalt nach warm.

Fieber

Mitteltypisch ist Schaudern und Frösteln und dennoch ein Verlangen nach frischer Luft, der Patient möchte aber trotzdem gut zugedeckt sein. Hitze der Wangen, auch nur einer Wange, oft die der betroffenen Seite (wie z. B. bei einseitiger Pneumonie). Stellenweise Hitzeempfindungen, auch fliegende Hitze, besonders nach dem Essen. Weiterhin besteht eine Schweißneigung mit meist kaltem und klebrigem Schweiß, besonders an der oberen Körperhälfte und an den Händen. Der Schweiß hinterläßt gelbe Flecken in der Wäsche. Das Gesicht wird rot, fast violett bei fieberhaftem Frösteln oder bei Fieberhitze.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Tuberculinum:

Erkältungsneigung schon durch geringe Kälteexposition, sehr empfindlich bei Wetterumschwüngen. Beschwerden in der Rekonvaleszenz nach schweren Infekten. Schwächezustände, Mattigkeit und Schläfrigkeit, Erschöpfung, Entkräftung, rasche Abnahme der Vitalität. Tuberkulose in der Familiengeschichte. Wechselhafte Symptome, sehr empfindlich psychisch wie physisch. Wutanfälle und Aggressivität. Gesichtsblässe. Kopfschmerzen (wie von einem Eisenring), durch geistige Überanstrengung, periodisch wiederkehrend. Konzentrationsschwäche, Schulkopfschmerz. Unruhezustände und Hyperaktivität, Verlangen nach Ortsveränderung. Aggressives und autoaggressives Verhalten. Kopfrollen und -schlagen. Epilepsie. Nachtschreck. Bettnässen. Zähneknirschen im Schlaf. Nachtschweiß. Neigung zu Gerstenkörnern, Ohr- und Mandelentzündungen, chronisch vergrößerte Tonsillen. Chronische Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Krupp, Asthma. Pneumonie mit ausgeprägtem Lufthunger. Pneumonie nach Influenza. Trockener Husten im Schlaf. Erkältungen enden mit Durchfällen. Herzklopfen begleitet viele Beschwerden. Nierenerkrankungen, chronische Zystitis. Schnelle ausgeprägte Abmagerung trotz gutem Appetit. Ekel vor Speisen- und Küchengerüchen, Heißhungeranfälle nötigen zum sofortigen Essen, auch nachts. Abneigung gegen Fleisch und Verlangen nach Geräuchertem und fast food. Milchallergie. Lange anhaltender Durchfall bei Kindern. Menstruation zu früh, zu stark oder fehlend. Akutes Gelenkrheuma mit wandernden Schmerzen, Verschlimmerung durch Wetterwechsel. Haut bräunt leicht an der Sonne. Neigung zu Eiterungen. Akne, Psoriasis, schuppige Hautausschlage, trockene Ekzeme. Jucken wechselt die Stelle beim Reiben, besser durch Wärme. Schweißneigung bei der geringsten Anstrengung. Neigung zu Drüsenschwellungen. Obgleich Mangel an Lebenswärme Verlangen nach frischer Luft. Periodizität der Beschwerden. Wetterwechsel als Auslöser oder verschlimmernder Faktor, besonders der Wechsel von kalt zu warm. Furcht vor Tieren, besonders vor Hunden. Alle Beschwerden sind besser in der Schwangerschaft.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Tuberculinum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
frische Luft, Wind, im Freien, heißes trockenes Wetter.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Bewegung, Anstrengung, enge oder geschlossene Räume, Aufregung, Wetterwechsel, feuchte Kälte, geistige Anstrengung, Geräusche, Denken an die Beschwerden, morgens, kaltes Waschen und Baden.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Tuberculinum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Die Patienten haben eine Abneigung gegen Fleisch, mit Ausnahme von Geräuchertem. Sie verlangen nach Fast food, Süßigkeiten und nach kalter Milch. Milch kann aber Hautausschläge auslösen, ihre Beschwerden verschlimmern bzw. es besteht eine Milchallergie. Oder sie haben eine Abneigung gegen jegliches Essen mit Ekel vor den Speisen allein durch ihrem Geruch oder Anblick. Der Magen fühlt sich häufig flau und leer an und das Hungergefühl nötigt, sofort etwas zu essen. Nächtliche Heißhungerattacken kommen vor.

Sonstiges

Tuberculinum ist ein gutes Reaktionsmittel, wenn bei tuberkulinischen Beschwerden gut gewählte Mittel nicht wirken.
Kaffee sollte während der Einnahme gemieden werden.
Bei einer aktiven Tuberkulose ist Tuberculinum kontraindiziert.

Hauptanwendungsgebiete von Tuberculinum:

Beschwerden des Gemütes wie
Aggressivität, Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Pavor nocturnus (Nachtschreck), Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Chorea, Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Hornhauttrübung, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Glottisödem, Hämoptyse (Blutspucken), Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukoviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Appendizitis (Blinddarmentzündung), Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Albuminurie, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Epididymitis, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämaturie, Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Knochenkaries, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erysipel, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Hyperkeratosen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Milchschorf, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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