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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten

Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Silicea terra (Siliziumdioxid)


Kieselerde, Siliziumdioxid (Sil.)


Silicea Kieselerde oder Kieselsäure kommt in vielfältiger Form in der Natur vor und ist das zweithäufigste Element der Erdkruste; es liegt vor in Mineralien wie Quarz, Granit, Feldspat oder Glimmer. In seiner reinsten Form finden wir die Kieselsäure als Bergkristall; dieser Stein besteht aus reinem Siliziumdioxid und ist so hart, dass er sogar Glas ritzen kann. Im Englischen lautet sein Name silicon, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dichtungsmaterial.
Die Wirtschaft nutzt Silizium vor allem zur Fertigung von Chips, die als Informationsträger in elektronischen Geräten wie Handys und PCs dienen, sie alle bestehen aus reinem Silizium. Pflanzen verleiht der Stoff Stabilität und Festigkeit; den höchsten Gehalt an Kieselsäure weisen mit 0,6% Ackerschachtelhalm und Hafer auf.
Für den menschlichen Körper ist Silizium ein wichtiges Strukturelement für die Haut sowie für Stütz- und Bindegewebe von Knochen und Knorpel. Es findet sich vor allem in der Epidermis und den Hautanhangsgebilden sowie dem mesenchymalen Gewebe und wirkt auf die Knochenbildung und beschleunigt den Mineralisierungsprozeß von Knochen, Haut, Haaren und Fingernägeln. Ferner fördert es die Leukozytenbildung. Kieselsäure in Trinkwasser und Nahrung schützt vor dem toxischen Aluminium.
Erst durch Hahnemann und sein Verfahren, unlösbare Substanzen in Lösung zu überführen und damit ihre Kräfte zu erwecken, wurde Silicea als innere Medizin gebräuchlich und gilt als eines der größten Polychreste der homöopathischen Materia medica.
In der Biochemie Schüsslers gilt es als Salz Nr. 11 traditionell als Funktionsmittel für das Bindegewebe.
Der Dichter Christian Morgenstern findet folgende schöne Worte:


„Du bist jeden Augenblick neu;
drum sei dem Alten nicht zu knechtisch treu.
Und war dein Herz bis heut wie Kohle schwarz -
Du hast die Macht: Und es wird weiß wie Quarz.“


Polychreste - Konstitutionsmittel Silicea

Während einige „kleine“ Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die „großen“ Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Silicea wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Haut, Haare, Nägel, Nerven, Drüsen, Eustachische Röhre, Tränengang, Knochen und Knorpel.

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Impfungen, besonders Pockenimpfung. Verletzungen, Überanstrengung, Verlust von Körperflüssigkeiten, Fremdkörper, Durchnässung, unterdrückter Schweiß.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Silicea als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Der Silicea-Typ ist blass, müde, kränklich und schwach, er hat eine schwache Gesundheit mit Infektanfälligkeit, einen zarten Körperbau und ist wenig stabil. Er ist sehr frostig und es mangelt ihm an Lebenswärme; bei Temperaturen, die andere Menschen noch als angenehm empfinden, hüllt er sich schon in Decken und Pullover. Trotz der Kälteempfindlichkeit besteht eine Schweißneigung, vorrangig am Kopf und an den Füßen. Diese schwache Konstitution zeit sich auch auf der seelischen Ebene; auch hier mangelt es an Stabilität, Mut und Ausdauer. Der Silicea-Mensch ist unsicher, zurückhaltend und schüchtern, er zeigt wenig Selbstvertrauen und Tatkraft. Aus Angst vor Mißerfolg weicht er oft vor Aufgaben zurück, seine Unentschlossenheit lähmt seine Aktivität. Nichtsdestotrotz kann er sehr eigensinnig und perfektionistisch in Details sein und tagelang über Fehler und Mißgeschicke nachgrübeln.

Kinder

Kinder, für die Silicea als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Das tyoische Silicea-Kind ist blass und schlank, ist mager und fast immer erkältet, die Augen sind eingefallen, die Haut ist zart und durchscheinend, und das Gesicht sieht spitz oder alt aus. Die Lippen sind rissig und jede Verletzung neigt zu Eiterung. Säuglinge haben einen großen Kopf mit offenen Fontanellen, die sich nur verzögert schließen. Nachts schwitzen sie vermehrt am Kopf, oft wird die Muttermilch abgelehnt oder sie erbrechen nach Muttermilch. Diese Kinder lernen spät laufen und nehmen trotz guter Ernährung nicht an Gewicht zu, weil sie die Nahrung ungenügend assimilieren. Die Muskeln sind schwach und sie neigen zu allgemeiner Abwehrschwäche und häufigen Infekten. Seelisch wie körperlich setzen sie sich nicht zur Wehr; in der Sprechstunde weicht das Kind nicht von Mutters Seite. Trotz aller Schüchternheit zeigen sie jedoch einen deutlichen Starr- und Eigensinn und eine gewisse Dickköpfigkeit.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Grundstimmung ist aufgeregt, nervös und ängstlich; die Betroffenen reagieren sehr empfindlich auf alle Eindrücke wie Licht, Schmerz und Kälte; sie fahren zusammen beim geringsten Geräusch und haben eine Abneigung gegen helles Licht. Sie sind nachgiebig und verzagt und ängstlich um ihr Image besorgt; machen sich über Kleinigkeiten viele Gedanken und grübeln lange darüber nach. Weiterhin ist den Silicea-Menschen trotz aller Nachgiebigkeit eine gewisse Starrsinnig- und Dickköpfigkeit zu eigen. Eine weitere Indikation für Silicea sind Beschwerden durch Erwartungsspannung und große Versagensängste (die sich dann aber oft als unbegründet erweisen, wenn es geschafft wurde, die Angst zu überwinden). Ein wichtiges Leitsymptom ist die große Angst vor Nadeln und Spritzen.

Kopf

Beschwerden des Kopfes werden häufig ausgelöst durch Kälte und Zugluft, wie z. B. Fahren im offenen Wagen. Kopfschmerzen erzeugen einen so großen inneren Druck, dass die Patienten meinen, der Kopf müsse zerplatzen, Kopf und Gesicht sind gerötet und heiß und Druck auf die Kopfhaut verschlimmert die Symptome. Kopfschmerz und Migräne gehen aus von Hinterkopf und Nacken und ziehen über den Kopf zum rechten Auge. Die Kopfschmerzen können einhergehen mit kaltem Hinterkopf, eiskalten Füßen und auch Eiseskälte im Magen (wie ein kalter Stein im Magen“); das warme Einhüllen des Kopfes bessert die Beschwerden. Der Tränenkanal ist geschwollen, die Augen sind empfindlich gegen Licht, an den Augen bilden sich Gersten- und Hagelkörner. Infektionen der Nase bilden harte Krusten, die beim Lösen bluten. Die Lippen sind rissig, Geschwüre an den Lippen sondern eine dünne gelbe jauchige Flüssigkeit ab. Man findet Abszesse der Zahnwurzeln, Zahnfisteln, Paradentose und Karies; die Zahnung ist schwierig, besonders der Weisheitszähne. Typisch in Mund und Hals ist das Gefühl eines Haares auf der Zunge. Weiterhin findet man Entzündungen von Ohren, Drüsen, Nase und Hals mit eitrigen Absonderungen und meist stechenden Schmerzen.


Brust/Atemwege

Der Silicea Mensch erkältet sich leicht und es dauert lange bis die Erkältung wieder weicht. Husten, Schnupfen, Hals- und Rachenentzündungen begleiten ihn oft das ganze Jahr hindurch und neigen zu Eiterungen mit dicken klumpigen gelben und grünlichen Absonderungen. Ein Kitzelreiz im Hals führt zu ständigem Räuspern und Husten. Der Hustenreiz kann schon nur durch das Entblößen oder abdecken von Händen oder Füßen ausgelöst werden. Der Husten ist erschütternd mit Würgen und Brechreiz; schlimmer morgens, durch kaltes Trinken, Sprechen und im Liegen. Chronische Erkältungen setzen sich in der Brust fest und bringen Asthmaanfälle hervor. Weitere Indikationen sind Lungen- und Rippenfellentzündungen (auch verschleppte) sowie langsame Rekonvaleszenz nach diesen Erkrankungen. Silicea ist eines der wichtigsten Arzneien bei Entzündungen der weiblichen Brust (Mastitis), bei Fisteln oder bei alten Narben, die wieder aufbrechen, eitern und anschwellen. Herzbeschwerden und Herzklopfen oder Klopfen im ganzen Körper treten auf infolge nervöser Erschöpfung.

Verdauung

Oft besteht ein Widerwillen gegen Fleisch und warme gekochte Speisen, was bis zum Erbrechen gehen kann. Die Patienten haben oft großen Hunger, aber keinen Appetit. Verstopfung, Blähungen und Völlegefühle, heftige Bauchschmerzen und starkes Darmkollern; Verhärtungen des Pylorus. Kolikschmerzen sind begleitet von Gelbfärbung der Hände und blauen Nägeln. Nach dem Essen schwulkt Wasser aus dem Magen hoch, die Betroffenen stossen sauer auf oder erbrechen sauer. Nagender und windender Schmerz in der Magengrube, die beim Draufdrücken schmerzhaft ist. Im Oberbauch wird ein kalter Schmerz empfunden, als ob ein kalter Stein im Magen läge. Weiterhin besteht eine Neigung zu Verstopfung mit harten Stühlen; es wird viel Druck zur Darmentleerung benötigt. Ein Leitsymptom ist, dass der Stuhl nach dem Pressen wieder in den Darm zurückgleitet. Krämpfe der Schließmuskeln, Nässen am After und übelriechender Windabgang. Verstopfung vor und während der Regel. Auch Durchfall findet sich im Arzneimittelbild, besonders nach Milchgenuß, dieser wird besser im warmen Bett.

Uro-Genital-Organe

Die Patienten müssen häufig Wasserlassen, Kinder leiden unter nächtlichem Bettnässen. Ausscheidungen großer Harnmengen bessern die Kopfschmerzen. Chronische Harnröhrenentzündungen mit fauligem Ausfluß. Nieren- und Blasensteine, Hydrozele. Bei Frauen ist die Regel meist verstärkt mit Anfällen von Eisenkälte des ganzen Körpers bei Eintritt der Blutung. Aber auch zu frühe, zu schwache oder monatelang ausbleibende Blutungen finden sich im Mittelbild sowie Abortneigung und Unfruchtbarkeit. Man findet viele Brustbeschwerden wie Absonderungen aus den Brustwarzen, eingezogene Brustwarzen, Knoten, Fisteln, Abszesse und Brustkrebs. Stillende Frauen leiden unter stechenden und schneidenden Schmerzen und blutigen Absonderungen der Brust nach jedem Stillen sowie einem scharfen Schmerz im Uterus. Schwangere empfinden die Bewegungen des Foeten als sehr schmerzhaft.

Extremitäten

Silicea ist indiziert bei Erkrankungen, denen eine allgemeine Schwäche des Bindegewebes und der Muskeln zugrundeliegt. Schwäche läßt die Betroffenen leicht in den Gelenken einknicken. Die Hände sind kalt, feucht und schwitzig, die Fingernägel haben weiße Flecken, sind rau, gelb, gerieft, verkrüppelt und neigen zu Vereiterungen des Nagelbettes (Panaritium), es besteht eine Neigung zum Einwachsen der Nägel. Die Füße sind kalt und schwitzig, es bildet sich reichlich übelriechender Fußschweiß der auch die Haut reizen und wund machen kann; rissige Haut zwischen den Zehen und Neigung zu Fußpilz. Chronische Bursitis bei Hallux valgus. Die Gelenke sind schwach und kraftlos und knicken ein; die Wirbelsäule ist empfindlich gegen Erschütterung, z. B. Fahren im Wagen. Kälte wird im Rücken empfunden. Stechende Schmerzen im Steißbein, besonders im Sitzen oder beim Aufstehen vom Sitzen. Knochenbrüche heilen schlecht oder nur verzögert, Karies der Knochen. Die Muskeln und Sehnen sind schwach und bei Überanstrengung besteht eine Neigung sich zu verheben. Chronische Schleimbeutelentzündungen.

Haut

Silicea ist indiziert bei eitrigen Entzündungen, wenn der Höhepunkt der Eiterung bereits überschritten ist, es beschleunigt die Abheilung der abklingenden Entzündung. Weiterhin umfaßt das Heilspektrum Furunkel, Abszesse, Ekzeme, Blasen, Pusteln, nicht heilende offene Beine und schlecht heilende Wunden. Alte Narben beginnen wieder zu schmerzen und anzuschwellen, die Haut bildet Keloide, sog. „Wildes Fleisch“; jede kleine Hautverletzung beginnt zu eitern. Weitere Indikationen für Silicea sind Störungen des Haar- und Nagelwachstums, wie weiche splitternde und spröde Nägel, Überbeine und Warzen und Fistelbildungen. Es ist eines der wichtigsten Mittel zur Austreibung von Fremdkörpern. Die Patienten haben häufig das Gefühl eines Splitters auf der Haut oder eines Haares auf der Zunge, oder sie klagen über stechende Schmerzen wie von einer Nadel.

Schlaf

Der Schlaf ist unruhig mit Gliederzuckungen, Aufschrecken, Hochfahren und Zittern am ganzen Körper. Die Betroffenen sind schläfrig, können aber trotzdem nicht einschlafen; oft fühlen sie sich morgens nicht ausgeschlafen. Schlaflosigkeit durch Blutandrang. Der Schlaf selbst ist unruhig, die Betroffenen schlafwandeln oder sprechen laut im Schlaf, jammern oder lachen. Schreckliche Träume wecken den Patienten gleich nach dem Einschlafen wieder auf. Angstträume quälen ihn, von Mord, Schrecken, Gespenstern, Überschwemmungen, auch von großen Hunden, die ihn verfolgen. Oder er träumt von längst vergangenen oder vergessenen Ereignissen.

Schmerzen

Mitteltypisch für Silicea sind vor allem stechende Schmerzen, man findet aber fast alle Schmerzqualitäten im Arzneimittelbild: geschwürige Schmerzen in Drüsen, krampfartige und reißende Schmerzen in Muskeln, stechende Schmerzen in Gelenken sowie brennende, drückende, schneidende und wund schmerzende Empfindungen. Der Schmerz kann auch einen windenden und drehenden Charakter haben oder sich wie zerschlagen anfühlen. Außerdem klagen Betroffene über Krämpfe in Schließmuskeln von Körperöffnungen und innerliche Zusammenschnürungsgefühle wie durch ein Band.

Fieber

Die Patienten sind sehr frostig und kälteempfindlich im Fieber, sie frieren bei jeder Bewegung und klagen über eiskalte Schauder und Kältegefühl in schmerzenden Teilen. Das Fieber ist schlimmer in der Nacht. Allgemeine Schweißneigung mit nächtlicher Verschlimmerung oder der Patient fängt an zu schwitzen sobald er einschläft. Schweiß nur am oberen Teil des Körpers oder nur am Kopf, von der geringsten Anstrengung. Der Schweiß kann scharf sein und faulig oder auch sauer riechen und den Patienten schwächen. Die Atmung stockt im Fieber. Fieber beim Zahnen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Silicea:

Langsame unvollständige Prozesse, verschleppte hartnäckige Krankheiten, Infektanfälligkeit, Kälteempfindlichkeit und Mangel an Lebenswärme, trotzdem Schweißneigung vor allem am Kopf und an den Füßen, auch sauer und übelriechend. Nachgiebiger verzagter ängstlicher Typus, sehr empfindlich gegen Schmerz, Geräusch, Zugluft und Kälte. Fixe Ideen und Angst vor Nadeln. Schwellung des Tränenkanals. Gersten- und Hagelkörner. Zahnwurzelabszesse, Karies und Zahnfisteln. Eitrige Hals- und Mandelentzündungen mit stechenden Schmerzen. Ausgeprägte Eiterungsneigung, bringt Abszesse zum Reifen. Kopfschweiß. Kopfschmerzen, besonders vom Hinterkopf ausgehend bis ins Auge ziehend. Besserung durch warmes Einhüllen des Kopfes. Absonderungen aus den Ohren, Otitis, geschwollene Ohrspeicheldrüsen. Ohrensausen und Schwerhörigkeit durch Arteriosklerose. Nasenkrusten bluten beim Lösen. Verschleppte Atemwegsinfektionen wie Bronchitis, Pneumonie, Pleuritis mit verzögerter Rekonvaleszenz; dick gelb eitrige Absonderungen. Magenbeschwerden mit Appetitmangel und Gefühl von Eiseskälte im Bauch. Neigung zu Verstopfung mit hartem Stuhl, der nach dem Pressen wieder in den Darm zurückgleitet. Krämpfe der Schließmuskeln. Bettnässen der Kinder. Regelbeschwerden begleitet von eisiger Kälte des Körpers. Mastitis, Fisteln, Knoten, Abszesse und Geschwüre der Brust. Schwache Gelenke mit Neigung zum Umknicken. Kälte der Füße und Schweißfüße, auch übelriechend und wundmachend zwischen den Zehen. Jede Verletzung eitert. Probleme der Nägel, Nagelbettentzündung, Keloide, Furunkel, Fisteln. Narbenprobleme. Förderung der Austreibung von Fremdkörpern. Fieber mit lokalen Kältegefühlen. Folgen von Impfungen, Schweißunterdrückung, Durchnässung. Krämpfe nach Impfungen.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Silicea als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Wärme, Warmwerden, warme Umschläge, Einhüllen des Kopfes, reichlich Wasserlassen, Sommer.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Luft, Zugluft, Feuchtigkeit, Wetterwechsel, Neumond, morgens, aufdecken, hinlegen, Liegen auf der linken Seite, Baden, Kälte, geistige Anstrengung, Alkohol.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Silicea als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Die Patienten haben häufig eine Abneigung gegen Fleisch und warme gekochte Speisen, oder sogar Ekel. Oft besteht großer Hunger ohne Appetit. Die Patienten können ein Verlangen nach unverdaulichen Dingen haben wie nach Erde, Lehm und Kalk. Wein und kalte Speisen verschlimmern die Beschwerden. Gegen Milch kann sowohl Abneigung wie auch Verlangen bestehen. Weiterhin mitteltypisch für Silicea ist eine Unverträglichkeit von Milch und auch eine Abneigung gegen Käse. Säuglinge lehnen die Muttermilch ab oder haben Beschwerden durch sie.

Sonstiges

Wenn eine Besserung unter Silicea aufhört, kann Sulphur eine Reaktion hervorrufen und Silicea dann die Heilung vollenden.
Silicea und Mercurius in Folge sind unverträglich.
Bei bestehender Tuberkulose ist besondere Vorsicht bei der Einnahme nötig, da heftige Verschlimmerungen möglich sind.

Hauptanwendungsgebiete von Silicea:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen (Enuresis), Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Depressionen, Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Ataxie, Epilepsie (Krampfanfälle), Chorea, Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung), Somnambulismus.
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Meningitis, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukoviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Harnröhrenstriktur, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Nierensteine, Parametritis, Phimose, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Bursitis praepatellaris, Elephantiasis, Enchondrom, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ganglion, Hüftgelenksentzündung, Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rachitis, Rheuma, Rückenschmerzen, Schreibkrampf, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Fremdkörper, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Hyperkeratosen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Milchschorf, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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