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Materia Medica

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Passiflora incarnata


Passionsblume, Familie der Passifloraceae (Passi.)


Passiflora incarnata (Passionsblume) Von der Passionsblume existieren über 500 verschiedene Arten, sie stammen überwiegend aus Süd- und Mittelamerika; dort wird sie Maracuja genannt wird und die süßsauren vitaminreichen Beerenfrüchte werden gern gegessen.
Der Name Passiflora ist abgeleitet aus dem Lateinischen passio=Leiden und flos=Blume, also „Blume des Leidens“. Dieser Name wurde der Pflanze von den christlichen Missionaren verliehen, die in ihr symbolisch den Leidensweg Christi sahen: die zehn Blütenblätter stehen für die 10 Apostel (ohne Judas und Petrus), der Fadenkranz für die Dornenkrone, der gestielte Fruchtknoten für den Kelch, die fünf Staubblätter für die fünf Wunden und die drei Griffel für die drei Kreuznägel. Die Ranken sollen die Geißeln symbolisieren und die weiße Farbe die Unschuld Christi. Entsprechend fügte man zum Namen dann noch lat. incarnata=fleischgeworden (wie Christus incarnatus) hinzu.
In der Naturheilkunde ist die Passionsblume ein häufig verwendetes Mittel bei Schlafstörungen und Ängsten und wird als Fertigpräparat oft kombiniert mit Baldrian, Hopfen, Melisse oder Johanniskraut angeboten.
In der klassischen Homöopathie wurde Passiflora von Hale in die Materia medica eingeführt und wird vorwiegend bei Schlafstörungen und in der Suchtbehandlung eingesetzt.

Passiflora wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Nervensystem, Atmung

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Sorgen, Ängste, Verbrennungen, Alkohol und Drogen

Hauptanwendungsgebiete von Passiflora

- Schlaflosigkeit
- Unruhezustände

- Angststörungen
- Delirium tremens (Alkoholdelirium)
- Suchtbehandlung
- Kopfschmerzen
- Husten und Keuchhusten
- Asthma
- Epilepsie
- Krampfleiden
- Singultus (Schluckauf)
- Durchfallerkrankungen
- Tetanus
- Ischialgie
- Erysipel (Wundrose)
- Zahnungsbeschwerden der Kinder
- Verbrennungen

Psyche/Schlaf laut klassischer Homöopathie

Beschwerden der Psyche, für die Passiflora als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Passiflora ist eine bewährte Indikation bei Schlaflosigkeit, hervorgerufen durch nervöse Erschöpfung oder durch geistige Überarbeitung, oft verbunden mit Kopfschmerz. Sie findet Anwendung bei Schlaflosigkeit durch verschiedene Ursachen: nach Anstrengung und Aufregung, durch Schmerzen, bei Kindern während der Zahnung, bei alten Leuten. Die Betroffenen sind unruhig und wach, können trotz Müdigkeit nicht einschlafen. Oft lassen Sorgen die Betroffenen nicht schlafen und zur Ruhe kommen, selbst im Schlaf stellen sich Unruhe und Zuckungen ein. Schlaflosigkeit durch nervöse Erregung oder auch durch Angstzustände oder Zwangsgedanken.

Nervensystem

Beschwerden des Nervensystems, für die Passiflora als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Das Mittel ist krampflösend und wirkt beruhigend auf das Nervensystem, daher wird es auch häufig bei Krampfzuständen und Konvulsionen verordnet z. B. Epilepsie, Tetanus, krampfartiger Husten, Keuchhusten, Asthma, Schluckauf oder bei Krämpfen der Säuglinge während der Zahnung. Eine weitere Indikation ist Delirium tremens durch Alkoholmißbrauch. Weiterhin wird es eingesetzt als Entwöhnungsmittel bei Drogen- und Alkoholabhängigkeit; es unterstützt den Entzug und wirkt den Schlafstörungen und Unruhezuständen entgegen.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Passiflora:

Mittel mit krampflösender Wirkung: Tetanus, Epilepsie und Krampfanfälle, Konvulsionen im Wochenbett, krampfhafter Schluckauf. Entwöhnungs- und Begleitmittel bei Drogen- und Alkoholsucht. Unruhezustände und Schlaflosigkeit. Delirium tremens. Angstzustände und manische Zustände, Zwangsgedanken. Kopfschmerz als würde sich die Schädeldecke ablösen. Exopthalmus (Hervortreten der Augen). Asthma, Husten und Keuchhusten, schlimmer nachts. Bleiernes Gefühl im Magen nach den Mahlzeiten, Blähsucht und saures Aufstoßen. Schmerzhafte Durchfälle. Zahnungsbeschwerden der Kinder, Fieber durch Würmer. Erysipel. Verbrennungen. Gefühl als ob die Fersen in der Luft schweben.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Passiflora als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Ruhe

Verschlechterung der Beschwerden durch:
nachts, geistige Erregung, Sorgen, nach den Mahlzeiten.

Sonstiges

Bei Asthma werden 10-30 Tr. der Urtinktur alle 10 Minuten in mehreren Gaben empfohlen.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Passiflora-Fall von J. H. Clarke

Der große Homöopath J. H. Clarke berichtet über einen Fall von Tetanus, den L. Phares behandelte:
Eines seiner eigenen Pferde war von Tetanus befallen worden und man hatte alle Hoffnung aufgegeben, es retten zu können. Daraufhin sammelte L. Phares einige Stängel, Blätter und Blüten der Passionsblume, zerrieb sie dann und versetze sie mit Wasser, so dass er ca. 300 ml Extrakt erhielt. Nun schob er dem Pferd eine Röhre seitlich ins Maul und goß die Flüssigkeit in seinen Rachen. Man erwartete nicht viel von dieser Prozedur und glaubte, dass das Tier innerhalb der nächsten halben Stunde sterben würde. Daher war man sehr erstaunt, als man es am nächsten Morgen weidend vorfand.





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