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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Natrium muriaticum, Kochsalz


Natrium chloratum, Natriumchlorid, NaCl (Nat. mur.)


Salzsee Natrium muriaticum und Natrium chloratum sind zwei Bezeichnungen für den gleichen Stoff: Natriumchlorid oder Kochsalz. Kochsalz ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für Mensch und Tier; es ist in großen Mengen in der Natur vorhanden, vor allem im Meer. Auch unsere Körperflüssigkeiten enthalten 0,8-0,9% Kochsalz, welches für die Regulierung des Wasserhaushaltes sorgt. Auch der Schleimstoff Mucin, der unsere Schleimhäute schützt, kann sich nur bilden, wenn Natrium chloratum zur Verfügung steht. Ebenso ist Kochsalz unabdingbar für ein funktionierendes Säure-Basen-Gleichgewicht sowie für die Salzsäurebildung im Magen.
Salz ist eines der ältesten Gewürze und in der Antike hatte es einen beträchtlichen Wert. Die Römer nannten es "weißes Gold" und benutzen es sogar als Zahlungsmittel. Ferner streute man Salz in offene Wunden, um sie zu desinfizieren, woran die entsprechende Redewendung bis heute erinnert. Bis heute ist die sog. physiologische Kochsalzlösung aus der Notfallmedizin nicht wegzudenken, denn bei starkem Blutverlust infundiert man sie zur Auffüllung des Blutvolumens. Weiterhin dient Salz seit jeher zur Konservierung vor allem von Fleisch und Fisch, hier nutzt man seine Eigenschaft Wasser zu binden und dem Gewebe Flüssigkeit zu entziehen und es auszutrocknen; dadurch nimmt man den Keimen den Nährboden und macht die Nahrung haltbar.
In der Biochemie Schüsslers ist Natrium muriaticum als Natrium chloratum Schüssler Salz Nr. 8 in Gebrauch. Das homöopathische Mittel Natrium muriaticum wird aus Steinsalz gewonnen, welches in kochendem Wasser gelöst, dann gefiltert und verdunstet wird.
Samuel Hahnemann schreibt:

"...ein Quentchen gewöhnliches Küchensalz wird in drei Quentchen siedendem destillirtem Wasser aufgelöst, durch Druckpapier geseihet und einer Wärme von 40° dem Krystallisiren durch Abdünstung überlassen. Von den trocken gewordenen Krystallen wird ein Gran zur Million Verdünnung gerieben und hievon ein Gran aufgelöst und bis zur potenzirten Decillion-Verdünnung gebracht...."

Polychreste - Konstitutionsmittel Natrium muriaticum

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Natrium muriaticum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Gehirn, Atemwege, Herz, Blut, Drüsen, Haut,

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Kummer, Liebeskummer, Enttäuschung, Demütigung, Ärger, Schreck, geistige Überanstrengung, Kopfverletzung, Augenüberanstrengung, Säfteverlust, Insektenstiche, Mißbrauch von Chinin und Silbersalzen.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Natrium muriaticum als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Auf der körperlichen Ebene hat der Natrium-muriaticum-Mensch hat einen gestörten Salzhaushalt; sein seelisches Befinden erinnert an die Geschichte der Frau Lot aus dem alten Testament, die weil sie auf das Vergangene zurückblickte zur Salzsäule erstarrte. So ist auch dieser Konstitutionstyp den negativen Ereignissen der Vergangenheit verhaftet ("verweilt bei vergangenen Enttäuschungen"). Meist handelt es sich um sehr sensible ernste verantwortungsvolle Menschen, die ein starkes Bedürfnis nach Zuneigung haben. Sie sind sehr mitfühlend und verwundbar, sie haben hohe Ansprüche an sich selbst und daher große Angst, Fehler zu begehen oder sich zu blamieren. Der erste Eindruck von ihnen ist eher sachlich, reserviert, ernst und zurückhaltend, denn sie halten ihre Gefühle zurück aus Angst vor emotionaler Verletzung oder aus Furcht vor Zurückweisung. Bei der Arbeit ist der Nat.-mur.-Typ sehr verantwortungsvoll, überpünktlich und übermäßig perfektionistisch, der kleinste Fehler oder eine banale Unterlassung stürzt ihn gleich in Gewissensangst und Schuldgefühle. Häufig neigt er zum Grübeln über Ereignisse in der Vergangenheit. Im Krankheitsfall beobachte er sich selbst sehr stark und hat einen Hang zu Hypochondrie. Seine Gesichtshaut ist häufig blaß, hell, fast wächsern und fettig glänzend. Typisch sind eine waagerechte Falte im unteren Augenlid und ein Riß in der Unterlippe. Nat. mur.-Menschen neigen zu Abmagerung trotz gutem Appetit, vor allem am Hals. Die Haut neigt zu Akne. Mädchen sehen eher maskulin aus.

Kinder

Kinder, für die Natrium muriaticum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Nat. mur.-Kinder sind meist angenehme ruhige introvierte Kinder, die viel schlucken und ihre Gefühle unterdrücken. Sie sind pflichtbewußt und angepaßt, die Eltern schätzen ihre Zuverlässigkeit, z. B. beim Aufpassen auf die Geschwister. Häufig sind sie altklug und wirken älter als sie in Wirklichkeit sind. Andererseits entspricht Nat. mur. aber auch Kindern, die nicht wachsen wollen oder in der körperlichen Entwicklung stehengeblieben sind, die spät sprechen oder laufen lernen. Säuglinge haben ein greisenhaftes Aussehen. Kinder weinen sehr schnell und bei geringen Anlässen, wollen aber nicht getröstet werden oder Trösten verschlimmert ihr Befinden. Kinder, die bereits trocken sind, nässen wieder ein, ausgelöst durch Kummer, Eifersucht oder auch ohne erkennbare Ursache. Heranwachsende leiden unter Eßstörungen wie z. B. Magersucht. Abmagerung trotz gutem Appetit oder sogar Heißhunger, auffällig ist ihr Salzverlangen. Eine Neigung zum Perfektionismus läßt sie nie mit sich zufrieden sein. In der Schule treten Kopfschmerz und Migräne auf, wenn die Kinder zuviel lernen müssen oder wollen. Anämie und ausgeprägte Erkältungsneigung. Kindern, die in unsicheren Famlienverhältnissen aufgewachsen sind (z. B. Trennung der Eltern) kann oft mit Nat. mur. geholfen werden.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Nat. mur. ist eines der wichtigsten Mittel bei Beschwerden, die durch Kummer oder Enttäuschung ausgelöst worden sind, selbst wenn der Auslöser schon Jahre zurückliegt. Die betroffene Person hat eine sensible überempfindliche Seele: sie ist leicht verletzt, leicht beleidigt, leicht enttäuscht wegen Kleinigkeiten aber auch leicht verliebt. Sehr schnell hat sie das Gefühl, nicht verstanden und geliebt zu werden, sie zieht sich zurück, versucht man sie zu trösten, wird alles noch schlimmer. Oft leidet sie unter einem großen Kummer, den sie aber für sich behält (stiller Kummer), sie baut eine Schutzmauer um sich herum und kann nur weinen, wenn sie sich unbeobachtet fühlt. Die Gesellschaft anderer Menschen wird gemieden, die Betroffenen sind lieber allein und ziehen sich zurück bis hin zur Menschenscheu. Alte Verletzungen können nicht vergessen werden, die Patienten grübeln über Vergangenes, sind nachtragend und schwelgen in ihren negativen Erinnerungen und Schuldgefühlen. Haß- und Rachegefühle gegen Personen, die sie vor langer Zeit einmal verletzt haben werden gepflegt und ihnen kann nicht verziehen werden. Es können auch sehr wechselhafte Gemütszustände auftreten mit Wut und Jähzorn, Lachen abwechselnd mit Traurigkeit oder die Betroffenen lachen bei traurigen Anlässen. Starke emotionale Reaktionen auf Musik. Hypochondrie.

Kopf

Nat. mur. ist ein häufig angezeigtes Mittel bei Kopfschmerz und Migräne. Die Kopfschmerzen sind hämmernd und berstend oder drückend wie von einem Schraubstock, sie sind schlimmer vormittags gegen 10 oder 11 Uhr und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Bewegung und Anstrengung verschlimmern die Schmerzen, ebenso Lesen, Licht und Geräusche. Besserung der Schmerzen durch Schlafen und Schweißausbruch. Häufig wird die Migräne begleitet von Sehstörungen wie kurzzeitige Blindheit, Flimmern oder Sehen von Zickzacklinien. Die Betroffenen wollen sich in ruhige dunkle Räume zurückziehen und hinlegen. Die Kopfschmerzen können ausgelöst werden durch Sonne oder die Menstruation. Kopfschmerzen durch Lernen und Studieren bei Schulkindern. Chronischer Schwindel mit Kopfschmerzen, Schwindel während der Schwangerschaft, nach dem Genuß von Kaffee. Die Augen tränen, besonders bei Wind. Die Lippen sind trocken und rissig, mit einem tiefen Riß in der Unterlippe, schlimmer bei kaltem Wetter. Die Mundwinkel sind eingerissen und häufig findet man eine sog. Landkartenzunge mit roten Inseln. Empfindung eines Haares auf der Zunge. Neigung zu Herpesbläschen, durch jede Erkältung, durch Sonne, durch die Regel. Schnupfen mit reichlich Niesen und eiweißartiger Absonderung oder extrem trockenen Schleimhäuten. Heuschnupfen. Haarausfall sowohl nach Kummer wie auch Entbindung.

Brust/Atemwege

Keuchhusten, Asthma, Kitzelhusten, Atemnot beim Treppensteigen. Der Atem erscheint wie heiß. Herzklopfen, das den ganzen Körper erschüttert, schlimmer bei Anstrengung und beim Liegen auf der linken Seite. Herzflattern mit großer ohnmachtsartiger Schwäche, schlimmer im Liegen. In der Brust ist ein schneidender Schmerz, der sich zum Schulterblatt hin erstreckt. Der Puls ist mal voll und langsam, mal schwach und schnell, oder er setzt jeden 3. Schlag aus. Kältegefühl im und um das Herz.

Verdauung

Magenschmerz mit Aufstoßen und Übelkeit, die krampfhaften Bauchschmerzen werden besser durch enge Kleidung (bzw. Druck). Nat.mur. ist oft bei Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen indiziert. Trotz gutem Appetit oder sogar Heißhunger nimmt der Patient ab, die Abmagerung schreitet von oben nach unten fort, die Schlüsselbeine stehen hervor und der Hals wird mager während die Hüften und Beine noch rundlich sind. Kachexie. Nach dem Essen große Müdigkeit und Schläfrigkeit. Allgemein fühlen sich die Patienten besser mit leerem Magen oder beim Fasten. Es besteht ein großes Verlangen nach Salz, alle Speisen werden nachgesalzen. Mund und Rachen sind trocken bei großem Durst, häufig sieht man eine Landkartenzunge mit roten Inseln darauf. Auch Mundwinkeleinrisse und Risse der Unterlippe sind mitteltypisch. Durchfall, schlimmer am Vormittag gegen 10 oder 11.00 Uhr, oder der Durchfall kehrt täglich zur gleichen Zeit wieder. Weiterhin klagt der Patient über Stuhlverstopfung mit dem Gefühl, der After ziehe sich zusammen oder er fühlt einen stechenden Schmerz im Rektum. Nach dem Stuhlgang fühlt er sich wie zerrissen, der Stuhl ist schwierig, trocken, hart und krümelnd.

Uro-Genital-Organe

Beim Husten oder Lachen oder im Gehen geht unwillkürlich Urin ab. Streßinkontinenz. Folgen von Uterussenkung mit Schmerzen in der Lumbalregion. Die Patienten müssen häufig Wasser lassen und haben großen Durst. Sehr typisch für Nat. mur. ist das Symptom "kann nicht urinieren in Gegenwart anderer". Blasenentzündung mit brennenden Schmerzen nach dem Wasserlassen, der Urin ist hell mit roten Sediment, ferner finden sich Eiweiß und Eptihelzylinder im Urin. Frauen haben große Abneigung gegen Koitus, da er wegen trockener Schleimhäute sehr schmerzhaft ist. Unfruchtbarkeit. Zu frühe und zu starke, auch schmerzhafte Menstruation, schwächender Ausfluß statt der Regel. Ödeme und Aszites (Wassersucht).

Extremitäten

Nat. mur. hilft bei Rückenschmerzen mit großer Druckempfindlichkeit der Wirbelsäule, wenn der Schmerz durch Husten verstärkt wird oder auch durch Gehen. Liegen auf einer harten Unterlage oder das Anlehnen des Rückens an einen harten Gegenstand bessert die Beschwerden. Stechende Schmerzen im Kreuz vor der Regel. Ein nervöses Zittern läuft durch den Körper oder die Muskeln zucken. Der Patient kann die Glieder nicht still halten; die Füße sind unruhig und müssen bewegt werden, sog. Restless-legs-Syndrom. Zittern der Hände beim Schreiben. Einschlafen und Kribbeln der Glieder. Gelenkknacken und sog. "Dienstmädchenknie" (Bursa präpatellaris). An den Fingernägeln bilden sich immer wieder Niednägel, die Fingerspitzen sind aufgesprungen. Warzen befinden sich auf den Handflächen. Chronische Ödeme der unteren Extremitäten.

Haut

Neurodermitis mit schrecklichem Juckreiz, die Betroffenen müssen ständig kratzen, negative Emotionen verschlimmern den Juckreiz. Hautausschläge vor allem in den Gelenkbeugen, am Haaransatz und hinter den Ohren. Juckende Urtikaria sowie Ekzeme am After und an den Haargrenzen. Die Gesichtshaut ist fettig oder trocken und neigt zu Akne, besonders ausgeprägt an der Stirn und der Haargrenze sowie auf dem Rücken. Trockene rissige Lippen mit Mundwinkeleinrissen und Rhagaden. Herpesbläschen bei jeder Erkältung, bei jeder Menstruation. Auch die Fingerkuppen sind trocken, rissig und aufgesprungen, Neigung zu Niednägeln. Warzen auf den Händen oder Handflächen. Die Absonderungen der Schleimhäute sind durchsichtig und wie Eiweiß.

Schlaf

Die Patienten können wegen ihres Kummers nicht schlafen oder erwachen viel zu früh, sind dann morgens unausgeschlafen und schläfrig. Sie schlafen ein im Sitzen, beim Lesen oder nach dem Essen. Sie zucken und sprechen im Schlaf oder stehen auf und schlafwandeln, manchmal wimmern und weinen sie im Schlaf. Erwachen mit Schreck voller Angst aus lebhaften Träumen. Die Träume handeln von Räubern oder von sehr phantastischen Inhalten. Mittagsschlaf mit intensiven Träumen. Schlafstörungen mit Herzklopfen nach Schock. Schlaflosigkeit durch Denken an unangenehme Ereignisse aus der Vergangenheit.

Schmerzen

Im Arzneimittelbild von Nat. mur. finden sich besonders brennende Schmerzen, vor allem äußerlich. Die Schmerzen können aber auch drückend, reißend oder ruckend sein. Weiterhin ein innerlich schneidender Schmerz. Zusammenschnürungsgefühl in den Gelenken. Typisch sind auch Schmerzen wie wund an äußerlichen Körperteilen. Schmerzen erscheinen und verschwinden allmählich.

Fieber

Nat. mur. sollte nicht akut während eines Fieberanfalles eingenommen werden. Das Fieber ist verbunden mit viel Kälte: kalte Hände, kalte Füße, kaltes Herz. Morgendlicher Frost mit großem Durst. Allgemein ist der Patient fröstelig, trotzdem verschlimmert sich der Zustand in der Sonne. Fieberbläschen bilden sich wie Perlen rund um die Lippen. Das Fieber wird von Kopfschmerzen begleitet,"wie wenn tausend kleine Hämmerchen im Gehirn pochten", besser durch Schwitzen. Wechselfieber mit wiederkehrenden Anfällen vormittags 10-11.00 Uhr, besonders wenn es mit Chinin vorbehandelt wurde. Kopfschmerzen mit Bewußtlosigkeit während des Fieberfrostes. Besserung des Zustandes wenn der Schweiß ausbricht.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Natrium muriaticum:

Beschwerden durch emotionalen Schock, durch (stillen) Kummer, Demütigung oder Enttäuschung, auch von unglücklicher Liebe. Introvertiertheit, Abneigung gegen Gesellschaft, Verlangen allein zu sein, kann nur weinen wenn er allein ist oder kann nicht weinen obwohl er traurig ist. Lacht zu traurigen Anlässen. Trost verschlimmert die Beschwerden. Ernst, verantwortungsvoll, perfektionistisch. Grübeln über vergangene unangenehme Dinge. Große Schwäche, Abmagerung trotz gutem Appetit, von oben nach unten. Hämmernder Kopfschmerz und Migräne, häufig mit Augensymptomen, schlimmer vormittags, periodisch wiederkehrend. Kopfschmerz durch zuviel Lernen. Tränenfluß, besonders bei Wind. Haarausfall nach Entbindung oder Kummer. Trockene rissige Lippen, Riß in der Mitte der Unterlippe, Neigung zu Herpes. Heuschnupfen. Landkartenzunge. Haargefühl auf der Zunge. Schleimhäute trocken oder Hypersekretion. Geruchs- und Geschmacksverlust. Mundgeruch. Nasenbluten. Heftiger Fließschnupfen mit viel Niesen, Heuschnupfen, Erkältungsneigung. Absonderungen wie Eiweiß. Hautausschläge am Haaransatz. Starkes Verlangen nach Salz mit großen Durst. Abneigung gegen Fett. Die Beschwerden nehmen zu und ab mit dem Lauf der Sonne oder Verschlimmerung der Beschwerden um 10 -11.00 Uhr. Periodisch wiederkehrende Beschwerden. Unverträglichkeit von Sonne und Sommerhitze, empfindlich gegen Seeluft. Herzklopfen, Zittern des Herzens, Kältegefühl des Herzens. Zusammenschnürungsgefühle. Schmerzen entlang der Wirbelsäule. Chronische Obstipation (Verstopfung). Wichtiges Mittel bei Multipler Sklerose. Anämie. Hypertonie (Bluthochdruck), der Puls ist beschleunigt und unregelmäßig. Regelbeschwerden, Schweregefühl im Becken, Frigidität. Passend für Krankheiten, die sich langsam entwickeln. Chronische Ödeme und Wassersucht.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Natrium muriaticum als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Liegen auf dem Rücken, Druck, frische Luft, Fasten, Schweiß, kalte Anwendungen.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
körperliche oder geistige Anstrengung, Trost, Sonnen- und Ofenhitze, am Meer, 10 Uhr morgens, Hinlegen, nach der Regel.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Natrium muriaticum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Starkes Verlangen nach Salz, die Betroffenen salzen alle Speisen nach; oft wird Salz nicht gut vertragen. Weiterhin verlangt es sie nach Fisch, Teigwaren, bitteren und sauren Speisen. Teigwaren und Mehlspeisen werden nicht gut vertragen. Vorliebe für Knoblauch und warme Suppen. Starke Abneigung besteht gegen Fett; auch Hähnchen, Brot und schleimiges Essen werden abgelehnt. Es besteht ein großer Durst auf kalte Getränke. Trotz Hungergefühl besteht eine Abneigung zu essen.

Sonstiges

Natrium muriaticum sollte nicht während eines Fieberanfalles gegeben werden.
Es sollte in chronischen Fällen nicht oft wiederholt werden.
Ignatia ist das pflanzliche Analogon von Natrium muriaticum.

Hauptanwendungsgebiete von Natrium muriaticum:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Magersucht (Anorexia nervosa), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Meningitis (Gehirnhautentzündung), Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung), Spinalreizung.
Beschwerden des Kopfes wie
Aphten, Gesichtsakne, Haarausfall, Hydrocephalus (Wasserkopf), Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Anszites (Wassersucht), Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Marasmus (Abmagerung), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Frigidität, Gonorrhoe, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Harninkontinenz, Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Vaginismus, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Emesis gravidarum, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Restless-legs-Syndrom, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erysipel, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Malaria, Kinderkrankheiten; weiterhin Erkältungsneigung, Morbus Hodgkin, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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