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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten

Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Lycopodium clavatum, Bärlappsporen


Lykopodium (Bärlapp)

Bärlapp, Wolfsfuss, Familie der Lycopodiaceae (Lyc.)


Die Bärlapppflanze ist ein kriechendes den Waldboden bedeckendes Moos und gehört zu der Gattung der Gefäßsporenpflanzen, eine Pflanzenart die schon im Zeitalter des Karbons vor ca. 300 Millionen Jahren auftrat und die bis heute in die Gegenwart überlebt hat. In Deutschland steht der Bärlapp unter Naturschutz und sein Sammeln ist nicht erlaubt. Der Name Lycopodium leitet sich her aus dem Griechischen von lykos=Wolf und pos=Fuß, da die Pflanze einem behaarten Tierfuß ähnelt; der deutsche Name Bärlapp wird mit dem Fuß des Bären in Verbindung gebracht.
Sie steht botanisch zwischen Moosen und Farnen und hat statt Samen Sporen, die an der Blattunterseite sitzen. Die Sporen werden auch pflanzlicher Schwefel genannt, vermutlich aufgrund der pyrotechnischen Eigenschaften, denn wenn die Sporen in eine Flamme geworfen werden brennen sie plötzlich mit einem zischendem Geräusch und bewirken eine Verpuffung ähnlich einer Mehlstaubexplosion. Dieser Effekt wurde schon in der Jungsteinzeit von Schamanen für ihre Ritualen genutzt, später dann auf Theaterbühnen, um Feuerwerke oder künstliche Blitze zu erzeugen. Auch heute noch benutzen Feuerschlucker für pyrotechnische Effekte die Bärlappsporen anstelle brennbarer Flüssigkeiten.

Weiterhin wurden die Sporen schon im 16. Jhdt. in der Pharmazie als Wundpuder und Bestäubungsmittel verwendet, um Pillen am Aneinanderkleben zu hindern. In der Volksmedizin fanden die Bärlappsporen Anwendung als harntreibendes und verdauungsförderndes Mittel.
Heutzutage ist Lycopodium als Heilpflanze in Vergessenheit geraten und findet fast nur noch in der Homöopathie seine Anwendung. Die homöopathische Arznei wird aus den reifen getrockneten zerriebenen Sporen hergestellt und ist eines der bedeutendsten Polychreste der homöopathischen Materia medica.

Polychreste - Konstitutionsmittel Lycopodium

Während einige "kleine" Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die "großen" Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Lycopodium wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Verdauungstrakt, Lunge, Leber, Haut, Harnorgane

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Furcht, Angst, Schreck, Verdruß, Wut, Ärger, Fieber, Überheben, Tabak, Wein, Fahren im Wagen.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Lycopodium als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Die Betroffenen sehen älter aus als sie sind, früh bekommen sie Falten und Haarausfall. Selbst Kinder sehen aus wie alte Leute. Das Gesicht ist fahl und blass, der Hals ist mager, der obere Körper abgemagert, der Leib ist aufgetrieben. Es besteht eine Neigung zu gelblichen und braunen Pigmentflecken, Muttermalen und Sommersprossen. Psychisch leiden die Betroffenen unter mangelndem Selbstbewußtsein; eine festgelegt Hierarchie ist ihnen wichtig und sie müssen sich der oft der Rangordnung versichern. Häufig werden die Minderwertigkeitsgefühle kompensiert durch dominantes Gehabe und Rechthaberei. Schwäche wird geringschätzt, nach außen wirken sie herrisch und besserwisserisch, zuhause oder in vertrauter Umgebung sind sie diktatorisch zur Familie. Oft anzutreffen ist die sog. "Radfahrermentalität" - nach unten treten und nach oben buckeln.

Kinder

Kinder, für die Lycopodium als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Das typische Lycopodium-Kind ist mager mit aufgetriebenem Bauch, Falten und Runzeln lassen das Gesicht alt aussehen. Die Kinder schniefen und die Nase ist verstopft, die Nasenflügel bewegen sich beim Atmen, dicker grüngelber Schleim wird produziert, sie schlafen in Knie-Ellenbogen-Lage. Der Intellekt ist scharf, die Muskeln eher schwach und die Kinder sind Sport gegenüber abgeneigt. Psychisch haben sie wenig Selbstvertrauen, sind mißtrauisch und vorsichtig, neigen zu Besserwisserei und maskieren ihre Unsicherheit durch herrisches Verhalten. Dadurch sind Lycopodium-Kinder meist unbeliebt und haben nur wenige Freunde. In der Schule mobben sie oder werden gemobbt. Lycopodium ist eines der wichtigsten Mittel bei Schulproblemen wie Legasthenie oder Dyskalkulie. Die Kinder haben heftiges Verlangen nach Süßigkeiten; am Tisch sind sie gierig, aber nach ein paar Bissen schon satt. Alle Beschwerden sind am schlimmsten zwischen 16.00 und 20.00 Uhr.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Der Mangel an Selbstvertrauen ist ausgeprägt, es besteht eine Abneigung und Ängstlichkeit vor allem Neuen. Das Gedächtnis ist schwach, die Patienten sind verwirrt, verwechseln Worte ("sagt Äpfel wenn er Birnen meint") und machen Fehler beim Schreiben und Lesen. Sie verwechseln Buchstaben und Silben, können das eigene Geschriebene nicht lesen. Die Stimmung ist melancholisch, die Patienten sind schon morgens beim Erwachen traurig und weinen den ganzen Tag. Ängste beherrschen sie, besonders vor dem Alleinsein, auch vor Fremden, sogar vor dem eigenen Schatten. Weiterhin kann auch Gereiztheit vorherrschen, schon morgens beginnt die Übellaunigkeit, die Patienten benehmen sich trotzig und eigensinnig, auch rechthaberisch und anmaßend.

Kopf

Die Patienten schütteln den Kopf ohne ersichtlichen Grund, machen Grimassen oder verzerren das Gesicht. Die Gesichtsmuskeln zucken, der Mund ist offen und der Unterkiefer hängt herab. Das Gesicht ist gelblich mit blauen Ringen um die Augen; die Haut ist welk und wirkt eingefallen. Die Kopfhaut schuppt, die Haare ergrauen schon in jungen Jahren oder fallen zu früh aus, Alopezie auch bei Frauen. Kopfschmerzen beginnen auf einer Seite - meist auf der rechten - und wechseln dann auf die andere. Bei Erkältungen schmerzt es hinter den Augen oder bei jedem Husten wird ein klopfender Schmerz empfunden. Wenn die Nasensekretion stoppt, wird der Kopfschmerz schlimmer. Die Kopfschmerzen sind zusammenschraubend in den Schläfen oder reißend im Hinterkopf, sie können ausgelöst werden durch Hunger, dem nicht stattgegeben wird. Sie bessern sich an der frischen Luft. Schon morgens beim Aufstehen ist dem Patienten schwindelig.

Augen/Ohren/Nase/Hals

Die Betroffenen klagen über Sehstörungen wie Tag- oder Nachtblindheit, oder es wird nur die eine Hälfte gesehen (Hemianopsie). An den inneren Winkeln der Augen bilden sich Gerstenkörner oder Polypen am äußeren Augenwinkel. Gefühl, als seien die Augen zu groß. In und hinter den Ohren bilden sich Ekzeme, die Haut ist hier rissig und trocken. Die Betroffenen leiden unter Tinnitus und Ohrgeräuschen, sie hören ständiges Summen und Dröhnen, oder alle Geräusche haben ein Echo. Aus den Ohren fließen dicke gelbe Absonderungen und verursachen Schwerhörigkeit. Die Nase ist verstopft ohne Absonderung (Stockschnupfen) oder der Schnupfen ist chronisch und dauernd wird die Nase geputzt. Lycopodium kann indiziert sein, wenn Nasenprobleme schon von Kindheit an bestehen. Die Nasenflügel bewegen sich beim Atmen; der Geruchssinn ist überempfindlich ("schon Hyazinthengeruch macht Übelkeit"). Die Zunge ist geschwollen und zittert und obwohl Hals, Mund und Zunge trocken sind, hat der Patient keinen Durst. Mandelentzündungen beginnen auf der rechten Seite, breiten sich aus auf die linke Seite. Die Halsschmerzen verschlimmern sich durch kalte Getränke, warme oder heiße Getränke bessern die Beschwerden. Schmerzempfindlichkeit der Zähne, schon Zähneputzen bringt sie zum Bluten. Zahnschmerzen mit dicker Backe, übler Mundgeruch.


Brust/Atemwege

Kurzatmigkeit auch bei Kindern und Atemnot mit Schleimrasseln und "Nasenflügeln" - eine schnelle fächerartige Bewegung der Nasenflügel. Der Husten ist trocken und kitzelnd oder ein tiefer hohler Husten, manchmal Tag und Nacht; etliche Hustenstöße enden mit Niesen. Lycopodium ist oft indiziert bei verschleppter Lungenentzündung, besonders wenn die rechte Seite betroffen ist. Der Auswurf ist grau, dick oder eitrig; er kann auch blutig sein und salzig schmecken. Weiterhin klagen die Betroffenen über einen zusammenschnürenden brennenden Schmerz in der Brust mit Engegefühl. Nachts klopft das Herz stark, die Betroffenen können nicht auf der rechten Seite liegen (linke Seite: Phosphorus). Herzklopfen während der Verdauung oder abends im Bett mit beschleunigtem Puls. Gefühl, "als stünde der Blutlauf still." Frauen haben harte brennend schmerzende Knoten in der Brust. Weitere Indikationen sind: Lungenabszess, Tuberkulose, Hydrothorax, Aneurysma, Aortenklappenfehler, Herzhypertrophie.

Verdauung

Lycopodium ist eines der wichtigsten Arzneien bei gastrointestinalen Störungen und bei chronisch fortschreitender Verdauungssschwäche mit Kräfteverfall. Mitteltypisch ist die starke Aufblähung des Bauches mit Blähkoliken, lautem Rumoren, viel Flaulenz und Aufstossen. Der Druck der Kleidung am Bauch ist unerträglich und die Kleidung muss gelockert werden. Aufstossen bessert die Bauchbeschwerden. Der Appetit ist vermehrt, aber die Betroffenen sind schon satt nach wenigen Bissen. Abends haben die Patienten Heißhungeranfälle und nachts erwachen sie durch Hunger und müssen dann unbedingt etwas essen. Allgemein besteht eine Leberschwäche mit Müdigkeit nach dem Essen, Fettunverträglichkeit und Durchfall nach Fett. Ansonsten besteht eher Verstopfung mit häufigem erfolglosen Drang. Der Stuhl ist erst hart, dann weich und flüssig. Hämorrhoiden sind sehr schmerzhaft bei Berührung.

Uro-Genital-Organe

Die Betroffenen klagen über häufigen Harndrang und Schmerzen im Rücken. Nach dem Urinieren hören die Schmerzen dann auf; nachts müssen sie vermehrt Wasserlassen. Oder sie empfinden ein starkes Jucken in der Harnröhre bei und nach dem Urinieren. Kinder schreien vor dem Wasserlassen. Der Urin ist dunkel und mit einem rötlichen Bodensatz wie roter Sand; er kann scharf und wundmachend sein. Nierengriess. Männer leiden unter Impotenz oder Prostatavergrößerung. Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden, die Regel ist zu früh, zu stark und dauert zu lange mit heftigen wehenartigen Schmerzen. Schneidende Schmerzen quer über den Unterbauch vom rechten Eierstock zum linken. Ovarialtumoren. Vor der Regel stellen sich depressive Verstimmungen ein.

Extremitäten

Die Patienten klagen über Taubheitsgefühle oder in den Gliedern zieht und reißt es, besonders nachts oder in Ruhe. Hitzegefühl und Brennen zwischen den Schulterblättern. Rückenschmerzen werden besser durch Wasserlassen. Ischiasschmerzen sind vorwiegend auf der rechten Seite, sind besser durch die Bettwärme, hindern aber am Liegen auf der schmerzhaften Seite. Nachts im Bett stellen sich Waden- und Zehenkrämpfe ein oder die Glieder schlafen ein. Rheumatische Schmerzen sind schlimmer auf der rechten Seite oder ziehen von rechts nach links. Lycopodium ist ein wichtiges Mittel bei Gelenkschmerz durch Gicht und bei Gichtknoten der Fingergelenke mit Steifheit. Knieschmerzen werden besser beim Gehen. Die Fußsohlen sind sehr empfindlich, geschwollen, die Ferse schmerzt beim Auftreten. Ein Fuß ist heiß, der andere ist kalt, der Patient steckt einen Fuß aus dem Bett heraus.

Haut

Im Arzneimittebild Lycopodiums finden sich viele Hautprobleme wie Akne, Schuppenflechte, Abszesse und eine Neigung zu Leberflecken, Muttermalen und Sommersprossen. Die Haut ist trocken und reißt leicht ein, Risse hinter den Ohren. Heftig juckender Nesselausschlag wird schlimmer durch Wärme, allgemein löst Erhitzung Juckreiz aus oder verschlimmert sich. Weiterhin finden sich Hautausschläge mit reißenden Schmerzen, aber auch schmerzlose Hautausschläge. Herpes zoster mit reißenden Schmerzen und periodisch wiederkehrende Furunkel, die stark bluten. Hühneraugen sind sehr empfindlich oder mit reißenden Schmerzen. Eine weitere Indikation ist Wundheit, besonders in den Hautfalten bei Kleinkindern. Der Schweiß ist klebrig und übelriechend.

Schlaf

Die Betroffenen sind den ganzen Tag über schläfrig und müssen viel Gähnen. Während des Schlafes schreien oder lachen die Patienten, schrecken angstvoll hoch oder haben Zuckungen. Sie werfen sich hin und her und die Augen sind halb offen. Viele Träume füllen den Schlaf, meist sind sie beängstigend und lassen den Patienten mit Schreck erwachen. Die Inhalte sind sehr lebhaft, von Arbeit, Krankheit oder Unfällen. Oder der Patient erwacht in der Nacht mit heftigen Heißhungeranfällen und muss unbedingt etwas essen. Babys schlafen den ganzen Tag und schreien die ganze Nacht.

Schmerzen

Allgemein ist der Lycopodium-Patient überempfindlich gegen Schmerz. Mitteltypisch ist, dass sich die Schmerzen nach unten erstrecken oder rechts beginnen und sich nach links ausbreiten. Sie können schneidend, stechend oder zwickend sein, häufig sind sie nur auf einer Seite, vorwiegend rechts, lokalisiert. Die Schmerzen in den Muskeln sind krampfartig oder reißend, die Patienten klagen über innerliches Drücken und reißende nach unten ziehende Schmerzen. Auch die Drüsen sind schmerzhaft. Wärme bessert die meisten Schmerzen.

Fieber

Mitteltypisch ist der Beginn des Fiebers nachmittags um 16.00 Uhr herum, welches dann einige Stunden anhält. Der Schüttelfrost beginnt zwischen 15 und 16 Uhr, der Patient empfindet eisige Kälte und ein Frostschauer jagt den anderen. Frost folgt auf Frost ohne Hitzestadium dazwischen. Auf den Frost folgen dann Schweißausbrüche. Auch tagsüber bricht schon bei geringer Bewegung Schweiß aus. Der Nachtschweiß ist klebrig und übelriechend, besonders auf Brust und Rücken. Der Puls ist nur abends und nachmittags beschleunigt.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Lycopodium:

Ein Mittel vorwiegend für Kinder und alte Leute. Körperlich schwache Menschen mit scharfem Intellekt, Mangel an Selbstvertrauen. Feigheit, aber zuhause und in vertrauter Umgebung herrisch und diktatorisch. Frühzeitiges Altern, Haarausfall, Abmagerung, Gedächtnisprobleme. Lernprobleme wie Legasthenie und Dyskalkulie. Viele Ängste: vor Verantwortung, Alleinsein, Lampenfieber, vor neuen Situationen, Hypochondrie. Kinder schlafen in Knie-Ellenbogen-Lage. Rechtsseitige Mandelentzündung, breitet sich aus nach links. Hauptangriffspunkt sind Verdauungstrakt und Leber mit Völlegefühl, viel Aufblähung und Auftreibung, Flatulenz, Sättigung nach wenigen Bissen, Verlangen nach warmem Essen, Aufstossen bessert die Beschwerden. Heißhungeranfälle abends und nachts, heftiges Verlangen nach Süßigkeiten. Verstopfung mit erfolglosem Drang. Schmerzhafte Hämorrhoiden. Nieren- und Gallenkoliken. Pneumonie und Atemwegserkrankungen mit Nasenflügelatmung und salzigem Auswurf. Chronischer Schnupfen. Wichtiges Mittel bei Impotenz und Frigidität. Roter Sand im Urin. Ischialgie, Rheuma, Gicht, liegen auf der rechten oder schmerzhaften Seite ist unmöglich. Ein Fuß ist kalt, der andere warm. Empfindliche Fußsohlen. Schlaf mit halboffenen Augen. Mangel an Lebenswärme, dennoch Verlangen nach Aufenthalt im Freien. Krankheiten entwickeln sich langsam. Beschwerden sind schlimmer von 16.00 - 20.00 Uhr und von 3.00 - 4.00 Uhr. Vorwiegend ist die rechte Körperseite betroffen. Die Beschwerden wechseln aber auch die Seiten oder ziehen von rechts nach links.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Lycopodium als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Warme Speisen und Getränke, kalte Auflagen, Bewegung, Aufstossen, Wasserlassen, Abgang von Blähung

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Wärme, Kleiderdruck, Erwachen, Wind, Essen, 16.00 bis 20.00 Uhr.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Lycopodium als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Allgemein besteht ein Verlangen nach warmen und heißen Speisen und Getränken, danach geht es den Patienten besser. Kaltes wird nicht gut vertragen. Oft haben die Betroffenen nach wenigen Bissen schon genug und fühlen sich satt. Großes Verlangen besteht nach Süßigkeiten, Fleisch wird abgelehnt, Schokolade, Brot und Zwiebeln machen Beschwerden. Auch blähende Speisen wie Erbsen, Bohnen und Kohl sind unverträglich. Abends und nachts ist der Appetit vermehrt, es stellen sich Heißhungeranfälle ein. Typisch ist auch ein beschleunigter Puls nach dem Essen.

Sonstiges

Lycopodium wird oft in der Reihenfolge Sulfur - Calcium - Lycopodium verordnet und kann wenn es angezeigt ist Wunder bewirken.
Lycopodium ist unverträglich mit Sulfur, außer im Zyklus: Sulfur-Calcium-Lycopodium.
Lycopodium sollte nicht zeitnah mit Kaffee eingenommen werden.

Hauptanwendungsgebiete von Lycopodium:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfeswie
Diphterie, Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Peritonsillarabszess, Polypen, Schwindel, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukosviszidose, Mundgeruch, Pertussis (Keuchhusten), Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Aphten, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Typhus, Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür), Würmer.
Uro-Genital-Beschwerden wie
Abort, Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Harngries, Nephritis (Nierenentzündung), Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Impotenz, Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Epitheliom, Erytheme, Fibrom, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Rhagaden, Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Aneurysma, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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