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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Luffa operculata, Schwammgurke


Luffa operculatan (Schwammgurke)

Familie der Cucurbitaceae (Luf-op.)


Die schnellwachsende Schling- und Kletterpflanze ist in Peru, Brasilien und Mexiko heimisch. Ihre leuchtendgrünen pflaumengroßen Früchte haben eine Schale, die mit kurzen Stacheln besetzt ist und ein faserartiges Geflecht bilden. In nassem Zustand wird die Schwammgurke weich und verliert dann ihre harte Konsistenz, weshalb sie gern als rauer Schwamm benutzt wird. Trotz dieser Verwendung handelt es sich bei Luffa jedoch nicht um einen Schwamm sondern um eine Kürbisfrucht, ähnlich Bryonia der Zaunrübe.
In der Volksmedizin der amerikanischen Ureinwohner diente Luffa seit jeher als Brech- und Abführmittel sowie zur Behandlung von Asthma. Zur Auslösung eines künstlichen Schnupfens führten die Indianer einen Teil der Frucht in die Nase ein, was eine starke wässrige Sekretion erzeugt, welche die Nebenhöhlen reinigen soll. Neben der arzneilichen Wirkung werden Luffakürbisse aber auch als Gemüse gegessen.
In der klassischen Homöopathie wird Luffa vorwiegend bei Schnupfen, Heuschnupfen und Beschwerden der Nasenschleimhäute verordnet.

Luffa wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Schleimhäute von Nase, Stirn- und Kieferhöhlen, Magen-Darm-Trakt

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Allergien, Infekte, Pollen

Hauptanwendungsgebiete von Luffa

- Schnupfen

- Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung)
- Heuschnupfen
- Asthma
- Halsschmerzen
- Laryngitis (Kehlkopfentzündung)
- Kopfschmerzen
- Magenschmerzen
- Übersäuerung (Azidose)
- Verdauungsschwäche
- Abmagerung (Kachexie)
- Muskelkrämpfe
- Gliederschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Obstipation (Verstopfung)
- Amenorrhoe

Kopf

Beschwerden des Kopfes, für die Luffa als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Kopfschmerzen sind vorwiegend in der Stirn lokalisiert, schlimmer in geschlossenen Räumen und besser am Abend. Kopfschmerz mit Lichtempfindlichkeit und Schwindel und Flackern vor den Augen. Die Augen sind trocken, brennen und tun weh, mit Gefühl von Schwere oder Vergrößerungsgefühl. Die Nase ist verstopft und trocken mit Krustenbildung und mit heftigem Niesen und Juckreiz innen in der Nase. Katarrh der Nase mit Ausdehnung in die Nasennebenhöhlen. Nasenbluten. Die Nasenbeschwerden sind schlimmer im stickigen Zimmer und besser an der frischer Luft. Die Absonderungen sind weiß oder gelblich am Morgen und tagsüber klar. Der Mund ist trocken mit bitterem Geschmack; auch im Hals herrscht Trockenheit mit vergrößerten Tonsillen und Schmerzen beim Schlucken und Sprechen. Es hat sich gezeigt, dass Patienten mit Heuschnupfen, die vor der Zeit des Pollenfluges mit Luffa behandelt werden, einen wesentlich milderen Verlauf ihrer sonst schweren Symptomatik zeigen.

Verdauung

Beschwerden der Verdauung, für die Luffa als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Patienten haben trockene Schleimhäute und großen Durst, der Magen fühlt sich immer leer an und sie haben einen gewaltigen Appetit. Nach dem Essen zeigen sich Übelkeit, Magenschmerzen und Verdauungsstörungen. Trotz eines Völlegefühls klagen die Patienten über Hunger. Manchmal werden die Magenscbmerzen durch Essen gebessert. Es besteht Abneigung gegen Fett und gewürzte Speisen und Verlangen nach Essig und Zitronen.

Extremitäten

Beschwerden der Extremitäten, für die Luffa als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Ausgeprägte Gliederschmerzen und Schwäche; die Muskeln schmerzen wie bei einer Grippe. Gelenkschmerzen und Schwäche sind schlimmer in den unteren Gliedern. Krämpfe in den Oberschenkeln und Schmerzen in den Handgelenken sind schlimmer beim Gehen. Die Glieder fühlen sich steif an, schwer und schwach. Der Rücken schmerzt in der Lumbalregion mit Verschlimmerung durch Bücken. Schulterschmerzen sind schlimmer abends und vorwiegend rechts. Brennende Schmerzen in den Fingerspitzen. Taubheitsgefühle in Händen und Fingern.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Luffa:

Kopfschmerzen erstrecken sich von der Stirn zum Nacken mit Lichtempfindlichkeit (Photophobie), schlimmer in warmen Räumen. Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Trockene brennende Augen, Heuschnupfen, Verstopfung und Jucken in der Nase, Trockenheit der Schleimhäute und Krustenbildung. Nasenkatarrh mit morgens weißer oder gelber Absonderung und tagsüber klarer Sekretion. Nasennebenhöhlenentzündung. Nasentropfenmißbrauch. Abmagerung. Trockener Hals, großer Durst und gewaltiger Appetit, Leeregefühl im Magen. Obstipationsneigung. Herzschmerz beim Einatmen. Gliederschmerzen und Schwäche wie bei Grippe. Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen. Muskelkrämpfe und Taubheitsgefühle. Zu späte oder fehlende Menstruation (Amenorrhoe).

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Luffa als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
kalte Luft, Essen (Magen)

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Stehen, im warmen Zimmer, nach Essen, kaltes Wetter, Bücken (Rückenschmerz)

Sonstiges

Luffa wird vorwiegend in tiefen Potenzen verwendet.
Luffa ist eine bewährte Indikation bei Nasentropfenmißbrauch.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Luffa-Fall

Der 14jährige Marc kommt zum Homöopathen wegen einer akuten Heuschnupfensymptomatik. Er berichtet, dass pünktlich mit Beginn der Birkenpollensaison seine Nase verstopft und trocken ist, er müsse häufig niesen und habe Kopfschmerzen in der Stirn, die ihn so beeinträchtigen, dass er sich kaum auf die Schularbeiten konzentrieren könne, er fühle sich ständig müde und schwach. Auch sein Hals sei knochentrocken und er habe ständig großen Durst. Wenn die Nase nicht verstopft sei, sondere sie viel durchsichtige Flüssigkeit ab. Auch die Augen würden brennen und jucken. Nach der körperlichen Untersuchung verordnet der Homöopath dem Jungen Luffa D6 Globuli, von denen er nach Bedarf 5 Globuli einnehmen soll und bei eintretender Besserung das Mittel reduzieren bzw. absetzen soll.


Begründung der Mittelwahl

Relevant für die Wahl des homöopathischen Arzneimittels Luffa ist die Kombination von Kopfschmerz und Heuschnupfensymptomatik sowie die ausgeprägte Trockenheit der Schleimhäute und der Durst. Alternativ wäre auch an Allium cepa zu denken, allerdings findet sich im Arzneimittelbild Allium cepas nicht die geschilderte Müdigkeit und Schwäche.




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