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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Hekla lava (Hekla)


Lava vom Vulkan Hekla auf Island


Hekla lava (Asche des Vulkans) Das homöopathische Mittel wird aus der feinen Asche des isländischen Vulkans Hekla hergestellt. Der Vulkan gilt in der Mythologie Islands als das Tor zur Hölle, weil er durch wiederholte Ausbrüche mit seinem Lava- und Ascheregen großes Unglück über die Insel brachte und ganze Dörfer vernichtete. Besonders die Asche machte große Weideflächen unfruchtbar und führte zu Schäden bei Kühen und Schafen. Die Tiere nahmen beim Weiden viel von der Asche auf und tranken Wasser aus Bächen, die ebenfalls mit Asche belastet waren; viele verendeten durch verhärtete Ascheklumpen in den Därmen, andere erlitten Störungen der Knochen- und Zahnbildung. Die Asche des Vulkans enthält vorwiegend Fluorverbindungen, Eisenoxyd und Silikate von Calcium, Magnesium und Aluminium. Heute weiß man, dass vor allem Fluorverbindungen einen deutlichen Einfluß auf das Knochenwachstum von Mensch und Tier haben.
In der klassischen Homöopathie wird Hekla lava daher vorwiegend bei Zahn- und Knochenerkrankungen eingesetzt.

Hekla lava wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Kiefer, Knochen, Zähne und Zahnfleisch

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Folgen von Operation, Zahnextraktion, Zahnung, Karies

Hauptanwendungsgebiete von Hekla lava

- Exostosen (Knochenauswüchse)
- Karies

- Erkrankungen des Kieferknochens
- Zahnfleischgeschwüre und -abszesse
- Tumore der Kieferhöhle
- Knochennekrosen
- Ostitis (Knochenentzündung)
- (Periostitis) Knochenhautentzündung
- Knochensarkom (Knochenkrebs)
- Fersensporn
- Osteoporose
- Rachitis
- Gesichtsneuralgie
- Kieferschwellungen
- Zahnschmerzen
- schwierige Zahnung
- Zahnfleischabszesse
- Mastoidfistel
- Halsdrüsenschwellungen
- harte Tumoren
- Geschwüre der Nasenknochen
- Milchbildungsstörungen

Kopf/Zähne

Beschwerden von Kopf und Zähnen, für die Hekla lava als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Kindern leiden unter schwieriger Zahnung; ihre Zähne sind schon früh kariös, werden faul und hohl. Zahnschmerzen lassen die Wange anschwellen, es bilden sich Zahnfleischtaschen und -abszesse. Die Zähne sind empfindlich bei Druck und beim Kauen. Eine weitere Indikation sind kombinierte Kopf- und Zahnschmerzen sowie Augenentzündung mit Karies. Weiterhin findet man gut- und bösartige Tumoren von Nasenknochen, Kiefer und Kieferhöhle sowie Nasenbluten. Fistel am Auge (fFstula lacrymalis).

Skelett/Knochen

Beschwerden der Knochen, für die Hekla lava als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Das Mittel ist angezeigt, wenn Probleme bei der Knochenbildung und dem Knochenwachstum auftreten, wenn es zu einem „Zuviel“ oder einem „Zuwenig“ kommt. Bei einem Zuviel bilden sich z. B. gutartige Knochenauswüchse (Exostosen) und Überbeine oder ein sog. Fersensporn im Fuß, der das Auftreten schmerzhaft macht. Beispiel für ein Zuwenig sind Rückenschmerzen, die durch eine Osteoprose bedingt sind, Rachitis oder ein Schwund der Kieferknochen. Selbst bösartige Erkrankungen wie das Osteosarkom und Knochennekrosen sind eine Indikation für Hekla lava.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Hekla lava

Ausgeprägte Wirkung auf die Kiefer, besonders Unterkiefer. Knochenauswüchse (Exostosen), sehr schmerzhaft und berührungsempfindlich. Fersensporn. Viele Knochenerkrankungen wie: Ostitis, Periostitis, Osteosarkom, Knochenfraß und Knochennekrosen. Gesichtsneuralgie aufgrund eines kariösen Zahnes, Schmerz und Neuralgie nach Zahnextraktion. Empfindliche Zähne bei Druck und Kauen. Zahn- und Kopfschmerz kombiniert, Karies und Augenentzündung. Fistel am Auge (Fistula lacrymalis). Mastoidfistel. Harte Tumoren, Kieferkrebs, Nasenkrebs, Nasenbluten. Rückenschmerzen durch Osteoporose. Rachitis. Knochenbrüche. Versiegen der Milch, Störungen der Milchbildung. Bevorzugt Beschwerden der linken Seite.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Hecla lava als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
nachmittags, fortgesetzte Bewegung

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Druck, abends, zu Beginn der Bewegung, Sitzen, Luft, Feuchtigkeit

Sonstiges

Gebräuchlich sind vor allem tiefe Potenzen.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Entdeckung des homöopathischen Mittels Hekla lava

Im 19. Jahrhundert kam der Londoner Arzt James John Garth Wilkinson nach Island und besichtigte die Gegend um den Vulkan Hekla lava. Dabei stellte er erstaunliche Veränderungen an den dort weidenden Schafen fest; ihre Kiefer wiesen viele Knochenauswüchse auf, sog. Exostosen. Hierbei handelt es sich um gutartige Knochenneubildungen. Außerdem versiegte die Milch bei Schafen und Kühen. In den Därmen verendeter Tiere fand man Ascheklumpen, die Mägen waren mit einer pechschwarzen Schicht überzogen, die braun gefleckt und schwer abwaschbar war, die Zähne wiesen eine glänzende metallische Kruste auf. Der Arzt erkannte, dass das Fressen der schädlichen Asche diese pathologischen Veränderungen bei den Tieren hervorgerufen hatte; sie hatten somit eine ungewollte Arzneimittelprüfung durchgemacht! Denn Vergiftungserscheinungen nach Einnahme einer Substanz sind eine wichtige Informationsquelle für den Homöopathen.
Die aus den Beobachtungen an den Weidetieren abgleitete Wirkung von Hekla lava als Heilmittel konnte dann auch später von vielen Homöopathen bestätigt werden. Eine weitere homöopathische Arzneimittelprüfung wurde 2003 von der Dr. B. K.-Bose-Stiftung durchgeführt, die noch ergänzende Aspekte des Arzneimittelbildes ergab.





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