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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Elaps corallinus, Korallenotter


Micrurus corallinus, Korallenotter, Familie der Elapidae (Elaps)


Elaps corallinus, Korallenotter Die Korallenotter ist im zentralen Teil Südamerikas heimisch und erreicht eine Länge bis zu 70 cm; ihren Namen verdankt sie ihrer schönen korallenroten Ringelung auf schwarz-gelbem Grund. Trotz ihres harmlosen Äußeren ist das Gift der Korallenotter hochwirksam und kann für einen Menschen tödlich sein. Wird ihr Biss nicht unmittelbar behandelt, führt er in ca. 20% der Fälle zum Tode. Da die Korallenotter keine sehr aggressive Schlange ist und nur zubeißt, wenn sie sich bedroht fühlt, kommt es in der Regel nur durch menschliche Unachtsamkeit zu einem Biss, meist wurde aus Versehen auf eine Schlange getreten. Die Korallenotter jagt ihre Beute nachts oder in der Dämmerung; sie tötet die Beutetiere mit einem Giftbiss und verschlingt sie dann mit dem Kopf voran im Ganzen. Da sie zu den nachtaktiven Tieren zählt, sieht man sie in der freien Natur eher selten, die Art gilt aber noch nicht als gefährdet. Ihr bester Schutz vor Feinden ist ihre zurückgezogene Lebensweise sowie ihre auffällige Färbung, die die meisten natürlichen Feinde abschreckt und als Warnsignal dient.
In der klassischen Homöopathie wird Elaps vorwiegend bei Erkrankungen verordnet, bei denen Blutungen eine Rolle spielen sowie bei chronischen Nasenkatarrhen.

Elaps wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Blut, Nase, Ohren, Hals

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Schlangenbiß, Sepsis

Hauptanwendungsgebiete von Elaps

- Antidot bei Schlangenbissen
- Blutungen

- Nasenbluten
- Nasenkatarrh
- Ozaena (Stinknase)
- Ohrerkrankungen
- Cerumen (vermehrt Ohrenschmalz)
- Tinnitus
- Taubheit und Schwerhörigkeit
- Amaurose (Erblindung)
- Tonsillitis (Mandelentzündung)
- Kopfschmerz
- rechtsseitige Lähmung
- Knieschmerzen
- Krebserkrankungen
- Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
- Metrorrhagie (Gebärmutterblutungen)
- Endometriose
- Pneumonie (Lungenentzündung)
- Lungentuberkulose
- Sepsis (Blutvergiftung)
- Rheuma

Kopf/Hals

Beschwerden des Kopfes, für die Elaps als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Kopfschmerzen erstrecken sich von Stirn und Augen zum Hinterkopf, mit dem Gefühl eines schweren Gewichtes in der Stirn. Die Ohren jucken unerträglich stark, sie sind mit dunklem harten Ohrenschmalz verstopft oder sondern grünliches übelriechendes Sekret ab. Die Nase ist chronisch entzündet und verstopft mit stinkendem Geruch und grünlichen Krusten; Schmerzen ziehen beim Schlucken von der Nase zu den Ohren. Die Nase blutet plötzlich und reichlich mit schwarzem Blut. Der Hals ist wie zugeschnürt; das Schlucken sowohl von Festem wie Flüssigem ist extrem schmerzhaft. Der Patient hat heftigen Durst mit Verlangen nach Buttermilch.

Verdauung

Verdauungsbeschwerden, für die Elaps als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Patienten empfinden ein starkes Kältegefühl im Magen, besonders nach dem Genuß von Obst oder kalten Getränken. Weiterhin beschreiben sie beim Schlucken ein Gefühl, als würde die Nahrung über eine Wendeltreppe in den Magen gelangen. Die Speiseröhre zieht sich krampfartig zusammen. Flüssigkeiten fließen hörbar in den Magen. Die Därme fühlen sich an als seien sie mit einem Faden zusammengedreht und in einem Knoten zusammengebunden. Magenschmerzen strahlen zum Rücken aus und bessern sich, wenn der Patient auf dem Bauch liegt. Erbrechen von schwarzem Blut. Kopfschmerzen stellen sich ein, wenn Hunger nicht sofort befriedigt wird. Der Magen ist übersäuert mit Übelkeit, flauem Gefühl und saurem Aufstoßen. Erbrechen grüner Galle wird gefolgt von Durchfall.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Elaps:

Charakteristisch sind die dunklen oder schwarzen Absonderungen: Blut, Auswurf, Nasenbluten, Cerumen, Menstruation. Schwarze Blutungen aus allen Körperöffnungen, klumpiges nicht gerinnendes Blut mit langen fadenförmigen Gerinnseln. Chronischer Nasenkatarrh mit stinkenden Absonderungen, grünlichen Krusten und üblem Geruch, Ozaena. Ohrkatarrh, vermehrte Cerumenbildung.
Lähmungserscheinungen und Krämpfe, vorwiegend rechtsseitig. Kältegefühl in Brust und Magen, besonders nach Trinken und Obst, Kaltes bekommt nicht. Krampfartiges Zusammenschnüren der Speiseröhre. Schluckschmerz sowohl bei fester wie flüssiger Nahrung, erstreckt sich von der Nase zum Ohr. Übersäuerung. Essen und Getränke fallen schwer in den Magen. Zum Rücken ausstrahlende Magenschmerzen, besser durch Liegen auf dem Bauch. Verlangen nach Buttermilch. Endometriose und Uterusblutungen mit schwarzer klumpiger Blutung.
Rheumatische Schmerzen beginnen auf der linken Seite, schlimmer durch Kälte und Nässe. Gefühl eines schweren Gewichtes oder einer Eisenstange auf betroffenem Bereich. Furcht vor Regen. Große Kälteempfindlichkeit. Antidot bei Schlangenbiß. Stark ausgeprägte Periodizität. Vorwiegend rechtsseitige Beschwerden.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Elaps als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Ruhe, Liegen auf dem Bauch (Magenschmerz)

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Herannahen eines Gewitters, Kälte, Getränke, Speisen, Feuchtigkeit, nachts, Berührung

Sonstiges

Alkohol und Strahlungshitze antidotieren die Wirkung.
Kalte Getränke und kalte Speisen sollten während der Einnahme gemieden werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Elaps-Fall aus der Praxis

Die 5jährige Boxerhündin Senta litt an einer chronischen Nierenentzündung und ihre Nieren sonderten dunkles Blut ab. Seit ca. 2 Monaten fand sich Blut im Urin, es war dick, klumpig und sehr dunkel, fast schwarz. Die Diagnose des Tierarztes war unklar, anscheinend blutete das Tier aus einer Niere, aber eine Infektion war nicht nachweisbar. Kein Medikament, das der Tierarzt verabreichte, hatte eine Besserung bewirkt. Der Tierarzt war mit seinem Latein am Ende und schlug eine Operation vor, bei der die kranke Niere entfernt werden sollte. Dabei bestand allerdings die Gefahr, dass die Hündin den schweren Eingriff eventuell nicht überleben würde. Aber selbst wenn sie durchkam, würde sie mit Einschränkungen leben müssen. Ansonsten gab es wenig Symptome, der Hund war in seiner Energie etwas reduziert, fraß aber gut, auffällig war nur die Beschaffenheit des blutigen schwarzen Urins mit fadenförmigen Blutgerinnseln. Weiterhin auffällig war, dass Senta bisher begeistert bei Wind und Wetter Gassi ging, seit einiger Zeit aber bei regnerischem Wetter nicht mehr vor die Tür zu bewegen war und ein ängstliches Verhalten zeigte.
Daraufhin bekam die Hündin 3 Tage lang 1mal täglich Elaps corallinus und am 4. Tag war der Urin wieder klar und nach 1 Woche war sie wieder ganz die Alte.




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