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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Crocus sativus, echter Safran


Familie der Iridaceae (Croc.)


Crocus sativus (echter Safran) Bei Safran handelt es sich um eine Gewürzpflanze, die in Südeuropa kultiviert wird. Safran wird aus den Stempelfäden der Blüten gewonnen und gilt als das teuerste Gewürz der Welt, da man für die Herstellung eines Pfundes ca. 100 000 Blüten benötigt. Der Name leitet sich her aus dem Arabischen von safra=gelb aufgrund seiner starken gelben Färbekraft. Safran war bereits in der Antike als Gewürz und Heilmittel bekannt und schon in der griechischen Mythologie wird berichtet, dass Göttervater Zeus auf einem Bett aus Safran geschlafen hätte; wohl daher streuten reiche Römer Safranfäden auf ihre Hochzeitsbetten.
Safran verfügt über antidepressive und euphorisierende Heilkräfte; schon Paracelsus empfahl das Gewürz als die beste Arznei gegen Traurigkeit. In heutiger Zeit konnte klinisch bestätigt werden, dass Safran eine vergleichbare Wirkung wie verschiedene Antidepressiva hat. Bei Überdosierung kann es zu Anfällen von Lachkrämpfen kommen; in einem Kräuterbuch aus dem 15 Jhdt. schreibt der Autor, dass sich nach dem Genuß von mit Safran gewürztem Fleisch ein Mann totgelacht habe und eine Frau aus Trient habe nach der Einnahme von Safran 3 Stunden ununterbrochen lachen müssen.
In der klassischen Homöopathie wird Crocus vorwiegend bei Blutungen und Gemütsstörungen eingesetzt.

Crocus wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Kreislauf, weibliche Organe, Augen

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Verletzungen, besonders Schlagverletzungen, Geburt, Blutverlust

Hauptanwendungsgebiete von Crocus

- Blutungen
- Epistaxis (Nasenbluten)

- Hämoptyse (Blutspucken)
- drohender Abort
- Dysmenorrhoe (Menstuationsbeschwerden)
- Nachwehen
- Hysterie
- manische Zustände
- Lachkrampf
- Kopfschmerzen
- Glaukom
- Tränenfluß
- Sehstörungen
- Ohnmacht
- Scheinschwangerschaft
- Schwangerschaftsbeschwerden
- Tumore, besonders Lipome
- Geschwüre
- Schlagverletzung

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Eine Arznei bei manischen Depressionen; die Stimmung ist extrem wechselhaft, schwankt zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt, gerade sind die Betroffenen euphorisch und wollen die Welt umarmen, kurz darauf nehmen Aggression und Zorn von ihnen Besitz. Es besteht eine starke Empfänglichkeit für Musik; wenn die Patienten Musik oder jemanden singen hören müssen sie unwillkürlich mitsingen, selbst im Schlaf singen sie vor sich hin. Weiterhin charakteristisch ist das Gefühl, es bewege sich etwas Lebendiges oder Hüpfendes in Bauch oder Brust oder es seien Tiere im Bauch. Dieses Gefühl kann eine Wahnidee oder auch echt sein, wie z. B. während der Schwangerschaft.

Weibliche Genitalien

Beschwerden der weiblichen Organe, für die Crocus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Ein wichtiges Mittel zur Verhinderung einer drohenden Fehlgeburt und bei Frauenleiden. Die Menstruation ist schmerzhaft, das Blut ist zäh und fadenziehend, dunkel bis schwarz, auch klumpig und geronnen. Die Uterusblutungen verschlimmern sich bei der geringsten Bewegung sowie bei Neu- oder Vollmond. Frauen bekommen Nasenbluten anstelle der Regel. Weiterhin ist Crocus auch eine Arznei bei eingebildeter oder Scheinschwangerschaft; es werden Bewegungen wie von denen eines Fötus gespürt. Ebenfalls eine Indikation sind schwangere Frauen, die unter ungewöhnlich starken Bewegungen des Fötus leiden sowie Blutungen nach der Geburt, wenn sie dunkel und fadenziehend sind.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Crocus:

Die drei Leitsymptome, die uf Crocus hinweisen sind:
1. Blutungen aus verschiedenen Körperöffnungen (Nase, Uterus) mit dunklem fadenziehendem klumpigen oder geronnenem Blut, das Blut hängt in schwarzen Fäden aus Körperöffnungen.
2. das Gefühl, es bewege sich etwas Lebendiges in Bauch oder Brust.
3. schnell wechselnde Stimmungen wie starker Zorn und Reue oder Lachen gefolgt von Weinen.
Manische Zustände, Hysterie, unkontrolliertes Lachen, Lachkrampf. Große Empfänglichkeit für Musik. Sehstörungen und Glaukom, Gefühl von Rauch im Auge. Zuckungen und Krämpfe, kribbelnde Empfindungen. Erschöpfung oder Ohnmacht nach Blutungen, z. B. Nasenbluten, Menstruation. Husten mit Hämoptyse. Vikariierende Blutungen (z. B. Nasenbluten anstelle der Menstruation). Abortneigung. Dysmenorrhoe (Menstruationsbeschwerden) und atonische Blutungen nach der Geburt. Beschwerden in der Schwangerschaft, Scheinschwangerschaft. Krebs, Tumore, Lipome. Geschwüre, schmerzhafte Eiterungen bei Verletzungen, alte Wunden eitern wieder. Zuckungen einzelner Muskelgruppen. Chorea, die alle 7 Tage auftritt. Kältegefühl im Rücken wie von Eiswasser, eiskalte Glieder.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Crocus als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
im Freien

Verschlechterung der Beschwerden durch:
morgens, Bewegung, Hitze, warmes Zimmer, Neu- und Vollmond

Sonstiges

Während der Einnahme sollten kalte Getränke gemieden werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Crocus-Fälle von J. H. Clarke

Der berühmte Homöopath Clarke berichtet über folgende zwei Fälle, in denen Crocus das Heilmittel war:
Ein junger Künster lebte mit seiner Mutter in einem Haushalt zusammen und litt unter heftigsten Wutanfällen; er nahm sogar ein Messer und warf es nach ihr. Unmittelbar danach bereute er seine Taten immer zutiefst. Der Haushalt stand kurz vor seiner Auflösung. Daraufhin heilte Clarke den jungen Mann mit wenigen Gaben Crocus und beseitigte damit sein Problem vollständig.
In einem Krankenhaus sah Clarke ein junges Mädchen mit einem hysterischen Lachkrampf. Es litt an einer Herzklappenerkrankung und konnte schon wochenlang nur aufgestützt liegen. Weiterhin klagte sie über ein hüpfendes Gefühl in der Herzgegend. Daraufhin wurde ihr Crocus C30 verabreicht und sehr bald konnte sie wieder flach liegen und erholte sich sehr schnell.





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