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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Carbo vegetabilis, Holzkohle


(Carb.-v.)


Carbo veg. - HolzKohle Die Grundsubstanz zur Herstellung des homöopathischen Arzneimittels ist verkohltes Birken- oder Buchenholz; das getrocknete Holz wird in einem luftdichten Behälter bis zur Rotglut auf über 275°C erhitzt und gelagert. Nach ein paar Tagen ist dann ca. 1/3 bis 1/5 Holzkohle übrig geblieben; die, wenn man sie wieder entzündet, mit kleiner Flamme und erheblich höherer Temperatur verglüht als Holz. So bildet sich weniger Rauch und größere Hitze, was z. B. in der metallverarbeitenden Industrie und beim Garen von Lebensmitteln genutzt wird. Holzkohle enthält Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und zu 90% Kohlenstoff.
Weil sich bei über 400°C die Holzstruktur verändert und sich eine neue kristalline und poröse Oberfläche bildet, kann dieser Stoff nun eine Vielzahl organischer Stoff binden und in der Industrie wird Holzkohle zum Reinigen und Filtern eingesetzt.
In der Medizin des 18. und 19. Jahrhunderts verwendete man Holzkohle vorwiegend bei Geschwüren der Haut und für Mundspülungen. Aber auch in der modernen Medizin nutzt man die antiseptische und desodorierende Wirkung, z. B. zum Absorbieren von üblen Gerüchen, bei Verdauungsbeschwerden und bei akuten Vergiftungen zum Absorbieren der Toxine. In der Zahnmedizin wird Holzkohle als Spülung bei Metallbelastung zum Absorbieren von Zahnmetallen verwendet.
Der berühmte Homöopath E.B. Nash schreibt über das Mittel:
"Carbo vegetabilis, Arsenicum album und Muriaticum acidum bilden das Trio, das schon viele Patienten aus den Klauen des Todes befreit hat."

Polychreste - Konstitutionsmittel Carbo vegetabilis


Während einige „kleine“ Mittel vorwiegend auf bestimmte Organe einwirken und dadurch relativ leicht den akuten Beschwerden zuzuordnen sind, haben die „großen“ Mittel, die sog. Polychreste (Polychrest=für vieles zu verwenden) ein sehr großes Wirkspektrum auf Körper, Psyche und Geist (Konstitutionsmittel).

Carbo vegetabilis wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Verdauungstrakt, Magen, Herz, venöser Kreislauf, Blut

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Vergiftung, Diätsünden, verdorbene Speisen, Alkohol, fettes Essen, ausschweifende Lebensweise, Überanstrengung, Einatmen von heißer Luft z. B. eines Feuers, Überhitzung, Wetterwechsel, Säfteverlust, Blutungen, Quecksilber, Chinin.

Typus/Konstitution laut klassischer Homöopathie

Der Menschentyp, für den Carbo vegetabilis als Heilmittel besonders wirksam ist, hat typischerweise folgende Charakteristika:
Die Patienten sind träge und stumpfsinnig, ihre Beschwerden neigen zum chronisch werden. Ein Mittel für Patienten im vorgerückten Alter, für schwache entkräftete Personen mit Mangel an Reaktionsfähigkeit, für Menschen deren Lebenskraft durch erschöpfende Krankheiten oder Verletzungen geschwächt ist. Eine Arznei für äußerste Erschöpfung und für Spätstadien schwerer Erkrankungen sowie Krankheiten im Endstadium. Die Haut zeigt eine Blaufärbung (das Blut stagniert in den Gefäßen), die Haut zeigt ein marmoriertes Aussehen, der Körper wird blassbläulich und eiskalt. Das Gesicht ist sehr blass oder blau, mit kaltem Schweiß bedeckt, das sog. hippokratisches Gesicht, auch der Atem ist kalt, die Lippen sind aufgesprungen. Die Patienten frösteln, aber verlangen, dass man ihnen Luft zufächelt.

Kinder

Kinder, für die Carbo vegetabilis als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Arznei paßt gut für Schulkinder, die langsam lernen und träge sind; sie haben nachts Angst und wollen nicht allein schlafen, wollen nicht einmal allein in ein dunkles Zimmer gehen. Sie haben häufig Kopfschmerzen und obwohl der Kopf gegen Kälte empfindlich ist, ertragen sie keine Kopfbedeckung, weil der Druck die Beschwerden verschlimmert. Für Kinder, die sich nach erschöpfenden Krankheiten nicht richtig erholen. Weiterhin ist Carbo-v. eines der besten Mittel bei beginnendem Keuchhusten, wenn der Husten zu Würgen, Erbrechen und Gesichtsröte führt. Rasseln in der Brust zeigt einen bevorstehenden Hustenanfall an, die Anfälle dauern die ganze Nacht hindurch.

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Carbo-v. ist ein Mittel für Schwäche- und Kollapszustände, sowohl im physischen wie auch im psychischen Bereich, an das in Fällen von akuter Ohnmacht als erstes gedacht werden sollte. Das psychische Bild zeigt Apathie und Gleichgültigkeit sowie große Schwäche und Erschöpfung, so daß einfachste Dinge nicht mehr ausgeführt werden können. Die Patienten nehmen eine deprimierte und negative Haltung ein, sind gereizt und unfreundlich zu der Familie, sogar hochmütig. Das Gedächtnis ist schwach und die Konzentration ist schwierig. Fixe Ideen treten auf, typisch ist Angst mit heißem Gesicht oder Angst beim Schließen der Augen, Angst vor Gespenstern.

Kopf

Der Kopf ist empfindlich gegen kalte Luft, die Kopfschmerzen sind klopfend mit Blutandrang, die Kopfhaut ist sehr empfindlich, selbst der Druck einer Kopfbedeckung kann nicht ertragen werden. Auch das Schütteln des Kopfes verschlimmert die Schmerzen. Haarausfall. Die Augen drücken und brennen, aus den Ohren fließt übelriechender Ausfluß oder es bildet sich zu wenig Ohrenschmalz. Die Zähne sind locker und das Zahnfleisch blutet leicht; ziehende Zahnschmerzen, Wundheit des Zahnfleisches. Anfälle von Nasenbluten über Wochen, schlimmer durch Anstrengung, mit blassem Gesicht. Die Zunge ist weiß oder gelblich belegt oder mit Aphten bedeckt. Der Mundgeschmack ist bitter oder salzig, auch die Speisen schmecken zu salzig. Der Hals ist wie zugeschnürt, Flüssigkeiten können nur schwer geschluckt werden. Es beißt und brennt in Rachen, Hals und Gaumen, viel Schleim muß ausgeräuspert werden. Halsschmerzen sind stechend mit dem Gefühl es stecke etwas im Hals.

Brust/Atemwege

Eines der wichtigen Mittel bei Herzinsuffizienz mit schwachen Lungen und asthmatischen Atembeschwerden, auch Herzasthma, Lungenödem und Emphysem. Die Atemnot ist schlimmer im Liegen, die Patienten haben Erstickungsgefühle mit dem Verlangen tief durchzuatmen. Charakteristisch ist Kurzatmigkeit und ein ausgeprägter Lufthunger, der Patient verlangt nach frischer Luft oder möchte sie zugefächelt bekommen obwohl der Körper kalt ist. Völlegefühl in der Brust und Herzklopfen bei der geringsten Bewegung. Cheyne-stokes-Atmung - ein Atmungsphänomen bei schweren organischen Herzerkrankungen. Die Patienten sehen sterbenskrank aus, mit großer Schwäche, Kälte und Zittern. Der Husten ist trocken und schmerzhaft, krampfhaft, schlimmer abends oder vor Mitternacht, oft mit Erbrechen. Anhaltende Heiserkeit wird durch Reden verschlimmert. Atemnot stellt sich ein durch Überessen oder Blähungen. Carbo-v. ist eines der Hauptmittel bei Roemheld-Syndrom. In den Lungen brennt es wie von glühenden Kohlen, es brennt unter dem Brustbein oder reißt in der linken Brust mit Beklemmungsgefühl. Schmerz zieht durch die obere rechte Brust bis zum Schulterblatt. Das Herz klopft heftig, manchmal tagelang, besonders nach dem Essen. Der Puls ist fadenförmig, schwach und klein oder intermittierend.

Verdauung

Schwache Verdauung mit Neigung zu Auftreibung des Bauches, Verdauungsstörungen und enorme Blähungsbildung und Flatulenz. Saures Aufstoßen, Sodbrennen und Schluckauf, besonders nach fetten und gehaltvollen Speisen. Übelkeit beginnt schon früh nach dem Erwachen, nach jedem Essen und auch nachts. Das Wasser steigt im Munde hoch, Neigung zum Erbrechen. Schwere und Völlegefühl im Magen mit dem Verlangen tief durchzuatmen. Verdauungsstörungen mit Herzbeschwerden, sog. Roemheld-Syndrom. Aufstossen und Abgang von meist übelriechenden aber auch geruchlosen Gasen bessern die Beschwerden, Blähungskoliken. Der Druck der Kleider auf den Bauch ist unerträglich und muß gelockert werden. Bauchbeschwerden werden oft von Angst und Tränen begleitet oder durch Schreck und Ärger hervorgerufen oder verschlimmert. Bauchschmerzen erstrecken sich zu Beinen und Unterschenkeln. Die Hämorrhoiden sind bläulich mit brennenden Schmerzen nach dem Stuhlgang und Absonderung

Uro-Genital-Organe

Eine Arznei für Nierenentzündung, septisch oder als Folge von Alkoholmißbrauch. Der Urin ist rötlich und trübe mit rotem Sediment oder mit milchigem Schleim. Ein Mittel bei nächtlichem Bettnässen, Diabetes und bei veralteten Blasenentzündungen. Als Folge von Mumps entwickeln sich Hodentumore. Bei Frauen ist die Menstruation zu früh und zu reichlich mit Weißfluß vor ihrem Einsetzen, dieser kann dick, grünlich und wundmachend sein. Regelbeschwerden mit Schwäche, Kälte des Körpers und Ausbruch von kaltem Schweiß oder Brennen in Händen und Fußsohlen. Das Blut ist faulig, dunkel bis schwarz und klumpig, es sickert aus von einer Periode bis zur nächsten. Frauen sind sehr geschwächt durch die Entbindung und durch das Stillen.

Extremitäten

Die Glieder erscheinen steif und schwer, wie gelähmt oder schlafen ein beim Draufliegen. Allgemeine Schwäche von Muskeln und Gelenken. Vom Nacken zieht es bis in den Kopf, im Rücken zeigt sich ein rheumatischer Schmerz mit Steifheit und im Kreuz das Gefühl eines Pflockes im Rücken. Ziehender Schmerz im Arm, auf dem der Patient nachts liegt; Quetschungsschmerzen in beiden Ellenbogen. Die Finger sind lähmungsartig schwach, so daß ergriffene Dinge aus den Händen fallen. Entzündung des Hüftgelenkes mit großer Schwäche. Schmerzen der Schienbeine und krampfartige Schmerzen in den Fußsohlen; die Füße sind taub und feucht schweißig, die Zehen sind rot und geschwollen und stechen als ob sie erfroren wären. Nächtliche Wadenkrämpfe. Die Knie sind eiskalt, die Kälte erstreckt sich nach unten. Auch in den Extremitäten finden sich vorrangig brennende Schmerzen, die Schmerzen wandern über den ganzen Körper.

Haut

Auf der Haut findet man Nesselausschläge oder einen trockenen Hautausschlag wie Krätze; das Jucken verschlimmert sich in der Bettwärme. Die Ausschläge nässen und brennen, Hautfalten werden rot und geschwürig. Die Hände jucken, die Achselhöhlen sind wund und jucken. Geschwüre sind livide und bluten leicht, riechen übel und sondern stinkende Sekrete ab; Blasen sind gefüllt mit blutiger wässriger Flüssigkeit. Druckgeschwüre entstehen durch Bettlägerigkeit (Dekubitus), weiterhin finden sich im Mittelbild Ulcera, Karbunkel, Wundbrand, Krampfadergeschwüre und Purpura, die meist brennende Schmerzen verursachen. Die Haut ist blass und bleich, mit Marmorzeichnung; bei schwerwiegenden Krankheiten findet man Kälte und Blaufärbung der Haut durch Sauerstoffmangel (Zyanose). Die Haut ist feucht mit übelriechendem Körpergeruch. Auf der Brust zeigen sich braungelbe Flecken

Schlaf

Die Patienten sind schläfrig am Vormittag und tagsüber; sie gähnen und strecken sich häufig. Sie schlafen abends spät ein und erwachen nachts häufig. Einschlafstörungen lassen sie nicht vor 1.00 Uhr morgens einschlafen; sie sind schlaflos durch Blutandrang zum Kopf, durch Leberbeschwerden oder ein Unbehagen im Körper. Nachts erwachen sie durch Kälte der Glieder, besonders der Knie und der Füße. Oder sie erwachen wie durch einen Schreck. Der Schlaf ist gestört durch viele lebhafte Träume, ängstlich, schrecklich, phantastisch oder von Gespenstern.

Schmerzen

Schmerzen, für die Carbo vegetabilis als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Charakteristisch ist vor allem das Brennen: es brennt in den Blutgefäßen, im Kopf, in entzündeten Körperteilen, die Haut juckt und brennt. Trotz innerlichem Brennen besteht äußerliche Eiseskälte. Es finden sich im Mittelbild aber auch beißende Schmerzen sowie drückende, ziehende und reißende Schmerzen und ein Stechen nach unten. Der Kopf schmerzt klopfend, besonders beim Einatmen und stechend beim Husten. Im Körper besteht das Gefühl von Völle und Geschwollensein, ebenso im Kopf. Weiterhin typisch ist aber auch ein Mangel an Reaktion und eine Unempfindlichkeit, wo man Schmerzen erwarten würde; die Seite auf der der Patient liegt wird gefühllos.

Fieber

Die Patienten sind glühend heiß und haben anstelle von Durst das Verlangen kühle Luft zugefächelt zu bekommen. Während des Froststadiums, meist abends, ist der Körper eisigkalt, selbst der Atem ist kalt und die Patienten haben Verlangen nach kaltem Wasser; zuweilen ist der Frost nur linksseitig. Sie schwitzen leicht, besonders an Kopf und Gesicht, nachts und morgens leiden sie unter erschöpfenden Schweißen. Der Schweiß kann übelriechend oder sauer sein. Carbo-v. ist auch indiziert bei Gelbfieber mit Blässe des Gesichtes, heftigen Kopfschmerzen, großer Schwere der Glieder und Zittern des Körpers, wie es häufig im 3. Stadium von Gelbfieber zu beobachten ist.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Carbo vegetabilis:

Ein sehr „kaltes“ Mittel mit ausgeprägtem Mangel an Lebenswärme, trotzdem Verlangen nach frischer Luft oder daß man ihm Luft zufächelt, mag nicht zugedeckt sein. Kälte des Körpers, kalter Atem, kalter Schweiß. Kollapszustände, Ohnmacht, Synkopen. Allgemeine Verschlimmerung im Liegen, muß sich aufrichten. Stark geschwächte Lebenskraft, Endstadium schwerer Krankheiten, ein Mittel für den Todeskampf. Sog. hippokratisches Gesicht. Lufthunger. Blaufärbung der Haut, marmorierte Haut. Äußere Eiseskälte bei innerer Hitze, kalter Schweiß. Reaktionsmangel, bedingt z. B. durch Medikamente und mangelnde Empfänglichkeit für gut gewählte Mittel. Verzögerte Rekonvaleszenz nach akuten Krankheiten oder nie wieder gesund nach schwerer Krankheit. Haarausfall nach Krankheiten, Operationen oder Verletzungen. Lockere Zähne, blutendes Zahnfleisch, anhaltendes Nasenbluten, Apthen. Eines der besten Keuchhustenmittel für das Anfangsstadium. Sehr ernste Zustände, Kachexie, fortgeschrittene Herzschwäche, Herzerkrankungen mit Zyanose und Cheyne-Stokes-Atmung. Husten, Asthma und Atemnot mit Brennen in der Brust. Heiserkeit besonders abends. Sehr schwache Verdauung, einfachste Speisen werden nicht vertragen. Baucherkrankungen mit schnellem Puls und großer Kälte des Körpers, starke Ansammlung von Gasen, enorme Auftreibung des Bauches mit Blähungsbildung und Koliken, Flatulenz und Aufstoßen, Abgang von Luft bessert, Kleidung um die Taille ist unerträglich. Roemheldsyndrom. Lebensmittelvergiftungen. Brennende Schmerzen in Knochen, Herz, Geschwüren, äußeren Körperteilen. Innerliches Brennen mit äußerlicher Kälte, Kälte der Knie. Scharfe wundmachende übelriechende Absonderungen. Taubheit von Körperteilen auf denen man liegt. Krampfadern. Hämorrhoiden. Dekubitus und Ulcus cruris. Hitzschlag.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Carbo vegetabilis als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Aufstoßen, Luft zufächeln, Lockerung enger Kleidung, Hinlegen, kühle Luft, Hochlegen der Füße.

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Bewegung, abends bis Mitternacht, Liegen, Gehen im Freien, Essen und Trinken von kaltem, Fett, beim Übertritt aus der Wärme in die Kälte, warmes feuchtes Wetter, nasskalte Luft, Sprechen.

Speisen und Getränke

Patienten, für die Carbo vegetabilis als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise Verlangen bzw. Abneigung nach folgenden Speisen und Getränken:
Der Appetit ist eher gering, es verlangt den Patienten nach Kaffee und sauren Dingen, aber auch nach süßen und salzigen Sachen sowie nach Alkohol. Er hat einen Widerwillen gegen Fleisch und fette Speisen. Milch verursacht saures Aufstoßen und Blähungen. Carbo-v. ist eines der wichtigsten Mittel, wenn durch üppiges Essen und Schwelgerei Beschwerden entstehen: durch zu viel Kaffee, Wein, Milch, Fett, Fisch oder durch blähende Gemüse. Folgen von ranzigem Fett und verdorbenem Fisch.

Sonstiges

Carbo vegetabilis sollte nicht im Wechsel mit Arsenicum und Lachesis gegeben werden.
Carbo animalis und Kreosotum sollten nicht nach Carbo vegetabilis eingenommen werden.

Hauptanwendungsgebiete von Carbo vegetabilis:

Beschwerden des Gemütes wie
Angststörungen, Depressionen, Alkoholismus, Apathie, Bettnässen, Bulimie (Ess-Brech-Sucht), Gedächtnisschwäche, Gedankenandrang, geistige Verwirrung, Hypochondrie, innere Unruhe, Manie, Neurosen, Reizblase, Reizdarm, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, vegetative Dystonie, Wahnideen.
Beschwerden des Nervensystems wie
Alzheimer-Krankheit, Epilepsie (Krampfanfälle), Chorea, Geschmacksstörungen, Multiple Sklerose (MS), Morbus Parkinson (Schüttellähmung) Neuralgien, Neuritis (Nervenentzündung).
Beschwerden des Kopfes wie
Foetor ex ore, Gesichtsakne, Haarausfall, Heiserkeit, Kopfschuppen, Kopfschmerzen, Lippenherpes, Migräne, Morbus Meniere, Mundwinkeleinrisse, Nasenbluten, Nasenkrebs, Schwindel, Skorbut, Stomatitis, Zahnschmerzen, Zähneknirschen.
Beschwerden der Augen wie
Ambylopie (Schwachsichtigkeit), Amaurose (Lähmung des Sehnerv), Augenmuskellähmung, Augenzucken, Entzündung der Hornhaut (Keratitis), der Lider (Blepharitis), Fremdkörper, Gersten- und Hagelkorn, Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Hemianopsie (Halbsichtigkeit), Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Lidrandentzündung, Netzhautentzündung (Retinitis), Photophobie (Lichtempfindlichkeit), Strabismus (Schielen), Trockenheit, Tränenfluß, Trübung der Hornhaut, Verletzungen der Augen.
Beschwerden der Ohren wie
Hörsturz, Ohrekzem, Otitis media (Mittelhrentzündung), Schwerhörigkeit, Taubheit, Tubenkatarrh, Tinnitus (Ohrgeräusche).
Beschwerden der Brust und Atemwege wie
Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Asthma bronchiale, Bronchitis, Bronchiektasen, Brustwarzenentzündung, COPD, Emphysem, Erysipel der Brust, Herzbeschwerden, Herzinfarkt, Keuchhusten, Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Lungenemphysem, Mukoviszidose, Mundgeruch, Pharyngitis (Rachenentzündung), Pleuritis (Rippenfellentzündung), Pneumonie (Lungenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Sarkoidose, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Tonsillitis (Mandelentzündung), Tuberkulose.
Beschwerden von Stoffwechsel/Verdauung wie
Adipositas, Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Diarrhoe (Durchfall), Divertikulosel, Enteritis (Dünndarmentzündung), Fettleber, Flatulenz (Blähsucht), Gallensteine, Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Gicht, Hepatitis (Leberentzündung), Ikterus (Gelbsucht), Meteorismus (Auftreibung), Morbus Crohn, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Obstipation (Verstopfung), Reizmagen, Reizdarm, Roemheld-Syndrom, Sodbrennen, Schluckauf, Stomatitis (Mundschleimhautentzündung), Übelkeit und Erbrechen, Ulcus ventriculi (Magengeschwür), Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
Uro-Genital-Beschwerden wie
Afterfissuren, Amenorrhoe (fehlende Menstruation), Blasen- und Gebärmuttersenkung, Endometriose, Eierstockzyste, Nephritis (Nierenentzündung), Orchitis, Ovarialtumor, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), Hämorrhoiden, Hodenentzündung, Hydrozele (Wasserbruch), Myome, Nierensteine, Prostatitis, Prostatahypertrophie (Vergrößerung der Prostata), Urethritis (Harnröhrenentzündung), Uterusverhärtung, Zystitis (Blasenentzündung)
Allergische Beschwerden wie
Heuschnupfen, Asthma, Allergien, Ekzeme, Neurodermitis, Quaddeln, Urtikaria (Nesselsucht).
Hormonelle Beschwerden wie
Fluor (Ausfluß), klimakterische Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Morbus Basedow, PMS (prämenstruelles Syndrom), Pubertätsprobleme, Schwangerschaftsbeschwerden, Stillprobleme, Struma (Kropf), Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse), Über- und Unterfunktion der Schilddrüse.
Beschwerden des Bewegungsapparates wie
Arthritis (Gelenkentzündung), Arthrose, Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Ischialgie, Lumbago (Hexenschuß), Morbus Bechterew, Osteoprose, Rheuma, Rückenschmerzen, Verletzungen wie Frakturen, Stauchung, Verrenkung, Zerrung.
Hauterkrankungen wie
Abszesse, Akne, Dekubitus (Wundliegen), Drüsenschwellungen, Ekzeme, Erytheme, Fisteln, Frostbeulen, Furunkel, Gangrän, Geschwüre, Herpes zoster (Gürtelrose), Hautausschläge, Hühneraugen, Hyperkeratosen, Impetigo (Grindflechte), Keloide, Melanose, Milchschorf, Nagelgeschwür, Narben, Neurodermitis, Paronychie (Nagelbettentzündung), Pruritus (Juckreiz), Psoriasis (Schuppenflechte), Purpura, Rhagaden, Skabies (Krätze), Urtikaria (Nesselsucht), Wundheilungsstörungen, Ulcus cruris (offenes Bein), Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Warzen, Zysten.
Krankheiten von Herz und Gefäßen wie
Aortitis, Apoplexie (Schlaganfall), Anämie, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), Arteriosklerose, Blutungen, Entzündungen (Phlebitis), Hämorrhoiden, Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Kollaps, Koronare Herzkrankheit, Roemheld-Syndrom, Thrombose, Varizen (Krampfadern), Wassersucht (Ödem).
Ferner Infektionskrankheiten wie grippaler Infekt, Influenza, Gelbfieber, Typhus, periodisch wiederkehrende Fieberzustände, Kinderkrankheiten, Lähmungen, Schwäche, Ohnmachtsneigung und viele weitere Erkrankungen!

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.




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