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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Cactus grandiflorus, Königin der Nacht


Selenicereus grandiflorus, Familie der Cactaceae (Cact.)


Cactus grandiflorus, die Königin der Nacht Diese zu den Kakteen zählende Pflanze ist in den regenarmen Gegenden Mexikos heimisch und wurde von Christoph Columbus aus Mittelamerika nach Europa gebracht. Der Name lat. Cereus=Wachslicht weist auf die Verwendung der Pflanze hin, da die Eingeborenen früher die verholzten Stängel in Wachs oder Öl tauchten und als Fackel benutzten. Kaktos war der damals gebräuchliche Name für eine dornige Pflanze, grandiflorus=großblütig bezieht sich auf die bis zu 35 cm im Durchmesser und 25 cm lange weiße strahlenförmige Blüte, die zu den schönsten Blüten im Pflanzenreich gehört. Als „Königin der Nacht“ öffnet sich ihre Blüte nur in einer einzigen Nacht gegen 23 Uhr; sie duftet intensiv nach Vanille und schließt sich schon nach Mitternacht wieder, um dann zu verwelken. Wird die Pflanze vor dem Aufblühen berührt, so öffnet sie sich nicht. Diese Eigenarten haben ihr zu weltweiter Aufmerksamkeit verholfen. Botanische Gärten berichten bereits online über den Fortgang der Reifung der Blüte, damit das Schauspiel nicht verpaßt wird.
In ihrer mexikanischen Heimat verwendet die Volksmedizin die Königin der Nacht gegen Fieber, Blasenentzündung, Atemnot und Rheuma. 1864 entdeckte der Heilpraktiker R. Rubini ihre kräftigende Wirkung auf den Herzmuskel und setzte sie bei Herzkrankheiten ein; die Wirkung ist ähnlich der von Digitalis (Fingerhut).
Auch in der klassischen Homöopathie ist Cactus eines der wichtigsten Mittel bei Herzerkrankungen.

Cactus wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Herz, Kreislauf, Brust, Uterus

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Diätfehler (Überessen), Überanstrengung, Intoxikation

Hauptanwendungsgebiete von Cactus

- Angina pectoris
- Herzinsuffizienz

- Sportlerherz
- Herzklappenfehler
- Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
- Perikarditis (Herzbeutelentzündung)
- Roemheld Syndrom ( reflektorische Herzbeschwerden)
- Herzneurosen
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerzen vom Nerv)
- Morbus Basedow (Schilddrüsenüenrfunkttion)
- Asthma
- Arteriosklerose
- Dysmenorrhoe
- Rheuma


Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Die Patienten sind traurig und depressiv, sie möchten allein sein. Sie haben große Angst, ihre Krankheit sei unheilbar. Sie schreien vor Schmerzen. Leise Geräusche wecken sie aus dem Schlaf; sie haben Albträume und träumen häufig vom Fallen. Zusammenschnürende Kopfschmerzen und das Gefühl wie von einem Gewicht auf dem Scheitel, besser durch Druck, schlimmer durch Geräusche und helles Licht. Kopfschmerzen treten auf, wenn eine Mahlzeit verpaßt wurde. Kopfschmerzen sind pochend und pulsierend, meist rechtsseitig, das Pochen wird auch in den Ohren wahrgenommen. Gefühl, als ob der Kopf in einer Zange gepreßt wird. Trigeminusneuralgie. Die Schmerzen erscheinen täglich wieder zur selben Stunde.

Herz/Brust

Beschwerden von Herz und Brust, für die Cactus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Typisch für dieses Mittel ist die Konstriktion, d. h. die Patienten leiden unter heftigen Zusammenschnürungsgefühlen im Brust/Herzbereich; es können aber auch alle anderen Körperteile wie z. B. Hals, Magen, Bauch, Blase oder Uterus betroffen sein. Sie haben das Gefühl, ihr Körper stecke in einem Käfig, bei dem sich die Drähte immer enger zusammenziehen. Oder sie haben das Gefühl, von einem engen Eisenband umschlossen zu sein. Das Atmen ist beklemmt wie von einem Gewicht auf der Brust. Der Herzschlag ist unregelmäßig, der Puls schwach, die Glieder sind kalt, das Liegen auf der linken Seite verschlimmert die Beschwerden. Angina pectoris-Anfälle mit Taubheit des linken Armes. Weiterhin ist Cactus ein Mittel bei Herzinsuffizienz und fast allen Herzerkrankungen sowie Arteriosklerose.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Cactus:

Heftige Konstriktionsgefühle (Gefühl von Zusammenschnürung) verschiedener Körperteile: Hals, Brust, Herz, Magen, Bauch, Blase, Uterus. Engegefühl als ob der Körper in einem Käfig steckt und sich die Drähte immer enger zusammenziehen. Bandgefühl. Typische drückende Schmerzen wie von einem Gewicht. Periodische Wiederkehr der Schmerzen um 11 oder 23 Uhr. Eiskalte Hände, unruhige Beine, Untertemperatur. Klopfende pulsierende periodische rechtsseitige Kopfschmerzen. Kopfschmerzen in der Menopause, täglich zur gleichen Zeit. Schmerzhafte Menstruation mit Pulsieren in Uterus und Eierstöcken. Aufhören der Menstruation beim Hinlegen. Organische und funktionelle Herzerkrankungen, Insuffizienz, Herzklappenfehler, Palpitationen, Hypertonie und Herzneurosen mit Schlaflosigkeit. Angina pectoris mit Taubheit des linken Armes. Herzbeschwerden durch Morbus Basedow. Herzerkrankungen durch Intoxikation, z. B. Nikotin. Charakteristisch bei allen Herzleiden ist das Konstriktionsgefühl um Herz und Brust. Roemheldsyndrom. Dysmenorrhoe mit Herzschwäche. Arteriosklerose. Asthma, besonders nervöses Asthma. Gelenkrheuma, welches auf das Herz übergreift. Ödeme. Schlaflosigkeit. Verschlimmerung durch Liegen auf der linken Seite, gegen 11 und 23 Uhr. Periodische Wiederkehr der Beschwerden. Besserung durch frische Luft.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Cactus als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
frische Luft, im Freien, Druck (Kopfschmerz)

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Liegen auf der linken Seite, Anstrengung, Treppensteigen, 11 Uhr, 23 Uhr, nachts.

Sonstiges

Kaffee sollte während der Einnahme gemieden werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Cactus-Fall

Ein Schreiner ist wegen seines Herzleidens bereits Invalide; er leidet seit fünf Monaten besonders morgens und abends unter einer Entzündung der Gesichtshaut, die sehr stark juckt. Besonders auf der Stirn sieht man rote streifige fleckige und erhabene Stellen und eine Abschilferung der Haut. Das Herz ist schwach, der Patient leidet unter Atemnot beim Gehen und bereits nach 100 Schritten verspürt er einen Druck am Herzen und ein Ziehen im linken Arm. Der Puls ist sehr hart, gleichmäßig und regelmäßig. Das Herz ist linksseitig vergrößert und der Blutdruck ist maximal 220 systolisch. Der Brustkorb ist faßförmig degeneriert. Am 5.5. bekommt der Patient Sulfur D4 und Cactus D1, dreimal täglich 5 Tr. in einem Teelöffel Wasser.
Am 13.5. ist der Hautbefund etwas besser.
Am 31.5. ist die Haut wesentlich besser, der Patient fühlt sich wohler und die Atemnot hat nachgelassen. Am 23.6. ist die Haut ist vollkommen in Ordnung. Der Blutdruck ist immer noch erhöht (systolisch 190), aber keine Atemnot mehr selbst nach einem langen Spaziergang. Der Patient ist zufrieden.
(nach Volk „Hippokrates“ 1930, Heft 5/6).





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