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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Bufo rana



Bufo (Kröte)

Erdkröte (Bufo.)


Bei dem Arzneimittel Bufo rana handelt es sich um das potenzierte Gift aus den Hautdrüsen der Erdkröte Bufo rana. Diese ist ein 9 - 12 cm großer Froschlurch aus der Familie der echten Kröten, gehört zu der häufigsten Amphibienart und wurde im Jahre 2012 sogar zum Lurch des Jahres gewählt. Das Gift dient der Kröte zur Abwehr von Freßfeinden und als Schutz vor Befall mit Mikroorganismen. Die Kröte galt im Mittelalter als häßlichstes Tier der Schöpfung; ihr Gift wurde schon im Altertum zur Zauberei oder als Heilmittel verwendet. Das Drüsensekret enthält die giftigen Bufadienolide, welche ähnlich dem Digitalis des Fingerhuts wirken. Im 18. Jahrhundert nannte man das Tier „blatteriche Landkröte mit rothen Augen“, was eine Anspielung auf die warzige scheinbar von Pocken (Blattern) enstellte Haut darstellen sollte.
In der klassischen Homöopathie wird Bufo vorwiegend bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt.

Bufo rana wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Zentralnervensystem, Haut, Uterus

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Verletzungen, Schreck, Onanie, Zahnextraktion.

Hauptanwendungsgebiete von Bufo rana

- Tics
- Stottern
- Nasenbluten

- Mundgeruch
- Meningitis (Hirnhautentzündung)
- Epilepsie (Krampfanfälle)
- Morbus Parkinson (Schüttellähmung)
- Rheuma
- Lumbago
- Muskelkrämpfe
- Impotenz
- sexuelle Störungen
- Impotenz
- Brustkrebs
- Uteruspolypen und -tumore
- Lymphangitis (Entzündung der Lymphbahnen)
- Panaritium (Entzündung der Finger)
- Erysipel (Wundrose)
- Furunkel, Karbunkel
- Pemphigus (Eiterblasen)
- Frostbeulen
- Venenerkrankungen
- Wassersucht

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Die Betroffenen zeigen eine intellektuelle Schwäche, benehmen sich unreif und kindisch, haben eine Neigung zu heulen und zu beißen. Traurigkeit, Ruhelosigkeit und Angst um die Gesundheit sind ebenfalls mitteltypisch, weiterhin die Angst vor Tieren und vor Fremden. Die Patienten möchten gern allein sein, haben eine stark ausgeprägte Libido und lassen jegliche sexuelle Hemmungen vermissen. Die Sprache ist undeutlich, die Zunge kann heraushängen oder die Lippen werden ständig beleckt. Es besteht eine Empfindlichkeit gegen Geräusche; Musik und das Blicken auf glänzende Gegenstände ist unerträglich oder verschlimmert die Beschwerden.

Zentralnervensystem

Beschwerden des Zentralnervensystem, für die Bufo rana als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Bufo ist ein wichtiges Mittel für Patienten, die geistig zurückgeblieben oder entwicklungsverzögert sind bei normaler körperlicher Entwicklung (Vithoulkas: „Groß an Körper, klein an Geist.“). Weiterhin ist es ein wichtiges Mittel bei Epilepsie und Krampfanfällen, besonders wenn die Anfälle während des Schlafes auftreten und der Patient nicht davon geweckt wird, sondern erst später erwacht mit sehr heftigen Kopfschmerzen. Typischerweise wird der Anfall eingeleitet durch einen Schrei. Die Kopfschmerzen sind einseitig, sind häufig mit kalten Füßen und Herzklopfen verbunden. Sie bessern sich, wenn Nasenbluten eintritt, verstärken sich durch Geräusche und Licht. Die Symptomatik verschlimmert sich in warmen Räumen.

Haut

Beschwerden der Haut, für die Bufo rana als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Die Haut hat eine gelbliche Färbung; kleine Wunden eitern sehr stark, Entzündungen bilden übelriechende Absonderungen und Ausdünstungen. Mitteltypisch für Bufo ist die Entzündung der Finger (Panaritium) mit Schmerzen, die streifenförmig den ganzen Arm hochlaufen (septische Lymphangitis). Finger färben sich schwarz nach einer Verletzung. Eiterblasen erscheinen auf Haut und Schleimhaut, besonders der Handteller und Fußsohlen. Große gelbe Eiterblasen öffnen sich und hinterlassen eine wunde Fläche und sondern jauchige Flüssigkeit ab.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Bufo rana:

Ein Mittel für geistig entwicklungsverzögerte Patienten bei normaler oder kräftiger körperlichen Entwicklung. Geistesschwäche, kindisches albernes Benehmen, Neigung zum Heulen und Beißen. Furcht vor Tieren und Fremden. Geräusche, Musik und glänzende Gegenstände sind unerträglich. Epilepsie und Krampfanfälle besonders im Schlaf, mit initialem Schrei. Epilepsie zur Zeit der Menstruation oder in Zusammenhang mit den Sexualfunktionen. Kopfschmerzen besser durch Nasenbluten. Herzklopfen oder das Gefühl, das Herz wäre zu groß. Hitzewallungen. Polypen und Tumore der Gebärmutter. Brustkrebs, blutige Absonderungen aus den Brustwarzen. Infizierte Hauterkrankungen besonders der Finger mit Lymphangitis. Panaritium, Furunkel, Karbunkel. Eiterblasen besonders von Handteller und Fußsohlen. Kleine Wunden eitern stark. Übelriechende Absonderungen und Ausdünstungen. Hautabsonderungen gelblich, eitrig, jauchig. Wassersucht. Starke Libido, keine sexuellen Hemmungen, exzessive Onanie, Impotenz. Brennen in verschiedenen Körperteilen. Lumbago schlimmer durch Aufrichten oder geringste Bewegung. Muskelkrämpfe und Zittern der Glieder. Verlangen nach süßen Getränken und nach Alkohol, betrinkt sich gern.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Bufo rana als Heilmittel infrage kommt:
Besserung der Beschwerden durch:
Baden, kalte Luft, heißes Fußbad, Blutungen.

Verschlechterung< der Beschwerden durch:
beim Aufwachen, während des Schlafes, warme Räume, Bewegung.

Sonstiges


Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Zwei Bufo-Fälle (aus Allgemeine Homöopathische Zeitung AHZ)

Ein 43jähriger Mann bekam seit 1 Jahr ohne bekannte Ursache jeden Monat mehrere Anfälle von Epilepsie ohne Aura; die Anfälle kamen ganz plötzlich und ohne charakteristische Symptome, mit Bewußtlosigkeit, lividem Gesicht und blutigem Schaum vor dem Mund. Der Anfall dauerte 10 - 10 Minuten, danach folgt ein mehrstündiger Schlaf, aus dem er erwacht ohne zu wissen, was vorgefallen ist. Er bekam Bufo rana D6 zweimal täglich und es traten keine Anfälle mehr auf. (AHZ 69, 5. Bojanus)
Ein 11 jähriger Knabe hatte vor 6 Monaten einen ersten epileptischen Anfall, seitdem jede Woche an einem Tag 4 Anfälle in Folge. Die Anfälle beginnen stets mit einem durchdringendem schrillen Schrei, danach Bewußtseinsverlust, Krämpfe der Glieder, Zuckungen und Verzerrung der Gesichtsmuskulatur, Zähneknirschen und Schaum vor dem Mund. Die Anfälle dauern 10-15 Minuten, danach tiefer Schlaf mit Schnarchen. Auch hier führten 2 tägliche Gaben Bufo D6 in 4 Wochen zur Heilung. (AHZ 69, 5. Bojanus)






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