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Materia Medica

Klassische Homöopathie

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Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Bromum, Bromium


Brom (Brom.)


Bromum: der gessamte Bedarf an Brom wird aus dem Meer gewonnen Das chemische Element Brom gehört zusammen mit Fluor und Chlor zu den sog. Halogenen und stellt sich dar als schwere rotbraune Flüssigkeit. In der Natur kommt es rein nur in Form von Verbindungen (Bromide) vor. Es ist neben Quecksilber das einzige bekannte Element, dass unter Normalbedingungen flüssig ist. Bromide sind ein Bestandteil des Meerwassers; fast der gesamte Weltbedarf an Brom wird aus dem Meer gewonnen. Sein Name steht für griech. brom=Bocksgestank der Tiere und wurde dem Element von J. L. Gay-Lussac aufgrund seines stechenden chlorähnlichen Geruchs verliehen. Elementares Brom ist sehr giftig und ätzend bei Hautkontakt; seine Dämpfe sind noch giftiger als Chlor und führen zu Atemnot, Lungenentzündung und Lungenödem. Wegen seiner Wirkung auf Mikroorganismen wird es oft als Desinfektionsmittel, Insektenspray und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Ferner waren in der Vergangenheit Bromide häufiger Bestandteil von Arzneimittel, vor allem von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, die in den USA der 20er Jahre überaus beliebt waren.
In der klassischen Homöopathie wird Brom vorwiegend bei Erkrankungen der Atemwege und der Drüsen eingesetzt.

Bromum wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Atemwege, Drüsen, Herz-Kreislauf, Nervensystem

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Abkühlung nach Schwitzen, Baden im Meer, Staub, Zugluft

Hauptanwendungsgebiete von Bromum

- Asthma und Bronchitis
- Laryngitis

- Pharyngitis (Rachenentzündung)
- Tonsillitis (Mandelentzündung)
- Diphterie
- Kropf
- Tränenfistel
- Schwindel
- Krupphusten
- Diphterie
. Mumps
- Parotitis (Ohrspeicheldrüsenentzündung)
- Struma (Kropf)
- Hodenschwellung
- Schwellung der Eierstöcke
- Lungenemphysem
- Nasenbluten
- Migräne
- Apoplexie (Schlaganfall)
- Mammatumor
- Tuberkulose
- Herzhypertrophie (Herzvergrößerung)

Typus/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Kopfschmerz und Migräne finden sich vorwiegend linksseitig, verschlimmern sich beim Bücken, in der Sonne oder nach Milchtrinken. Schwindel beim Überqueren von fließendem Wasser, z. B. einer Brücke. Das Mittel scheint besonders gut zu wirken bei Kindern vom lymphatischen Typ mit vergrößerten Drüsen. Außerdem wirkt es am besten, allerdings nicht ausschließlich, bei Menschen mit hellen Haaren, blauen Augen, hellen Augenbrauen und blasser empfindlicher Haut, bei blonden rotbackigen Mädchen. Constantin Hering schreibt: „Das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Brom und Jod ist, dass Brom die Blauäugigen und Jod die Braunäugigen kuriert.“

Atemwege/Brust

Beschwerden der Atemwege, für die Bromum als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Erkältungen beginnen im Kehlkopf und wandern von dort aus nach oben und unten. Die Patienten klagen über Zusammenschnürung des Kehlkopfes; der Husten ist trocken mit Heiserkeit und brennendem Schmerz hinter dem Brustbein. Die Stimme ist tief und heiser. Es besteht das Bedürfnis tief einzuatmen, was aber erneuten Husten verursacht. Der Husten ist erstickend, kruppartig und pfeifend oder mit Herzklopfen. Der Auswurf ist dick und weiß oder schwierig und kann nicht ausgeworfen werden. Die eingeatmete Luft wird als sehr kalt empfunden oder es besteht das Gefühl von Rauch in den Atemwegen oder ein Vollheitsgefühl als ob die Lungen mit Daunen gefüllt werden. Starkes Herzklopfen, auch mit Übelkeit, welches schlimmer wird beim Liegen auf der linken Seite. Der schneidende Herzschmerz erstreckt sich nach oben. Sportlerherz (Herzhypertrophie).

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Bromum:

Eine Arznei für Kehlkopf und Atemwege bei Erkrankungen wie Schnupfen, Kehlkopfentzündungen, Diphterie, Tonsillitis, Bronchitis, Asthma und Krupphusten. Asthma ist besser am Meer, Asthma bei Seeleuten sobald sie an Lang gehen. Trockener Husten, starke Heiserkeit, viel Schleimrasseln, Schleim kann nicht ausgeworfen werden. Atemnot und Gefühl der Erstickung am Schleim, besonders beim Schlucken. Erstickender Husten beim Schlucken. Kältegefühl beim Einatmen und brennender Schmerz hinter dem Brustbein. Nasenflügelatmung. Spinnwebgefühl im Gesicht. Herzhypertrophie und Sportlerherz. Brustschmerzen ziehen nach oben. Große Schwäche. Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Mumps, besonders links. Harte Drüsenschwellungen, besonders am Unterkiefer. Hodenschwellung. Schwellung der Ovarien. Brusttumore. Kropf. Kopfschmerz und Migräne vorwiegend links. Schwindel beim Gehen über fließendes Wasser. Magenulcus besser nach Essen oder Erbrechen. Verdauungsbeschwerden mit schwarzem übelriechendem Stuhl. Hodenschwellung und Verhärtung besonders links. Beschwerden vorwiegend linksseitig und schlimmer durch Wärme.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Bromum als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Bewegung, körperliche Übungen, am Meer, Nasenbluten

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Wärme, im warmen Zimmer, abends bis Mitternacht, feuchtwarmes Wetter, Staub, Zugluft, Liegen auf der linken Seite

Sonstiges

Milch, Salz und Tabakrauchen sollte während der Einnahme von Bromum vermieden werden.

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Bromum-Fall

H. C. Allen berichtet über Karl Anton Kass, einen jungen Arzt, der wegen seiner Schlaflosigkeit regelmäßig Brom-Tabletten einnahm. Auf einer Wanderung bekam er dann unerklärliche Beschwerden: er litt unter plötzlichem Schwindel1 und nachts unter Kruppanfällen und Stimmritzenkrämpfen. Seltsamerweise konnte er auf seiner Wanderung auch nicht mehr über Brücken, die über fließendes Wasser führten, gehen. Er konnte sich nicht erklären, was mit ihm los war und hielt sich schon für hysterisch.
Daraufhin las ihm sein Vater das Arzneimittelbild von Bromum vor. Danach nahm er keine Schlaftabletten mehr ein und wurde gesund und - homöopathischer Arzt.





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