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Materia Medica

Klassische Homöopathie

Schüssler Salze
Bachblüten


Samuel Hahnemann: Klassische Homöopathie

Bambusa arundinacea, Bambus


Familie der Poaceae (Bamb-a)


Bambusa arundinacea (Bambus)
Bambus ist eine immergrüne Pflanze aus der Familie der Süßgräser, die ursprünglich im asiatischen Raum heimisch war. Sie ist ungewöhnlich robust, kann sogar kurzfristig Temperaturen von -20° vertragen. Je nach Art blüht sie periodisch synchron (d. h. alle Pflanzen einer Region blühen gleichzeitig), je nach Art alle 12 bis 120 Jahre. Nach der Blüte stirbt die Bambuspflanze dann ab. Man weiß bis heute nicht sicher, wieso sie so selten blüht und was sie dazu anregt.
Bambus werden viele positive symbolhafte Bedeutungen zugeordnet: in China gilt er als Symbol für langes Leben, in Indien für Freundschaft und in Japan als Symbol der Reinheit. Der Taoismus sieht in Bambus das Symbol für Flexibilität, Überlebensfähigkeit und Ausdauer.
Für die Industrie ist Bambus ein wichtiger schnell nachwachsender Rohstoff, vor allem in Asien ist Bambus seit Jahrhunderten die Lebensgrundlage der Menschen und wird vielseitig genutzt: als Material für Möbel und Hausbau, als Brennmaterial, für Textilien, Kosmetik- und Pflegeprodukte und nicht zuletzt als Lebensmittel auch gegen Osteoporose. Als Baustoff ist Bambus Harthölzern ebenbürtig, an Zähigkeit sogar überlegen, außerdem ist er durch die Hohlräume viel leichter und elastisch.
In der klassischen Homöopathie wird Bambus häufig bei Beschwerden verordnet, die durch Überforderung entstanden sind.

Bambus wirkt bevorzugt auf Beschwerden von

Gemüt, Stütz- und Bindegewebe, Hormonsystem

Folgende Umstände können die Beschwerden ausgelöst haben:

(Causa):
Überforderung, Streß, Geburt, Stillen

Hauptanwendungsgebiete von Bambus

- Bandscheibenvorfall
- Morbus Bechterew
- HWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom
- Torticollis (Schiefhals)

- Ischias
- Rückenschmerzen
- Gelenkknacken
- Knochenschmerzen
- hypermobile Wirbelsäule
- sog. Burn-out-Syndrom
- Brusttumore
- Milchfluß bei nicht stillenden Frauen
- Gebärmutterentzündung
- Menstruationsbeschwerden
- PMS (prämenstruelles Syndrom)
- Sodbrennen
- Diarrhoe (Durchfall)
- Schwindel
- Kopfschmerzen und Migräne
- Schlaflosigkeit
- Hitzewallungen

Stimmung/Gemüt laut klassischer Homöopathie

Die Beschwerden begleitend können folgende typische Gemütszustände auftreten:
Der Patient, der Bambus benötigt, fürchtet sich vor der Zukunft, weil er schon in der Gegenwart kaum in der Lage ist, den Anforderungen gerecht zu werden. Jede zusätzliche Belastung führt ihn näher zum Zusammenbruch Er ist gefangen in einer Lebenssituation, die ihn überfordert und aus der er keinen Ausweg findet. Er hat alle Flexibilität verloren und sucht nach Hilfe und Unterstützung bei anderen. Sein Thema ist Mangel an Elastizität bzw. Flexibilität im Sinne von Verhärtung, Steifigkeit, Anspannung und Verspannung. Es geht um die Entscheidung „Flüchten oder Durchhalten“. Dieser Zustand betrifft häufig Frauen und Mütter, die zwischen Beruf und Kindern hin- und hergerissen werden und sich überfordern; ein Zustand der eine Veränderung im Leben nötig macht. Im fortgeschrittenen Fall entwickeln sich Faulheit und Widerwillen gegen die Arbeit, Müdigkeit, Gefühle der Ausgebranntheit und Hoffnungslosigkeit. Starke Kopfschmerzen kommen vom Nacken und ziehen über den Hinterkopf. Migräne mit Pulsieren im Kopf, Hitze, Schweiß und Herzklopfen. Schmerz wie ein Band um die Stirn. Die Augen sind ödematös geschwollen, schlimmer morgens.

Rücken/Extremitäten

Beschwerden von Rücken und Extremitäten, für die Bambus als Heilmittel infrage kommt, haben typischerweise folgende Charakteristika:
Nacken und Halswirbelsäule sind steif, die Patienten können den Kopf nicht drehen, es knackt bei jeder Bewegung. Sie sind empfindlich gegen Kälte und Zugluft; Wärme und sehr heißes Baden bessert die Beschwerden, die morgens schlimmer sind und sich im Laufe des Tages bessern. Schmerzen sind brennend, ziehend, stechend oder plötzlich wie Stromstösse; sie wandern und wechseln ständig den Ort oder sind nur an kleinen Punkten lokalisiert. Schmerzen „wie zu kurz“ mit begleitender Steifigkeit, Knochenschmerzen. Ischias und Schmerzen in Kreuz, Steißbein und Ileosakralgelenk mit Schwierigkeiten aufrecht zu stehen; Bücken ist unmöglich. Die Arme kribbeln und sind taub mit einer Empfindung von elektrischem Strom, Gegenstände werden ungeschickt fallengelassen. Die Beine fühlen sich an wie zerschlagen oder wie bei Muskelkater, sind schwer und müde wie Blei, zittern. Die Muskeln sind verkrampft, die Gelenke knacken bei Bewegung.

Allgemeine Charakteristik und Leitsymptome von Bambus:

Ein Mittel für Menschen die gefangen sind in einer belastenden Lebenssituation; Verlust der Flexibilität, Erschöpfung, Überforderung und Burn-out-Syndrom. Verlangen nach Unterstützung. Müdigkeit und Erschöpfung, Gleichgültigkeit und Apathie, Gedächtnisschwäche und Depression. Kopfschmerzen und Migräne vom Nacken ausstrahlend, mit Verlangen sich anzulehnen. Zervikalsyndrom. Rückenschmerzen und Ischias, mit Steifheit. Knochenschmerzen. Schwindel wie betrunken, vom Hinterkopf kommend. Schlaflosigkeit, durch Gedankenandrang. Hormonelle Beschwerden, PMS, Brustschmerz und -spannen, vor der Regel, Hitzewallungen mit Schweiß. Sterilität. Schwächezustände nach Geburt und Stillen. Übelkeit durch bei Kopfschmerzen, bei der Regel, durch Essensgerüche. Meteorismus (Blähbauch). Kälteempfindlich und Frostigkeit, Frostschauer.

Modalitäten

(=alles was den Krankheitszustand verbessert oder verschlimmert)
Folgende Umstände sind typisch für Beschwerden, für die Bambus als Heilmittel infrage kommt:

Besserung der Beschwerden durch:
Wärme, heißes Bad

Verschlechterung der Beschwerden durch:
Kälte, Zugluft

Bitte beachten Sie:

Tritt eine Besserung der Beschwerden ein, muss die Einnahme abgesetzt bzw. reduziert werden, mehr dazu unter Handhabung homöopathischer Arzneien.

Bambus-Fall

Frau Sch. kommt 4 Wochen nach der Geburt ihrer Tochter in die Praxis wegen eines anhaltenden Schwäche- und Erschöpfungszustandes. Die Geburt war langwierig gewesen und schwer, mit großem Dammschnitt und Hämatom, nie wieder wolle sie ein Kind bekommen. Sie hat mehrere Kilo an Gewicht verloren, stillte ihre Tochter voll. Durch das Stillen fühlte sie sich immer schwächer, es kam ihr vor als wenn dadurch die letzte Kraft aus ihr gesaugt werde, so dass sie nun ein Abstillmittel genommen hat. Psychisch fühlt sie sich völlig überfordert, leer und depressiv. Vom Schreien des Kindes fühlt sie sich ständig verfolgt. Weil sie den Haushalt nicht schaffte, hatte ihr Ehemann schon Urlaub genommen und nun war die Schwiegermutter vorübergehend bei ihr eingezogen um sie zu unterstützen.
Daraufhin bekommt Frau Sch. Bambusa in einer Q-Potenz. Nach 4 Wochen Einnahme wird sie wieder vorstellig mit dem Kind auf dem Arm und fühlt sich sehr gebessert. Sie habe wieder an Gewicht zugenommen, das depressive Gefühl ist geschwunden und nun kann sie auch besser mit dem Kind umgehen und kommt wieder ohne Hilfe zurecht.




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