Unter Tinnitus versteht man eine Erkrankung, bei der der Patient rauschende, pfeifende Ohrgeräusche wahrnimmt (lat. tinnire = klingeln). Diese
Geräusche sind in der Regel nur von der Person selbst wahrnehmbar. Die Ätiologie für das Syndrom ist oft unbekannt, trotzdem sollte man
bevor man ausschließlich psychosomatische Gründe heranzieht, ausschließen, dass keine andere Grunderkrankung verantwortlich ist für das
Ohrgeräusch. Auslöser für den Tinnitus können u.a. Innenohrschädigungen (z.B. Morbus Menière), Minderdurchblutungen des Ohrs
(z.B. bei bestehenden Bluthochdruck, aber auch bei niedrigen Blutdruck), eine Erkrankung des Mittelohrs (z.B. Paukenerguß), ein Hirntumor oder eine
Erkrankung an Multiple Sklerose sein. Meist führen aber Stress, psychische Extremsituationen, nervliche Belastungen, Überarbeitung, o.ä.
zu diesem Krankheitsbild.
Die Schüssler Salze Therapie:
Die Nr. 1
Calcium Fluoratum hält die Gefäße im Ohr elastisch.
Das Schüssler-Salz Nr. 2
Calcium Phosphoricum kann helfen, wenn eine Muskelverspannung
im Nackenbereich Auslöser für das Ohrgeräusch ist, meistens sind dann wechselnde Geräusche im Ohr wahrnehmbar.
Die Nr. 3
Ferrum Phosphoricum kann im akuten Falle eines Gehörsturzes unterstützend
wirken, da es die Sauerstoffversorgung im Ohr verbessern kann. Dies kann aber nur durch eine sehr hohe Dosierung erreicht werden
(mind. 150 Stück täglich!!)
Bei einem Mangel am Salz Nr. 4
Kalium Chloratum ist oft das Blut zu "dickflüssig", was
die Sauerstoffabgabe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) erschwert. Dies sorgt dann wiederum für eine Sauerstoffunterversorgung
in den Ohren.
Eine zu hohe Säurebelastung wirkt sich generell schlecht auf die Blutgefäße aus. Hier kommt dann das Schüssler-Salz- Nr. 9
Natrium Phosphoricum ins Spiel, welches den Säurehaushalt reguliert.
Das Salz Nr. 10
Natrium Sulfuricum bringt "Störungen des Gleichgewichts" wieder ins Lot.
Hier sind sowohl Störungen im Organismus (z. B. Schlacken, die den Körper belasten) als auch "Blockaden" und "Überlastungen" der Psyche
("Seelenmüll") gemeint.
Für eine bessere Durchblutung des Ohres sorgt auch die Nr. 11
Silicea. Das Salz wirkt einer
Verhärtung der Blutgefäße und der dadurch möglichen Einlagerung von Cholesterin entgegen.
Bachblüten
Da Überarbeitung und Stress oft zu den auslösenden Faktoren beim Tinnitus gehören, muss man hier sofort an die
Nr. 22
Oak denken, welche das "Arbeitstier" unter den Blüten ist. Diese
Bachblüte hilft das Leben mit weniger Verbissenheit zu sehen und das ständige zu hohe Arbeitspensum (den Dauerstress) zu normalisieren.
Sie gibt dem Leben mehr "Zeit" und der Arbeit gegenüber ein "gesundes Pflichtbewußtsein".
Elm, die Nr. 11 unter den Bachblüten sorgt dafür, dass man lernt im Leben
"Nein" zu sagen und sich nicht alles aufbürden lässt. Sie erlaubt Schwächen zu zeigen und lehrt dem Patienten seine Grenze der Belastbarkeit zu erkennen.
Impatients, die Blüte Nr. 18 wirkt sich u.a. günstig auf den Blutdruck aus
und stabilisiert das Nervenkostüm. Ungeduldiges, nervöses Verhalten kann mit Gabe dieser Blüte entgegen gewirkt werden.
Die Blüte Nr. 20
Mimulus baut Ängste ab, welche den Körper so stressen, dass dieser auf
der Organebene, wie z.B. hier mit Ohrgeräuschen, reagiert.
Mimulus läßt die Welt nicht mehr so "furchtbar" wirken und der Körper findet
wieder Ruhe um Kraft zu schöpfen.
Die Bachblüte Nr. 35
White Chestnut verhilft seine Gedanken und Gefühle besser zu
ordnen und somit das "Gefühls-Wirr-Warr" im Kopf zu sortieren. Sie macht die Probleme klarer und somit kann auch oft leichter eine
Lösung gefunden werden.
Die Nr. 34
Water Violet hilft aus der Introvertiertheit, was sich oft positiv auf
vorhandene Sorgen auswirkt, die "man alleine mit sich trägt". Oft lösen sich die "Dinge" sobald man sich mit jemanden Anderem austauscht.
Die Blüte macht offener, geselliger und "gelöster" (der innere Druck lässt nach).
Ernährung
Ist eine Blutdruckstörung für den Tinnitus verantwortlich, so sollte diesbezüglich auch die Ernährung entsprechend umgestellt werden.
Hier ist u.a. auf den Kochsalzverbrauch zu achten, welcher bei einem erhöhten Blutdruck entsprechend zu reduzieren ist. Guter Ersatz
für das Kochsalz sind Kräuter (vor allem frische Kräuter) und das Ausweichen auf andere Gewürze (Knoblauch, Bärlauch).
Der Konsum von tierischen Eiweiß und Fetten sollte reduziert werden (mehr vegetarische Kost auf den Speiseplan setzen).
Bei Übergewicht ist es naheliegend an eine Gewichtsreduktion zu denken.
Sollte ein niedriger Blutdruck verantwortlich sein, ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, mind. 2 Liter täglich! Als
Flüssigkeit sollte hauptsächlich Wasser getrunken werden. Zwischendurch eine gut gewürzte Gemüsebrühe kann die Blutdruckwerte erhöhen.
Magnesiumreiche Nahrungsmittel (z.B. Nüsse, Spinat, Getreide) sind gut für die Nerven. Ballaststoffreiche Kost kann die
Cholesterinwerte verbessern und somit die Durchblutung der Adern optimieren.
Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin sollten auf das Minimalste reduziert bzw. komplett gestrichen werden.
Ebenso ist zu empfehlen, dass man seinen Körper auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen lässt. Vor allem auf aminhaltige Lebensmittel, wie
z.B. Rotwein, Hartkäse, Sauerkraut, ist zu achten!
Heilpflanzen
Die Wolfsmilch (Euphorbia), in der homöopathischen Potenz ab D6 (Urtinktur giftig!) kann beim Tinnitus gute Dienste leisten.
Die zerebrale Durchblutung kann durch den Gingkobaum (Ginkgo bilboa) verbessert werden. Die Mistel (Viscum album)wirkt gefäßerweiternd und
blutdruckregulierend. Allgemein wirken Baldrian und Hopfen schlaffördernd, was dem Stressfaktor zu nutzen kommt.
Beim Tinnitus handelt es sich um ein sehr unangenehmes, "nerviges" Krankheitsgeschehen, was mitunter den Patienten "zum Wahnsinn" treiben
kann. Wichtig ist es, hier Geduld zu üben (d.h. auch den einzelnen Mitteln und Therapien "Zeit zu geben" zum Wirken!) - Sich dabei
seine momentane Lebenssituaton genau anzuschauen und in "sich hineinzuhören".
Stressabbauende Methoden (z.B. autogenes Training), Schüssler-Salze, Bachblüten und Heilpflanzen können sich durchaus positiv
auf die Beschwerden auswirken und dem "Pfeifen im Ohr" evtl. ganz Adieu zu sagen.