Bei einer Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch-rezidivierende Entzündung der Haut mit Juckreiz, Rötung, Schuppung,
Nässen und Krustenbildung. Das Krankheitsbild zählt zum atopischen Formenkreis (d.h. vererbte Allergieneigung).
Die genaue Ursache der Erkrankung ist immer noch nicht genau geklärt. Viele unterschiedliche Faktoren können zur Krankheitsentstehung
beitragen. Hierzu zählen z.B. Allergene (z.B. Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben, Nahrungsmittel), Emotionen und Stress, gestörte Darmflora,
Klimafaktoren, erbliche Belastung. Diese Auslöser sind verantwortlich für eine Unterproduktion der Talg- und Schweißdrüsen, die durch eine IgE-Antikörper-Reaktion
zu einer allergischen Hautreaktion mit starken Juckreiz führt.
Oft beginnt die Erkrankung bereits im frühen Kindesalter. Die ersten Anzeichen sind Milchschorf (wobei nicht jedes Kind mit Milchschorf eine
Neurodermitis entwickelt!), gerötete Haut, juckende Bläschen und Schuppung der Haut.
Da es sich um eine Erkrankung des atopischen Formenkreises (dazu zählen auch Asthma, allergischer Schnupfen) handelt, ist es aus
naturheilkundlicher Sicht wichtig den gesamten Organismus zu betrachten und die verschiedenen Ebenen (körperlich und seelische) zu behandeln,
was sehr gut mit der Bachblüten-Therapie oder den Schüssler-Salzen möglich ist.
Die Schüssler Salze Therapie:
Das Schüssler-Salz Nr. 2
Calcium Phosphoricum gilt als Stärkungssalz für den Organismus.
Es senkt die Allergiebereitschaft des Körpers, besonders wenn das Allergen "Eiweiß" dabei eine Rolle spielt. Das
Schüssler-Salz Nr. 2 benötigt eine längere Einnahmedauer, da es sich um ein sehr langsam wirkendes Salz handelt.
Das Schüssler-Salz Nr. 4
Kalium Chloratum ist ein wichtiges Salz bei Hautproblemen, da oft eine Übersäuerung des Organismus dahintersteckt.
Es bindet chemische Gifte, die sich z.B. im Bindegewebe der Haut manifestiert haben und so zur Übersäuerung
des Körpers geführt haben.
Die Nr. 5
Kalium Phosphoricum stärkt den Organismus, macht den Körper widerstandsfähiger
und beruhigt die Nerven. Bei einer "nervös(nervlich)-bedingten" Neurodermitis sollte dieses Salz in der Therapie nicht fehlen.
Auch das Schüssler-Salz Nr. 6
Kalium Sulfuricum trägt dazu bei, dass der Körper sich von
Giftstoffen, die sich z.B. nach durchgemachten Krankheiten noch im Organismus festgesetzt haben, lösen kann. Dies fördert die
Entschlackung und wirkt sich positiv auf das Hautbild des Neurodermitis-Patienten aus.
Ein weiteres hautberuhigendes Salz ist die Nr. 7
Magnesium-Phosphoricum. Die Nr. 7 kann
sowohl bei äußerlicher als auch innerlicher Anwendung den Juckreiz lindern und so die Haut "beruhigen".
Bei wässrigen Hautbläschen ist das Salz Nr. 8
Natrium Chloratum angezeigt, da es den
Wasserhaushalt reguliert, was dem gesamten Krankheitsbild entgegenkommt, da es auch die Talg- und Schweißdrüsen-Produktion stabilisiert.
Das Schüssler-Salz Nr. 9
Natrium Phosphoricum regelt den Säurehaushalt und ist bei
einer Neurodermitis eines der Hauptsalze in der Schüssler-Salz-Therapie. Ein zuviel an Harnsäure kann verantwortlich sein für
den Krankheitszustand der Haut. Durch das Salz Nr. 9 wird der Harnsäurehaushalt stabilisiert und der Stoffwechsel gestärkt.
Das Mittel für die Entschlackung des Körpers und der Ausscheidung der Schlacken ist bei der Schüssler-Salz-Therapie die Nr. 10
Natrium Sulfuricum. Vor allem bei starken Juckreiz, für den durchaus die Verbindung von
Schlacken und Schweiß verantwortlich sein kann, bringt das Salz große Linderung. Durch die äußere Anwendung der Schüssler-Salbe Nr. 10
kann dieser Effekt noch verstärkt werden.
Calcium Sulfuratum, die Nr. 12 der Schüssler-Salze ist angezeigt, wenn der Körper etwas
"loswerden" möchte, etwas nach außen gibt. Der Reinigungseffekt des Salzes bessert das Hautbild und obendrein wird dem Salz Nr. 12
nachgesagt, dass es die Wirkung der anderen Schüssler-Salze verstärken kann.
Das Schüssler-Salz Nr. 24
Arsenum Jodatum, angewandt in der D12 (nicht in der D6!)
gilt als Stärkungs- und giftausscheidendes Salz. Vor allem bei nässenden, stark juckenden Hautausschlägen ist es angezeigt,
da es den Ausscheidungsvorgang fördert und die Haut resistenter macht.
Bachblüten
Allergische Hautreaktionen werden der Blüte Nr. 3
Beech zugeordnet.
Hintergrund der Blüte ist, dass der "Beech-Patient" es gerne hat, wenn er seine Ansichten durchsetzen kann (dies geschieht oft
unbewusst und unbeabsichtigt). Durch das Krankheitsbild der Neurodermitis wird ihm dies zum Teil in manchen Dingen erleichtert, da meist eine gewisse Rücksichtnahme gegenüber ihm durch seine
Mitmenschen vorhanden ist. Die Blüte macht toleranter, nachgiebiger und bringt mehr Gelassenheit in das Leben.
Bei nicht erklärbaren Überreaktionen des Körpers verschafft die Bachblüte Nr. 15
Holly
Linderung. Oft herrscht beim "Holly-Patienten" innerlich (kann auch nach außen gehen) eine große Aggressivität - "man kann
sich selbst nicht mehr leiden" und "frisst alles in sich hinein". Dies kann so weit gehen, dass der Patient innerlich krank werden kann bzw. das sich die nicht ausgelebte oder zum Teil unterdrückte
Aggressivität anderweitig bemerkbar macht (z.B. bei der Neurodermitis durch die Haut). Die Bachblüte hilft, dass diese Aggressionen besser
verarbeitet werden können, damit der Erkrankte mit sich selber wieder besser "ins Reine" kommt und sich in seiner Haut wieder
wohlfühlen kann.
Die Blüte Nr. 18
Impatiens kann helfen in unsere schnelllebige Zeit mehr Ruhe und Gelassenheit
zu bringen. "Innere Ruhe" und vor allem "Gelassenheit" sind bei vielen Neurodermitis-Patienten (nicht bei allen!) ein wichtiger Stützpfeiler.
Auch wenn sie oft nach "außen" genau diese Eigenschaften ausstrahlen, so rumort es "innerlich" und durch die Hektik unserer Zeit wird
dies, wenn auch unbewusst, oft verstärkt. Hier kann die Bachblüte Nr. 18, die vor allem bei juckenden Hauterkrankungen indiziert ist,
entgegensteuern und eine ausgleichende Wirkung erzielen.
Bei sehr starken Juckreiz kann die Blüte Nr. 6
Cherry Plum Abhilfe bringen. Der Patient
möchte aus seiner Haut "ausbrechen" bzw. aus seiner Haut "fahren". Da dies nicht möglich ist, zeigt sich die innere Angespanntheit
und Aggressivität durch den starken Juckreiz. Die Blüte verhilft den inneren Kampf mit diesen negativen Kräften in positive Energien
umzuwandeln, was sich dann positiv auf das Hautbild auswirken kann.
Eine weitere Blüte, die hilft, wenn negative Energien nach "innen" projiziert werden, ist die Blüte
Nr. 21
Mustard. Vor allem bei Menschen, denen es schwer fällt Ihrem Gegenüber einmal laut
zu werden und es lieber runterschlucken und sich dann letztlich über sich selbst ärgern. Der "geschluckte Ärger" staut sich im Körper auf
und zeigt sich dann auf einer anderen Weise z.B. durch Depressionen oder anderen Erkrankungen (Magengeschwür, Neurodermitis, etc.). Hier stärkt die
Bachblüte das Selbstbewusstsein und gibt Kraft, dass sich der Mensch mit seinen Problemen (Ärger) leichter auseinandersetzen kann und offener
gegenüber Anderen wird.
Die Bachblüte Nr. 32
Vine ist für Menschen anzeigt, die mir ihrer Energie mehr autoritär und dominierend
umgehen. Diese Menschen besitzen so eine starke "innere Kraft", die sie dazu treibt andere Menschen ihren Willen aufzuzwängen, ihre Macht
zu missbrauchen und sich sogar zu einem Tyrann entwickeln können. Das Ausleben ihrer "inneren Dynamik" kann sich auch körperlich durch das
Auftreten von Autoimmunerkrankungen, Hautreaktionen und sogar bis hin zur Karzinombildung zeigen. Hier schwächt die Blüte den "inneren Druck" und macht
toleranter und großzügiger. Die starke Willenskraft wird positiv beeinflusst und verhilft dazu, dass die souveräne Ausstrahlung besser
zum Wohle "aller Mitmenschen" genutzt werden kann.
Eine weitere Blüte die bei Hauterkrankungen gute Wirkung zeigt, ist die Nr. 34
Water Violet.
Sie ist für Menschen, die sich oft stolz, arrogant und überheblich zeigen. Meist stehen sie daher mit ihren eigenen Problemen alleine da und
entwickeln sich oft zum "empfindlichen Alleingänger". Sollte ein Kummer bestehen, so regeln sie diesen alleine und laufen Gefahr sich
immer mehr zu isolieren. Die Bachblüte lässt sie ihr Schutzschild abnehmen und sich zu ihrer Hilflosigkeit zu bekennen. Dafür erfahren sie
von ihrem Mitmenschen mehr Zuneigung und lässt sie wieder demütiger im Zusammenleben mit ihren Zeitgenossen werden.
Heilpflanzen
Um den Stoffwechsel generell zu stärken, empfehlen sich sogenannte "Stoffwechseltees" die kurartig über einen Zeitraum von mindestens
vier Wochen getrunken werden sollten. Die Teemischung sollte folgende Pflanzen enthalten: Stiefmütterchen (Viola tricolor) als
Umstimmungshelfer, Löwenzahn (Taraxum officiale) zur Blutreinigung, Brennessel (Urtica urens) ebenso zur Blutreinigung, Bittersüß
(Solanum dulcamara) wirkt entzündungshemmend.
Für Umschläge und Auflagen sollten gerbstoffhaltige Heilpflanzen eingesetzt werden. Gute Erfahrungen gibt es
mit Stiefmütterchen-Tee (Viola tricolor), Bittersüß (Solanum dulcamara), Walnuß (Juglans regina)und Eichenrinde (Quercus robur).
Für mehr "Innere Ruhe" sorgt Johanniskraut-Tee (Hypericum perforatum), er wirkt beruhigend und macht ausgeglichener.
Ernährung
Da bei der Neurodermitis als Auslöser Allergene eine Rolle spielen können, empfiehlt es sich im Rahmen der Ernährung darauf zu achten,
welche Nahrungsmittel u.U. die Erkrankung auslösen bzw. verschlechtern können. Deshalb sollte über ein paar Wochen ein Ernährungstagebuch
verfasst werden. Hier ist besonders
auf Nahrungsmittel wie Nüsse, Milch, Fisch, Schweinefleisch, Süßigkeiten, Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze zu achten. Auch die Zutatenliste, vor
allem bei Fertiggerichten, sollte unbedingt beachtet werden, da Lebensmittelzusatzstoffe im Verdacht stehen atopische bedingte Krankheiten
zu forcieren.
Auf tierische Eiweiße sollte so gut wie möglich verzichtet werden. Vor allem in den ersten Lebensjahren sollte auf Kuhmilch verzichtet werden,
da die Verdauung des Säuglings noch nicht so weit ausgebildet ist um die Kuhmilchproteine zu verdauen. Stillende Mütter sollten während
der Stillzeit auf Kuhmilchprodukte verzichten, besonders bei familiär belastenden Neugeborenen.
Sehr gute Erfahrungen gibt es durch Heilfasten mit anschließender konsequenter Ernährungsumstellung, welche individuell angepasst werden muss.
Erfahrungsgemäß besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Hautbeschaffenheit und dem Verdauungssystem, deshalb kann eine Darmsarnierung mit
entsprechender Ernährungsumstellung das Beschwerdebild verbessern.
Zusammenfassung
Durch eine (zusätzliche) naturheilkundliche Therapie kann man oft die Beschwerden lindern. Besteht eine sehr ausgeprägte und akute Neurodermitis
ist eine Kombinationsbehandlung (Naturheilkunde u. Schulmedizin) angezeigt. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass bei diesem Krankheitsbild oft
psychische Ursachen eine Rolle spielen. Beobachtungen haben ergeben, dass sich der psychologische Zustand der Eltern durchaus auf das Kind
auswirken kann und so das Kind bzw. der Säugling die Gefühle seiner Eltern durch die Neurodermitis auslebt. Die Neurodermitis ist eine der
Erkrankungen bei der der "ganzheitliche" Aspekt eine große Rolle spielt und deshalb eine Therapie auf allen Ebenen durchgeführt werden soll.
Eine alleinige Symptombehandlung führt oft nur zu einem vorübergehenden Heilungserfolg. Oft werden die Hauterscheinungen nur unterdrückt und
zeigen sich wiederum an einer anderen Stelle oder äußern sich über andere Organe (z.B. Asthma).
Durch Bachblüten kann auf der seelischen Ebene sehr viel erreicht werden. Die Schüssler-Salze festigen den Organismus, in dem auf der
Mikroebene (im Zellbereich) Mangelzustände behoben werden können.
Desweiteren sind regelmäßige Entspannungsübungen und "seelische Streicheleinheiten" (z.B. sich selber schöne Momente schenken) zu empfehlen.

Wer an diesen Hautveränderungen leidet, sollte auch beim
Neurodermitis Portal
jucknix.de vorbeischauen.