Beim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Verdauungsapparates. Hauptsächlich betroffen ist der
Dickdarm (Colon) und der letzte Abschnitt des Dünndarms (terminales Ileum); prinzipiell kann der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein,
vom Mund (eher selten) bis zum After. Kennzeichnend ist der Befall der entzündeten Darmbereiche durch Unterbrechungen, d.h. nicht der ganze
Darmbereich ist betroffen, sondern einzelne unabhängige, segmentale Abschnitte der Darmschleimhaut. Da sich durch den Entzündungsprozess
das Granulationsgewebe der Darmwände verdickt, führt dies zur Restriktion (Einengung) des Verdauungskanals.
Die Symptome des Morbus Crohn zeigen sich langsam und typischerweise in Schüben. Es kommt zu blutigen, wässrigen Durchfall (3-6 mal täglich), krampfhaften
Bauchschmerzen, unklares Fieber, starker Gewichtsverlust, Erbrechen und Übelkeit. Nicht selten treten auch extraintestinale Manifestationen auf,
wie z.B. Haut-, Augen-, Gelenk- und Lebererkrankungen. Die Beschwerden außerhalb des Darmtraktes können bereits einige Monate vor Beginn der
entzündlichen Darmerkrankung auftreten.
Die Ursache ist bisher nicht eindeutig geklärt. Es wird von einer Autoimmunerkrankung ausgegangen. Psychische Faktoren, erbliche
Vorbelastung, virale, bakterielle, genetische oder ernährungsbedingte werden ebenso als Auslöser vermutet - sind aber bisher nicht wissenschaftlich eindeutig
nachweisbar. Auch geht man davon aus, dass mehrere Faktoren gleichzeitig zusammenwirken, damit es zur Erkrankung kommt.
Therapiert wird im akuten Schub mit Glukokortikoiden um den Entzündungsverlauf zu hemmen und die immunologische Reaktion zu schwächen. Auch
eine spezifische Diät ist im akuten Schub unumgänglich.
Da als Krankheitsursachen mehrere Faktoren eine Rolle spielen und psychosomatische Gründe nicht ausgeschlossen sind,
ist eine naturheilkundliche Therapie auf alle Fälle einen Versuch wert. Denn mit den Schüssler-Salzen kann der
Organismus gestärkt werden, im Rahmen der Bachblüten-Therapie kann wieder ein seelisches Gleichgewicht hergestellt werden.
Die Schüssler Salze Therapie:
Da bei ca. 30 % der Morbus-Crohn-Patienten eine Laktoseintoleranz vorhanden ist, ist bei der Einnahme der Schüssler-Salze zu beachten,
dass bei einigen Herstellern Laktose in den Salzen verarbeitet wird. Es gibt aber auch Anbieter die laktosefreie Schüssler-Salze vertreiben
(nach diesen Herstellerfirmen in der Apotheke fragen).
Das Schüssler-Salz Nr. 2
Calcium Phosphoricum gilt als Stärkungssalz für den Organismus.
Es senkt die Entzündungsbereitschaft des Körpers, besonders wenn eine "Eiweißunverträglichkeit (Laktoseintoleranz)" ausschlaggebend
ist. Außerdem unterstützt es den Zellerneuerungsprozess im Körper. Das Schüssler-Salz Nr. 2 benötigt eine längere Einnahmedauer,
da es sich um ein sehr langsam wirkendes Salz handelt.
Das Salz Nr. 3
Ferrum Phosphoricum ist das Entzündungsmittel Nr. 1, was zu Beginn eines
Schubes eine beruhigende Wirkung ausüben kann. Außerdem gleicht es im feinstofflichen Bereich (intrazellulär) oft vorhandenen Eisenmangel aus.
Die Nr. 4
Kalium Chloratum ist das Salz der Schleimhäute und hat eine unterstützende Wirkung
auf die Funktionen des Verdauungstraktes (vor allem Magen-Darm-Bereich). Außerdem ist es das Schüssler-Salz für Entzündungen in der "blühenden
Phase" (2. Entzündungsmittel).
Die Nr. 5
Kalium Phosphoricum wirkt kräftigend, macht den Körper und auch so
den Magen-Darm-Trakt widerstandsfähiger und beruhigt die Nerven. Bei einer "psychosomatischen" Ursache, welche bei einem Morbus Crohn
nicht selten ist, sollte dieses Salz in der Therapie nicht fehlen.
Beim Morbus Crohn besteht, bedingt durch die schlechte Resorption fast immer ein Defizit an Mineralstoffen. Vor allem der Mineralstoff
Kupfer ist für dieses Krankheitsbild enorm wichtig, denn ein Mangel an Kupfer erhöht die Krampfbereitschaft des Körpers und unterstützt Koliken.
Cuprum Arsenicosum, die Nr. 19 der Schüssler-Salze wirkt diesem entgegen.
Deshalb ist eine Supplementierung dieses Mineralstoffes, vor allem auf der intrazellulären Ebene bei diesem Erkrankungsbild besonders wichtig.
Ein wichtiges Schüssler-Salz beim Morbus Crohn ist das Salz Nr. 24
Arsenum Jodatum. Es
verringert die Allergiebereitschaft des Körpers, ist ein Stärkungsmittel (vor allem bei großer Abmagerung und Auszehrung) und
verschafft bei entzündlichen Prozessen Linderung.
Bachblüten
Bei nicht erklärbaren Überreaktionen des Körpers verschafft die Bachblüte Nr. 15
Holly
Linderung. Oft herrscht beim "Holly-Patienten" innerlich eine große Verzweiflung bis hin zur Selbstaufgabe - "man kann
sich selbst nicht mehr leiden" und "frisst alles in sich hinein". Dies kann so weit gehen, dass der Patient innerlich krank wird bzw.
das sich die nicht ausgelebten oder zum Teil unterdrückten Gefühle anderweitig bemerkbar macht (z.B. beim Morbus Crohn greift der Körper
seinen eigenen Verdauungskanal an).
Die Bachblüte hilft, dass diese negativen Emotionen besser verarbeitet werden können, damit der Erkrankte mit sich selber wieder besser "ins Reine" kommt und sich in seiner Haut wieder
wohlfühlen kann.
Eine wichtige Blüte im Rahmen des Morbus Crohn ist die Nr. 6
Cherry Plum. Meist besteht
eine enorme, kaum zu beherrschende Anspannung, die der Erkrankte versucht mit großer Selbstbeherrschung unter Kontrolle zu halten.
Der Körper sucht sich ein Ventil, mit dem er diesen starken Druck verarbeiten kann. Beim Morbus Crohn wird diese große Anspannung
im Darm "verarbeitet" und schafft sich durch den schubweisen Entzündungsprozess immer wieder Erleichterung. Die Blüte verhilft die
negativen Kräfte in positive Energien umzuwandeln, was sich dann erfreulich auf das Erkrankungsbild auswirkt.
Das seelische-psychische Gründe für den Morbus Crohn verantwortlich sind, wird sogar schulmedizinisch nicht mehr ausgeschlossen.
Die wässrigen, blutigen Stühle kann man symbolisch für nicht geweinte oder zusätzlich geweinte Tränen interpretieren. Hier kommt die
Bachblüte Nr. 19
Larch ins Spiel. Vor allem Erkrankte die bereits in die Resignation flüchten,
deren Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl im Keller ist, kann diese Blüte wieder Mut geben und die Kraft im Körper die gegen diesen
arbeitet, dazu zu bringen, dass das eigene Potential erkannt wird und erfolgreich umgesetzt werden kann.
Oft spielen unbewusste und verdrängte Ängste eine Rolle, die gewaltsam vom Betroffenen verdrängt werden wollen. Dies können begründete
oder unbegründete Ängste sein. "Man hat die Hosen voll", was wunderbar zum Erkrankungsbild des Morbus Crohn paßt. Hier kann
die Blüte Nr. 20
Mimulus helfen, damit sich diese Ängste verringern und das starke
Potential das in einem schlummert (die Ängste vor Jedem und Allem lassen es nicht an die Oberfläche) endlich geweckt wird und
erfolgreich in das Leben eingebaut werden kann.
Andere ziehen nach großen Enttäuschungen (was oft einem Morbus Crohn vorausgeht) ein so großes "Schutzschild" vor sich hin, dass sie auf
den ersten Blick alles andere als hilflos oder von Kummer belastet erscheinen lässt. Sie geben sich hochmütig, intolerant und eigenbrötlerisch,
was sie oft isoliert und einsam macht. Der Erkrankte lebt in seiner eigenen Welt, in der er seinen Kummer verdrängen kann und meidet
andere, die ihm diese Probleme wieder gegenwärtig machen können. Die Blüte Nr. 34
Water Violet
zeigt den Weg aus der Isolation und unterstützt die "Vergangenheitstherapie".
Heilpflanzen
In erster Linie kommen beim Morbus Crohn gerbstoffhaltige Heilpflanzen in Frage, wie z.B. die Blutwurz (Potentilla tormentilla). Sie können
die Durchfälle stoppen und Linderung schaffen. Bei der oralen Einnahme sind Tinkturen besser verträglicher, für Einläufe empfehlen sich
Teezubereitungen.
Erleichterung bei Krämpfen im Magen-Darm-Trakt verschafft die Pfefferminze (Mentha piperita), aufgrund ihrer spasmolytischen Wirkung.
Flohsamen wirkt entzündungshemmend auf die Darmflora und vergrößert das Stuhlvolumen und reguliert die Verdauung.
Heidelbeeren haben sehr viele Gerbstoffe und wirken oberdrein noch entzündungshemmend, was dem Darm zu Gute kommt.
Ernährung
Bei einem massiven akuten Schub muss, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten und den Darm zu schonen, oft auf eine parenterale
(gesamter Verdauungstrakt wird ausgeschaltet) oder auf eine enterale (Ernährung erfolgt über eine Sonde) Ernährung umgestellt werden.
Bei einem Schub mit leichteren Beschwerden empfiehlt es sich auf eine ballaststoffreie Kost umzustellen und auf rohes Gemüse und grobe
Vollkornprodukte zu verzichten. Es sollten hauptsächlich naturbelassene Lebensmittel, leicht verdauliche Kost und pflanzliche
Fette (kalt gepresst und ungehärtet) verwendet werden. Gedünstetes und püriertes Gemüse ist ideal, da durch die schonende Zubereitung Vitamine
und Minerale erhalten bleiben. In der akuten Phase kann der Verdauungstrakt durch gesunde Breikost entlastet werden (Reis- und Gerstenflockenbrei,
Grießbrei, püriertes Obst).
Wichtig ist, vor allem in der akuten Phase, eine entsprechende Supplementierung von Vitaminen und Mineralien.
Im Beschwerdefreien Intervall kann, nach Rücksprache mit den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker, über ein längeres Heilfasten (unter
Aufsicht) nachgedacht werden. Wichtig ist danach eine entsprechende Ernährungsumstellung (ideal: ballaststoffreiche Vollwerternährung).
Damit wurden im Rahmen der Morbus-Crohn-Erkrankung schon gute Erfahrungen gemacht.
Zusammenfassung
Oft geht dem Morbus Crohn eine starke psychische und seelische Belastung voraus (nicht immer!), es wird oder wurde viel verdrängt,
um mit der Situation auszukommen.
Durch Bachblüten kann auf der seelischen Ebene sehr viel erreicht werden. Die Schüssler-Salze festigen den Organismus, in dem auf der
Mikroebene (im Zellbereich) Mangelzustände behoben werden können.
Insgesamt ist eine zusätzliche Hilfe durch eine entsprechende
psychologische Behandlung empfehlenswert. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, autogenes Training helfen zusätzlich um
innere Anspannung und Unruhe auszugleichen.
Gute Erfahrungen werden durch eine mikrobiologische Therapie gemacht. Da beim Morbus Crohn oft Darmdysbiosen vorliegen, kann durch
diese Therapie das Darmmileu stabilisiert werden sowie physiologische Darmbakterien zugefügt werden.
Wichtig ist es aber auch, dass man vergangene Prozesse loslassen kann und lernt zukünftige Entwicklungen leichter zu verdauen!