Beim Fußpilz handelt es sich um eine Infektion mit dem Fadenpilz (Dermatophyt), die sich vor allem in den Zehenzwischenräumen,
am seitlichen Fußrand und an der Fußsohle lokalisiert. Die Haut ist meist verquollen, gerötet, eingerissen, schuppt sich und
juckt. Häufig sind auch die Fußnägel (Nagelpilz) betroffen, die sich dann gelb-bräunlich verfärben und durch Wachstumsstörungen dick und
knuppelig werden.
Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch, häufig im feuchten Umfeld (Schwimmbäder, Sauna, Wasch- und Duschräumen) durch
abgeschliffene Hautschuppen.
Im großen und ganzen ist der Erreger nicht gefährlich, kann aber die Abwehr der Haut so schwächen, dass das Eindringen von
Bakterien erleichtert wird und so Wundinfektionen entstehen können.
Schulmedizinisch wird der Fußpilz mit lokaler Antimykotika behandelt. Im Rahmen der naturheilkundlichen Therapie ist Geduld
gefordert, was aber auf langer Sicht zusammen mit entsprechenden hygienischen Maßnahmen auch von dauerhaftem Erfolg gezeichnet
ist. Durch die Behandlung mit Schüssler-Salzen, Bachblüten und Heilpflanzen wird das Immunsystem und die
Durchblutung gestärkt. Der ganzheitliche Aspekt fördert die Resistenz gegen den Erreger und senkt insgesamt die Angriffsbereitschaft sowohl im Geist als auch am Körper.
Die Schüssler Salze Therapie:
Das Schüssler-Salz Nr. 1
Calcium Fluoratum ist zuständig für die Hautoberschicht.
Vor allem bei dicker, rissiger Hornhaut und bei Neigung zu Schwielen gleicht der Mineralstoff die vorhandenen Mängel aus und
macht die Hautoberfläche weniger anfällig für das Eintreten von Pilzen.
Die beste Einnahmezeit ist nach 19.00 Uhr (2 - 3 Salze langsam auf der Zunge zergehen lassen).
Bei Neigungen zu Entzündungen ist das Schüssler-Salz Nr. 3
Ferrum Phosphoricum
angezeigt. Es macht den Organismus widerstandsfähiger gegen nicht erwünschte "Eindringlinge". Im akuten Entzündungsstadium soll das Salz alle 5 Minuten (2 - 3 Stück) eingenommen werden. Durch das Anrühren eines Breies mit dem Salz kann
die Entzündungsstelle direkt betupft werden, was auch Linderung im Akutzustand verschafft (Achtung! Nicht bei offenen Wunden!)
Das Hauptmittel bei Fußpilzerkrankung ist die Nr. 5
Kalium Phosphoricum. Dieses
Salz stärkt das Gewebe und macht die Haut resistenter gegen Pilzinfektionen. Hier empfiehlt sich sowohl die Einnahme (am
besten nachmittags) als auch die Auflage als Breigemisch auf den betroffenen Hautstellen oder aufgelöst in einem Fußbad (hier können
noch zusätzlich die Salze Nr. 3, 5, 8 und 9 mit aufgelöst werden).
Das Schüssler-Salz Nr. 8
Natrium Chloratum ist zuständig für den Wasserhaushalt
im Körper. Es bringt trockene, schuppige Haut wieder ins Gleichgewicht und macht die Hautoberfläche so weniger angreifbar
für Pilzinfektionen. Die beste Einnahmezeit ist morgens.
Die Nr. 9
Natrium Phosphoricum reguliert den Säurehaushalt im Körper.
Bei Schwäche und Erschöpfung als auch bei vermehrter Schweißbildung durch Übersäuerung ist dieses Salz angezeigt.
Es regt den Stoffwechsel an, stabilisiert die Hautbeschaffenheit und macht so die Hautoberfläche resistenter gegen
die "Angreifer". Die beste Aufnahmefähigkeit des Körpers für das Schüssler-Salz ist nach 19.00 Uhr.
Das Schüssler-Salz Nr. 10
Natrium Sulfuricum ist zuständig für die Entschlackung.
Es fördert die Durchblutung und kann so bei Durchblutungsstörungen in den Beinen Linderung schaffen. Das Schüssler-Salz
sollte in den Vormittagsstunden eingenommen werden (ca. 2 - 3 Salze langsam im Mund zergehen lassen).
Bei eingerissener Haut an den Füssen ist das Schüssler-Salz Nr. 11
Silicea angezeigt.
Es stärkt das Bindegewebe der Haut und macht die Haut geschmeidiger. Außerdem ist es für den Säureabbau im Körper
zuständig. (Achtung! Dieses Schüssler-Salz sollte immer in Kombination mit der Nr. 9 eingenommen werden, damit die
freigesetzte Säure abgebaut werden kann!).
Die beste Einnahmezeit ist am Morgen.
Bachblüten
Organotrop wird die Bachblüte Nr. 4
Centaury mit dem Thema Fußpilz in Verbindung
gebracht. Eine große Infektanfälligkeit aufgrund mangelnder Abwehr spricht auf der Persönlichkeitsebene für eine schwache
Persönlichkeit mit Neigung zur Selbstaufgabe. Die Bachblüte hilft einem dabei seinen eigenen Weg zu finden, stärkt das
Selbstbewusstein und macht es leichter Grenzen aufzuzeigen.
Für Patienten die unter einem Schwächezustand leiden, die chronisch übermüdet sind und körperlich und seelisch total erschöpft
sind ist die Nr. 17
Hornbeam angezeigt. Die Bachblüte stärkt den Organismus,
spendet Kraft und macht den Körper widerstandsfähiger. Auf der seelischen Ebene weckt es wieder die Lebensgeister,
erleichtert manche "Schritte" im Alltag und lässt wieder mehr Energie ins Leben fließen.
Für mehr innere Ausgeglichenheit sorgt die Bachblüte Nr. 23
Olive. Organotrop wirkt
sich diese Bachblüte auf den Zustand der Hautbeschaffenheit aus. Sie stabilisiert generell und gibt wieder neue Kraft nach
großen Anstrengungen und Ausgebranntheit. Sie gibt Halt nach überstandenen seelischen/psychischen Notsituationen
und steigert die Lebenskraft.
Heilpflanzen
Durch seine keimtötende Wirkung empfehlen sich Fußbäder mit Teebaumöl (Melaleuca alternifolia). Ca. 15 Tropfen auf ca. 4 l Wasser geben und Füße darin 10
Minuten baden.
Als Salbenmischung können ein paar Tropen Teebaum-, Gewürznelken- und Thymianöl mit einer Ringelblumensalbe vermischt
werden und damit sollte man 1 - 2mal täglich die entsprechenden Areale eincremen.
Weiter bewährt hat sich der Knoblauch (Allium sativum). Eine Knoblauchzehe zerdrücken und den Brei auf die
betroffenen Hautstellen geben und diesen am besten über Nacht einwirken lassen (mit einer Mullbinde fixieren).
Ernährung
In erster Linie sollte über einen längeren Zeitraum auf Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden bzw. diese sehr
eingeschränkt werden, da diese das Pilzwachstum fördern. Eine gleichzeitige Umstellung auf eine ausgewogene Vollwertkost
begünstigt den Heilverlauf. Heilfastenkuren lassen den Pilz aushungern und erleichtern die Ernährungsumstellung.
Ungesüßter Joghurt mit lebenden Kulturen als auch milchsauer vergorene Nahrungsmittel (z.B. Sauerkraut) stärken die Darmflora
und stärken dadurch die Abwehrkräfte des Organismus.
Zusammenfassung
Durch eine naturheilkundliche Therapie und den entsprechenden hygienischen Maßnahmen lässt sich eine Fußpilzerkrankung
durchaus in den Griff kriegen, allerdings ist hier Geduld gefragt, was sich aber letztendlich auszahlt.
Die o.a. Schüssler-Salze gleichen Mineralstoffdefizite aus, im Rahmen der Phytotherapie wird durch eine keimtötende Behandlung
dem Fußpilz ein Ende gesetzt und mit der Bachblüten-Therapie wird der seelische Aspekt gestärkt.
Denn der Lebensweg sollte mit "leichten Schritten" gegangen werden, denn nur dann ist man widerstandsfähiger gegen
"Angreifer" körperlicher als auch seelischer Natur.