Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Infektionskrankheit der oberen Atemwege ausgelöst meist durch Viren, aber auch durch Bakterien.
Leichtes Kitzeln und Kratzen im Hals kündigen meist eine Erkältung an. Dazu kommen Glieder- und Kopfschmerzen und in der Regel folgen dann
Niesreiz und ggf. Schluckbeschwerden, welche dann in Schnupfen und Husten übergehen. Der Allgemeinzustand ist geschwächt und ggf. kann Fieber
die Beschwerden noch verstärken.
Begünstigend für die Krankheitsentstehung kann ein geschwächtes Immunsystem, schlechtes Raumklima (trockene Luft), Stress oder Verkühlung
sein. In der Regel dauert die Erkrankung ca. eine Woche. Durch die Einnahme von Schüssler-Salzen, durch Phytotherapie (insbesondere mit
Angocin®), und durch die Einnahme
von Heilpilzen können die Symptome durchaus gelindert und einer bakteriellen Superinfektion entgegen gewirkt werden.
Die Schüssler Salze Therapie:
Das Schüssler-Salz Nr. 3
Ferrum Phosphoricum ist angezeigt im ersten Stadium
einer Erkrankung, da es schmerzstillend und fiebersenkend wirkt. In Kombination mit
Natrium Sulfuricum
, der Nr. 10 kann es sogar im Anfangsstadium des Infekts eine Verschlechterung verhindern. Dazu löst man die Salze in etwas heißem Wasser auf und
trinkt schluckweise alle paar Minuten davon. Der Körper kommt so mit den eintretenden Viren und Bakterien besser zurecht und kann
diese auch schneller wieder "loswerden".
Kalium Cholartum die Nr. 4, ist das Mittel im zweiten Stadium einer Erkältung und das
"Salz" der Schleimhäute. Bei einer Erkältung wirkt es sich positiv auf die Schleimbildung aus und lindert somit Schnupfen und Husten.
Natrium Chloratum, das Salz Nr. 8 bindet den Schleim und ist für den Säftehaushalt im
Körper verantwortlich. Bei verschleimten Atemorganen und vor allem bei Fließschnupfen kann es schnell Hilfe leisten.
Ist der Körper durch zuviel Säure überlastet, ist auch das Immunsystem geschwächt. Das Salz mit der Nr. 9
Natrium phosphoricum reguliert den Säurehaushalt des Körpers und stärkt damit
die Abwehrbereitschaft des Körpers.
Da es sich hier um ein akutes Krankheitsbild handelt, ist eine häufige Einnahme der Schüssler-Salze ratsam (ca. alle 5 - 10 Minuten 2 Tabletten
abwechselnd im Mund zergehen lassen bzw. jeweils ein Löffel des erwähnten heißen Wassers, in dem die Schüssler Salze gelöst sind, im Mund zuerst einwirken lassen und dann
schlucken).
Bachblüten
Bei plötzlich auftretende Erkrankungen ist an die Blüte Nr. 15
Holly zu denken, sie
verhilft dem Körper besser mit den unerwartet eintretenden "Feinden" (Viren/Bakterien) zurecht zu kommen und so den Heilverlauf von Beginn an
zu stärken. Außerdem ist die Blüte auch angezeigt bei starken Hustenanfällen (vor allem bei Reizhusten).
Ebenso hilfreich bei einer beginnenden Erkältung sind die "Bach-Rescue-Tropfen"
Rescue Remedy,
hierzu sind ca. 3 Tropfen in ein Glas Wasser aufzulösen und schluckweise alle 5 Minuten zu trinken. Zu den "Bach-Rescue-Tropfen" können
die anderen hier angegebenen Blüten ohne weiteres dazu gemischt werden.
Die Bach-Blüte Nr. 23
Olive ist "die Blüte der Schleimhäute", sie stärkt
diese (Nasenschleimhaut, Bronchialschleimhaut) in der Erkältungsphase und verhilft somit dem Heilungsprozess.
Bei starker Verschleimung lindert
Crab Apple, Blüte Nr. 10 die Symptome, da die Blüte die Ausscheidung
(den Auswurf) fördert.
Walnut, Blüte Nr. 33 beschleunigt die verschiedenen Phasen während einer Erkältung und
treibt so den Heilungsprozess voran.
Die Bachblüten können alle miteinander gemischt werden, aber auch einzeln verabreicht werden. Wichtig ist eine häufige Einnahme, da es sich
um ein akutes Geschehen handelt. Am besten löst man ca. 3 Tropfen je Blüte in einem Wasserglas auf und trinkt es schluckweise alle 5 Minuten.
Die Einnahme-Prozedur sollte alle zwei Stunden wiederholt werden.
Ernährung
Wichtig ist es im Rahmen einer Erkältung viel (bis zu 3 Liter Tee/Wasser) zu trinken, damit sich der Schleim verflüssigen kann und bei auftretendem Fieber
der Körper seinen Flüssigkeitshaushalt regulieren kann. Auf Milchgetränke sollte verzichtet werden, da diese die Schleimbildung verstärken
können.
Eine "selbstgemachte Hühnersuppe" - dies ist mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen, kann die Symptome einer Erkältung lindern.
Lebensmittel mit viel Vitamin C (z.B. Orangen, Paprika, Brokkoli, Kiwi, Grapefruit) stärken das Immunsystem (Frucht- oder Gemüsecocktail
mixen). Oft verstärkt ein Mangel an Pantothensäure (B-Vitamin) und vor allem Zink die Infektanfälligkeit. Am besten vorbeugend, aber auch während
des Infekts Lebensmittel mit hohem B-Vitamin und Zinkgehalt auf den Speiseplan setzen. Hierzu zählen z.B. Produkte aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und
Kartoffeln, einen hohen Zinkgehalt besitzen Leber, Kalbfleich, auch Haferflocken.
Während eines Grippalen Infekts sollte auf Nahrungsmittel mit gesättigten Fettsäuren und anderer schwerer Speisen verzichtet werden, da die Verdauung dieser Kost
den Körper zusätzlich belastet und so ihm Kraft für den Heilungsprozess raubt. Eine ideale Mahlzeit während einer Erkältungskrankheit ist
Fisch mit Kartoffeln und Spinat. Dieses Gericht enthält alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper zur Stärkung benötigt.
Heilpflanzen
Prinzipiell ist es hilfreich im Frühstadium eines Grippalen Infekts erstmals Melissentee einzunehmen, Melisse wirkt sehr stark antiviral,
beruhigt und fördert die Konzentration.
Bei ersten Anzeichen von Halsschmerzen ist Gurgeln mit Salbeitee angezeigt. Die Wirkung des Salbeis (Salvia officinalis)
ist antibakteriell und virushemmend.
Holunder (Sambucus nigra) und Lindenblüten (Tilia vulgaris) wirken schweißtreibend und sekrotolytisch - ein Glas heißer Holundersaft oder eine
Tasse Lindenblütentee trinken und dem Körper "seine Pause gönnen". Die Wirkung verstärkt sich, wenn man vorher noch ein Erkältungsbad
mit ätherischen Ölen (z.B. Pfefferminzöl, Eukalyptusöl) macht. Achtung mit ätherischen Ölen bei Kleinkindern --> Gefahr eines Bronchospasmus!
Ingwer (Zinigbiber offiziales) wärmt den Körper von innen und kann gleichzeitig Viren und Bakterien bekämpfen. Hierzu raspelt man
ein kleines Stück einer Ingwerwurzel und kocht diese mit etwas Wasser auf. Wichtig ist es das "Ingwer-Wasser" so heiß wie möglich zu trinken.
Sehr zu empfehlen ist das natürliche Antibiotikum der Meerrettichwurzel mit Kapuzinerkressenkraut, das als
Angocin® Anti-Infekt N in jeder Apotheke zu bekommen ist. Es ist ein natürliches Antibiotikum,
das auch hartnäckige Keime abtötet, ohne die Darmflora zu schädigen! Auf diese Weise verhindert man bakterielle Sekundärinfektionen, die
sich gerne auf virale Infektionen drauf setzen und Lungenentzündungen hervorrufen können. Angocin® Anti-Infekt stärkt auch das Immunsystem und wirkt nicht nur antibakteriell, sondern
auch antiviral!
Heilpilze
Alle
Heilpilze wirken immunstimulierend; Es ist daher auch sinnvoll bestimmte Heilpilze prophylaktisch schon im Oktober bis evt. März einzunehmen,
um das Ausbrechen der grippalen Infekte zu verhindern oder einen milderen Verlauf zu gewinnen. Insbesondere
Coriolus und
Shiitake Pilze
wirken antviral. Es ist wichtig, die Heilpilze zu Beginn der Einnahme immer einschleichend zu dosieren, damit sich der Darm langsam daran gewöhnen kann!
Zusammenfassung
Bei Erkältungskrankheiten/Grippalem Infekt zeigt eine naturheilkundliche Behandlung sehr gute Erfolge.
Wichtig ist es schon bei den ersten Anzeichen erste Maßnahmen zu ergreifen. Auf alle Fälle sollte man auf die Signale seines Körpers hören und ihm die entsprechende Pause
gönnen, da eine Erkältung ("verschnupft sein" = Nase voll haben) oft ein Zeichen von Überforderung ist. Auch wenn es sich lediglich nur um
eine Erkältung handelt, so sollte diese durchaus ernst genommen werden und entsprechend auskuriert werden. Fiebersenkende Medikamente sollten so
gut wie möglich vermieden werden (außer ggf. bei sehr hohem Fieber), da Fieber bei einem Grippalen Infekt eine "gesunde" Reaktion des Körpers
ist. Eine Unterdrückung des Fiebers verzögert die Auseinandersetzung des Körpers mit dem Infekt oder verschiebt diesen unter Umständen
auf einen späteren Zeitpunkt.
Die naturheilkundliche Behandlung (z.B. die Schüssler-Salze, Bachblüten-Therapie) stärkt die Selbstheilungskräfte des Körpers,
was wiederrum dem Genesungsprozess zu Gute kommt, den Heilverlauf beschleunigt und sich insgesamt positiv auf den Organismus auswirkt.