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Beschwerden-
Verzeichnis


Schüssler Salze

Bachblüten


Homöopathie

CF, Zystische Fibrose



Die CF, Abk. aus dem engl. Cystic Fibrosis bzw. Zystische Fibrose oder Mukoviszidose, ist eine schwere Stoffwechselerkrankung, die nur vererbt (autosomal rezessiv) werden kann. Betroffen können alle Drüsen sein, die Ausführungsgänge haben: Bauchspeicheldrüse, Leber, Lunge, Schweißdrüsen u.a. Die Lunge stellt meist das größte Problem dar, bilden sich doch durch die chronischen Entzündungen im Lungengewebe immer mehr Vernarbungen, die Lungengewebe zerstören, bis irgend wann zu wenig Lungengewebe zum Atmen vorhanden ist. Weitere Ausführungen der Symptome der Erkrankung finden Sie unter Mukoviszidose.


Die Schüssler Salze Therapie:

Kalium chloratum, das 2. Entzündungsmittel, Natrium chloratum und Calcium fluoratum sind sinnvoll: Kalium chloratum wirkt gegen die chronischen Entzündungen. Natrium chloratum befeuchtet die trockenen gereizten Schleimhäute, wirkt sich jedoch auch bei verschleimten Bronchien positiv aus.

Ein (quantitativer) Mangel an Kochsalz (NaCl - z.B. im Hochsommer) muss entsprechend mit Kochsalz aus der Küche ausgeglichen werden, dies hat mit Schüssler Salzen nichts zu tun, da die Schüssler Salze nur bei einer fehlerhaften Verteilung der Mineralien im Körper helfen können, also nicht bei einem absoluten Mineralienmangel!

Mit zunehmender Symptomatik verändert sich die Lunge, sie wird weniger elastisch, Bronchiektasen können sich vor allem während oder nach grippalen Infekten bilden. Die Schüssler Salze Calcium fluoratum hilft dem entgegen zu wirken, Silicea kräftigt die Lunge, wirkt auch gegen Osteoporose, befeuchtet das Gewebe und bildet einen gewissen Schutz vor Infekten. Ferrum phosphoricum ist das Mittel der ersten Wahl, wenn der Hals brennt.

Das Salz der Schüssler Salze Nr. 23 Natrium bicarbonicum wirkt entsäuernd; Eine Übersäuerung stellt bei chronischen Entzündungen oft ein Problem dar, Sanum® kann dann meist nicht mehr so gut wirken.

Der Säure-Basen-Haushalt

Anhand der Blutgaswerte (Blutabnahme vom Ohrläppchen) kann man genau sehen, ob man eher basisch oder eher sauer ist. Der gesunde Körper kann das lässig ausgleichen. Schwerere Entgleisungen kommen nur selten vor und sind dann die Domaine des Facharztes. Leichtere Verschiebungen kommen jedoch schon häufiger vor, besonders, wenn man erkrankt ist:

Bei der Muko kann man mit zunehmender Zerstörung der Lunge basischer werden (Richtung respiratorische Alkalose), weil durch die vermehrte Lungenatmung (bedingt durch Sauerstoffmangel) auch vermehrt CO2 abgeatmet wird.
Sobald jedoch der CO2-Gehalt im Blut ansteigt, weil die Lunge es nicht mehr schafft, die Blutgaswerte (also O2 und CO2) konstant zu halten, kann es wieder in das saure Milieu rutschen! Und schließlich gibt es noch weitere Ursachen, die eine Verschiebung des Milieus verursachen können.

Daher ist es wichtig, dass man seine Blutgaswerte kennt, bevor man vorsätzlich etwas ändern will. Wem das zu kompliziert ist, kann auch den PH-Wert im Urin messen, um herauszufinden, wo er steht. Der Pseudomonas aeruginosa fühlt sich eher im basischen Mileu wohl und kann agressiver auftreten.

Das habe ich mal während einer Infusionstherapie erlebt, in der 2. Woche, es verlief alles gut, hatte wenig Schleim, plötzlich fing eine massive Verschleimung trotz IV an, ich dachte, jetzt sind die Antibiotika resistent. Dann jedoch besann ich mich und nahm Acerola-Kirsche. Die Acerola-Kirsche wirkt im Körper deutlich sauer, der Spuk war nach wenigen Stunden vorbei! - Wer von heute auf morgen zu viel davon einnimmt, kann jedoch damit Durchfall provozieren. Allgemein wird pro Tag max. 1 g Acerola-Kirsche als Pulver empfohlen.

Zu sauer ist jedoch genauso wenig von Vorteil wie zu basisch! Über die Ernährung kann man also schon viel bewirken: beispielsweise wirken Feigen stark basisch. Mit Hilfe unserer Säure-Basen-Tabelle kann man sich darüber schnell einen Überblick verschaffen.
Auch wenn Wasser laut Ph-Stäbchen als sauer erscheint, hat Wasser keinen Einfluss auf unseren Säure-Basen-Haushalt!

Bachblüten:

Mimulus
Chronische Erkrankungen gehen oft auch mit Ängsten einher, die sich auch mit Bachblüten bessern können; Beispielsweise spezifische Ängste vor akuten Beschwerden wie Lungenblutungen, Hustenattacken usw., Mimulus wäre hier die richtige Blüte, oder Angst vorm Sterben: Walnut, oder Angst sich vor Infektionen anzustecken: Crab Apple und Mimulus.


Aromatherapie:

Die chronischen Entzündungen und Schleim bei der Mukoviszidose wie auch bei chronischer Bronchitis sind ein Eldorado für viele Bakterien. Stark antibakterielle ätherische Öle wie Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) (nur frisches Öl verwenden!), weiße Fichte (Picea glauca), weiße Honigmyrte (Kunzea ambigua), Palmarosa (Cymbopogon martinii), Hobaum (Cinnamomum camphora, davon nur das Öl der Hoblätter) und Lorbeer (Laurus nobilis) sind als milde ätherische Öle gut geignet, sowohl für die Duftlampe als auch als heißer Wasseraufguss (so wie man früher auch Kamilleblüten inhaliert hat). Dazu wird 1 Tropfen je nach Verträglichkeit für wenige Minuten inhaliert.

Hydrolate
Scharfe stark antibakteriell wirkende ätherische Öle, die Phenole, Aldehyde oder Kampfer enthalten, werden am besten als Hydrolate inhaliert. Hydrolate sind die wässrigen Anteile der produzierten ätherischen Öle, die bei der Wassserdampfdestillation nebenbei entstanden sind und auch sehr wirkungsvoll sind.
Dazu zählen: Thymian thymol (Thymus vulgaris, Chemotyp Thymol), Bergbohnenkraut (Satureja montana) oder Oregano (Oreganum vulgare).

Schon die heiligen drei Könige wussten, wie wertvoll Myrrhe ist. Das Myrrheöl wirkt schleimlösend, antiviral und stark entzündungswidrig.


Enzyme:

Die Enzyme der Seitenraupe Serrapeptase lösen und verflüssigen den Schleim. Die Schleimproduktion wird dabei auch reduziert. Schon das wäre Grund genug die Serrapeptase einzunehmen. Doch die Enzyme schädigen auch die Biomembrane pathogener Keime, also auch die Membran der Pseudomonaden. Antibiotika können dann in den Kern der Bakterien vordringen und ihre Wirkung besser entfalten.


Heilpflanzen:

Schleim in der Lunge ist immer ein guter Nährboden für Bakterien, systemisch verabreichte Antibiotika, sei es durch Tabletten oder Infusionen, müssen über den Blutweg in die Lunge gelangen und dort wirken, was schwierig ist, weil bei schlechter Lungenbelüftung das Blut auch nicht immer überall hinkommen kann. Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel wirken stark antibakteriell und werden über die Lunge ausgeschieden. Dadurch können die Senföle auch an den kritischen Stellen wirken. Angocin® Anti-Infekt enthält das Kapuzinerkressenkraut und die Meerrettichwurzel in der richtigen Dosierung als Tabletten. Auch Kurkuma reduziert Entzündungen und den zähen Schleim.


Heilpilze:

Reishi
Heilpilze haben eine besondere Art der Wirkung, sie lassen nicht einfach die Symptome verschwinden wie beispielsweise Schmerzmittel, die ja in der Regel keine Besserung des Leidens bewirken können. Heilpilze bewiken im Körper positive Veränderungen, der Körper wird mit Erkrankungen besser fertig.

Der Heilpilz Shiitake wirkt schleimlösend; seine Beta-Glucane sind entzündungshemmend und die Infektanfälligkeit nimmt auch ab, da das Immunsystem gestärkt wird. In Kombination mit Sanum® kann daher der Körper die Bakterien auch besser bekämpfen, weil er beispielsweise die Polysaccharide in Sanukehl® Pseu D6 (nach dem Vorbild des Pseudomonas aerug.) besser erkennen kann.

Aber auch der Coriolus, Reishi und Cordyceps sind bei der naturheilkundlichen Behandlung der Mukoviszidose unbedingt zu erwähnen. Der Coriolus wirkt schleimreduzierend, der Reishi hilft dem Körper, auch mit weniger Sauerstoff besser zurecht zu kommen und der Cordyceps verbessert die Vitalkapazität der Lunge und wirkt als Powerpilz! Mehr als 3 verschiedene Pilze gleichzeitig würde ich jedoch auf Dauer nicht einnehmen.


Entgiftung:

Eine chronische Besiedlung der Bronchien mit pathogenen Bakterien und Pilzen, sowie deren Abfallprodukte, stellen eine erhebliche Belastung für unseren Stoffwechsel dar. Da macht es Sinn, von Zeit zu Zeit den Körper zu entgiften.


Ernährung:

Bei CF ist meist auch die Pankreas betroffen, eine eingeschränkte Resorption auch heute noch macht oft Probleme, trotz magensaftgeschützter Enzyme. Gleichzeitig nimmt der Energiebedarf mit zunehmender Zerstörung der Lunge drastisch zu, häufiges Husten, schnellere Atemfrequenz, höherer Widerstand der Lunge usw.

Untergewicht schwächt andererseits den Körper und macht ihn noch anfälliger. Ich habe dem entgegen gewirkt durch gezielte Einnahme von bestimmten Fetten, die einen hohen Anteil an MCT (Mittelkettige Triglyceride) enthalten. Diese können ohne Anwesenheit von Enzymen resorbiert werden!

Einen hohen Anteil von MCT Fetten (Ölen) enthalten:
Butter, Sahne und natives Kokosöl: Besonders wirkungsvoll ist es, abends vor dem Schlafen gehen noch einen z.B. Kokosöl-Sahne-Banane Trunk einzunehmen, setzt gut an.
Da Kokosöl, Sahne und Butter auch langkettige Fettsäuren enthalten, müssen auf jeden Fall Verdauungsenzyme eingenommen werden!


Physiotherapie:

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, wie wichtig die physiotherapeutische Begleitung ist. Ich bevorzuge jedoch die Form des Hatha-Yoga. Besonders die Dehnübungen (Asana) der Schildkröte stellt für mich eine ständige Herausforderung dar: Dabei beugt man, auf dem Gesäß sitzend, den Oberkörper nach vorne, Beine dabei nicht gesteckt, sonder in O-Form angewinkelt, bis der Oberkörper bzw. der Kopf auf den Füßen liegt. Bei dieser Übung werden die Sehnen und Bänder der Beine wunderbar gedehnt, so dass im Stand das Becken wieder aufrechter stehen kann und der Oberkörper eine aufrechtere Haltung annimmt.

Bei dieser Schildkrötenübung kann man auch sehr gut in die Flanken atmen und mit Lippenbremse wieder ausatmen, so tief, dass die Brust flacher wird, anschließend sanft mit offener Kehle wieder einatmend, wird Luft in den Bronchien hinter den Schleim gebracht und kann abgehustet werden. Bei nächster Gelegenheit werde ich diese Übung an mir fotografieren lassen. Jeder Schleim, der tagsüber in den Bronchien bleibt, fördert Entzündungen, Bakterienwachstum und Resistenzen von Antibiotika!

Krafttraining:

Mit Zunahme der Lungenzerstörung verringern sich meist auch die Outdoor Aktivitäten. Leider ist damit auch meist eine Verringerung der Schulter- und Armmuskulatur verbunden. Einfache tägliche Verrichtungen wie Einkaufen usw. werden dann als kraftzehrend wahrgenommen. Parallel zur Einschränkung von sportlichen Aktivitäten verringert der Körper dann auch oft seine Produktion des Krafthormons Testosteron, man fühlt sich weniger fit und müder. Außerdem fällt das Atmen auch schwerer, weil die Atemhilfsmuskulatur abnimmt.

Mit Hilfe eines Krafttrainings wie Hanteltraining schafft man es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen! Trainierte Muskulatur gibt dem Gehirn eine Rückmeldung, meinem Körper geht es gut und schüttet Endorphine aus. Gleichzeitig schüttet unser Körper wieder vermehrt Testosteron aus. Allerdings gelingt ein Muskelaufbau wesentlich besser, wenn bereits ausreichend Testosteron im Blut vorhanden ist. Der Heilpilz Cordyceps, auch Raupenpilz genannt, stimuliert die körpereigene Testosteronproduktion, es ist der Powerpilz schlechthin.

3 wichtige Übungen

mache ich neben dem Yoga täglich, um mich darin fit zu halten:

1) Hanteln werden seitlich des Oberkörpers von Brusthöhe an nach oben über den Kopf gehoben und wieder zurück zur Brust, das so oft Mal wie man es schafft, ohne sich zu verausgaben.

2) seitlich neben dem Köper gestreckte Arme werden hochgezogen, so dass die Hanteln unterhalb der Achseln sind und wieder zurück usw.

3) hinter dem Rücken, gestreckte Arme, Hanteln werden hinter dem Rücken nach oben gezogen, so weit, bis es nicht mehr weiter geht.

Man beginnt mit einer leichten Hantel, zur Aufwärmung der Muskulatur und endet mit einer schwereren Hantel, die man noch gut stemmen kann.

Obige Übungen sind nur 3 Beispiele, wer dies weiter vertiefen möchte, siehe unsere Buchempfehlungen; In diesem Sinne viel Erfolg!



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