Beim "Asthma bronchiale" handelt es sich um eine chronische Erkrankung mit anfallsweise auftretender Atemnot. Diese Atemnot wird durch eine
ganz oder teilweise reversible Verengung der Bronchien ausgelöst. Auslöser des Asthmaanfalls können endogene oder exogene Reize sein.
Hierzu zählen beim "exogen-allergischem Asthma" u.a. Pollen, Nahrungsmittel, Pilzsporen, Hausstaub, Tierhaare, chemische Schadstoffe.
Das "nicht-allergische Asthma" kann durch einen Infekt (z. B. einfache Erkältung, Lungenerkrankung, Bronchitis), durch psychische Faktoren,
körperliche Anstrengung und auch durch Substanzen, welche z.B. beruflich bedingt die Atemwege reizen, ausgelöst werden.
Auch Schmerzmedikamente können das "Asthma bronchiale" (ASS, NSAR) auslösen.
Die schwerste Ausprägung dieser Erkrankung ist der "Status asthmaticus", hier handelt es sich um einen Asthmaanfall über mehrere Stunden,
der zu einem lebensbedrohlichen Zustand werden kann.
Die Symptome beim "Asthma bronchiale" sind eine erschwerte und verlängerte Ausatmung, die oft von einem Pfeifen begleitet ist. Während eines
Anfalls treten beim Patienten oft Todes- und Erstickungsängste auf.
Das "Asthma bronchiale" verlangt eine medizinische Grundtherapie und eine entsprechende Notfalltherapie. Vorbeugende Maßnahmen können das
Krankheitsbild in Grenzen halten. Ebenso kann durch eine naturheilkundliche Zusatztherapie das Beschwerdebild langfristig
verbessert werden.
Die Schüssler Salze Therapie:
Bei allergisch bedingten Asthma fehlt dem Körper meist
Calcium Phosphoricum, die Nr. 2
der Schüssler-Salze. Der Mangel steigert die Krampfbereitschaft des Körpers, was im Bereich der Bronchien zu spasmatischem Husten
(Krampfhusten) führen kann.
Das Schüssler-Salz Nr. 3
Ferrum Phosphoricum unterstützt den Sauerstofftransport und schleust
Allergene (bei einem "exogen-allergischem Asthma") schneller aus dem Körper bzw. aus den Atemwegen. Es kann auch die Atemwege bei längerer
Einnahme u. U. etwas resistender gegen das Allergen machen.
Kalium Cholartum, Nr. 4 ist ein wichtiges Mineralsalz für die Bronchien, da es die
Ausscheidung des Schleims unterstützt und den Faserstoff des Bronchialschleims flüssig hält, was einem "verschleimten Husten" entgegenwirkt.
Handelt es sich bei der Asthma-Erkrankung um ein "nervöses Asthma" so hilft das "Nervensalz" Nr. 5
Kalium Phosphoricum. Kalium Phosphoricum ist der Betriebsstoff für das Lecithin,
was als wichtige Substanz für die Nerven gilt.
Die Nr. 6
Kalium Sulfuricum spielt eine große Rolle für die Bildung der obersten
Schicht der Schleimhäute in den Bronchien. Bei einem Mangel der Nr. 6 kann der Lungenschleim in den Bronchien nicht mehr ordentlich
verflüssigt werden, was der Entstehung des Asthmas entgegen kommt. Es ist zu beachten, dass der Körper bei Einnahme
des Schüssler-Salzes Nr. 6 Schadstoffe aus den Zellen rausschleust. Damit diese vom Körper besser ausgeschieden werden können, sollte
unbedingt noch das Schüssler-Salz Nr. 10
Natrium Sulfuricum dazugegeben werden, damit es zu
keinem "Schadstoffstau" im Organismus kommt.
Magnesium Phosphoricum, die Nr. 7 ("Heiße 7") unter den Schüssler-Salzen
lockert und entspannt die Bronchialmuskulatur.
Natrium Chloratum, Schüssler-Salz Nr. 8 reguliert die Säfte im Körper und kümmert sich
somit auch um die richtige Befeuchtung in den Bronchien.
Cuprum Arsenicosum, Schüssler-Salz Nr. 19 ist das "Krampfmittel" unter den Schüssler-Salzen und wirkt
dadurch dem krampfartigem Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus) entgegen.
Die Nr. 21
Zincum Chloratum unterstützt den Zellstoffwechsel, was sich generell auch positiv bei einer
Schwellung der Bronchialschleimhaut auswirken kann.
Die Nr. 24
Arsenum Jodatum (bitte nur in der D12 anwenden, nicht in der D6!)
stärkt die seriösen Häute der Lunge und unterstützt die Abwehrbereitschaft des Körpers gegenüber Allergene.
Bachblüten
Auf der psychosomatischen Ebene spielt bei der Erkrankung Asthma das Thema "Angst" meist eine große Rolle. Deshalb ist es naheliegend,
dass im Rahmen der Bachblüten-Behandlung die "Angst-Blüten" unterstützend angezeigt sind. Die Blüte Nr.20
Mimulus und die Blüte Nr. 2
Aspen
helfen dabei sich seinen Ängsten zu stellen, mit diesen zurecht zu kommen und Vertrauen in das Leben zu fassen.
Rock Rose, Blüte Nr. 26 ist ein Mittel, welches in Paniksituationen und in Extremsituationen
Beistand leistet und insgesamt das "Nervenkostüm" stabiler macht.
Bei einem akuten Anfall können zusätzlich! zur medizinischen Notfallbehandlung "Bach-Rescue-Tropfen"
Rescue Remedy gegeben werden.
Hier wird darauf hingewiesen, dass eine alleinige Behandlung mit Bachblüten im Akutfall selbstverständlich nicht ausreicht und die schulmedizinische Behandlung
absolut notwendig ist!!
Bei "nervösen Asthma" ist die Bachblüte Nr. 19
Impatiens behilflich die
vorhandene Nervosität, ggf. die Reizbarkeit und die Ungeduld zu unterbinden und wieder für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit zu sorgen.
Dies wirkt sich unter Umständen bei einer längeren Einnahme der Blüte generell positiv auf körperliche "Krampfzustände"
(Bronchialkrampf) aus.
Ernährung
Da es wichtig ist, die Schleimhäute feucht zu halten, ist eine Flüssigkeitszufuhr von min. 2 Liter täglich empfehlenswert (am
besten stilles Wasser). Milchgetränke besser meiden, da diese die Schleimbildung anregen und somit für das "Asthma bronchiale"
kontraproduktiv sind. Gut ist es vor dem Schlafengehen 1 Tasse heiße Brühe (ohne Glutamat!) mit 2 EL Senf zu trinken, da die enthaltenen
Senföle schleimlösend wirken.
Bei einem "exogen-allergischen Asthma" liegen häufig Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor (u.a. Eier, Getreide, Milch, Zitrusfrüchte).
Es ist zu empfehlen ein Ernährungstagebuch zu führen und dort zu notieren, was wann gegessen wurde und welche Symptome ggf.
danach auftreten - möglichst nichts auslassen! Hier sollte vor allem auf Gewürze und bei Fertigprodukten auf die genaue Zusammensetzung
(Zusatzstoffe, Farbstoffe, etc.) geachtet werden.
Generell ist es empfehlenswert, vor allem bei einem allergisch bedingtem Krankheitsbild, ein regelmäßiges Heilfasten durchzuführen. Dies trägt zur
Umstimmung und Entgiftung des Organismus bei.
Heilpfanzen
Hier sind Heilpflanzen angezeigt, welche bronchospasmolytisch (die Bronchien entkrampfend) und expektorierend (schleimlösend) wirken.
Hierzu zählen u.a. Thymian (Thymus vulgaris), Efeu (Hedera helix), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Pestwurz (Petasites hybridus),
Meerträubchen (Ephedra sinica) und Khella (Ammi visages).
Das ätherische Öl des Thymians kann in den Bronchien den Schleim verflüssigen. Es wirkt obendrein auswurffördernd und krampflösend.
Ebenso krampflösend wirkt sich das im Meerträubchen enthaltene Ephedrin (Alkaloid) auf die Bronchialmuskulatur aus.
Auch die Heilpflanze Melisse darf hier nicht unterschätzt werden, da ihre beruhigende Wirkung sich insgesamt positiv auf das Krankheitsbild auswirken
kann.
Bei "allergischem Asthma" ist unbedingt auf den oder die Auslöser zu achten und Heilkräuter mit Vorsicht bzw. erst nach Abklärung des
zu verursachenden bzw. der verursachenden Allergene anzuwenden!
Eine zusätzliche Therapie mit Schüssler-Salzen, Bachblüten und Heilpflanzen als auch eine Umstellung der Ernährung
bei der Erkrankung von "Asthma bronchiale" durchaus das Krankheitsbild verbessern bzw. positiv beeinflussen. Da es sich um eine
chronische Erkrankung handelt, sollte man den Therapien (vor allem den "Naturheilkundlichen") Zeit einräumen und sich auf eine längere
Behandlungsdauer bzw. auf eine stetige Einnahme bestimmter Mittel einstellen.
Besonders in einem frühen Stadium der Erkrankung kann eine Stabilisierung und eine Verbesserung der Symptome erreicht werden.
Wichtig ist es, die psychische Ebene bei Asthma nicht zu unterschätzen und sich in dieser Richtung ebenso Hilfe zu holen.
Oft spielen emotionale Konflikte und verdrängte Ängste eine nicht unbedeutende Rolle im Leben der Erkrankten.