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rita 56



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 25.09.2010, 09:33    Titel: Was nun?

Hallo liebes wattebällchen,
bin ich froh, dass du mir noch eingefallen bist und ich dich auf so
unkomplizierter Art fragen darf!
Meine Mutter, 75 jahre, nicht mehr ganz gesund, aber geistig topfit, lebt ca. 600 km von uns in ihrem Haus. Mein Bruder, 45 Jahre lebt mit seiner frau und 18jährigem Sohn 5 Minuten von ihr entfernt.
Vor 10 Jahren starb mein Vater und seit dieser Zeit lebt und versorgt
meine Mutter ihr Haus allein. Im Laufe der Zeit nahm sie sich eine Putzfrau, ein Fensterputzer kommt und einen Gärtner, da sie im Garten
nichts mehr machen kann.
Mein Bruder hilft ihr garnicht- "Du hast ja genug Rente, kannst ja jemanden kommen lassen"- .
Nun hat sie den Entschluß gefasst, nach langem - ca 1 Jahr - Überlegen, in unsere Nähe zu ziehen, was mir sehr recht ist, aber meinem Bruder nicht.
Er sieht seine Felle, sprich Haus, davon schwimmen, ist stinksauer und lässt sie voll auflaufen. In den Monaten der Entscheidung hat er ihr alles
mies geredet, nun merkt er, dass seine Taktik nicht aufgegangen ist.
Wir haben hier eine schöne Wohnung für sie gefunden, es gefällt ihr sehr und sie freut sich.
So, nachdem sie in den letzten Monaten natürlich hin und her gerissen war, von Zweifeln geplagt, ist sie nun zur Ruhe gekommen.
Bis gestern. In der Nacht träumte sie von meinem Vater, der weinend zu ihr sagte, verkaufe das Haus nicht.
Sie war natürlich fix und fertig, konnte die ganze nacht nicht mehr schlafen. Jetzt gehts schon wieder besser, ich denke sie hat meinem Vater gegenüber ein schlechtes Gewissen, aber er wäre der letzte gewesen, der sie nicht verstanden hätte.
Das quält sie und natürlich das Verhalten meines bruders, der sie nicht verstehen kann und sie das spüren lässt mit seiner Ignoranz.

Nun ist nächste Woche der Notartermin (Verkauf des Hauses) und ca 6 Wochen danach der Umzug. Das werden noch aufregende Zeiten.
Nur dieser Traum, das belastet doch sehr, was sagst du dazu??

Im voraus vielen Dank!!!
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Jul7
Gast





BeitragVerfasst am: 25.09.2010, 13:16    Titel:

Hallo Rita, „In der Nacht träumte sie von meinem Vater, der weinend zu ihr sagte, verkaufe das Haus nicht.“ Es handelt sich hier um keine Botschaft aus dem Jenseits. Es zeigt nur, dass deine Mutter Probleme hat Abschied zu nehmen von ihrem alten Leben. Da hängen viele Erinnerungen dran. Sie hat in dem Haus viele schöne Jahre verlebt. Ich hab mal zu meinem Geburtstag einen Wandteller bekommen auf dem stand: „Schaue vorwärts nicht zurück, neuer Mut bringt Lebensglück“. Man darf nicht nur auf das Gewesene zurückblicken, man muss an die Zukunft denken. Und so wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Das muss für deine Mutter sehr schmerzhaft sein, wie sich dein Bruder verhält. Ist seine Frau auch so eiskalt? So ein alter Mensch braucht Familienangehörige, die ihn ab und zu auch in den Arm nehmen. Was soll aus ihr werden, wenn sie mal ein Pflegefall wird? Deine Mutter hat alles richtig gemacht. Das Haus muss sowieso verkauft werden -irgendwann- oder hat dein Bruder genug Geld dich auszuzahlen? Deine Mutter verliert etwas, aber sie bekommt auch etwas – dich. Ein Neuanfang ist immer schwer, aber wenn du dich nach dem Umzug intensiv um sie kümmerst, wird sie ihr altes Leben nicht vermissen. Ich frage mich, ob dein Bruder an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Jeder Mensch sollte doch eigentlich wissen, dass die Mutter Liebe und Zuwendung braucht – auch wenn sie noch so viel Rente hat. Ein Mensch, der sich unwert fühlt, wird krank. LG Jul
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 27.09.2010, 08:27    Titel:

Hallo und guten Morgen Rita,

nach dem Lesen deines Postings hatte ich den Eindruck, dass das Verhältnis zwischen deinem Bruder und seiner Mutter nicht unbedingt von trauter Harmonie geprägt ist und zwar nicht erst jetzt .....

Möglicherweise steckt da auch noch Eifersucht auf dich und dein anscheinend gutes Verhältnis zur Mutter dahinter oder evtl. auch seine Frau ... Weiß man´s ?

Nun, dein Entschluss deine Mutter zu dir in die Nähe zu nehmen, ist schön und deine Mutter kann, da sie ja noch fit ist, wunderbar neue Bekanntschaften knüpfen.
Dies muss man tun, bevor man klapprig und nicht mehr so leistungsfähig und gut zu Fuß ist.

Tipp:
Mach noch viele Fotos von Haus, Garten, Einrichtung etc. und leg Mama ein kleines Fotoalbum damit an. Dann hat sie eine schöne Erinnerung.
Wichtig: Da sicher dein Vater auch in dem Ort begraben ist, auch vom Grab Fotos machen. 600 km sind ja auch nicht grade "um die Ecke", sodass man nicht oft dahin fahren kann.

Da deine Mama ja nicht jünger wird und irgendwann vermutlich auf Hilfe irgendwelcher Art angewiesen sein wird, wird ihr das Haus, in dem sie dann ja alleine lebt, zur Last. Selbst bei noch so viel Hilfskräften...

Und zu wissen, dass 5 Minuten entfernt der Sohn wohnt, der nicht zur Kommunikation bereit ist, ist bitter für die Mama.

Da wird sie sich in deiner Nähe schnell eingewöhnen. Was nicht heißt, dass du dauernd um Mama rumtanzen musst. Das, was sie noch selbst kann, soll sie ruhig auch machen.
Wenn du ihr einkaufst oder mit ihr zusammen gehst, für Ordnung (Reinemachefrau etc.) sorgst, kann sie alles genießen.
Vielleicht braucht sie für die erste Zeit etwas Hilfestellung von dir, bis sie Fuß gefasst hat, die Örtlichkeiten kennt, einen Hausarzt gefunden hat, Einkaufsmöglichkeiten, Friseur, Seniorenprogramme, Kirchengemeinde etc. auskundschaftet hat.

Sie soll sich jetzt schon überlegen, was sie in die neue Wohnung mitnehmen möchte, damit sie etwas zu tun hat. Anfangen zu packen ist auch gut.

Wenn man vom Tod träumt oder von Verstorbenen, ist das symbolisch zu verstehen, nicht als "Vorahnung".
Tod und Sterben sind die Symbole für Abschied und Neubeginn.
Es ist ganz normal, wenn deine Mama im Umbruch grade solche Sachen träumt.
Sag ihr, dass es besser ist, bewusst und freiwillig Abschied von dem Haus zu nehmen als wenn sie möglicherweise als pflegebedürftige Faru umziehen muss. Dann wird sie evtl. keine Möglichkeit der Mitsprache mehr haben, was womit geschieht ....

Ich habe das als Ursache der Unruhe bei vielen Heimbewohnern erlebt, als ich in der Seniorenpflege tätig war, dass sie vielleicht irgendwo etwas versteckt hatten (Geld im Sofa etc....) und nun haben Fremde die Wohnung aufgelöst ....
Viele kommen nach einem Schlaganfall nicht mehr aus der Klinik nach Hause, sondern gleich ins Heim ....
Versetze dich mal nur in diese Lage...
Das ist dann der seelische Schmerz, der zum körperlichen dazu kommt. Und der dann oft das Lebenslicht ausbläst.....

Da das Haus ja nun verkauft wird, nimm auch du bewusst Abschied von deinem Elternhaus und sag dir, dass es sehr teuer und mit vielen Lasten bestückt gewesen wäre, hättet ihr es vermietet .... Da musst du dann für alle Sanierungen (Heizung, Garten, Dach etc.) aufkommen...

Wenn dein Bruder das Haus behalten will, lass es ihn machen und er soll euch auszahlen. Er hat dann die ganze Arbeit damit.
Sei froh, wenn du die nicht hast.

Deine Mama wird einen schönen und ruhigen Lebensabend haben ohne die Last, die solch ein Haus mit sich bringt.

Ich wünsche dir viel Kraft für die folgenden Wochen und bleib ganz cool, egal, was dein Bruder auskocht. Es geht ja sowieso über einen Notar.

Ggf. lass dich baldigst von einem Rechtsanwalt in Sachen Erbrecht etc. beraten. Dann hast du gute Infos. Ich denke dass sich diese Investition auszahlen wird.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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rita 56



Anmeldedatum: 05.04.2008
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 07.10.2010, 18:34    Titel:

Hallo Jul7,
ich komme erst heute dazu, in ruhe zu antworten.
über Deine Antwort habe ich mich sehr gefreut und sie hat meine Mutter auch sehr beruhigt. Ihr geht es gut, sie schaut optimistisch in die zukunft; sicher wird es auch Momente geben, die hart sein werden. In dem Alter einen solchen Sprung zu machen ist nicht ohne.
Ja, mein Bruder ist so ein Fall für sich, -Persönlichkeitsstörung- an so etwas habe ich vor langer zeit auch schon mal gedacht, aber ich kann mich darum nicht auch noch kümmern, das ist sozusagen seine Baustelle. Er würde wahrscheinlich mit mir auch nicht darüber reden.
Liebe und Zuwendung empfinden und auch noch zeigen, das fällt ihm sichtlich schwer.
Nochmal vielen Dank für deine aufmunternden Worte!!

Liebes Wattebällchen,
auch Dir herzlichen Dank für die ausführliche Antwort und die vielen Tipps.
Genau das ist es und es ist ihr auch klar- bewusst und freiwillig diesen schritt zu gehen und mitbestimmen zu können, wie es weitergeht. Es ist schon interessant mit zu bekommen, wie sie dieses ihren Bekannten zu vermitteln versucht, obwohl sie ja insgeheim auch Ängste hat. Aber ich habe doch das Gefühl, sie steht jetzt voll und ganz dahinter, was vor einem halben jahr noch nicht der Fall war.

Es ist ganz sicher so, dass zwischen meinem Bruder und meiner Mutter viele uralte Unstimmigkeiten herrschen, die aber nie richtig ausgesprochen wurden. Meine Mutter war immer dominant und er hatte es in jungen Jahren auch nicht einfach, manchmal denke ich, jetzt, wo sie alt ist und nicht mehr richtig kann, rächt er sich für so manches.
Aber das ist doch armselig, oder?
Ich stelle auch immer wieder fest, dass man mit Männern über solche Dinge garnicht diskutieren kann, die wollen nichts davon hören nach dem Motto: es hat ja gar keinen Zweck. Damit ist das Gespräch beendet.
Dabei ist das Streiten doch so wichtig, sonst wird alles nur geschluckt.

So, ich hoffe, unsere bzw. ihre Entscheidung war richtig; ich habe ein gutes Gefühl, meine familie steht auch hinter mir.

Nochmal ein großes dankeschön, ich weiss es sehr zu schätzen!!

Rita
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 08.10.2010, 07:27    Titel:

Hallo und guten Morgen,

das ist schön, dass sich deine Mutter schon mit dem Abschied arrangiert hat. Sie sieht es sicher selbst.

Zu deinem Bruder:
Ob er wirklich eine Persönlichkeitsstörung hat, muss ein Psychologe diagnostizieren. Das kann man nicht einfach so hinsagen. Auch wenn jemand mal "komisch" ist.

Was wirklich hinter den sicher auch alten Konflikten steckt, kann man nur mit fachlicher Hilfe eruieren. Und das entscheidet dein Bruder selbst, ob er das mal aufarbeiten möchte. Man kann auch Familientherapie ohne anwesende Familie machen. Therapeuten haben da unterschiedliche Techniken.

Sei du offen für ein Gespräch, wenn er es will und bleib cool, wie ich schon sagte. Das heißt nicht, dass du zu allem ja und amen sagen sollst, aber mach keinen Streit.

Streit und Meinungsverschiedenheit sind zwei verschiedene Dinge.
Streit sucht einen Sieger und will verletzen und oft tut es einem hinterher leid. Aber das ausgesprochene Wort kann man nicht mehr zurückholen.

Meinungsverschiedenheit ist eben zwei oder mehr Meinungen, von der jeder überzeugt ist, dass er Recht hat. Und das ist tatsächlich so: Beide haben Recht. Jeder hat gute Argumente, die die andern würdigen und bedenken sollten.

Beispiel: 16-jährige Tochter will bis Mitternacht ausgehen.
Eltern sagen: Um 10 bist du zuhause.
Tochter: Aber da geht doch die Party erst richtig los ...

Sicher kannst du die Argumente beider nachvollziehen ...

Für deine Mutter ist ein Telefon (Flatrate....) sehr wichtig. So kann sie mit ihren Bekannten solange telefonieren wie sie mag.
Kauf ihr ein drahtloses Telefon, das überall mit hinnehmen kann (auch aufs Clo... und die Aufladestation neben das Bett) , denn alte Leute sind schon mal sturzgefährdet. Sie muss immer drankommen, wenn sie es braucht.

Sieh zu, dass keine Teppichkanten hochstehen, Stolperfallen wie Kabel
etc. rumliegen, in der Küche und im Schrank alles in Greifhöhe ist, Haltegriffe im Bad und Dusche, rutschsichere Unterlagen drin.

Kauf ihr im Sanitätsgeschäft (auf Rezept) eine Hüftprotektorenhose. Da sind auf Höhe des Schenkelhalses Plastikschalen eingearbeitet als Schutz vor Brüchen. Kann man normal waschen und sieht aus wie ein Oma-Schlüpfer mit Beinchen. Diese Hose zieht man über die Unterhose.

Je nach Beweglichkeit deiner Mutter sollte auch ein Nachtstuhl leihweise von der Kasse da sein (Rezept). Wie schnell braucht man mal solch ein Möbel (ich spreche aus Erfahrung ...), wenns mit dem Laufen mal nicht so gut geht.
Hat Mutter schon einen Rollator (Wägelchen zum schieben) ?

Du kannst dich auch im Sanitätsgeschäft beraten lassen oder gehe mal auf eine Reha-Messe (Düsseldorf, Karlsruhe und Nürnberg usw.) oder Altenpflegemesse. Die gibts immer wieder . Google mal unter "Messen". Ausprobieren und Stöbern nach Alltagserleichterungen zahlen sich aus. Das Teuerste ist nicht immer das Beste ....

Du kennst deine Mutter und weißt, wie die Gegebenheiten zuhause sind. Meiner Mutter wollten sie einen Badewannenlifter aufschwatzen, aber ich sagte, dass wir nur einen Duschsitz für die Wanne brauchen, weil sie Angst in der Wanne hat. Das teure Gerät hätten sie widerspruchslos bezahlt, aber um den günstigen Duschsitz (er hat sich bestens bewährt) musste ich kämpfen....

Google mal "Alltagshilfen für Behinderte". Und dann kannst du dir Kataloge bestellen. Es gibt so viele wunderbare Kleinigkeiten, die den Leuten eine größere Selbständigkeit bieten, wenn sie nicht für vieles um Hilfe bitten müssen.

So kannst du deiner Mutter den Neuanfang sehr erleichtern.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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