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Was hllft bei Wundrose?
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Cleo
Anmeldedatum: 24.04.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: 24.04.2009, 21:04 Titel: Was hllft bei Wundrose? |
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Hilft Bärlauch oder Retterspitz, zur äußerlichen Anwendung, bei Wundrose?
Falls ja, wie sollte man es genau anwenden bzw. herstellen? Andere Tipps? |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 25.04.2009, 07:56 Titel: |
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Hallo und guten Morgen Cleo,
Bärlauch und Retterspitz sind wunderbare Naturheilmittel, aber nicht geeignet zur Behandlung einer Wundrose.
Wundrose (Erysipel) ist eine Infektion, die durch Beta-hämolysierende Streptokokken ausgelöst wird. Sie können durch winzige unsichtbare Verletzungen (z. B. Fußpilz) in den Körper eindringen. Es sind sehr aggressive und gefährliche Eitererreger, die unbedingt mit hoch dosiertem Penicillin behandelt werden müssen. Und zwar umgehend ! Geh noch heute zum diensthabenden Arzt oder in die Ambulanz einer Klinik. Heute, gleich !!
Sonst riskierst du schwere Komplikationen. Das kann so weit gehen, dass man amputieren muss ... Es kann bis zur Sepsis mit Todesfolge im Multiorganversagen kommen. Ich mache keine Horrorsprüche.
Ich hatte Patienten mit Erysipel auf der Intensivstation liegen .
Streptokokken produzieren Toxine (Stoffwechselgifte), die die Herzklappen, den Herzmuskel, die Nieren und Gelenke angreifen.
Sie sind die Verursacher des rheumatischen Fiebers und der akuten Glomerulonephritis.
Aus diesem Grund ist auch nach 10 Tagen eine Urinkontrolle unbedingt notwendig.
Ist es wirklich ein Erysipel, was du hast ?
Hat das ein Arzt diagnostiziert ?
Weshalb hat er dir nicht Penicillin verschrieben ?
Es gibt keine Alternative.
Ein Zeckenbiss (Borelliose) macht manchmal auch so ein Erscheinungsbild, dass es eine flächenhafte Rötung gibt, die sich vergrößert. Allerdings wird da ein sich vergrößernder Ring draus.
Aber auch da muss man mit Penicillin 10 Tage behandeln.
Bei beiden Infektionen gibt es Fieber.
Beim Erysipel ist meist Schüttelfrost und ein grippeähnliches Krankheitsbild dabei . Das ist ein Zeichen, dass die Streptokokkentoxine anfangen, die roten Blutkörperchen aufzulösen. (Deshalb heißen sie ja auch "hämolysierend" = Blut auflösend). Diese kaputten Erys verstopfen dann die Nierenkanälchen und man muss dialysieren.
Also, pack deine Tasche und sause in die Ambulanz. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
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Cleo
Anmeldedatum: 24.04.2009 Beiträge: 2
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Verfasst am: 25.04.2009, 14:20 Titel: Erläuterung zum bestehenden Krankheitsbild |
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Vielen Dank für Ihren Rat!
Meine Mutter leidet seit 15 Jahren an einer Polycytämie Vera (PCV) und hat in den letzten Jahren als Begleiterkrankung ständig wiederkehrende entzündete Beine. Die Diagnose lautet immer "Erysipel oder Venenentzündung", da sind sich die Ärzte immer nicht einig. Wir waren deshalb schon bei mehreren Venen- und Hautärzten sowie auch stationär in verschiedenen Krankenhäusern. Zurzeit ist das Bein geschwollen, der Hämatologe möchte Sie aber nicht ständig mit hochdosierten Antibiotika vollpumpen. Deshalb meine Frage, kann Retterspitz zur äußerlichen Anwendung und Bärlauchsaft oral die körpereigene Abwehr unterstützen und Linderung bei schmerzhafter Schwellung bringen? |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 957 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 26.04.2009, 08:21 Titel: |
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Hallo und guten Morgen,
da sieht man mal wieder, wie wichtig genaue Info für uns ist ......
Deine Mutter hat eine chronische Erkrankung und kein "akutes Erysipel", das, wie oben beschrieben, sehr gefährlich ist.
Ich habe zwar bei PCV noch keine solchen Symptome gesehen, aber das heißt noch lange nicht, dass dies nicht vorkommen könnte.
Zur allgemeinen Info:
PCV ist eine Erkrankung des blutbildenden Knochenmarkes. Unter anderem vermehren sich die Blutzellen sehr schnell und es kommt dadurch, vor allem durch die vielen Thrombocyten, die für die Gerinnung zuständig sind, zu Verstopfungen (Thrombosen) in den Gefäßen. Auch dies macht Hautjucken durch die Spannung der Haut.
Auch die Schmerzen in den Extremitäten (Arme und Beine) sind dadurch zu erklären.
Die vielen roten Blutkörperchen machen ein blaurotes Hauterscheinungsbild, auch an den Schleimhäuten. Es kann auch zu Blutungen im Körperinnern kommen, weil zuviel Blutkörperchen im Körper sind. Dann können auch kleine Gefäße mal platzen, wenn sie zu prall sind.
Die Spannung macht auch das Hautjucken, das meist nach Wärmeanwendung auftritt.
Auch die weißen Blutkörperchen sind stark erhöht als Zeichen einer chronischen Entzündung.
Das gesamte Blut ist "zu dick" (Hämatokritwert ist erhöht).
Um den Körper zu entlasten, macht man z. B. Aderlässe und füllt anschließend mit Infusionen (z. B. Ringer-Lösung o.ä.) wieder die Flüssigkeit auf.
Viel trinken ist gut. Blutdruck muss kontrolliert werden.
Auf das Herz achten, Atemnot, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schmerzen im Bauchraum, vor allem linker Oberbauch (da sitzt die Milz) und rechter Oberbauch (Leber) etc.
Ebenso der Augenhintergrund-Kontrolle ist wichtig, damit man Einblutungen im Anfangsstadium sieht und reagieren kann.
Man kann auch eine Radio-Phosphor-Therapie machen (= mit radioaktivem Phosphor) oder Cytostatika (zellteilungshemmende Medis).
Bärlauch ist einen Versuch wert, da er blutdrucksenkend und blutverdünnend wirkt. Leider gibt es ihn nur kurze Zeit im Frühjahr.
Schau mal, ob du Bärlauchpesto irgendwo bekommen kannst damit du das Jahr über etwas Vorrat hast.
Eine Alternative zu Bärlauch ist Knoblauch. Und den bekommt man ja immer.
Setze 1 ganz geschälte rohe Knoblauch-Zwiebel (= ca. 15 - 20 Zehen) in 100 ml Weingeist (Apotheke) an.
Du kannst die Zehen hacken, in ein dunkles Fläschchen füllen und dann den Weingeist drüber. 14 Tage dunkel und kühl stellen.
Dann kann deine Mutter (oder wer sonst noch etwas für sich tun möchte...) täglich 40 Tropfen = 1 ml in etwas Milch einnehmen.
Du kannst Retterspitz-Umschläge auf die schmerzenden Beine machen. Lass sie solange liegen, bis sie sich erwärmt haben.
Wenn der Arzt allerdings sagt, dass sie ein Erysipel entwickelt hat, braucht sie unbedingt Penicillin.
Und dann ist Retterspitz nicht angezeigt, weil er die Haut aufweichen kann.
Auch würde ich aus diesem Grund auf andere aufweichende Umschläge verzichten. Auch alkoholhaltige Gels trocknen die Haut aus und machen sie schrumpelig. Also immer mal wieder ein paar Stunden Pause machen, bis die Haut wieder normal aussieht.
Mach dann die Umschläge am nicht betroffenen Bein und außerhalb des Erysipels. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
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Andreas Kühne

Anmeldedatum: 06.11.2006 Beiträge: 89
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Verfasst am: 26.04.2009, 11:54 Titel: wundrose |
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hallo cleo,
vor einer antibiotischen oder phytotherapeutischen therapie empfehle ich gerne einen wundabstrich zu machen, um zu schauen, um welche erreger es sich handelt. ein antibiogramm bzw. eine aromatogramm dienen dann dazu die wirksamen (pflanzen-)mittel zu ermitteln.
beta-hämolysierende streptokokken können manchmal (z.b. nach erfolgloser antibiotikatherapie) sehr gut mit senfölglykosidpflanzen behandelt werden, viele eitererreger mit sandelholzöl aus indischem weissen sandelholz.
in vorliegendem fall könnte evtl. auch eine enzymtherapie mit bromelain (müsste aber vor der gabe nochmal mit einem spezialisten besprochen werden) und zinkgabe sinnvoll sein.
viele grüsse
andreas kühne _________________ Dipl. - Biologe Andreas Kühne, Heilpraktiker
Praxis für BioLogische Medizin
Tel. 04237-942287 |
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