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Von der energetischen Störung zum körperlichen Symptom
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Hänsel
Anmeldedatum: 20.02.2008 Beiträge: 15
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Verfasst am: 12.03.2008, 08:37 Titel: Ganzheit und GanzSein |
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Ein Hallo in die Runde der Leser, hallo liebe Marianne!
Meine Antwort auf Ihren wiederum sehr schönen Beitrag kommt spät, weil mich hier vor Ort einige dringende, sehr pragmatische Angelegenheiten beschäftigten.
Ich beginne mal mit der Frage:
„Was ist normal?“
Darüber gibt es ganz verschiedene Vorstellungen, und das scheint ganz normal zu sein. Nun leben wir ja in einem geistig-ideellen und geistig-kulturellen System, das die Frage der Normalität mit eben seinem Geist (z.B. Wertvorstellungen) und einer Tradition (z.B. moralische Werte) beantwortet. Wer also „normal-sein“ will, wird auf Grund einer (kapitalistischen) Werteordnung und (Klein-) bürgerlicher Moralvorstellungen kaum er selbst sein können. Manch einer kommt da ganz ordentlich in Konflikte, in UnOrdnung, lebt trotz seiner „Erfolge im gesellschaftlichen Sinne“ in UnFrieden und UnGlück, in UnGesundheit. Das sollte dann auch normal sein, und wenn ich die Statistiken richtig lese, werden immer mehr Menschen „normal“. Nun gibt es aber durchaus einige Menschen, die es für normal halten, gesund und glücklich in Frieden zu leben – und ihre Identität und folgend ihre Existenz entsprechend gestalten.
Marianne, Sie sagen: Die Therapie mit der TCM als solches beinhaltet ja auch nicht den Anspruch einer Psychotherapie.
Sie sagen gleich folgend aber auch:
Hier wird ganz einfach die psychische wie physische Störung anhand von Energiedysbalancen (Yin und Yang) oder Qi-Stagnationen (z. B. Schmerz) usw. behandelt.
Gerade Sie, Marianne, schätze ich ein als im Sinne der Psychotherapie sehr erfolgreich. Wenn ich das TCM-Konzept richtig verstanden habe, steht doch der ganze Mensch, also auch (und besonders?) seine Psyche, im Mittelpunkt der Behandlung, die, wie Sie es beschreiben, ja durchaus auch eine Lebensbegleitung nicht nur sein kann, sondern sogar sein sollte.
Dann schreiben Sie ja auch:
Körper und Geist/Seele lassen sich nicht von einander trennen.
Das ist für mich eine ganz wichtige Aussage, die, so glaube ich, nur ein Mensch so klar und unbedingt aussprechen kann, der aus dem Erleben heraus WEISS, was Ganzheit bedeutet.
Damit wären wir wieder bei Krankheit, die ja auch mit dem Begriff Störung bezeichnet werden könnte – und könnten daraus vielleicht eine Formel ableiten:
Krankheit ist Folge einer ZerStörung der Ganzheit. Und weiter: Zerstörte Ganzheit – Disharmonie, Irritation, Energieverlust durch Zweifel, eingeschränkte Aufmerksamkeit, reduziertes Gewahrwerden, als Ergebnis ein Kontrollverlust, ein Ungleichgewicht. Habe mal locker vor mich hin gesponnen - und frage Sie um Ihre Meinung dazu.
Und möchte damit auch schließen, damit der Beitrag nicht zu lang wird. Der zweite Teil soll den Zyklus
- Beobachtung/Wahrnehmung
- Analyse
- Diagnose
- Therapie
behandeln. Yin Yang wird sich noch einen Moment gedulden müssen.
Eines möchte ich aber gerne jetzt gleich los werden, weil zu unserem Zeitgeist auch eine (Über-)Betonung der Vernunft gehört. Schankara* sagte dazu:
Was wir brauchen ist nicht Logik, sondern Einsicht, die Fähigkeit, sogleich das Wesentliche im Unwesentlichen, das Ewige im Zeitlichen, das Ganze im Teile zu erfassen; das ist die erste Vorbedingung zur Philosophie. Die zweite ist eine Bereitwilligkeit zu beobachten, und zwar um des Erkennens wegen und nicht um der Erfindung, des Reichtums oder der Macht willen; es ist die Befreiung der Seele von jeder Erregung, jedem Vorurteil und allen Früchten des Handelns.
* Schankara gilt als der größte Philosoph Indiens, lebt im 8. nachchristlichen Jahrhundert, gründete die ersten hinduistischen Orden.
Gestern sagte eine gute Freundin zu mir:
„Ich sollte mal anfangen, es gut mit mir zu meinen“. Dass Ihnen allen das auch ein Stück gelingen möge, wünscht von Herzen.
Ihr
Wolfgang _________________ Leben ist der Weg zur Gesundheit, Option zur Heilung von Geist und Liebe. |
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Marianne Ermisch

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 371 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 12.03.2008, 12:12 Titel: |
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Einen wunderschönen (auch, wenn es hier in Berlin gerade regnet) guten Morgen!
Lieber Wolfgang, was ich mit der Aussage: Die Therapie mit der TCM als solches beinhaltet ja auch nicht den Anspruch einer Psychotherapie. meinte, war, dass eine Psychotherapie ja im e. S. eine Tiefenpsychologische Angelegenheit ist, welche sich nicht unbedingt mit körperlichen Beschwerden beschäftigt. Das diese oft oder sagen wir mal meist darauf folgen bzw. psychische Probleme begleiten sei mal dahingestellt.
Gehen wir aber von dem eigentlichen Sinn des Wortes Psychotherapie aus, dann ist die "Pflege der Seele" ein wichtiger Bestandteil der TCM.
der Patient soll ja die Fähigkeit erlernen, besser mit sich und seinen Problemen umgehen zu können, um ein Mehr an geistigen/seelischen und körperlichen Wohlbefindens zu erreichen. Also eine praktische Anleitung zur Selbstpflege und somit im weiteren Sinne auch zur Selbstheilung.
"Krankheit ist Folge einer ZerStörung der Ganzheit. Und weiter: Zerstörte Ganzheit – Disharmonie, Irritation, Energieverlust durch Zweifel, eingeschränkte Aufmerksamkeit, reduziertes Gewahrwerden, als Ergebnis ein Kontrollverlust, ein Ungleichgewicht. Habe mal locker vor mich hin gesponnen - und frage Sie um Ihre Meinung dazu."
Meine Meinung dazu: Sehr schön ausgedrückt und völlig stimmig!
Die Chinesische Medizin sagt dazu: Die krankheitsauslösenden Faktoren (Agenzien) sind jene Störfaktoren, welche die "Gradläufigkeit" eines Menschen entscheidend beeinflussen. Ob es nun die äusseren Agenzien sind, wie Hitze, Kälte, Wind, Feuchtigkeit, Trockenheit, oder die inneren, wie die innere Bewegung, die Gefühle/Emotionen, oder weiter die neutralen Faktoren, wie äussere Verletzungen, diätische Störungen (Nahrung im Allgemeinen) bzw. Exzesse, sie alle bringen eine Unordnung bzw. Dysbalance im körperlichen sowie psyschischen Gefüge/Organismus.
Ob nun dann Akupunktur, Moxa, chinesische Kräuter oder Tuina usw. angewendet werden, ist zweitrangig. Zuerst wird der Patient/Mensch angeschaut, angehört, angefasst bzw. erfasst. Das Gespräch ist meiner Meinung das Wichtigste. Oft bestätigen dies auch die Patienten, die sich schon nach einem ausführlichen Gespräch deutlich besser fühlen. Wobei wir wieder merken, wie deutlich sich der Zusammenhalt von Körper und Geist/Seele zeigt.
Die Worte Schankara´s gefallen mir sehr, zeigen sie doch ganz einfach die Philosophie des Lebens. Meine "Antwort" darauf:
Nicht handeln, nicht wollen,
nicht kämpfen:
Das ist der Weg allen Seins.
Ganz von selbst werden Frühling,
das Erwachen des Lebens;
Sommer, das Wachstum;
Herbst die Reife und der Verfall;
Winter, die Speicherung und der Tod.
Und am Ende wird Ruhe sein:
Yin und Yang in vollkommendem Ausgleich. (ts)
Ein kleines Stückchen Insel nenne ich es, wenn ich mich selbst pflege. Es gut mit mir meinen bedeutet, dass ich darauf achte, mir täglich eine Freude zu bereiten, mir etwas Gutes zu tun. Das kann in Form einer Stunde Lesen, eines guten Essens oder eines schönen Spazierganges z. B. sein. Sich Zeit nehmen und auf den eigenen Körper bzw. das eigene Befinden achten. Schon das ist ein Gutmeinen mit sich selbst.
Allen eine schöne Zeit wünscht
Marianne Ermisch _________________ Marianne Ermisch - Heilpraktikerin
Chinesische Medizin - Homöopathie
Berlin-Lankwitz
Bruchwitzstr. 12
12247 Berlin
Tel. 030 26 32 53 19 / 0179-48 73 639
marianneermisch@arcor.de |
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Hänsel
Anmeldedatum: 20.02.2008 Beiträge: 15
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Verfasst am: 17.03.2008, 23:16 Titel: Das Wesen der TCM |
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Warum DAS sein musste? Am 12. verabschiedet sich (grundlos?) erst meine Internetverbindung, dann, als wäre das nicht Problem genug, folgte der Rechner. Drei Tage suchen und basteln, heute die Lösung. Ja, wer es nicht glaubt: es gibt Programme, die sich übers Internet kommend im Rechner installieren und Passwörter verändern.
Womit Sie Ihren Beitrag thematisch schlossen, liebe Marianne, damit möchte ich beginnen: sich selbst Gutes tun. Offensichtlich „besitzen“ wir beide sehr ähnliche Vorstellungen von dem
- wer wir SIND, und was
- gut IST.
- Daher werden wir auch übereinstimmen in dem grundsätzlichen Lebensansatz, was zu leisten ist: für sich ODER für andere.
Ich beantwortete diese Frage für mich wie folgt: Das Eine ist mit dem Anderen untrennbar verbunden. Und entsprechend sind meine Lebenserfahrungen:
- was ich für mich tue kommt anderen zu gute;
- was ich für Andere Tue kommt mir zu gute.
Und für den, den es denn interessiert, erzähle ich mal von einigen Grundsätzen, die ich (strikt) befolge:
Ich umgebe mich NUR mit Menschen, die ein liebevolles Wesen HABEN;
ich hüte mich davor, Menschen zu bewerten, geschweige sie zu verurteilen;
in moralisch/ethischen Fragen bin ich mein eigener Ratgeber;
ich bin dankbar, das ich leben DARF;
schließlich handle ich nach einem Prinzip, dass, so glaube ich, aus der (jahrtausendealten) chinesischen Lebensanschauung stammt – und durch Kant als „Kategorischer Imperativ“ bekannt wurde. Übrigens entlehnten einige der „großen“ Geister aus der chinesischen Ethik.
Marianne, ich bin ich dankbar für Ihre Ausführungen zu TCM und Psychotherapie (der ich sehr skeptisch gegenüber stehe).
Ich versuche mal auf den Punkt zu bringen, was ich über die TCM bisher von Ihnen lernte:
Der Mensch steht in seiner Ganzheit (Körper, Seele, Geist) sowohl in der Analyse al auch in der Therapie.
Grundansatz ist die Selbstheilung, die Selbsthilfe, die Mobilisierung eines „Willens“ (im weitesten Sinne) zu Gesundheit.
Beide Ansätze unterstütze ich vorbehaltlos.
Ihre Bescheidenheit, was Ihre Leistungen „Pflege der Seele“ betrifft, kann ich wohl verstehen, empfinde ich aber als sachlich falsch. Was hilft denn eine so genannte „Tiefenpsychologie“, die das Offen-Sichtliche unterbewertet. Ich kenne einige der Studierten, die in starren Mustern agieren, und denen dabei der Mensch persönlich völlig gleichgültig bleibt. Aus meiner eigenen analytischen Tätigkeit weiß ich: ohne eine „menschliche“, am besten noch liebevolle Beziehung kann ich jede Hoffnung auf Erfolg vergessen. Und trotzdem, auch das möchte ich sagen, bleiben Fehler nicht aus, reicht die Geduld nicht, reicht das Einfühlen und das Verstehen nicht aus, bringe ich Menschen zu wenig davon rüber, dass sie mir vertrauen können – das ist aber mein Problem, steter Ansporn, noch besser, noch aufmerksamer, noch gründlicher zu werden. Was ich in den Jahren lernte vor allem eines: Patient und Helfer MÜSSEN sich als eine interaktive Beziehung verstehen, in der nicht nur der Helfer hilft, sondern auch der Patient dem Therapeuten. Erst nachdem ich diesen Bewusstseinsschritt vollzogen, eine grundsätzliche „Duale Position“ aufgelöst und eine gleiche, sprich gleichwertige Ebene hergestellt hatte, öffneten sich mir Menschen und konnten über schwerste traumatische Erfahrungen berichten.
Diagnose und Analyse
Aus Wikipedia:
1. Die Diagnose (griechisch διάγνωση, jeweils heutige Aussprache diágnosi, wörtlich „die Durchforschung“ im Sinne von „Unterscheidung“, „Entscheidung“; aus δια-, dia-, „durch-“ und γνώση, gnósi, „die Erkenntnis“, „das Urteil“)
2. Analyse' stammt aus griechisch ανάλυση analyse, vom altgriechischen Verb αναλύσειν analysein „auflösen“.
Eine Analyse ist eine ganzheitliche, systematische Untersuchung, bei der das untersuchte Objekt oder Subjekt in seine Bestandteile zerlegt wird und diese anschließend geordnet, untersucht und ausgewertet werden. Dabei dürfen die Vernetzung der einzelnen Elemente und deren Integration nicht außer Acht gelassen werden.
Nach meiner Erfahrung gibt es einige persönliche Grundvoraussetzungen für eine therapeutische (wäre toll, wenn wir so nebenher dafür einen anderen Begriff fänden) Begleitung, und es gibt natürlich einen Zyklus, der mit dem Wissen vom menschlichen System beginnt und mit einer Auswahl von therapeutischen Methoden endet.
Ob wir das hier diskutieren oder ein neues Thema eröffnen, ist mir gleich. Allerdings würde ich es begrüßen, das Thema hier unter TCM und auch im Sinne der TCM zu besprechen.
Lassen Sie mich, eigentlich nur für Sie, Marianne, als kleines Zeichen meiner Wertschätzung abschließend einen Vers zitieren, den der chinesische Dichter T’ao Ch’ien vor sechzehnhundert Jahren schrieb:
Ich sammle Chrysanthemen an der Osthecke,
schau still hinüber zu den Südbergen.
Die Bergluft frisch zur Abenddämmerung,
paarweise kehren Vögel heim ins Nest.
In all diesen Dingen liegt tiefe Bedeutung.
Will ich sie aussprechen, so schwinden mir die Worte.
(aus „Tao, Zen und schöpferische Kraft“)
Mögen einige wenigstens für kurze Momente das große Miteinander, die große Verbundenheit allen Lebens und Werdens spüren können.
Ihr
Wolfgang _________________ Leben ist der Weg zur Gesundheit, Option zur Heilung von Geist und Liebe. |
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Marianne Ermisch

Anmeldedatum: 22.03.2007 Beiträge: 371 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 24.03.2008, 16:16 Titel: |
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Einen wunderschönen Ostermontag mit herrlichem Sonnenschein wünsche ich allen!
Egal, wir wir es benennen wollen, Wolfgang, es bleibt doch immer eine therapeutische Begleitung...egal, ob wir dem Menschen mit Gesprächen helfen, nur zuhören oder ihm eine Therapie mit TCM, Homöopathie o. Ä. zukommen lassen.
Das Annahmen des Menschen in seine Ganzheit, mit körperlichen und auch seelisch-geistigen Problemen ist schon Therapie. Denn, er kommt ja, damit wir ihn annehmen und ihm zeigen, was er tun kann, damit es ihm besser geht. Welchen Weg er letzlich geht, das überlassen wir ihm selbst.
Manchmal rufen mich Patienten an um einen Termin auszumachen. Es kommt meist ein langes Gespräch zustande und manches Mal kommt der Patient gar nicht zum vereinbarten Termin. Dann frage ich mich, ob er mit mir und meinem Therapievorschlag nicht einverstanden war, oder ob ihm das Gespräch schon gereicht hat. Ich hoffe dann, das es Letzteres war. ;-)
Ihre Ausführungen bezüglich der Therapeuten-Patienten-Bindung ist interessant. Ja, sich auf den Anderen einlassen ist ganz wichtig. Anders gesagt: In den Schuhen des Anderen gehen. (Naomi Feil)
Sich darauf einzulassen, was der Mensch mir gegenüber mir zu sagen und zu zeigen hat bzw. sich in seine Lage zu versetzen. Dann erst kann ich ihn "verstehen" und sein Leiden nachvollziehen. Das ist nicht immer leicht, denn es sind manchmal auch Emotionen, die ich nicht so einfach aufnehmen möchte. Hier ist dann ein gewisses Mass an Abgrenzung bzw. Selbstschutz von Nöten. Auch wenn ich alles annehme, was mir mein Patient an Informationen gibt, muss ich lernen zu selektieren und nur das was für mich und diesen Fall (Anamnese/Repertorisation) wichtig ist. Und nach Praxisschluss muss auch der Kopf und das Herz wieder frei sein...
Auch das sind Grundvoraussetzungen für eine therapeutische Begleitung. Kurz gesagt: offen sein, Annehmen des Anderen und mit dem Wissen um die sich bietenden Möglichkeiten helfen. Natürlich vorausgesetzt, dass hier "meine" therapeutischen Möglichkeiten ausreichen.
Aber auch dem Hilfesuchenden klar sagen, wenn man in seinem Falle nichts ausrichten kann bzw. die Therapie nicht erfolgsversprechend ist.
Auch das wäre ja schon ein wenig Hilfe...
Zur Chinesschen Medizin
Die Therapie mit TCM hat tiefgreifende Auswirkungen auf Gefühle, Emotionen, kognitive Prozesse und auch auf die Persönlichkeit. Jede Behandlung verändert uns. Manche Patienten, die mit "nur" körperlichen Symptomen kommen, öffnen sich nach der Akupunktur und der Therapeut
erfährt von dessen tiefsten, oft unausgesprochenen Gefühlen und Gedanken.
Dazu aus Dr. leon Hammer´s Buch:
"Jede Therapie will eine Veränderung im Charakter und in den speziellen Mechanismen, durch die ein Mensch es vermeidet, das Leben zu leben, herbeiführen.
Der Depressive vermeidet es Verantwortung sowohl für seine Freude als auch für seine negativen Gefühle zu übernehmen; der Zwanghafte vermeidet Gefühle durch Rigidität und Ordnung; der oral Veranlagte vermeidet es mit beiden Beinen im Leben zu stehen, indem er gehalten und genährt werden will; der Schizophrene vermeidet Angst durch Fragmentierung; der Paranoide vermeidet das Unbekannte durch Projektion."
So könnte man immer weiter gehen. Der Mensch mag seine "Störungen" nicht und versucht diese zu beheben oder zu umgehen. Sollte hier keine Hilfe angeboten werden bzw. zur Verfügung stehen, so gelangt der Patient in einen Kreislauf, aus dem er schlecht allein wieder heraus kommt. Jede psychische Störung bedingt irgentwann auch körperliche und umgekehrt.
So, nun muss ich meine Ausführungen erst einmal unterbrechen um das schöne Osterwetter zu nutzen...;-))
Liebe Ostergrüße an alle!
Marianne _________________ Marianne Ermisch - Heilpraktikerin
Chinesische Medizin - Homöopathie
Berlin-Lankwitz
Bruchwitzstr. 12
12247 Berlin
Tel. 030 26 32 53 19 / 0179-48 73 639
marianneermisch@arcor.de |
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