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Strophantin

 

Strophantin

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Georg7
Gast





BeitragVerfasst am: 22.07.2010, 10:21    Titel: Strophantin

Hallo, gerade habe ich gelesen, dass Strodival das beste Mittel bei Herzproblemen sei. Es ist rezeptpflichtig. Ohne Rezept gibt es Strophaktiv oder Strophanthus D4. Strophantin soll Digitalis überlegen sein und keine Nebenwirkungen haben. Ist es auch Weißdorn überlegen? Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Wenn es wirklich so gut ist, warum gibt man dann Patienten Weißdorn, Maiglöckchen etc. – man könnte dann jedem Strophantin geben. Viele Grüße Georg
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 22.07.2010, 18:11    Titel:

Hallo Georg,

nun muss ich mal wieder eine pharmakologische Abhandlung schreiben, denn das, was sich Laien (nun komm ich schon wieder mit diesem verpönten Ausdruck ...) unter einer Medikation bzw. Rezeptur vorstellen, funktioniert eben nicht wie ein Kaugummiautomat.

Wir müssen ganz viel über die Pharmakologie (ist auch mein Steckenpferdchen und es ist sehr interessant) lernen, denn man muss die Medis genau für die Bedürfnisse und das jeweilige Krankheitsbild aussuchen. Das geht nicht, indem man irgendwas im Internet eingibt mit der Hoffnung, dass es wirken wird. Siehe das Wirrwar bei "Cardiales Lungenödem" ....

Ich muss auch den Patienten erst genau untersuchen (Auge in Auge), ihn abhören, Labor machen, Blutdruck messen, wissen, was er sonst noch einnimmt usw.

Nicht alle Herzbeschwerden kommen vom Herzen.
Das kann mal an einer Fehlstellung der Wirbelsäule liegen oder einer Wirbelblockade im so genannten Herzsegment (Reflexzone).

Auch die Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse können Herzbeschwerden vortäuschen, sogar ein Blähbauch kann dies machen ...

Oder wenn ein Kaliummangel im Blut ist, kann das Herz reagieren.

Und direkt am Herzen kann organisch ein Defekt sein (Herzklappen, Koronargefäße, Altersherz, Rechtsherzinsuffizienz, Linksherzinsuffizienz, Reizleitungsstörung oder der Herzmuskelstoffwechsel usw.).

Du siehst, man kann und darf keine Ferntherapien machen ...
Wir beantworten gerne Fragen, aber wir wollen hier seriöse Beratung machen.
Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt.

Doch nun zum Strophantin.
Ich habe schon mal an anderer Stelle ("Cardiales Lungenödem") über die Herzglykoside der verschiedenen Ordnungen referiert. Schau bitte nochmal dort nach (grüne Suchleiste hier oben).

Strophantin wird den Herzglycosiden zweiter Ordnung zugerechnet.
Es wird aus den sehr giftigen Samen einer tropischen Lianenart gewonnen und ist alles andere als harmlos.
In den Tropen wird es als Pfeilgift eingesetzt, weil es sehr schnell wirkt.

Es wird als Digitaloid bezeichent, weil es dem Digitalis (Fingerhut) sehr ähnlich ist.

Strophantin wirkt sehr schnell, d. h. es wird in Notfällen eingesetzt, weil es schneller wirkt als Digitalis (Digitalis braucht ca. 3 Tage, bis der therapeutische Blutspiegel erreicht ist).

Strophantin erweitert die Blutgefäße im Darmbereich, im Gehirn und der Niere verengt es die Gefäße.

Strophantin wirkt auch kaum kummulierend (d.h. sich anhäufend) wie Digitalis, weil es eine kurze Halbwertszeit hat, d. h. es ist nach ca. 6 Stunden abgebaut. Dann braucht man eine neue Dosis.

Bei einer Überdosierung kann es zur Hämolyse (Auflösung des Blutes) oder zum Atemstillstand kommen usw.
Wenn du dies als keine Nebenwirkung bezeichnen möchtest ?
Und nur der Arzt hat die Dosis zu bestimmen.

Du siehst, alles andere als harmlos ....

Wie gesagt, Indikation ist der akute Notfall bei schwerem Herzversagen, akuter Herzschwäche oder schwerer Insuffizienz, bei Stauungen in der Leber, Magen, Darm, bei Herzinfarkt (es beugt den Rhythmusstörungen vor) usw.

Bei Rechtsherzinsuffizienz (das, was die meisten alten Leute haben) ist Strophantin wirkungslos...

Man muss auch immer den Kalium- und Calciumwert im Blut bestimmen, sonst kann man Rhythmusstörungen (die man ja therapieren möchte) sogar auslösen.

Dieses Medikament ist rezeptpflichtig und gehört in die Hand des Arztes.

Also sage ich es immer wieder:
Bitte keine Medikamente "einfach so" aus dem Internet raussuchen und sich besorgen, auf welchem Wege auch immer. Das kann schnell mal tödlich enden.

Nur der Arzt kann die Verantwortung für seine Rezeptur übernehmen und auch der Apotheker muss mit aufpassen, wenn evtl. sich Medikamente sich nicht vertragen.

Leider werden viele verschriebene Medis nicht genommen (Studie 20 %), dafür besorgen sich die Leute dubiose Mischungen in eigener Regie....
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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Georg7
Gast





BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 02:52    Titel:

Hallo Wattebällchen, du schreibst Strophantin sei bei Rechtsherzinsuff. wirkungslos. Handelt es sich bei einem kardialen Lungenödem nicht um Linksherzinsuff.? Ein Schulmediziner behandelt ein kardiales Lundenödem mit ACE-Hemmern und AT1-Antagonisten. Wie behandelt ein homöopathischer Arzt, wenn es nicht gerade ein akuter Fall ist? Verschreibt er Strodival? Oder gibt es keine homöop. Alternative - kann ein homöop. Arzt nur zusätzlich zu ACE-Hemmern etwas hömöopath. verschreiben? Viele Grüße Georg
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Georg7
Gast





BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 02:58    Titel:

du schreibst: Strophantin erweitert die Blutgefäße im Darmbereich, im Gehirn und der Niere verengt es die Gefäße.
Aber Nebenwirkungen wird doch wohl alles haben. Hat ein homöopathischer Arzt Möglichkeiten ein kardiales Lungenödem nebenwirkungsfrei zu behandeln? Wäre Strodival nicht das kleinere Übel? viele Grüße von Georg
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 01.08.2010, 07:05    Titel:

Hallo und einen schönen Sonntag- Morgen,

ein Lungenödem kann mehrere verschiedene Ursachen haben.
Es gibt ein cardiales Lungenödem bei Rechts- und bei Linksherzinsuffizienz, je nachdem, was die Ursache ist.
z. B. die Herzklappen, Rhythmusstörungen, schlechte Durchblutung der Coronararterien usw.
Deshalb nutzt es nix, einfach ins Blaue hinein auf Vermutung hin ein Medikament zu verabreichen.

Dieser Arzt hat z. B. wegen dem hohen Blutdruck (der auch eine Ursache eines Lungenödems sein kann) ACE-Hemmer oder einen AT1-Rezeptorenblocker verschrieben. Das ist nämlich fast dasselbe, denn es ist eine neuere Entwicklung aus den ACE-Hemmern.

Das, was manchmal zusammen mit ACE-Hemmern rezeptiert wird, sind Betarezeptorenblocker ... Da werden die Rezeptoren von Adrenalin und Noradrenalin an der Herzmuskelzelle blockiert.

Und dann muss man noch wissen ob es ein pulmonaler (von der Lunge ausgehend) Hochdruck ist oder ein renaler (von der Niere aus gehend) oder ein essentieller (ohne erkennbare Ursache) Hochdruck usw.

Was man homöopathisch machen kann, musst du die Homöopathen fragen. Ich hab Phytotherapie und Schulmedizin gelernt und nur relativ wenig Kenntnisse in Homöopathie.

Natürlich hat auch Strophantin Nebenwirkungen, die hab ich ja im vorigen Posting deutlich geschrieben ...

Ein Lungenödem kann es auch geben, ohne dass das Herz unmittelbar betroffen ist z. B. nach Einatmen von Giften (bei Bränden die Rauchgasvergiftung), oder Nierenbedingt oder durch Insprieren eines Fremdkörpers (Aspirationspneumonie), durch Drogen/Medikamente induziert (ausgelöst), Vergiftungen, bei Bergsteigern (Höhenkrankheit) etc.

Alles sind Notfälle, wo sofort schnell wirksame ärztliche Hilfe von Nöten ist.
Da ist keine Zeit für homöopathische Dosen. Da gehts ums Überleben ...

_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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cosimo



Anmeldedatum: 06.11.2012
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 13.12.2013, 12:34    Titel: Unfassbar

Sorry, der Beitrag hier ist schon etwas älter. Aber als Betroffener, der in Hamburg verzweifelt einen Arzt sucht, der Strophanthin auch an Kassenpatienten verschreibt, kann ich nicht an diesem Beitrag vorbei gehen. Nach einem Infarkt vor 8 Monaten, habe ich noch immer Symptome, die den meisten Infarktopfern, mit denen ich sprach völlig fehlen. Meine Kardiologin gibt zu, dass sie nichts über Strophanthin weiß, aber ... na ja

Die "furchtbaren" Nebenwirkungen des Strophanthin. Nun, die sind wohl eher dem Digitalis zuzuordnen, worauf sich die meißten Mediziner beziehen, da sie über Strophanthin nichts mehr gelehrt bekommen.
Und wenn Ärzte mir erzählen, wir hätten uns seit Strophanthin weiterentwickelt , dann schauen wir mal nur Prasugrel an. Dieses Medikament wurde nicht nur unter unethischen Bedingung z.b. in Indien getestet (Medienbericht Dez13), es verspricht mir von Hauteinblutungen, Gelbsucht, Atemnot, Magen- Darmblutungen, Hirnschlag bis zum Tod alles. Auf diese Weierentwicklungen verzichte ich gern.

Es ist wirklich nicht böse gegen Personen hier im Forum gemeint, doch ein Medikament, das jahrzehnte lang das Mittel der Wahl (auch der Schullmedizin) war, den Patienten zu verweigern wäre freundlich ausgedrückt Totschlag, denn es könnte auch heute noch Hunderttausenden das Leben retten.
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Reinhold



Anmeldedatum: 31.08.2014
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14.09.2014, 15:37    Titel: Hinterwandinfarkt lks. (herzinfarkt)

hallo und moin, moin liebe Forumsmitglieder, hier besonders Infarkt patienten. Mein Herzinfarkt liegt fast genau 4 Jahre zurück. Heute erfreue ich mich allerbester Gesundheit. (ärztlich bestätigt) Die übliche Medikation nach einem Infarkt hat mich schon gleich nach dem Infarkt beschäftigt. Die Nebenwirkungen fast aller Medikamente habe ich z.T. auch durchlitten. Also m.M. nach musste es doch Alternativen geben. Es gibt einiges, ich habe die Lösung für mich bei den Aromaölen gefunden. Da ist unter Anderem Lavendelöl fürs Herz, Perillaöl gegen den hohen Cholesterinspiegel, Wintergreen als ASS-Ersatz. Gegen die psychischen Probleme u.a. Basilikumöl. In Erwägung ziehen kann man auch noch Palmarosa, Lemongras, Cananga. Es gibt da eine große Anzahl an Aromaölen, die allesamt sehr wirksam sind. Zum Teil sogar unmittelbar nach Anwendung. Das trifft im hohem Maße auch beim äußerlichen Einsatz zu. Grundvoraussetzung ist allerdings ein Hausarzt der alles kritisch begleitet und laufend kontrolliert. (u.a. Laborwerte) Ständige eigene Blutdruckkontrolle ist auch eine wichtige Voraussetzung. Ganz wichtig ist auch ständig aktiv zu sein. Hobby, Seniorensport, Schwimmen im Meer (bin 82 Jahre alt) es gibt so viele schöne Dinge, man muss sie nur machen. Nicht immer nur zuschauen. Für mich ganz wichtig, wer nicht handelt, der wird behandelt. Also liebe Forummer, über eien regen Gedanken/Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen.
...wie immer Reinhold (weiter sehr interessant: Jojobaöl, Kampher, Sheabutter und und und)
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mapril



Anmeldedatum: 13.07.2007
Beiträge: 66
Wohnort: Langwedel

BeitragVerfasst am: 15.09.2014, 12:44    Titel: Frage an Reinhold

Moin
hast Du das Wintergrünöl innerlich eingenommen oder äußerlich aufgetragen?
Wenn äußerlich, dann wo?
War das künstliches Wintergrünöl oder das Destillat aus der Pflanze?
Wie stark war die Mischung in %.
Wie häufig die Anwendung?

ich frage, weil das Wintergrün nicht ganz ohne ist und vorsichtig eingesetzt werden soll.
Dazu besteht das künstliche Öle fast aus reinem Methylsalicylat.

Danke für eine Antwort
mapril
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