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Sind Ätherische Öle unbedenklich?
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daniex
Anmeldedatum: 08.03.2009 Beiträge: 1
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Eliane Zimmermann

Anmeldedatum: 02.10.2006 Beiträge: 131
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Verfasst am: 11.03.2009, 09:13 Titel: Chemie der ätherischen Öle |
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Hallo "Daniex",
oh, diese Frage werde ich morgen und übermorgen in einem Biochemie-Kurs für Ärzte und Krankenschwestern beantworten und selbst nach zwei Tagen sind noch Fragen offen!!!
Grundsätzlich: man kann ätherische Öle nicht über einen Kamm scheren. Sie bestehen zunächst einmal aus zwei ganz unterschiedlichen Gruppen (was chemischen Aufbau und beeinflussende Stoffwechselvorgänge in der Pflanze anbelangt). Eine Gruppe sind die Terpene und ihre Abkömmlinge, relativ einfache und kleine Moleküle wie Limonen in den Schalen der Zitrusfrüchte und Pinen in den Nadeln der Nadelbäume. Sie "altern" schnell, die Öle haben also nur eine Haltbarkeit von einem Jahr, sonst gibts ev. Hautreizungen. Viele aus dieser Gruppe haben beispielsweise stark schleimlösende und antibakterielle Eigenschaften. Die andere Gruppe sind die Phenole und ihre Abkömmlinge, unter denen sind einige psychisch wirksame ("antidepressive") und stark hautreizende äth. Öle, die aber auch nachweislich und überprüfbar wie Antibiotika wirken.
Ätherische Öle befinden sich in kleinen Mengen in vielen Gemüse- und Obstarten, sind also für den Menschen entwicklungsgeschichtlich vorgesehen und in normalen Mengen (circa 1%ige Verdünnung) und in natürlicher Form gut verträglich. Synthetische ("naturidentische") Öle enthalten mindestens 3% eher unverträgliche Trägersubstanzen, die zu Problemen führen können. Standardisierte (natürliche) Öle können je nach Zweck und Firma auch synthetische Anteile enthalten.
Kampfer ist ein Monoterpen-Keton, gehört also zur ersten Gruppe und ist nur in ganz wenigen äth. Ölen enthalten, bei den gängigen nur in Rosmarin und in den Blättern des schönen chinesischen Kampferbaumes (andere Kampferbaumarten haben wieder ganz andere Inhaltsstoffe). Der riecht wie Wick Vaporub. Dieses spezielle Öl gehört in die Hände von fachkundigen Aromatherapeuten und Pharmafirmen, sollte nicht von Laien verwendet werden und wird auch oft nicht von den guten Firmen verkauft. "Darf nicht für Kinder verwendet werden" stimmt und auch nicht von Schwangeren oder Epileptikern. Mit der Entzündungshemmung ist es nicht so ganz klar, da gibt es wesentlich bessere ätherische Öle wie Kamille blau und Rose oder Weihrauch. Und ja, weder Kampfer noch Rosmarinöl sollte gleichzeitig mit hochpotenzierten homöopathischen Mitteln verwendet werden. Und auch ja, Kampfer wirkt stark schleimlösend und wirkt erfrischend, kreislaufstabilisierend und konzentrationsfördernd, ist also für erwachsene erkältete Menschen hilfreich. Es wird vor allem über den Nervus trigeminus (Drillingsnerv im Gesichtsbereich) "gerochen" und wurde früher zur Behebung von Ohnmacht verwendet. Es kann sich jedoch bei übertriebener und langer Anwendung in Nerven- und Leberzellen negativ bemerkbar machen.
Vielleicht können Sie ahnen, das man allein über ein einziges Öl sehr viel sagen kann, und wir haben circa 150 im Verkauf für Nicht-Parfümeure zur Verfügung. Lesen Sie doch die Chemie-Seiten auf meiner Website http://www.aromapraxis.de/aromatherapie/aromatherapie/page29.html nach und auch auf meinem Blog gebe ich immer wieder Lerneinheiten: http://www.aroma-therapie.blogspot.com. Und natürlich auch in meinen Büchern. Viele Grüße Eliane Zimmermann _________________ AIDA Aromatherapy International
www.aromapraxis.de
Eliane Zimmermann |
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