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Ringelblumensalbe wird schlecht. Aber warum ?

 

Ringelblumensalbe wird schlecht. Aber warum ?

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Autor Nachricht
TommySmith



Anmeldedatum: 06.08.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 06.08.2011, 11:18    Titel: Ringelblumensalbe wird schlecht. Aber warum ?

Tag zusammen,

ich habe eine Frage zum Thema "selbstgemachte Ringelblumen-Salbe". Hat ja wenigstens im Ansatz was mit Pflanzen zu tun.

Dabei geht es im Speziellen um folgendes Problem:

Ich habe vor ca. 2 Wochen zwei Sorten Ringelblumen-Salbe hergestellt. Eine davon scheint bereits jetzt schlecht zu werden.

Wie äußert sich das ? Sie hat nun einen leicht stechenden Geruch ( der vorher definitiv nicht da war ), es bilden sich bräunliche, undefinierbare Stellen in der Salbe und beim Entnehmen der Salbe bildet sich schon mal etwas Flüssigkeit.

Die Salben wurden auf folgende Art hergestellt: Vaseline im Wasserbad erhitzen - ganze Ringelblumenblüten hinzugeben und in der geschmolzenen Vaseline über eine Stunde baden lassen - das Ganze fest werden und über nacht ziehen lassen - am nächsten Tag wieder erhitzen und durch ein Sieb ablassen.

Bei der Salbe, die nun schlecht zu werden scheint, habe ich Folgendes zusätzlich durchgeführt :

- einige Melissenblätter hinzugefügt
- kurz vor dem Absieben noch frische Ringelblumenblüten hinzugefügt

Jetzt gibt es nach meiner Logik mehrere Möglichkeiten :

1. Die Salbe wird gar nicht schlecht, sondern entwickelt sich halt auf Grund der Melissenblätter so und alles ist in Ordnung.

2. Die Salbe wird schlecht und das liegt daran, dass die Melissenblätter nicht für die Verarbeitung zu so einer Salbe geeignet sind.

3. Die Salbe wird schlecht und das liegt daran, dass einige Melissenblätter und Ringelblumenblüten nicht ausreichend lange erhitzt worden sind ( so dass mögliche Keime nicht abgetötet wurden ).

4. Oder eine Kombination aus allem.

5. Ganz was anderes.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr würde ich auf Nummer 3 tippen. Ich habe allerding in den diversen Anleitungen zu den Salben nie gelesen, dass eine bestimmte Temperatur über einen bestimmten Zeitraum nötig ist, um die Salbe haltbar zu machen. Von daher stehe ich doch etwas ratlos da und bitte die Experten um Hilfe.

Schon mal herzlichen Dank und Grüße,

TommySmith
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Adolf Nahrstedt



Anmeldedatum: 04.10.2006
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 06.08.2011, 17:23    Titel:

Dies ist eigentlich eine Frage an einen Pharmazeutischen Technologen, der ich nicht bin. Ich kann deshalb nur Vermutungen äussern:
1. Ich glaube nicht, dass mikrobielle Verunreinigungen zu dem Effekt geführt haben. Vaseline (Vaselinum album DAB) ist ein Gemisch mit Oleogelstruktur aus Paraffinen (n- und iso-Alkanen) und hydroaromatischen Kohlenwasserstoffen; diese sind nur für sehr spezielle Mikroorganismen verwertbar. Es ist unwarscheinlich, dass derartige "Mikros" in Ihrer Salbe vorkommen.
2. Es kann sein, dass die Braunfärbungen von Polyphenolen stammen, die bei der Lagerung zu bräunlichen Oxidationsprodukten oxidiert wurden. Besonders in Melisse sind derartige Polyphenole enthalten (z.B. Rosmarinsäure und deren Oligomere, aber auch lipophile (öllösliche) Flavonoide). Dies würde erklären, warum die Zubereitung ohne Melisse keine Verfärbungen zeigt.
3. Der Autritt von flüssiger (öliger) Phase kann auf das sogenannte "Ausbluten" (Synärese) zurückzuführen sein, das bei Vaseline bekannt ist. Dabei treten flüssige (niedermolekulare) Bestandteile aus dem Vaseline-Gel aus, weil sich das ursprüngliche Oleogel verdichtet (kommt auch bei länger lagerndem Yoghurt vor, wobei es sich dort aber um ein hydrophiles System handelt). Falls das Ausbluten auch bei der "nicht verdorbenen" Salbe auftritt, können Sie das durch Einarbeiten (Verrühren) wieder beheben.

Warum arbeiten Sie mit Vaseline? Wirkstoffe werden aus Vaseline schlecht freigesetzt; allerdings ist Vaseline sehr gut verträglich und chemisch indifferent. Und für Ihre Herstellungmethode ist Vaseline gut geeignet, weil Öl/Wasser-Emulsionen (die die Wirkstoffe besser freisetzen würden) beim Aufschmelzen etc. zerstört würden, bzw. bis zum Festwerden gerührt werden müssen. Wenn es Ihnen nur auf das aetherische Öl von Melisse ankommt, sollten Sie Melissenöl in der Apotheke kaufen und dies in die Vaseline einarbeiten (etwa 01%).
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