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rezidivierende Unterbauchschmerzen, chron. allerg. Rhinitis

 

rezidivierende Unterbauchschmerzen, chron. allerg. Rhinitis

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Nici



Anmeldedatum: 03.01.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Nordeutschland

BeitragVerfasst am: 03.01.2009, 22:48    Titel: rezidivierende Unterbauchschmerzen, chron. allerg. Rhinitis

Liebes Expertenteam!
Bitte um Hilfe!!

Es geht um meine fast 12 jährige Tochter.Sie leidet seit ca. drei Jahren an rezidivierenden Unterbauchschmerzen rechts, Übelkeit. (Vor 7 Wochen leichte Blutbeimischung im Stuhl)
Außerdem wurde vor 3 Wochen endlich eine chron. allerg. Rhinitis vom schulmedizinischen HNO diagnostiziert, auf was wissen wir noch nicht. Nasonex (kortikoidhaltiges Nasenspray nur 4 Tage genommen-keine Besserung!)
Franziska hat einen permanenten Stockschnupfen, ohne Sekret mit teiweise extremer Nasenatmungsbehinderung, die dazu führt, daß sie morgens mit Halsschmerzen aufwacht und unter Konzentrationsproblemen leidet.
Vor 2Jahren HAwechsel zur anthroposophischen HA. (Vorher SAB-Simplex)
2005 2xige stat. Aufnahme nach mehrtägiger Magen-Darmproblematik mit anschließender Dehydration. Sonografisch nichts path. darstellbar. Therapie mit intravenöser Infusionstherapie. Diagnostisch nichts festgestellt außer Dystrophie. verwirrt
Sind jetzt bei einer Heilpraktikerin die Franziska mit Schüßlersalzen therapiert. Sie sah einen Zusammenhang zwischer der chron. Rhinitis und den Bauchschmerzen.
Ich selbst habe ein BZ-Tagesprofil gemacht, war o.B.; auf Grund Franziskas schlechter Gewichtszunahme trotz guten Essens.
Geburtsgewicht 4200g, (kein GDM)1 Jahr voll gestillt, danach Gewichtsperzentile bis zum 9.Lbsj. immer Norm um die 50%Perzentile. Inzwischen ist Sie stagnierend Größenwachstum auf der 75%Perzent., Gewicht 35,5 Kilo bei 160 cm, BMI 13,95!!
Wir haben 1 Woche auf Milchprodukte verzichtet um auf Lactoseüberempfindlilchkeit zu testen, danach wieder begonnen, kein Unterschied.
Jetzt habe ich das erstemal eine mögliche Empfindlichkeit nach dem Genuss eines Apfels bei ihr festgestellt, extrem rote Lippen, mit leichtem Jucken in der Speiseröhre.
Mein Mann ist Atopiker, Hausstaub-Katzenhaar-Birkenpollenallergie; ich habe nur eine Lactoseüberempfindlichkeit.
Franziska war sonst nie viel krank, hat nur einmalig Antibiotika bekommen.
Am Meisten Sorgen macht mir ihre Gewichtsentwicklung, da seit 2005 gerade mal 2 Kilo pro Jahr. Ist es möglich, daß da was übersehen wird, sollten wir zum Gastroenterologen, oder bin ich einfach zu ängstlich!?
Tut mir leid für den ellenlangen Text, aber ich wollte Sie gerne ausführlich informieren um Ihnen einen guten Einblick zu verschaffen!

Mit freundlichem Gruß und herzlichen Dank ! Sun
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 957
Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach

BeitragVerfasst am: 04.01.2009, 10:43    Titel:

Hallo und guten Morgen Nici,

da deine Tochter ja schon stationär in der Kinderklinik durchgecheckt wurde, ist nichts Notfallmäßiges da. Es geht jetzt um die weitere Diagnostik.

Du schreibst, dass sie auf Äpfel reagiert. Das passt zu der Birkenpollenallergie deines Mannes, denn dies ist eine so genannte "Kreuzallergie", weil sich Birken- und Apfelpollen stark ähneln.
Sie hat sicherlich die Veranlagung zu Allergien in die Wiege gelegt bekommen. Versuche es mal mit gekochten Äpfeln. Die werden meist besser vertragen als rohes Obst.
Das Kratzen in der Speiseröhre spricht für Allergie.

Und dann ist euer detektivischer Spürsinn gefragt. Genau aufschreiben, wenn es irgendwelche Symptome nach Mahlzeiten gibt.

Verträgt sie Mehlprodukte ?

Ich würde mal in mehrere Richtungen forschen. Du kannst die Begriffe ja mal googeln und schauen, ob du Anhaltspunkte findest.

Rechter Unterbauch = Blinddarm (Appendix-)region. Vielleicht ist es eine chronische Appendizitis. Der Blinddarm ist ein lymphatisches Organ, d. h . es hat in der Abwehr eine Funktion.

Ich stelle mal ein paar Krankheitsbilder zur Diskussion, die mir grade in den Kopf kommen.
Stress (projiziert sich gerne in den Bauch), Reizdarm (daraus folgend),
Colitis, Resorptionsstörung durch den Mangel von Enzymen (Untergewicht etc.) z. B. Mukoviszidose, Eisenmangel (Intrinsicfactor fehlt >> Eisen kann nicht im Dünndarm resorbiert werden), Zöliakie (Allergie auf Klebereiweiß im Getreide), Bauchspeicheldrüse untersuchen, Verwertungsstörung der Nahrung durch irgendeinen genetischen Mangel.

Da sie schon mal SAB simplex bekam, hatte sie Blähungen und das passt zu der Verdauungssymptomatik.

Bist du sicher, dass sie sich nicht den Finger in den Hals steckt, um zu erbrechen ? Ein Indiz wäre, wenn sie auf der Oberseite von Zeigefinger und/oder Mittelfinger eine tiefe Rille (von den Schneidezähnen) hätte und die Vorderzähne durch die erbrochene Magensäure angegriffen wären.
Bulimie wird leider sehr spät erkannt, weil sich keiner in der Familie denkt, dass es möglich wäre. Und das geht auch schon bei sehr jungen Kindern los ...

Hat sie Ängste ? (Schule, Freunde, Situationen ?)

Nächste Möglichkeit sind Würmer... Dazu passen auch alle Symptome. Untersuchung auf eosinophile Granulozyten im Differentialblutbild.

Gib ihr physiologische Kochsalzlösung (0,9 %) in eine ausgediente Nasensprayflasche (gut auswaschen). Damit kann sie sich bei Bedarf die Nasenschleimhäute befeuchten. Das kann sie so oft nehmen, wie sie will.

An Untersuchungen, falls nicht schon gemacht, wäre auch mal ein Hormonstatus (vor allem Wachstumshormone, Schilddrüse etc.) interessant.
Ist sie schon in der Pubertät (Menses etc.) ? Dann auch die Geschlechtshormone, Nebenniere etc. untersuchen lassen.

Dies wären vorerst mal meine ersten diagnostischen Richtungen, in denen ich forschen würde. Du siehst, es kann vieles sein.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

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