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Rektifikation bei ätherischen Ölen...
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Lynnette
Anmeldedatum: 10.07.2008 Beiträge: 1 Wohnort: Mittelfranken
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Verfasst am: 21.07.2008, 21:20 Titel: Rektifikation bei ätherischen Ölen... |
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Hallo!
Zur Rektifikation von ätherischen Ölen, habe ich bis jetzt sehr wenig an Informationen gefunden. In dem Buch Aromathereapie für Pflege- und Heilberufe, auf S.30 wird durch Rektifikation, (wenn ich richtig verstanden habe) ein ätherisches Öl verfälscht, da bestimmte Bestanteile entfernt werden.
Kann ich- (muss ich) davon ausgehen das ein rektifiziertes Öl nicht mehr
die gleiche therapeutische Wirkung hat?
Z.B. habe ich hier Cajeput rektifiziert...
Danke schonmal! _________________ Liebe Grüße
Nicole |
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Eliane Zimmermann

Anmeldedatum: 02.10.2006 Beiträge: 131
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Verfasst am: 23.07.2008, 12:50 Titel: Rektifizierung von ätherischen Ölen |
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Liebe Nicole,
ja und nein! Man rektifiziert ein ätherisches Öl, indem man es nochmals destilliert, um den Anteil eines gewünschten Stoffe anzuheben oder um einen Stoff loszuwerden. Das wird fast immer bei Eukalyptusölen praktiziert, um den Anteil an Eukalyptol, also 1,8-Cineol, zu erhöhen. Weil man in der sehr linear denkenden Pharmazie gerne mit Monosubstanzen arbeitet, die Teile, die im Nullkommanochwas-Bereich enthalten sind, werden oft nicht in Betracht gezogen. Erfahrungsgemäß bewirken jedoch gerade diese eine bessere Verträglichkeit einer anderen, möglicherweise eher reizenden Substanz. Beispielsweise bei Zimtrindenöl hat es sich gezeigt, dass seine circa 70% des stark hautreizenden Zimtaldehyds etwas besser verträglich sind als naturidentisches Zimtaldehyd, dem die 30% Begleitstoffe fehlen. Man führt die bessere Verträglichkeit auf das Gemisch von Begleitsubstanzen zurück. Bei Menthol und Pfefferminzeölen ist das ähnlich. Reines Menthol ist nicht so gut verträglich wie das natürliche Vorbild im Zusammenspiel mit einigen anderen Stoffen.
Einige Wissenschaftler haben das erkannt und führen die besonderen Wirkungen von den meisten phytotherapeutisch aktiven Heilpflanzen auf dieses von der Natur wundersam eingerichtete "Orchester" von vielen Stoffen zurück. Manche vermuten, dass solche naturbelassenen Kompositionen auch weniger zu Allergien führen, Weleda hat das in einer hausinternen dermatologischen Studie auch nachweisen können. Jedoch sind das grundsätzlich unterschiedliche Weltanschauungen. Ein herkömmlicher Wissenschaftler begründet lieber, um bei dem Musikbild zu bleiben, den Erfolg eines Musikstückes anhand des am lautesten spielenden Instrumentes.
Bei Cajeput war mir bislang eine Rektifizierung nicht bekannt, doch es handelt sich sicherlich auch um eine Erhöhung des Eukalyptolgehaltes. Ob dann die so wunderbar schmerzstillenden Begleitstoffe noch vorhanden sind, kann nur eine Analyse klären. Aber wenn es sich"nur" um ein Hustenmittel handelt, würde der Apotheker so ein Öl für sehr wertvoll betrachten. Wir ganzheitlich denkenden Aromatherapeuten würden so ein Öl nicht für unsere PatientInnen/KlientInnen verwenden (und für mich und meine Familie auch nicht!!!).
Viele Grüße
Eliane Zimmermann _________________ AIDA Aromatherapy International
www.aromapraxis.de
Eliane Zimmermann |
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