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Primär Sklerosierende Cholangitis

 

Primär Sklerosierende Cholangitis

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irina



Anmeldedatum: 14.08.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 14.08.2008, 21:02    Titel: Primär Sklerosierende Cholangitis

Hallo,

bei mir wurde Anfang des Jahres eine PSC diagnostiziert.

Ich bin 51 jahre alt, w. und meine medizinische Vorgeschichte besteht hauptsächlich aus einer Colitis Ulcerosa (seit meinem 20. Lebensjahr), die 2001 in einem Dickdarmkrebs, der mit einer totalen Rektokolektomie und Chemo behandelt wurde,endete.

Die PSC ist bislang noch völlig symptomlos, sie wurde zufällig bei einer Blutkontrolle entdeckt.

Ausserdemhabe ich fast jede Woche mit Kopfschmerzen zu tun, die immer in der rechten Schulter losgehen, mit Verspannungen und Schmerzen, die dann auf die rechte Kopfseite übergehen.

Für die PSC nehme ich Ursofalk, das hat die Leberwerte auf normale Zahlen gesenkt, heilt aber natürlich die Krankheit nicht. Welche Naturheilmethode wäre da angebracht ?

Die Kopfschmerzen behandle ich mit Migradorixin ( keine Ahnung wie das in Deutschland heisst,ich lebe in Uruguay) und habe auch schon 8 Akupunktur Sitzungen gehabt, die aber nicht wirklich geholfen haben, vielleicht sind die Anfälle danach etwas weniger heftig gewesen .Was kann ich dafür sonst noch mit Naturheilmethoden machen ?

Viele Grüsse

Irina
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wattebällchen



Anmeldedatum: 09.07.2008
Beiträge: 957
Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach

BeitragVerfasst am: 15.08.2008, 13:28    Titel:

Hallo Irina,

du hast ja wirklich einen dicken Packen zu tragen ...

Nun einige Infos für dich:

Die PSC hat primär nichts mit deiner Colitis Ulcerosa zu tun, denn die CU sitzt ja im Dickdarm.
Jedoch gilt die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit (die eine bestimmte Zusammensetzung haben sollte, sonst kommt es zu Steinen usw.) als eine der Ursachen für die Entstehung des Karzinoms bei CU. Die chronischen Entzündungsschübe und oft auch die Polyposis trägt ein Weiteres dazu bei.

Nun hast du ja schon einen Anus praeter und bist mit Chemotherapie versorgt.

Die Ursodesoxycholsäure (Bärengalle) ist ein Monopräparat von Gallensäure. Sie wird bei dir eingesetzt, um ein Rezidiv (Wiederauftreten) des Risikos eines Colonkarzinoms zu reduzieren, denn sie wirkt auf die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit.
Deshalb ist die Primär sklerosierende Cholangitis und die Primär biliäre Leberzirrhose eine der Hauptindikationen.
Weiter wird Ursodesoxycholsäure zur Auflösung von Gallensteinen eingesetzt.

Die Schmerzen in deiner rechten Schulter kommen von der Reflexzone der Galle. Sie strahlt in die rechte Schulter, das ist ganz typisch. Jeder, der schon mal eine Gallenkolik hatte, wird jetzt nicken.

Dies kommt daher, dass der Zwerchfellnerv (Nervus phrenicus) wie Hosenträger vom Zwerchfell zu den Schultern läuft. Und so wird der Schmerz dorthin geleitet. (Die Leber sitzt ja direkt unter dem Rippenbogen und die Gallenblase direkt unter der Leber).
Dein Akupunkteur könnte in der Schulterregion die Reflexzone nadeln oder die Reflexzone an der Fußsohle, der Hand oder in der Ohrmuschel.

Du kannst selbst als erste Hilfe die Gallenblasenzone an deiner rechten Hand drücken. Setze dich bequem hin und lege deinen Arm auf den Tisch.

Nun gehst du mit dem Zeigefinger der linken Hand auf dem Handrücken in die Kuhle zwischen dem Mittelfinger und dem Ringfinger, wo die Knöchel sind, und fährst ganz sanft zwischen den beiden Mittelhandknochen entlang ca. 3 cm Richtung Handgelenk. Du "fällst" dann direkt in eine kleine Kuhle. Dort ist der Akupressurpunkt für die Gallenblase. Wenn du grade Schmerzen hast, wirst du genau spüren, wo es empfindlich ist.
Halte da ein paar Minuten mit sanftem Druck still die Zeigefingerspitze drauf. Ganz ruhig halten.
Das ist der Griff zum Sedieren (Beruhigen). Nicht rubbeln ! Das ist anregend... Nach einiger Zeit wird der Schmerz nachlassen, weil dein Körper eigene schmerzstillende Substanzen ausschüttet.

Für deine Leberwerte empfehle ich dir ein Mariendistelpräparat. Das wird dir bei der Normalisierung der Leberwerte helfen. Dein Apotheker wird dir eines geben. Verlange aber ausdrücklich ein Monopräparat, d. h. es ist sonst nichts anderes in dem Präparat drin außer Mariendistel (Sylibum marianum). Das wird dir auch helfen, die Folgen der Chemo besser zu verkraften.

Zu dem Medikament Migradorixin möchte ich sagen, dass dies ein Ergotaminpräparat ist, es also ein Alkaloid des Mutterkorns enthält.
Oft, sogar sehr oft, macht gerade dieses Ergotamin Kopfschmerzen, weil es die Blutgefäße zusammenzieht.
Dieses Medikament sollte nur nach ganz strenger Indikation gegeben werden ... Das ist nicht so etwas wie Aspirin oder Paracetamol ...
Hast du diese Präparate schon mal bei deinen Kopfschmerzen probiert ?

Ich könnte mir auch vorstellen, dass du durch die Schmerzen im Bauchraum ziemlich verkrampft bist in den Schultern und Nacken (Gallenzone). So kann es sein, dass du sogenannte Spannungskopfschmerzen hast.

Lass dir mal Bindegewebsmassage verschreiben. Das ist zwar auch keine Streichelmassage (bei mir heißt sie "Für Helden" ...), aber es wird dir mit jeder Anwendung besser gehen, weil sich die Verspannungen lösen.
Ein Dinkelsäckchen, das du im Backofen oder der Mikrowelle erwärmst, leistet auch gute Dienste.

Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach bei mir.
Nähere Info über die Bindegewebsmassage findest du auf meiner Homepage.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
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