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positiver Coombs test
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mjelen
Anmeldedatum: 13.01.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 23.07.2010, 07:15 Titel: positiver Coombs test |
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| Ich bin nun zum dritten mal schwanger und bin Rh negativ. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich eine Fehlgeburt in der 7. Woche. In meiner zweiten hatte ich zwar auch Blutungen in der 6. Woche, bekam eine Spritze, aber es gab es keine weiteren Probleme, da alle Teste immer in Ordnung waren. Und auch mein Sohn hatte nach der Geburt eine negative Blutgruppe. In dieser Schwangerschaft ist nun aber der Coombs Test positiv ausgefallen. Mein Arzt meint, dass es damit zusammenhängt, da ich in der 6-7 Schwangerschaftswoche wieder Blutungen hatte und deshalb eine Spritze bekommen habe (damit ich das Kind nicht abstosse oder so, falls es eine andere Blutgruppe hat) und wahrscheinlich noch etwas davon in meinem Blut war. Aber den Test machte ich in der 14. Schwangerschaftswoche, ist das denn möglich? Nun bin ich in der 20. Schwangerschaftswoche und musste den Test wiederholen, die Arztschwester wollte mich trösten und sagte dass der Test jetzt negativ ausfallen wird. Kann ich mir da sicer sein? Ich hab nämlich viel darüber gelesen, zu welchen Eingriffen und Folgen es kommen kann, wenn so ein Test positiv ist. Ich bin total verzweifelt, weiss jemand Rat? |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 921 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 23.07.2010, 08:33 Titel: |
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Hallo Mjelen,
ich kann deine Verzweiflung sehr gut verstehen.
Ich weiß es aus eigener Erfahrung ....
Erst freut man sich auf das Kind und dann ist plötzlich alles leer. Nicht nur der Bauch, auch die Seele und die Kraft ...
Nun ist es bei dir noch eine ganz besondere Geschichte mit der Rh-Situation.
Sicher hast du bei deiner ersten Schwangerschaft nach der Fehlgeburt eine Spritze bekommen, damit du keine Antikörper bildest. Das ist Standard.
Frage auf jeden Fall deinen Frauenarzt.
In der Frauenklinik waren wir immer ganz scharf drauf angespitzt, wenn eine Frau mit negativem Rhesusfaktor (rh-) angesagt war.
Da darf man nichts versäumen.
Wurde bei deinem Mann/ dem Kindesvater ein positiver Rhesusfaktor festgestellt ? Wurde das schon untersucht ?
Wenn er auch negativ ist, ist keine Gefahr.
Wenn das Rh groß geschrieben ist, steht auch immer ein plus-Zeichen dahinter = +. Dann ist es positiver Faktor, er ist also vorhanden.
Da dein Sohn aus der zweiten Schwangerschaft rh- (negativ) ist, ging diese Schwangerschaft problemlos, denn dein Körper "musste" ja keine Antikörper bilden.
Die Blutungen hatten andere Ursachen (Hormonschwäche etc.?).
Da du immer in der Anfangsschwangerschaft Blutungen hast, sollte dies mal abgeklärt werden (Hormonstatus). Frag mal deinen Frauenarzt danach.
Nun bist du zum 3. Mal schwanger und hast eine "Spritze" bekommen. Was war das für ein Medikament ?
Wenn es gegen eine Fehlgeburt war, ist es eine Hormonspritze.
Wenn man es wegen der Rhesussituation gemacht hat, waren es Antikörperstopper (Immunglobuline = Anti-D-Prophylaxe).
Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Frag mal nach, was das für eine Spritze war oder hast du 2 Spritzen bekommen ?
Es ist eine verzwickte Situation.
Wenn dein Mann Rh+ ist, besteht die Möglichkeit, dass das werdende Kind diesen Rhesusfaktor geerbt hat und du dann evtl. Antikörper bildest.
Da du hier nichts Genaues sagen kannst, wende dich bitte mit diesen elementaren Fragen an deinen Frauenarzt.
Normalerweise wird standardmäßig jede rh- Frau schon ab der 27. Schwangerschaftswoche eine Immunglobulinspitze bekommen, ebenso wie nach einer Fehlgeburt, Geburt, Untersuchung (z. B. Fruchtwasseruntersuchung etc.) oder nach einem Unfall / Sturz auf den Bauch.
Wenn nun eine rh- Frau schwanger wird, egal zum wievielten Mal, kontrolliert man, ob sich Antikörper gebildet haben und ob sie evtl. ansteigen.
Ab einer kritischen Höhe wird entweder ein intrauteriner Blutaustausch (wenn das Kind noch nicht lebensfähig wäre. Dies wird unter Ultraschallkontrolle über die Nabelschnurvene gemacht.) gemacht oder die Geburt wird vorzeitig eingeleitet.
Sofort nach der Geburt wird meist ein Blutaustausch (über die Nabelschnurvene) gemacht und das Kind kommt unter das Blaulicht. Dies hilft ihm, die Gelbsucht besser abzubauen.
Wenn du unter regelmäßiger Kontrolle bist, merkt dein Arzt, ob das Kind in Gefahr ist und wird entsprechende Schritte einleiten.
Sei guten Mutes. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
www.praxis-die-insel-4you.de
Naturheil-Praxis "Die Insel"
Helga Bergmann
Söllinger Str. 9 c
76327 Pfinztal-Kleinsteinbach |
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mjelen
Anmeldedatum: 13.01.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 23.07.2010, 09:11 Titel: |
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Vielen Dank für Ihre schnelle und ausfühliche Antwort.
Ja, ich habe nach meiner Fehlgeburt eine Spritze bekommen, damit ich Antikörper bilde. Davor noch, als ich die Blutungen kamen, musste ich Hormontabletten einnehmen. Genauso bei meiner zweiten Schwangerschaft, als wieder am Anfang Blutungen auftraten, musste ich Hormontabletten einnehmen und bekam diesen Antikörperstopp.
Bei meiner 2. Schwangerschaft hatte ich zunächst einen braunen Ausfluss, der sich aber langsam in Blut umwandelte und dauerte so um die 3 Wochen, es waren aber keine starken Blutungen. Und in der jetztigen Schwangerschaft war es wieder ein brauner Ausfluss anfangs, mit 1 - 2 Tagen sehr milde Blutungen, und dann wieder so um die 14 Tage brauner Ausfluss, der langsam vorbei ging.
Ja, der werdende Vater, mein Mann, hat eine positive Blutgruppe. Er spendet nämlich regelmässig Blut und hat einen Ausweis, daher wissen wir das.
Die Spritze, die ich in der jetztigen Schwangerschaft bekam war wohl ein Antikörperstopper, da man mir sagte, dass ich in der 28. Schwangerschaftswoche nochmal so eine bekommen würde.
Also eigentlich hab ich meinen Arzt dannach gefragt und er gab nur zur Antwort, dass wegen der Spritze solche Werte vorliegen. Und als ich ihn fragte ob das was Schlimmes ist, meinte er für mich nicht. Das war es auch schon. Er ist ein älterer Herr und sehr Wortarm, dafür aber ein angesehener und erfahrener Arzt, da er ja früher Leiter in einer Frauenklinik war. Deshalb vertraue ich ihm ja auch, aber mir bleiben immer Fragen offen. Ich frage ja immer, wenn ich was nicht weiss und suche dann noch bei der Schwester nach Antwort. Aber sie sagt, dann immer was tröstendes um mich nicht aufzuregen. |
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wattebällchen

Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 921 Wohnort: 76327 Pfinztal-Kleinsteinbach
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Verfasst am: 23.07.2010, 09:32 Titel: |
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Hallo Mjelen,
niemand kann dir garantieren, dass du keine Antikörper bilden wirst.
Du hast nun mal einen Rh+ Mann zum Erzeuger "erwischt"....
Wie gesagt, die Anti-D-Prophylaxe bekommst du schon während der Schwangerschaft, damit die Antikörperbildung unterdrückt bzw. in Schach gehalten wird.
Und damit man sieht, ob Gefahr im Verzug ist, muss man immer wieder den Wert kontrollieren, wie hoch er ist.
Und ab einer bestimmten Höhe muss man eingreifen wie oben beschrieben = Blutaustausch beim Kind.
Ein intrauteriner Blutaustausch ist zwar nicht risikolos (was ist das schon ...) aber in einer guten Klinik mit erfahrenen Ärzten eine relativ sichere Unternehmung, die dem Kind das Leben rettet.
Und ein Blutaustausch gleich nach der Geburt ist mittlerweile in einer Kinderklinik Routine. Das Kind wird nicht "gestochen", sondern der Katheter wird direkt in den Nabelschnurstumpf eingeführt.
Das Kind bleibt dann ein paar Tage in der Kinderklinik, bis sich die Bilirubinwerte normalisiert haben.
Viel unterstützen kannst du, wenn du stillst/Milch abpumpst. _________________ Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.
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mjelen
Anmeldedatum: 13.01.2010 Beiträge: 3
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Verfasst am: 23.07.2010, 09:52 Titel: |
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| Nochmal Danke für Ihre Antwort, die sehr klar und gleichzeitig beruhigend ist. Wenn es so kommen wird, muss man nun mal daran zu knabern haben. Auf jeden Fall werde ich mein zweites Kind auch wieder stillen. |
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