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Polypen bei Einjährigem

 

Polypen bei Einjährigem

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mad



Anmeldedatum: 08.04.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 08.04.2007, 22:07    Titel: Polypen bei Einjährigem

Guten Tag,
mein Sohn ist 15 Monate alt. Seit etwa seinem 7. Lebensmonat hat er nahezu permanent den Mund geöffnet, die Zunge leicht rausgestreckt und ist Mundatmer. Unser Kinderarzt meint, Ursache seien Polypen, also vergrößerte Rachenmandeln. Der HNO-Arzt meines Mannes hat als Ferndiagnose ebenfalls Polypen vermutet. Beide Ärzte raten abzuwarten.
Anfang des Jahres war die ganze Familie lange krank (Influenza), unseren Kleinen erwischte es am schlimmsten. Er schlitterte von einem Infekt in den anderen, war ca. 6 Wochen am Stück krank. Die oben beschriebenen Symptome verstärkten sich noch.
Da mir die Schulmedizin in Sachen Polypen widerstrebt (erst gar nichts machen, dann Polypen operativ entfernen) habe ich ein wenig recherchiert. Dabei bin ich u.a. darauf gestoßen, dass Polypen laut TCM als Verschleimung angesehen werden bzw. als fest gewordener Schleim, der sich nicht ausleiten ließ.
Aus diversen Quellen habe ich nun - ohne Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten - leichte Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört:
- fast vollständiger Ausschluss von Kuhmilch, nur ein bisschen Käse, außerdem stillt mein Sohn noch
- keine Bananen
- Teekur, geplant ist eine sechswöchige Kur mit 3x täglich Salbei-Lindenblütentee (1Tl auf 1/2 l Wasser) ebenfalls zur Entschleimung.

Mein Mann, der unter einem einmalig mit Kortision reduzierten Nasenpolypen leidet, macht das alles mit und fühlt sich dabei sehr gut.

Nach etwa 10 Tagen hat bei meinem Sohn die Nase angefangen zu laufen. Ich dachte zunächst, er hätte sich schon wieder einen Infekt eingefangen. Aber es blieb bei der laufenden Nase. Ich habe ja schon einen großen Sohn und war selbst schon einige Male erkältet. Aber so etwas habe ich noch nie gesehen. Seit genau 8 Tagen läuft ihm permanent dickflüssig weißlich-gelber Schleim aus der Nase. Ohne Unterlass!!! (naja, außer beim Schlafen) und in wirklich beeindruckenden Mengen. Sonst hat er keine Symptome, keinen Husten, offenbar kein Unwohlsein etc.

Nun frage ich mich: Kann es sein, dass sich tatsächlich festsitzender Schleim auf diese Weise löst?

Und nachdem ich nun den Weg in dieses Forum gefunden habe: Was halten Sie von der Kuhmilchreduktion und den anderen Maßnahmen? Würden Sie noch etwas empfehlen? Gerne würde ich wegen des Reizklimas noch für 2 Wochen an die Nordsee fahren. Das wird sich aber voraussichtlich erst im Herbst realisieren lassen.

Für eine Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Viele Grüße
Mad
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Marianne Ermisch



Anmeldedatum: 22.03.2007
Beiträge: 340
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10.04.2007, 17:13    Titel: Polypen

Hallo Mad,

tatsächlich werden Nasen-Rachen-Polypen in der TCM als Schleim-Verdichtungs-Syndrom angesehen. Allerdings denke ich nicht, dass sich der Schleim in dieser Hinsicht und in dem Ausmass jetzt löst. Hier gehe ich eher davon aus, dass sich "Erkältungsschleim" im Nasenrachenraum angesammelt hat.

Man muss es sich eher abstrakt vorstellen. So, wie sich z. B. ein Myom im Uterus als Qi-Stagnation zeigt. Schleim in der TCM hat was zu tun mit Verdickung, Verlangsamung und zuviel Yin bzw. auch Kälte. Da ist nicht nur die äussere Kälte mit gemeint, sondern auch energetisch kalte Nahrungsmttel, wie z. B. Bananen, Jogurt, Zucker usw. Durch warm wirkende Nahrung und anregen des Yang werden solche Schleim-Syndrome behandelt. Ebenfalls durch Unterstützung des Leberfunktionskreises, da dieser für den freien Qi-Fluss verantwortlich ist. Nahrungsmittel,die die Leber unterstützen, sind meist sauer im Geschmack.Ein Schleimsyndrom zu behandeln ist langwierig.

Was Salbei angeht, kenne ich da eher die Anwendung bei Rachenbeschwerden (Entzündung) und zur Schweissreduktion. Hier ist Lindenblütentee aber wieder gegenteilig, es regt das Schwitzen an. Er wird ja besonders bei Kindern prophylaktisch bei Erkältungskrankheiten genutzt.

Das Schleimlösen in der Pflanzenheilkunde z. B. mit Eukalyptus, Pfefferminz etc. ist also nicht vergleichbar mit dem Schleimlösen in der TCM.

Wie Nahrung energetisch wirkt, können Sie z. B. gut bei Barbara Temelie nachschauen. Dort gibt es auch prima Rezepte und Erklärungen, wie Nahrung yangisiert werden kann.

In der Hoffnung, dass ich Ihnen ein wenig helfen konnte

Marianne Ermisch
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Marianne Ermisch - Heilpraktikerin
Chinesische Medizin - Homöopathie
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Anne Champan



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Beiträge: 84
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BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 08:22    Titel: Kuhmilchprodukte

Hallo Mad,
Bei Verschleimungsprozeß ist die Reduzierung b.w. das Unterlassen der Kuhmilchprodukte eine häufige Verschreibung in der französischen Sprechstunde. Ich habe mich oft gefragt, warum in Deutschland diese einfache Maßnahme kaum empfohlen wird. Meine persönliche Antwort: in der Ernährungsgewohnheiten in Deutschland nehmen die Milchprodukten zu großen Platz ein...
Liebe Grüße
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Anne Champan - Heilpraktikerin
Praxis für klassische Homöopathie
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shurale



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Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 01.04.2010, 08:51    Titel:

Guten Morgen,

mein Sohn ist 22 Monate alt und hat das gleiche Problem. HNO arzt sagte "warten bis er 3 jahre alt ist". Dann 2 Kindrärzte - 2 verschiedene Meinungen. Der erste hat Calzium Jodatum D6 verschrieben, der zweite Lymphomyosot. Und ich bin ganz verunsichert, was soll ich denn dem Kleinen geben? Und ind in welcher Dosis?

Danke im Voraus, Elmira
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Anne Champan



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BeitragVerfasst am: 01.04.2010, 11:43    Titel:

Zwei verschiedene Rezepte, heißt nicht gleich zwei verschiedene Meinungen sondern zwei verschiedene therapeutische Wege. Die erste Verschreibung ist sehr differenziert, es handelt sich um ein einziges Mittel, die zweite Verschreibung ist einen Komplexmittel der Verschiedene Mittel enthält.

Zu Dosierung sollte Sie den behandelten Arzt fragen.

Liebe Grüße aus Karlsruhe
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shurale



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BeitragVerfasst am: 01.04.2010, 12:27    Titel:

Hallo Anne, vielen Dank für di schnelle Antwort. Sie beruigt mich. Welches Mittel würden Sie an meine Stele dem Kind geben? Das komplexe? Darf ich denn beides geben?
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