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polycystisches ovar

 

polycystisches ovar

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bahbee



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BeitragVerfasst am: 03.12.2011, 12:24    Titel: polycystisches ovar

einen schönen guten morgen wünsche ich,
bei der tochter(14) von einer bekannten wurde PCO vom Gyn nach Hormonstatusüberprüfung diagnostiziert.Sie hatte in den letzten monaten eine massive gewichtszunahme und hirsutismus zu beklagen.sie wurde mit metformin behandelt,welches sie nicht vertragen hat und wieder absetzen mußte, und muß seitdem die antibabypille nehmen,welches ihr wachstum hemmt.
nun habe ich mehrere studien gelesen, die ein einsetzen von akupunktur als erfolgversprechend nennen.
meine frage ist: wißt ihr da mehr darüber oder habt ihr noch andere ideen?
viele grüße aus dem stürmische norden
Chi
bahbee
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 11.12.2011, 13:51    Titel:

Hallo Bahbee,

da das Mädchen Metformin bekam, ist eine Insulinresistenz zu vermuten (Übergewicht....). Nun denn, viele haben mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, aber Metformin (es gibt auch noch Kombipräparate, die evtl. besser vertragen werden z. B. Eucreas) hilft eben.

Nun ist sie auf eine antiandrogene Antibabypille umgestellt worden. Dadurch gehen die virilisierenden Symptome zurück und der Zyklus wird wieder regelmäßig, aber nur, solange sie diese auch einnimmt.

Zwar ist dadurch auch gleichzeitig eine kontrazeptive Wirkung da, aber wenn sie mal später ein Baby möchte, wird es kritisch.

Man hat zwar Akupunktur versucht, aber ein klinischer Nachweis steht noch aus. Man meint, dass die Akupunktur, den Hormonstoffwechsel beeinflussen könne. Sicher ist das aber nicht.

Es sollten mal noch die Leberwerte kontrolliert werden (Hormonsynthese/Leberfunktion, Blutzucker prüfen). Ebenso sollte man nach der Nebenniere schauen und nach der Hypophyse (stimulating und releasing hormone, Gonadotropin, FSH, FRH etc.). Ausschluss eines Tumors.

>>> Endokrinologe an einer Uni-Klinik aufsuchen (jedenfalls zu Spezialisten. Ein Gynäkologe ist da nicht in allem kompetent.)

Das Übergewicht (wegen der Insulinresistenz) reduzieren, viel Bewegung/Sport.
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Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

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bahbee



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BeitragVerfasst am: 13.12.2011, 11:39    Titel:

guten morgen wattebällchen,
vielen dank für deine kompetente antwort, ich werde der mutter noch den gang zum endokrinologen empfehlen,wo dann die leber- und nierenwerte noch einmal kontrolliert werden sollten.auf die idee mit einem evtl NN-tumor bin ich noch gar nicht gekommen,danke dafür.
das mädchen treibt fast täglich sport ( schwimmen, laufen usw), aber das abnehmen gestaltet sich sehr zäh, und sie ist ziemlich frustriert, weil die gewichtszunahme sehr schnell kam ( fast 20 kg) und sie bis dato nur 3 kg
abgenommen hat..
wir bleiben am ball.
viele grüße aus dem hohen norden

Chi
bahbee
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 13.12.2011, 13:07    Titel:

Hallo Bahbee,

der Endokrinologe wird sicher die ganze Hormondignostik ablaufen lassen.

Mit den Hormonen ist es eben so, dass man nicht an einem Rädchen drehen kann, ohne die andern auch zu verstellen.

Hormone sind im sog. Regelkreis, d. h. eines beeinflusst das andere.
Auch haben die Hormone unterschiedliche Aufgaben. So hat z. B. das Insulin im Hirnstoffwechsel (jenseits der Hirnschranke) andere Aufgaben als im "normalen" Stoffwechsel, wo es den Blutzucker senkt.

Es ist auch ein ganz feines Zusammenspiel mit der Hypophyse.
Ich erkläre es mal an Hand der Bauchspeicheldrüse:

Durch Rezeptoren erkennt sie, dass z. B. der Blutzucker angestiegen ist. Nun befiehlt sie durch Bildung von "Stimulatinghormonen" der Bauchspeicheldrüse. dass diese Releasinghormone (= "lass gehen") produziert, damit Insulin ausgeschüttet werden kann, worauf der Blutzucker sinkt.
Dann kommt über die Rezeptoren im Gehirn :"Blutzucker ist gesenkt" >>> Befehl der Hypophyse : "Stopp mit Produktion Stimulating Hormone".

Du siehst, es ist eine ganz schön verzwickte Sache.
Und die Hypophyse als oberste Hormondrüse ist ja für alles verantwortlich.
Wenn also dort ein winziger Tumor sitzt, kann der das ganze Regelwerk durcheinanderbringen.

Und du weißt, dass die Hypophyse einen Vorder-, Mittel- und Hinterlappen hat und jeder bildet andere Hormone. Und dabei ist die Hypophyse nur ca. haselnussgroß .... Was für ein Wunder der Schöpfung.

Nun kannst du auch nachvollziehen, weshalb der ganz Stoffwechsel bei dem Mädel durcheinander ist und nicht nur die Keimdrüsen. Die werden ja auch durch die Hypophyse geregelt.
Es ist ebenso auch die Bauchspeicheldrüse (und mit Sicherheit auch die Schilddrüse...) durcheinander = Insulinresistenz >> Übergewicht >>> Insulinresistenz, das sich nicht allein durch mehr Bewegung beeinflussen lässt.
Möglicherweise braucht sie sogar Insulin.

Bei Metformin sind Nebenwirkungen bekannt. Diese geben sich (außer der Durchfall ....) nach einiger Zeit. Man sollte also nicht zu früh aufgeben.
Metformin wird eben bei Insulinresistenz eingesetzt.

Diese ganze Geschichte gehört in die Hand eines Endokrinologen, möglichst in der Spezial-Ambulanz an einer Uniklinik. Da kann man dann auch die ganzen Untersuchungen unter einem Dach veranlassen und sie muss nicht überall Spezialisten aufsuchen.

PS: Was macht deine Heilpraktikerausbildung ?
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bahbee



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BeitragVerfasst am: 13.12.2011, 21:58    Titel:

guten abend, wattebällchen
erst einmal hab ganz lieben dank für deinen überaus lehrreichen exkurs in sachen hormonkreislauf, der bestimmt auch viele andere interessieren dürfte.
das mädchen war schon einmal beim endokrinologen gewesen, der ihr das metformin verschrieben hat. laut aussage der mutter wurde von ihm nur der blutzucker gemessen..stell ich mal so dahin...

außerdem bekommt sie seit ganz kurzen ein kombipräperat( das hattest du ja auch erwähnt),welches sie, nach einigem widerstand aufgrund der erfahrungen mit metformin, auch nimmt. zudem hatte sie einen sehr ausführlichen und positiven termin mit einer ernährungsberaterin, die ihre ernährung auf 6 kleine mahlzeiten täglich umgestellt hat.

ich habe heute noch einmal mit der mutter gesprochen und ihr noch einen weiteren besuch beim endokrinologen nahegelegt, um die hypophysen- und NN-werte überprüfen zu lassen.Sie besorgt sich so schnell wie möglich einen termin.ich habe ihr den regelkreislauf des hormonsystems in etwa so erklärt wie du, und sie war dankbar darüber.
zu meiner HP-ausbildung kann ich sagen: wir sind seit kurzem kollegen, schriftlich und mündlich beim ersten mal bestanden, freu freu.
deine vorgehensweise dient mir als vorbild, dafür danke ich dir sehr!
hab einen schönen abend

Chi
bahbee
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BeitragVerfasst am: 14.12.2011, 16:52    Titel:

Das sind ja mal gute Nachrichten, herzlichen Glückwunsch. Sun
Worauf willst du dich denn spezialisieren ? Orthopädie ? Sportmedizin ?
Als KG wäre das ja eine sehr gute Kombination.
(Falls du mal Schulungen machen willst, schau auf meine Homepage...)

Aha, also doch Therapie mit Eucreas (Kombipräparat).

Gut, dass auch eine Ernährungsberatung stattgefunden hat und das Mädel (und die Mutter ) mitziehen.
Lobe sie dafür. Es ist nämlich nicht einfach, wenn das Fett trotz aller Anstrengungen einfach nicht schmelzen will. Das kommt bei solch einem Hormondurcheinander leider vor.
Wie gesagt, es ist wie ein Zahnräderwerk. Eines bedingt das andere und stellt mit an den "Schrauben".

Sag ihr nochmal, dass sie mal in die Spezialambulanz einer Uni-Klinik gehen soll. Und dass dann da alle Untersuchungen in einem Haus gemacht werden können und sie nicht von Spezialist zu Spezialist reisen muss.
In solch eine Spezialambulanz geht man dann so alle paar Wochen zur Kontrolle für die Spezialprobleme und für die Medikation. Alles weitere macht der Hausarzt/Gynäkologe. Sie braucht nur eine Überweisung in diese Spezialambulanz und der überweisende Arzt bekommt dann von dort regelmäßig Bericht erstattet.

Sie soll sich auch immer einen Durchschlag von den Arztbriefen und Laborbefunden geben lassen und diese in einem Ordner fortlaufend einheften. So hat sie den Überblick und Verlaufsbericht und falls sie mal in Urlaub gehen , den Ordner mitnehmen, damit der Arzt vor Ort sofort Bescheid weiß, wenn mal was ist. Es wird mit der Zeit so Einiges zusammenkommen.

Auch wenn das Mädel später mal erwachsen ist, wird ihr der Ordner gute Dienste leisten, wenn ein Arzt- oder Ortswechsel ansteht.
So habe ich es mit meiner Tochter (sie hat Mukoviszidose) gemacht und es hat sich bewährt.
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BeitragVerfasst am: 15.12.2011, 12:10    Titel:

guten morgen wattebällchen,
die nächste uniklinik wäre dann münster, ich werde ihr das mitteilen und ihr dieses auch nahelegen, da hin zu fahren, weil das den meisten sinn machen würde.
einen ordner anzulegen halte ich auch für eine gute idee,das mache ich selber auchund bin damit immer gut gefahren.

vielen dank für deine glückwünsche!!ich habe das seltene glück, dass ich bei meinem chef in der physiopraxis quasi eine praxis in der praxis aufbauen kann und somit einen weichen start habe..einige physiotherapeutische patienten haben schon nach terminen gefragt, und da wir über einen recht großes stammpatientenpotenzial verfügen, ich recht geringe investitionenskosten habe, kann ich ohne druck das ganze aufbauen..die orthopädie wird auf jeden fall in meinen bereich fallen, aber ein ganz großes thema werden die ausleitungsverfahren sein..da herrscht ein großer bedarf.

auch die psychologische komponente interessiert mich sehr,aber..eins nach dem anderen,ich will mich nicht überfrachten.darf ich dich, als spezialistin in dem bereich, dann noch mal anschreiben, wenn es so weit ist?
viele liebe grüße
bahbee
Chi
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BeitragVerfasst am: 16.12.2011, 16:13    Titel:

Aber logo. Freu mich, wenn du dich meldest. Vielleicht über das Konataktformular meiner Homepage, weil das für das Forum ja ohne Interesse ist.

Schau da mal unter "Schulungen für Fachpersonal". Ist bestimmt interessant für dich.

Mit deinem Praxisaufbau hast du ja wirklich Glück gehabt, dass dein Chef da mitzieht.
Musst nur aufpassen, dass das gesetzlich ok. ist. Ich weiß nur, dass Ärzte nicht mit HPs in einer Praxis arbeiten dürfen wegen "Vetterleswirtschaft" d. h . dass der eine dem andern die Patienten zuschanzt.

Info:
Oft haben Ärzte/Praxen mit Apotheken oder Sanitätshäusern Verträge, dass diese einander gegen Entgelt Patienten schicken ...............
Denk dir selbst dein Teil.
Nicht umsonst sind die oft im selben Haus und die Patienten sind zu bequem, zu ihrer "Hausapotheke" zu gehen.
Eine solche Apotheke im Ärztehaus hat mit Sicherheit mehr Umsatz.

Nunja, da ist eben der Ketzer mit mir durchgegangen. Ich trete eben dem Teufel auf den Schwanz ....... jo
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