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Osteoporose
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Osteoporose

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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 17.08.2010, 12:27    Titel:

Hallo Marion,

Du hat ganz recht ....

Alte Menschen sind oft sehr starrsinnig, wenn es drum geht, eingefahrene Gewohnheiten sein lassen zu müssen. Das geht ja uns Jüngeren schon so.
Das Ungewohnte macht Angst.

Und früher war man halt so, dass alles , was der Doktor sagte, akzeptiert wurde ...
Dein Vater wird sicher vom Arzt noch Einiges erfahren.
Möglicherweise sagen sie der Mutter nicht alles....

Möglich wäre auch, dass die andern Ärzte sehr wohl wussten, was Sache ist, aber nix gesagt haben ... Das gibts auch.

Ich mag viel lieber die GIMPS. Das sind gut informierte mitarbeitende Patienten ...

Es ist sehr gut, dass der Spezialist deine Mutter bei sich behielt. Er hat nun wenigstens die notwendigen Schritte eingeleitet.
Infusionen und starke Schmerzmittel, wie ich sagte, sind die richtige Therapie.
Dass es ernst ist, dürfte dir ja nun wohl klar geworden sein.

Leider werden Bauchspeicheldrüsengeschichten erst sehr spät (meist zu spät ...)erkannt, denn die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen und ist nicht zu ertasten. Das findet man auch meist durch "Zufall" heraus. Meist wird auf Magen,Darm, Galle abgehoben ....

Leider, leider ist es so, dass man zu wenig dran denkt ....
Aber es kommt öfter vor, als einem lieb ist.
_________________
Ich mache das Mögliche, GOTT macht das Unmögliche.

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Marion18



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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 09:53    Titel:

Daß es sehr ernst ist, weiß ich schon länger - einige schlaflosen Nächte liegen bereits hinter mir. Ich bin nur froh, daß man nun weiß, was es ist.

Der Arzt meinte, das Zeitfenster sei leider bei so etwas sehr klein... sie werden bald operieren, sobald sie bei der Bauchspiegelung genauer Bescheid wissen. Er hat sich wohl sehr klar ausgedrückt und Tacheles geredet - mir ist das viel lieber, dann kann man sich auf etwas einstellen.

Das Blutbild habe ich mittlerweile einsehen können - Anfang Juli hat tatsächlich nichts auf einen Tumor hingewiesen.

Am 04.08. wurde dann ein "CA 19/9" in Höhe von 107 Units/ml festgestellt. (Das ist wohl der Tumormarker für Pankreas. Der Arzt meinte, das wäre noch nicht sFischo drastisch.)

Außerdem waren die folgenden Werte erhöht:
GPT 140
YGT 222
GOT 46
Lipase 71
Alph1 mit 4,9 etwas erhöht

Alles andere, wie Zellwerte, Leukozyten etc. sind im Rahmen.

Gestern ging es ihr recht gut. Die hochkalorischen Infusionen und die Schmerzmittel haben ihr eine regelrechte Euphorie beschert.

Meinem Vater geht es jetzt auch wieder etwas besser. Am Tag der Einlieferung war sie wohl so schlecht beisammen, daß er sie auch gar nicht wieder mit nach Hause nehmen wollte. Die Anspannung war einfach zu groß.
Ich habe ihm gestern noch gefrorene, selbstgekochte Mahlzeiten in Aussicht gestellt, da war die Welt doch wieder etwas rosiger. Er ist zum Glück recht selbstständig und kommt auch allein ganz gut zurecht.

Nun warten wir ab, was da kommt.

Viele Grüße,

Marion
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 18.08.2010, 12:11    Titel:

Hallo Marion,

also wenn die Ärzte diese Laborwerte noch als normal bezeichnen, dann weiß ich auch nicht ....

Ich gebe dir mal hier die Normalwerte (für Frauen):

Gamma-GT ist normal bis 38 U / l (Units pro Liter). Und deine Mama hat 222 .... Das ist mehr als das 5-fache erhöht ...
Gamma-GT ist ein Laborparameter für Leber, Galle, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse.

GOT hat sie 46. Normal ist 3 bis 15 U/l. (Leberfunktionsparameter)

GPT hat sie 140. Normal ist 3 - 17 U/l (Leberzellfunktionsparameter), also 8-fach erhöht ....

Lipase ist mit 71 leicht erhöht. Normal ist weniger als 60 U / l. Das ist ein Bauchspeicheldrüsenenzym zur Fettverdauung.


CA 19-9 ist mit 107 um das 3-fache erhöht. Normalwert ist bis 37 KU/l.
Es ist ein Tumormarker für Magen,Leber, Galle, Gallenwege und Bauchspeicheldrüse.
Man macht ihn auch, um zu kontrollieren, ob der Tumor auf die Therapie anspricht oder als Verlaufskontrolle.

Was Alph1 ist, weiß ich nicht.
Vielleicht ein Globulinwert aus der Elektrophorese ? Musst den Arzt fragen.
Kenne nur Alpha-1-Antitrypsinmangel, das ist eine angeborene Leberstoffwechselstörung.

Also:
Wenn jemand solche Werte hat, sucht man (in der Klinik) umgehend in Richtung Bauchspeicheldrüse (auch Pankreatitis = Entzündung oder Abszess), Galle, Leber. Erst mal labormäßig und dann CT / MRT, Knochen-Szintigramm.
Dann den Gerinnungsstatus (Leberwerte), CRP und die andern Entzündungsparameter usw.

Dann weiter mit den Tumormarkern und spezifischen Laborwerten.
Und wenn jemand dazu noch so rasant abgenommen hat, muss die Suche in Richtung Tumor gehen.

Und vor allem, wenn die Bauchspeicheldrüsenwerte so aussehen, ist sofortige Nahrungskarenz und nur intravenöse Ernährung mit hoch dosierten Schmerzmitteln angesagt.

Differentialdiagnose Bauchspeicheldrüsenentzündung oder Tumor.
Solche Patienten kamen zu mir auf die Intensivstation...

Nun, jedenfalls ist sie jetzt in den guten Händen.
Die Infusionen haben auch erst mal den Flüssigkeitsmangel abgedeckt. Sie war mit Sicherheit ausgetrocknet.
In den Infusionen ist alles so zubereitet, dass der Körper alles schon "verdaut" angeboten bekommt.

Dass es deiner Mama nun "besser" geht, ist klar. Opiatwirkung (sie ist high...), kein Stress mehr durch die Schmerzen ....

Meist haben wir auch eine Magensonde gelegt, damit der Magensaft, der ja kontinuierlich gebildet wird, ablaufen konnte. So wurde der Verdauungstrakt ruhig gestellt.

Nun wird auch dein Vater wieder etwas zur Ruhe kommen. Es ist gut, dass er so gut von dir versorgt wird.

Wenn vor einem Vierteljahr tatsächlich noch "nichts" auf einen Tumor hinwies, ist es ein schnell wachsender Tumor und es ist noch nicht sicher, ob man noch operieren kann.
Chemotherapie würde ich nicht machen (weder bei mir selbst noch bei meiner Mutter), denn das kostet sie noch die letzte Kraft.

Ich finde eine gute palliative Betreuung (das, was notwendig ist) durch einen spezialisierten Arzt / Hospiz viel wichtiger, damit die Menschen würdig Abschied nehmen können.

Es ist gut, dass der Arzt euch die Prognose nicht verheimlicht hat. Hoffnung darf man haben, aber keine Illusionen.

Ich wünsche dir viel Kraft.
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Marion18



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BeitragVerfasst am: 19.08.2010, 09:54    Titel:

Diese Blutwerte hat niemand für normal erklärt. Auf Grund dieser Ergebnisse von Anfang August wurde endlich gehandelt.

Die Schmerzmittel haben gestern nicht mehr gewirkt. Daraufhin hat der Arzt entschieden, auf die Bauchspiegelung zu verzichten und heute zu operieren.

Bitte ganz fest die Daumen drücken! Ich melde mich, wenn ich etwas Neues weiß.

Viele Grüße, Marion
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 07:01    Titel:

HAllo Marion,

ich denk ganz fest heute an euch und vielleicht tun dies auch ein paar Leute aus dem Forum.

Ihr werdet alle viel Kraft brauchen.

In Gedanken bei euch eure Helga
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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 11:27    Titel:

Der Tumor ist bösartig und hat schon winizige Metastasen an der Bauchdecke gebildet. Er wurde gestern nicht entfernt, man möchte mit Chemo weitermachen.

Ich muß das mit meiner Familie besprechen und auch die Prognose des Arztes hören, neige aber dazu keine Chemo zu befürworten. Was hat eine derartig abgemagerte Frau einer Chemo entgegenzusetzen, wenn die Ursache des ganzen Übels noch nicht mal entfernt wurde? nee

Das scheint mir keinen Sinn zu machen.

Traurige Grüße, Marion
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 20.08.2010, 14:01    Titel:

Liebe Marion,

leider hab ich mir so etwas schon gedacht ....

Frage die Ärzte, ob sie bei ihrer eigenen Mutter oder bei sich selbst auch noch eine Chemo machen würden.

Meine eigene Meinung dazu hab ich dir ja schon geschrieben.
Eine gute palliative Therapie von einem darin ausgebildeten Arzt (das kann auch ein Hausarzt sein) oder einem Hospiz halte ich persönlich für wesentlich humaner.

Erst vor wenigen Tagen hat mich jemand aus dem Forum mit derselben Diagnose angerufen und gesagt, dass die Chemo sehr geschlaucht habe (Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen etc.).
Er frug mich so einiges und ich sagte: Bestelle dein Haus ...
Und das hat er getan und genießt nun die Lebenszeit, die ihm noch geschenkt wird .

Es gibt ja auch Chemo, die nicht so aggressiv ist und die die Metastasen eindämmen würde. Aber ob es wirklich hilft oder das Leiden nur schrecklich verlängert, kann niemand sagen.

Ich denke an euch.
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BeitragVerfasst am: 23.08.2010, 11:29    Titel:

Scheinbar hat meine Mutter neulich morgens nur die Hälfte erzählt oder mein Vater hat nicht bis zu Ende zugehört. (Beides ist gut möglich.)

Der Arzt hat wohl nicht gesagt, daß der Tumor inoperabel ist, sondern daß er erst Chemo machen möchte und dann operieren.

Meine Mutter hat sich für die Chemo entschieden und bekommt heute Morgen den Port gelegt. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Sie scheint auch ihr Krankenzimmer inklusive Personal ganz gut im Griff zu haben, insofern geht es ihr nicht schlechter.

Ich werde versuchen, einen Gesprächstermin mit dem Arzt abzumachen, denn wir erwischen ihn nie.

Viele Grüße, Marion
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 23.08.2010, 13:10    Titel:

HAllo Marion,

also haben die Ärzte anscheinend bei der OP gesehen (hätten sie auch bei einer Bauchspiegelung, aber da es deiner Mutter so schlecht ging, hat man die große OP vorgezogen), dass eine Chemo etwas bringt. Trotz Metastasen.

Nun, man wird sehen, wie es läuft.
Da deine Mutter vom Arzt über die Chemo aufgeklärt wurde, weiß sie, dass sie Krebs hat. Dies ist wichtig, dass sie die Chemo nicht als Feind ansieht, sondern dass jeder Tropfen der Medikamente ihr beim Kampf gegen den Krebs hilft.

Da sie ja sicher noch an der Infusion hängt und ordentlich Flüssigkeit bekommt und gut mit Schmerzmitteln abgedeckt ist (die sind oft in der Infusion mit drin, sodass sie das gar nicht mitkriegt oder es wird in den Infusionsschlauch gespritzt), hat sie sich erwartungsgemäß wieder etwas bekrabbelt.

Das entspannt die momentane Situation, aber ....
Hoffnung ja, aber keine Illusionen ......
Es ist einen Tag so und am andern Tag so. Du verstehst ?

Ein Gespräch mit dem Stationsarzt ist ganz wichtig. Das nimmt Ängste.

Auch die Chemo wird eine harte Zeit für euch alle.
Sieh zu, dass du mit dem Sozialdienst des Krankenhauses sprichst, solange sie noch dort ist und kläre die häuslische Versorgung. (Essen auf Rädern oder Selbstgekochtes, wenn du nicht weit weg wohnst. Putzen und einkaufen und Wäsche usw.)
Auch ein Nachtstuhl ist evtl. bei der Krankenkasse zu leihen, je nachdem, wie es Mutter bei der Entlassung geht.
Lass dich beraten, was für Hilfmittel deine Mutter für zuhause braucht.

Sprich auch mit dem Hausarzt, vor allem wegen der Schmerzmittelversorgung, Hausbesuch etc.
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BeitragVerfasst am: 25.08.2010, 10:53    Titel:

Hallo Frau Bergmann,

leider ist meine Mutter am Montag Nacht verstorben.

Man wollte den Port für die Chemo legen, ist abgerutscht und hat die Lunge verletzt. Die Blutungen konnten nicht mehr gestoppt werden und haben sie so geschwächt, daß sie nicht gerettet werden konnte.

Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre großartige Unterstützung aus der Ferne. Ich habe das nicht für selbstverständlich gehalten und Sie haben uns sehr weitergeholfen.

Traurige Grüße,

Marion
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BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 12:14    Titel:

Hallo Frau Bergmann,

per Post wollte ich Ihnen eine Kleinigkeit als Dank zukommen lassen. Leider haben Sie es nicht angenommen.

Schade!

Viele Grüße,

Marion
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wattebällchen



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BeitragVerfasst am: 08.09.2010, 13:15    Titel:

HAllo Marion,

ich fühle mit dir und ich denke ganz fest an dich.

Da ist es aber schnell gegangen ....
So schlimm es klingt, aber ihr blieb viel erspart .....

Der Tod kommt immer zu schnell und es ist am schlimmsten für die, die zurückbleiben. Ich denke, die ganze Familie hat noch Abschied genommen.

Dass das Päckchen von dir kam, wusste ich nicht. Der Postbote konnte mir auch nix sagen. Ich kannte die Absendeadresse nicht und das kam mir eigenartig vor.
Es stand nix drauf,woraus ich hätte schließen können, wer das ist.
Ich kenne ja außer Marion18 keine Angaben von dir.
Ich danke trotzdem dafür.

Und noch etwas ist eigenartig:
Normalerweise bekomme ich eine mail, wenn jemand hier etwas Neues postet. Nur durch Zufall hab ich grade reingeschaut und gesehen, was du schriebst und dass deine Mutter gestorben ist.

Ich wünsche dir viel Kraft.
Wenn du möchtest, kannst du mir in die Praxis mailen (über das Kontaktformular meiner Homepage).
Sicher hast du Einiges an Fragen.
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